Pappenheimer Rockenstube im K14

Die Rockenstube im K14 ist ein fester Treffpunkt für alle, die Freude an Handarbeit und kreativem Austausch haben. Im Haus der Bürger in der Klosterstraße 14 kommen alle 14 Tage dienstags Interessierte zusammen, um gemeinsam zu werkeln und zwei anregende Stunden in entspannter Atmosphäre zu verbringen. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Das nächste Treffen findet am 10. März statt.

Ob Stricken, Häkeln, Klöppeln oder andere Handarbeitsprojekte, erlaubt ist, was Freude macht. Die Rockenstube versteht sich als offener Treffpunkt für alle, die das Selbermachen schätzen und die besondere Atmosphäre echter Handarbeit genießen. Zwischen Maschen und Mustern entstehen nicht nur kleine Kunstwerke, sondern auch gute Gespräche und neue Ideen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand erste Erfahrungen sammelt oder schon lange mit Nadel und Faden vertraut ist. Neue Gesichter sind jederzeit willkommen. Die Runde bietet Raum, um Techniken auszuprobieren, angefangene Projekte weiterzuführen oder sich einfach in angenehmer Umgebung mit Gleichgesinnten auszutauschen.




Freude über Spende der Pappenheimer Stadtführer

Eine schöne Geste mit nachhaltiger Wirkung hat in diesen Tagen in Pappenheim für Freude gesorgt. Die beiden Gästeführer Erwin Knoll und Renate Prusakow haben den Erlös ihrer jüngsten Stadtführung an die Pappenheimer Tafel übergeben und damit ein Zeichen gesetzt, das weit über einen einzelnen Termin hinausweist.

Anlässlich des Weltgästeführertags, der nach mehrjähriger Pause nun auch in Pappenheim wieder begangen wurde, luden die beiden im Bundesverband der deutschen Gästeführer organisierten Stadtführer am Sonntag, 22. Februar 2026, zu einem besonderen Rundgang ein. Rund 40 interessierte Gäste folgten dem Motto „Mit offenen Augen durch Pappenheim“ und ließen sich auf eine Entdeckungstour ein, die den Blick auf vermeintlich Bekanntes neu schärfte.

Es sind oft die kleinen Details am Wegesrand, an denen man im Alltag achtlos vorbeigeht. Genau dort setzten die beiden Gästeführer an. Mit viel Hintergrundwissen und einem feinen Gespür für die Besonderheiten der Stadt machten sie deutlich, wie reich Pappenheim an Geschichte und Geschichten ist. Wer dabei war, nahm nicht nur Informationen mit nach Hause, sondern auch einen neuen Blick auf die eigene Umgebung.

Die Führungen selbst boten Knoll und Prusakow kostenfrei an. Statt eines festen Entgelts baten sie um Spenden zugunsten der Tafel in Pappenheim. Eine Bitte, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf offene Ohren stieß. Insgesamt kamen 135 Euro zusammen. Erwin Knoll rundete den Betrag auf 150 Euro auf, sodass schließlich eine runde Summe übergeben werden konnte.

Am Dienstag nahmen die beiden Gästeführer das Kuvert mit dem „Führungsgeld“ in die Hand und überreichten es persönlich an Inge Leykamm, die Organisatorin der Pappenheimer Tafel. Dort wird jeder Euro gebraucht, um Menschen in schwierigen Lebenslagen unbürokratisch zu unterstützen.

So verbindet diese Aktion auf schöne Weise zwei Anliegen. Zum einen die Wertschätzung für die eigene Stadt und ihre Geschichte. Zum anderen die konkrete Hilfe für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf Unterstützung angewiesen sind. Pappenheim zeigt damit einmal mehr, dass bürgerschaftliches Engagement hier nicht laut daherkommen muss, um Wirkung zu entfalten. Manchmal genügt ein Rundgang mit offenen Augen – und ein Herz, das mitgeht.

