Appell des Bürgermeisters zu konstruktiver Kritik und Dankbarkeit
In seiner hoffnungsfrohen Neujahrsansprache setzte Bürgermeister Florian Gallus nicht nur optimistische Akzente für das kommende Jahr in Pappenheim, sondern sprach auch das wichtige Thema Kritik und Forderungen aus der Bevölkerung an. Er betonte die positive Bedeutung konstruktiver Kritik und rief dazu auf, diese in vielseitigen Formen einzubringen, die von ihm selbst und der Stadtverwaltung angeboten werden.
Bei seiner Ansprache äußerte der Bürgermeister seine Verwunderung darüber, was er oft in den sozialen Netzwerken lesen müsse. „Leicht ist es, stets mit dem Finger auf andere zu zeigen. Kritik ist immer schnell gefunden“, erläuterte Bürgermeister Gallus. Es sei aber genauso wichtig, sich für die positive und zukunftsorientierte Entwicklung unserer Stadt zu engagieren. Gallus unterstrich, dass das „Wir müssen“ nicht nur eine Forderung, sondern auch eine Verpflichtung bedeutet.
Dabei hob er ganz besonders hob er die vielen Menschen hervor, die sich in unserem Gemeinwesen auf ihre eigene Art und Weise für die positive Entwicklung in Stadt und Land einsetzen. Er bedankte sich bei allen, die ihn in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Bereichen begleitet haben. Die Unterstützung von Familie, Freunden, Bekannten sowie Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat und in der Verwaltung sei ihm eine große Stärkung.
Der Bürgermeister schloss seine Rede mit einem persönlichen Appell zum respektvollen Umgang miteinander. Er ermunterte dazu, nicht nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern eher die gute Absicht zu unterstellen. Dabei betonte besonders die Bedeutung von Dialog, Austausch und Kompromissen in einer lebendigen Demokratie.
Besonders verwies er auf die verschiedenen Informationsmöglichkeiten, die die Stadt Pappenheim bietet, darunter Bürgersprechstunden, Bürgerversammlungen, Rathaus Info und Formular Bürgeranregung. Er ermutigte die Bürgerinnen und Bürger, diese Möglichkeiten zu nutzen, um gut informiert zu sein und unklare Sachverhalte direkt anzusprechen.
Abschließend wünschte sich Florian Gallus der Gemeinschaft in Pappenheim und seinen Ortsteilen, dass man dazu übergehen solle das Verbindende zu betonen und das Trennende mehr in den Hintergrund stellt. Er appellierte daran, das zu schätzen, was man hat, und sich bewusst zu machen, dass unser Pappenheim von außen oft viel positiver betrachtet wird als von innen.
Mit Vorfreude auf ein gemeinsames Gestalten für die Stadt und die Ortsteile schloss Bürgermeister Florian Gallus seine Neujahrsansprache. Er dankte für jeden Beitrag, ob groß oder klein, und wünschte allen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr, voller Zuversicht, Kraft und Neugier. Gallus freute sich darauf, viele Bürgerinnen und Bürger im Jahresverlauf bei verschiedenen Gelegenheiten zu sehen und wünschte Allen Gesundheit und Erfolg.
Bei einem Scoping-Termin Mitte September 2023 kam es dann zum Aus für die Planungen der Stadt Pappenheim, weil die Erweiterung wegen der Lage im Überschwemmungsgebiet der Altmühl von Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt als nicht genehmigungsfähig abgeschmettert wurde.
Das alles dauert aber. Will man eine Schließung des wunderschönen Pappenheimer Campingplatzes nicht riskieren, musste eine Zwischenlösung gefunden werden, die sicherstellt, dass es zum Saisonbeginn 2025 weitergeht. Diese Zwischenlösung hat der Bauausschuss im Oktober 2023 erarbeitet. Bei dieser Ausschusssitzung brachte Stadtrat Kiermeyer (Bürgerliste) den Vorschlag ein, das Sanitärgebäude aus dem Jahre 1976 durch die Stadt zu sanieren und den Campingplatz lediglich auf der Grundlage eines Pachtvertrages weiter zu betreiben. Damit bliebe nach den Ausführungen Kiermeyers der Campingplatz in städtischer Hand. Der Ausschuss empfahl daraufhin dem Stadtrat, die Sanierung des bestehenden Sanitärgebäudes im Herbst 2024 mit Kosten und Organisation der Stadt zu beschließen.