Titelfoto: Marcus Wurm




Watt-Turnier der SRK Bieswang lädt zum Mitspielen ein

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bieswang richtet am Samstag, 28. Februar 2026, wieder ihr traditionelles Watt-Turnier aus. Beginn ist um 19 Uhr, die Anmeldung startet bereits um 18.30 Uhr. Gespielt wird im Vereinsheim der SRK am Sommerkellerweg 4a.

Mit einer Teilnehmergebühr von 10 Euro ist man dabei, wenn in geselliger Runde um attraktive Preise gekartelt wird. Auf die Gewinner warten 100 Euro für den ersten Platz, 70 Euro für den zweiten und 40 Euro für den dritten Platz. Die Viert- und Fünftplatzierten dürfen sich jeweils über eine Kiste Bier freuen. Als sechster Preis winkt eine Reisetasche mit Zubehör. Und selbst wer diesmal überhaupt kein Kartenglück hat, geht nicht leer aus, denn als Trostpreis gibt es einen Presssack.

Watt gehört in vielen Teilen Altbayerns und Frankens zu den beliebtesten Kartenspielen. Gespielt wird meist zu zweit gegen zwei, mit viel Taktik, einem guten Gedächtnis und nicht zuletzt dem berühmten Quäntchen Glück. Nicht selten entscheidet ein mutiger Zug oder ein gut gesetztes Zeichen über Sieg oder Niederlage.

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft freut sich auf zahlreiche Teilnehmer und einen unterhaltsamen Abend in kameradschaftlicher Atmosphäre.

 




Gespräch über Wohnen und Zukunftsperspektiven in Pappenheim

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 lädt der Ortsverband der Grünen in Pappenheim zu einer öffentlichen Veranstaltung rund um das Thema Wohnen ein. Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die in Bayern seit Jahren an Brisanz gewinnt und auch in einer ländlich geprägten Kommune wie Pappenheim viele Menschen bewegt. Die Landesvorsitzende der Grünen, Gisela Sengl wird als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen

Wohnen ist im Freistaat längst mehr als eine private Angelegenheit. Im teuersten Bundesland, wenn es um Lebensraum und Zuhause geht, betrifft es Mieterinnen und Mieter ebenso wie Vermieterinnen und Vermieter, Kommunen und Landkreise, Architektinnen und Architekten, junge Menschen in Ausbildung, Studierende, Alleinerziehende oder Seniorinnen und Senioren. Es geht um Sicherheit und Lebensqualität, um Gemeinschaft und die Frage, ob Menschen an ihrem Heimatort bleiben können.

Gerade im ländlichen Raum stellt sich dabei die Herausforderung, tragfähige Lösungen zu finden. Pappenheim mit seiner Kernstadt und acht Ortsteilen zählt rund 4000 Einwohnerinnen und Einwohner. Welche Wohnformen sind hier realistisch. Was lässt sich von Projekten andernorts abschauen, die bereits entwickelt oder verwirklicht wurden. Und wie können Ideen an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Über diese Fragen möchte der Ortsverband der Grünen diskutieren. Am 25. Februar 2026 um 18 Uhr ist die Landesvorsitzende der Grünen, Gisela Sengl, im Grünen Bereich zu Gast. Die Veranstaltung findet in den Räumen der ehemaligen Hoechstetter Apotheke statt.

Der Abend ist Teil der kommunalpolitischen Aktivitäten der Grünen zur bevorstehenden Wahl und versteht sich als Impuls für eine offene Diskussion darüber, wie Wohnen in Pappenheim künftig gestaltet werden kann.

 




Pappenheim will die Fels neu auf ihre Standfestigkeit prüfen lassen

Ein Thema mit langer Vorgeschichte stand in der Januarsitzung des Pappenheimer Stadtrates auf der Tagesordnung. Es geht um die Felsengruppe „Die Fels“ oberhalb der Bürgermeister-Rukwid-Straße und die Frage, wie standsicher das Gelände heute noch ist. Der Stadtrat sollte in der Sitzung über die Vergabe eines Gutachtens an die Landesgewerbeanstalt (LGA) Bayern in Nürnberg entscheiden. Da das Angebot bis zur Sitzung jedoch noch nicht vorlag, wurde der Tagesordnungspunkt vertagt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Hauptausschuss angeregt, das Risiko eines möglichen Felssturzes erneut geologisch bewerten zu lassen. Die letzte Einschätzung der LGA stammt aus dem Jahr 1992. Schon damals wurde eine abstrakte Gefahr festgestellt. In der Folge brachte die Stadt provisorische Notsicherungsverbauungen an und legte die Kosten sowie die Sicherungsmaßnahmen dem damaligen Grundstückseigentümer per Bescheid nach dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz auf.

Der Eigentümer beschritt daraufhin den Rechtsweg mit dem Ziel, die Kosten nicht selbst tragen zu müssen. Nachdem auch eine Verfassungsbeschwerde erfolglos blieb, teilte er das große Waldgrundstück auf. Während die übrigen Flächen als Friedwald genutzt werden, erklärte er die betroffene Teilfläche mit einer Größe von 11.592 Quadratmetern durch eine einfache Erklärung als herrenlos. Seither steht die Fläche faktisch im Raum, ohne privaten Eigentümer.

Rechtlich ist die Situation klar umrissen und zugleich anspruchsvoll. Wird eine konkrete Gefahr bekannt, muss die Stadt als Sicherheitsbehörde einschreiten. Neue Felsabgänge sind in den vergangenen Jahren zwar nicht bekannt geworden. Allerdings dürfte sich die Standfestigkeit der Felsgruppe und der eingebauten Sicherungsmaßnahmen in mehr als drei Jahrzehnten kaum verbessert haben. Vor diesem Hintergrund erscheint eine aktuelle fachliche Bewertung als sinnvoller erster Schritt.

Vorgesehen ist, sowohl die Felsengruppe selbst als auch die bestehenden Felssturzsperren durch die LGA Bayern untersuchen zu lassen. Die Kosten sollen im städtischen Haushalt 2026 berücksichtigt werden. Ein konkreter Beschluss konnte in der Sitzung jedoch noch nicht gefasst werden, da das angekündigte Angebot der LGA bis dahin nicht eingegangen war.

Der Stadtrat wird sich erneut mit dem Thema befassen, sobald belastbare Zahlen vorliegen. Ziel bleibt es, die Situation sachlich zu klären und auf Grundlage eines aktuellen Gutachtens über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

 




Fasching mit ausverkauftem Pappenheimer Kronensaal

Besser hätte es kaum laufen können. Der Faschingsball in Pappenheim, organisiert vom CSU Ortsverband Pappenheim erwies sich in diesem Jahr als voller Erfolg und setzte in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe. Mit einem genehmigten Kontingent von 200 Gästen war der Kronensaal komplett ausverkauft. Kein Platz blieb frei, die Vorfreude war spürbar – und sie sollte nicht enttäuscht werden.

Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die Band „Project X“. Vom ersten Takt an brachte sie den Saal zum Brodeln und hielt die Stimmung bis 1.00 Uhr nachts auf konstant hohem Niveau. Es wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und gelacht. Viele Besucher waren sich einig, dass es – inzwischen der fünfte Faschingsball – eine der positivsten und stimmungsvollsten Veranstaltungen dieser Reihe gewesen sei. Besonders bemerkenswert war die gute Atmosphäre über alle Altersgruppen hinweg.

Als Ehrengast durfte Marianne Pappler begrüßt werden. Sie ließ es sich nicht nehmen, bis in die frühen Morgenstunden mitzufeiern. Auch dem Besitzerehepaar Andrea und Albert Linke war die Freude deutlich anzusehen. Der Saal wurde ganz in ihrem Sinne genutzt – lebendig, fröhlich und bis auf den letzten Platz gefüllt.

Kulinarisch zeigte sich der Kronenwirt bestens vorbereitet – und am Ende dennoch restlos ausverkauft. Bis zur letzten Portion wurde serviert, das Angebot fand großen Zuspruch und wurde vielfach gelobt.