Die Sanierungsarbeiten umfassen insbesondere den Austausch von verbrauchten Fenstern und Türen, die Erneuerung des Dachs, der gesamten Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallation mit Warmwassererzeugung sowie die Erneuerung von Fliesen und Sanitärkabinen. Für das Jahr 2024 sind im Städtischen Haushalt Mittel in Höhe von 50.000,- € vorgesehen, im Folgejahr bis zu weiteren 100.000,- €. Die Maßnahme wird ohne externen Planer von der Verwaltung selbst bearbeitet. Da die Sanierung aufgrund der vorgegebenen Campingsaisonzeiten in einem äußerst knappen Zeitfenster stattfinden muss, werden Fragen zur Gestaltung während der Bauphase durch den Ersten Bürgermeister entschieden.
Der seit acht Jahren gesperrte Eichwiesensteg über die Altmühl ist nach der Sanierung und einer stimmungsvollen Einweihung wieder begehbar. Auf der Stöß in Pappenheim hat die Stadt einen neuen Kinderspielplatz gebaut, und in Übermatzhofen konnte der Spielplatz erweitert werden. Der geplante neue Spielplatz in Zimmern soll im kommenden Jahr entstehen. Über Fortschritte konnte der Bürgermeister auch bei der Straßensanierung und der Digitalisierung mit dem Vollausbau von Glasfasernetzen berichten. Das Netz in Osterdorf wurde fertiggestellt, für Bieswang wurde der Auftrag zum Ausbau bereits vergeben, und die restlichen Ortsteile sind ausgeschrieben. Für den Kernstadtbereich Pappenheim konnte nach langen Verhandlungen erreicht werden, dass der Glasfaserausbau von der Telekom im Jahr 2025 eigenwirtschaftlich ausgebaut wird.
Der seit Jahren laufende Ausbau des Kanalnetzes und der Umbau der Kläranlagen wurden im vergangenen Jahr ebenfalls erfolgreich fortgesetzt. Fortschritte bei der Sicherheitsausrüstung der Feuerwehren wurden durch die Beschaffung von zwei neuen Tragkraftspritzenanhängern, dem Austausch eines fast 50 Jahre alten TSF in Geislohe und der Neuanschaffung eines wasserführenden Löschfahrzeugs für Neudorf erreicht. Hier dankte Bürgermeister Gallus ganz besonders den ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren in Stadt und Land für ihre Einsatzbereitschaft an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr.
Der Bürgermeister skizzierte für die bevorstehenden Herausforderungen im Jahr 2024 an erster Stelle die Schaffung seniorengerechter Wohnungen im Bereich Pappenheim Nord und die Wiederbelebung des Georg-Nestler-Hauses auf den Weg zu bringen. Der Bedarf und entsprechende Konzepte seien da, stellte Gallus fest, jedoch fehle es an den Aussichten für die Kostenübernahme. Hier brauche es einen Investor, denn die Stadt kann keines der Projekte finanziell selbst stemmen. Gallus zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich in absehbarer Zeit eine Lösung anbahnen wird.
Für die positive Entwicklung im Bereich der Wohnraumerneuerung dankte Pappenheims Bürgermeister besonders der Wohnungsbaugenossenschaft Altmühlfranken (WBG), die in der Bürgermeister-Rukwid-Straße ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen kernsaniert hat. Das sei keine Selbstverständlichkeit gewesen, denn es gab auch Pläne, „die uns in Pappenheim gar nicht gefallen hätten“, betonte Gallus. Umso mehr sei er Jörg Archinger, dem Geschäftsführer der WBG, dankbar, dass man sich letztlich für die Vollsanierung entschieden habe.
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