Besonders positiv aufgenommen wurde zudem das Engagement der eigenen Stadtratskandidaten. Sie übernahmen nicht nur Verantwortung bei der Vorbereitung, sondern bedienten und unterhielten die Gäste persönlich. Niemand scheute den organisatorischen Aufwand, die intensive Bewirtung oder das Aufräumen am Sonntag. Dieses Miteinander und die sichtbare Einsatzbereitschaft trugen ihren Teil zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.

Auch der vom Turnverein ausgerichtete Kinderfasching konnte sich sehen lassen. Nach Angaben von Tino Ernst und Julian Sattler verzeichnete die Veranstaltung eine Rekordbeteiligung und fand großen Anklang. Die Zusammenarbeit zwischen den Organisatoren hat sich damit nicht nur bewährt, sondern inzwischen fest etabliert.

Titelfoto: CSU-Ortsverband Pappenheim




Vollsperrung zwischen Geislohe und Flemmühle

In der kommenden Woche müssen sich Verkehrsteilnehmer rund um Pappenheim auf Einschränkungen einstellen. Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Geislohe und Flemmühle wird von Dienstag, 24. Februar, bis einschließlich Donnerstag, 27. Februar 2026, vollständig für den Verkehr gesperrt. Dies geht aus einer Anordnung der Stadt Pappenheim als zuständiger Straßenverkehrsbehörde hervor.

Betroffen ist die komplette Strecke dieser Ortsverbindungsstraße. Grund für die Maßnahme sind Baumfäll- und Unterhaltsarbeiten im städtischen Wald. Hintergrund ist die Verkehrssicherungspflicht, der die Stadt hier nachkommt. Um die Arbeiten sicher durchführen zu können, ist eine Gesamtsperrung des Verkehrs erforderlich.

Die Umleitung wird über Geislohe, Neudorf und Suffersheim nach Flemmühle sowie in umgekehrter Fahrtrichtung geführt. Entsprechende Beschilderungen werden nach dem vorgesehenen Regelplan eingerichtet.

Die Anordnung tritt mit dem Aufstellen der Verkehrszeichen in Kraft und endet mit deren Beseitigung. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu folgen und für die genannten Tage etwas mehr Zeit einzuplanen.

 




Pappenheim öffnet die Augen für seine eigene Geschichte

Unter dem Motto „Mit offenen Augen durch Pappenheim“ lädt der diesjährige Weltgästeführertag dazu ein, Pappenheim neu zu entdecken. Es geht dabei nicht um große Inszenierungen, sondern um die leisen Zwischentöne, um Details am Wegesrand, die im Alltag oft übersehen werden. Wer sich darauf einlässt, wird Pappenheim mit anderen Augen sehen.

Drei Führungen machen sich am Sonntag, 22.02.2026 um 13.00 Uhr, vom Marktplatz aus auf den Weg. Unterschiedliche Routen, unterschiedliche Schwerpunkte, doch eine gemeinsame Idee verbindet sie: Geschichte dort aufzuspüren, wo man sonst vielleicht achtlos vorübergeht. Die Wege führen u.a. durch vertraute Straßen, über den historischen Kanonenweg hinauf zum Schlossberg und damit durch Räume, die vielen bekannt sind und doch immer wieder Neues bereithalten.

Stadtführerin Eva Schultheiß richtet den Blick auf die Geschäfte der Deisingerstraße und erzählt von ihrem Wandel. Erwin Knoll widmet sich den Grafen, den Mesnern und natürlich auch dem berühmten Sprichwort, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Bürgersfrau Renata Prusakow nimmt die Teilnehmenden mit zu Brücken und Kirchen, zur jüdischen Geschichte und zu sozialen Orten, die das Miteinander in Pappenheim geprägt haben. So entsteht kein starres Bild der Vergangenheit, sondern ein lebendiges Geflecht aus Geschichten, Erinnerungen und Perspektiven.

Nach einigen Jahren Pause belebt der Weltgästeführertag 2026 mit seinen Führungen die Stadt Pappenheim wieder. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass Stadtgeschichte nichts Abgeschlossenes ist, sondern weiterlebt, wenn man bereit ist, genauer hinzusehen.

Treffpunkt für alle Führungen ist um 13.00 Uhr am Marktplatz Pappenheim. Dort beginnen die Rundgänge und dort enden sie auch wieder. Im Café Lehner wird anschließend bewusst ein gemeinsamer Schlusspunkt gesetzt mit Gelegenheit zum Weiterreden und Austausch.

Die Führungen am Weltgästeführertag sind kostenfrei. Wir Pappenheimer freuen uns auf viele interessierte Gäste, die sich mit offenen Augen auf den Weg durch Pappenheim machen.




Neue Impulse für leerstehende Ladenflächen in Pappenheim

Wie lassen sich leerstehende Ladenflächen im Ortskern wieder mit Leben füllen? Dieser Frage widmete sich ein Werkstattgespräch des Kunst und Kulturvereins Pappenheim e.V., das am Freitag in der ehemaligen Hoechstetter Apotheke stattfand. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um ihre Vorstellungen einzubringen und gemeinsam über Perspektiven für die Zukunft nachzudenken.

Von Beginn an setzten die Organisatoren auf Beteiligung. Es ging nicht darum, fertige Konzepte zu präsentieren, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen zu entwickeln. Als Impuls dienten drei Beispiele aus der Region, die Mut machen sollen. Vorgestellt wurden die Pinselfabrik in Bechhofen, der Tante Anna Stadtteilladen in der Ansbacher Neustadt sowie das Zentrum für Austausch und Machen in Erlangen. Sie zeigen, wie unterschiedlich tragfähige Modelle heute aufgestellt sein können, ob als Verein, Genossenschaft oder unternehmerische Initiative.

Hauseigentümerin Fabiola Diehl zeigte sich offen für vielfältige Nutzungen. Als Buchbindemeisterin und Kunsthandwerkerin könne sie sich auch unkonventionelle Modelle vorstellen, sofern diese langfristig wirtschaftlich tragfähig seien.

Im Laufe des Abends entstand eine breite Sammlung an Vorschlägen. Genannt wurden Orte der Begegnung und des sozialen Austauschs ebenso wie kulturelle Projekte etwa ein Heimatmuseum oder eine Galerie für regionales Kunsthandwerk. Auch klassische Angebote der Nahversorgung fanden sich auf den Pinnwänden, vom Bioladen über ein Gesundheitszentrum bis hin zu einem Pop up Laden für Selbstständige und Start ups.

Die Frage der konkreten Umsetzung stand bewusst noch nicht im Vordergrund. Zunächst sollte gesammelt werden, was die Menschen bewegt und was sie in Pappenheim vermissen. Diese Offenheit sorgte für eine lebendige Diskussion. Zugleich wurde in der Auswertung deutlich, dass sich einige Teilnehmende eine stärkere Struktur und eine kompakte Bestandsaufnahme gewünscht hätten.

Der Verein versteht diese Rückmeldungen als hilfreichen Hinweis. Künftig solle zu Beginn eine Übersicht über vorhandene Angebote stehen und die Moderation klarer geführt werden. Insgesamt ziehen die Organisatoren dennoch eine positive Bilanz. Die rege Beteiligung und die engagierte Atmosphäre hätten gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit seien, Verantwortung für die Entwicklung ihrer Stadt zu übernehmen.

Inhaltlich knüpft das neue Format an den kürzlich abgeschlossenen Vitalitätscheck der Stadt Pappenheim an. Während dieser eine Bestandsaufnahme lieferte, sollen die Werkstattgespräche nun konkrete Handlungsmöglichkeiten ausloten und die Bürgerschaft aktiv einbinden.

Weitere Treffen sind geplant, sowohl in Pappenheim als auch in den umliegenden Ortschaften. Für die ehemalige Apotheke ist in den kommenden Wochen ein Folgetermin vorgesehen, bei dem einzelne Ideen vertieft werden sollen.

Eigentümer leerstehender Immobilien, die selbst Gastgeber eines Werkstattgesprächs werden möchten, können sich per Mail an k14.pappenheim@web.de wenden.

 




Feuerwehren rücken zu Kellerbrand am frühen Morgen aus

Am frühen Sonntagmorgen des 15. 02. 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Pappenheim und Zimmern kurz vor 6 Uhr zu einem Kellerbrand alarmiert. Auch die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst machten sich auf den Weg zur gemeldeten Einsatzstelle.

Vor Ort konnte rasch festgestellt werden, dass an der Ölheizung kein offenes Feuer mehr brannte. Dennoch war die Situation nicht unproblematisch. Messungen mit dem Mehrgasmessgerät der Feuerwehr ergaben das Vorhandensein von Kohlenstoffmonoxid im Gebäude. Das geruchlose Atemgift stellt eine erhebliche Gefahr dar und machte weitere Maßnahmen erforderlich.

Um die Belastung zu beseitigen, wurde ein Lüfter eingesetzt, um die betroffenen Räume zu belüften und das Kohlenstoffmonoxid aus der Wohnung zu entfernen. So konnte die Gefährdung reduziert werden.

Gegen 6.30 Uhr folgte schließlich die Entwarnung. Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen und Kontrolle der Räume konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Pappenheim mit allen Fahrzeugen, die Feuerwehr Zimmern, die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst.

Titelfoto: FFW Pappenheim




Pappenheim und der wilde Faschingsdienstag von 1826

Der Fasching hatte in Pappenheim seit jeher seinen festen Platz – meist in geordneten Bahnen, gelegentlich mit viel beachteten Umzügen und fröhlichem Miteinander. Dass es aber auch anders kommen konnte, davon erzählt ein bemerkenswertes Schriftstück aus dem Stadtarchiv. Es führt genau 200 Jahre zurück in das Jahr 1826 – in eine Zeit, als das Pappenheimer Land noch keine zwei Jahrzehnte zu Bayern gehörte und das Neue Schloss gerade einmal vier Jahre alt war. In den Akten trägt die Begebenheit die Überschrift: „Tumultuarische Exzesse am Faschingsdienstag

Bürgermeister war damals Johann Georg Jakob Seybold, jüdischer Hofbuchdruckereibesitzer, gewählt auf sechs Jahre. Der Chronist Georg Fleischmann würdigte ihn als tatkräftigen, energischen und zielbewussten Mann, als Zierde des Handwerkerstandes und des Bürgertums. Zahlreiche Schriftstücke zeugen von seiner Gewandtheit, seiner Sachkenntnis und seiner Vertrautheit mit der Geschichte der Stadt. Einer, der Pappenheims Rechte mit Entschiedenheit zu verteidigen wusste.

Doch Seybold hatte einen mächtigen Gegenspieler: den gräflichen Regierungsrat und Herrschaftsrichter Johann Christoph Bunte. Zwischen Stadtmagistrat und Herrschaftsgericht knirschte es gewaltig. Das Gemeindeedikt von 1818 hatte den Städten neue Rechte eingeräumt – von der Ausübung der Polizeigewalt bis hin zur Zunftaufsicht und der Erteilung von Gewerbegerechtigkeiten. Doch vieles davon war umstritten. Das Herrschaftsgericht machte Ansprüche geltend, der Magistrat pochte auf seine Befugnisse. Ein Ringen um Zuständigkeiten – und um Einfluss.

Mitten in diese Spannungen platzte der Faschingsdienstag des Jahres 1826.

Ohne Anmeldung bei der Lokalpolizeibehörde formierte sich am 7. Februar ein Zug aus 20 bis 25 Bürgersöhnen und Handwerksburschen. Gegen drei Uhr zog der „ganze Schwarm“, wie Seybold später schrieb, ins Schwanenwirtshaus, von dort über den Markt und die Brücke in die Vordere Vorstadt zum Goldenen Löwen. Kreischende, „verstimmt disharmonische“ Instrumente kündigten das Kommen an, begleitet von einer Horde lärmender Kinder.

Eine Stunde später ging es unter lautem Getöse zurück in die Stadt, am gräflichen Schloss vorbei zum Hirschenwirtshaus. Für Bürgermeister Seybold war das Maß erreicht. Einen solchen „ordnungswidrigen, allen Anstand ausschließenden“ Aufzug könne er nicht dulden, notierte er. Er schickte den Polizeidiener Pöbel mit der klaren Ansage, man möge sich ruhig ins Wirtshaus begeben und Lärm auf der Straße unterlassen – andernfalls drohe Arrest.

Die Reaktion fiel anders aus. Statt Nachachtung brach der Haufen in brüllendes Gelächter aus, verhöhnte den Polizeidiener, schnitt Grimassen und steigerte das Gejauchze zu einem „wehrhaft tumultarischen Geschrei“. Neugierige strömten zusammen. Das polizeiliche Ansehen, so klagte Seybold, sei mit frivolem Übermut mit Füßen getreten worden. Jeder weitere Schritt hätte nur zu „folgereichsten ärgerlichsten Tätlichkeiten“ geführt.

In dieser Lage ließ Seybold mündlich Bericht erstatten und bat um höhere Einschreitung beim gräflichen Herrschaftsgericht. Doch von dort kam eine ganz andere Botschaft. Gerichtsdiener Friedrich Wiesner ließ im Auftrag des Regierungsrats Bunte ausrichten, die Leute sollten sich nur recht vergnügen. Daraufhin trank der Zug unter Schall und Getöse auf die Gesundheit des Herrn Regierungsrats.

Unterstützung durch die dem Herrschaftsgericht unterstellte Gendarmerie blieb aus. Das bunte Treiben verlagerte sich in die Wirtshäuser und dauerte bis spät in die Nacht. Seybold beschwerte sich beim Herrschaftsgericht und beim Königlichen Bezirksamt über das Verhalten von Gerichtsrat Bunte.

Was bleibt, ist mehr als eine launige Episode. Der Vorfall zeigt, wie sehr es in jener Zeit um Zuständigkeiten, Autorität und das Selbstverständnis der Stadt ging. Zwischen Rathaus und Herrschaftsgericht prallten unterschiedliche Auffassungen aufeinander – und der Fasching wurde zur Bühne eines handfesten Kompetenzstreits.

So erinnert der wilde Faschingsdienstag von 1826 daran, dass närrische Tage in Pappenheim nicht nur ausgelassene Freude, sondern mitunter auch politischen Zündstoff mit sich brachten. Und dass selbst kreischende Instrumente und fröhliche Handwerksburschen ihren Platz in der Pappenheimer Stadtgeschichte haben.

Das Titelfoto entstand bei einem Pappenheimer Rosenmontagszug in den 1950er Jahren.




Geburtstagsgeschenk vom Stadtrat überreicht

Einen besonderen Moment hielt die jüngste Sitzung des Pappenheimer Stadtrates am 12. Februar 2026 bereit. Bürgermeister Florian Gallus nutzte die Zusammenkunft, um Stadtrat Jürgen Weizinger aus Übermatzhofen noch einmal offiziell zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren und ihm im Namen aller Kolleginnen und Kollegen die besten Wünsche zu überbringen.

Es ist im Gremium eine schöne Tradition, zu runden Geburtstagen zusammenzulegen. Die Sitzungsgelder werden in solchen Fällen gesammelt, um dem Jubilar eine gemeinsame Aufmerksamkeit zu überreichen. Auch diesmal kam so ein „Flachgeschenk“ zustande, das Bürgermeister Gallus mit anerkennenden Worten überreichte.

Jürgen Weizinger weiß bereits, wofür er die Zuwendung verwenden möchte. Ein Brotbackofen soll angeschafft werden und einen Teil des Betrags will für Übermatzhofener Dorfgemeinschaft spenden und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen.