Pappenheimer Schützenadel auf der Burg proklamiert

Die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim hat ihre neuen Majestäten in diesem Jahr in einem besonderen Rahmen proklamiert. Die Feier fand auf der Burg Pappenheim statt, wo mehr als 150 Mitglieder handverlesener Pappenheimer Vereine im Ahnensaal über dem Burgmuseum zusammengekommen waren.
Zu den Gästen gehörten auch Regina und Werner Krug sowie Sonja und Holger Schlüter, die vom befreundeten Patenverein der Eißendorfer Schützen eigens aus Hamburg nach Pappenheim gekommen waren.

Die Proklamation der Majestäten ist bei der Privilegierten Schützengesellschaft 1491 Pappenheim mehr als die Bekanntgabe sportlicher Ergebnisse. Sie gehört zu einer jahrhundertealten Schützentradition, in der sportlicher Wettbewerb, Gemeinschaft und Brauchtum miteinander verbunden sind. Wer beim Königsschießen den entscheidenden Treffer setzt, erringt für ein Jahr eine besondere Würde, die bei der Proklamation öffentlich bekanntgegeben wird.

Dabei gibt es bei der Pappenheimer Schützengesellschaft mehrere eigenständige Wertungen. Neben Schützenkönig und Schützenkönigin werden ein Luftpistolenkönig – in diesem Jahr eine Luftpistolenkönigin – der Schützenkaiser und im Jugendbereich der Schützenprinz proklamiert. Die Majestäten übernehmen vor allem repräsentative Aufgaben und stehen mit ihren Titeln zugleich für eine lange Tradition der Schützengesellschaft, die das Jahr 1491 in ihrem Namen trägt.

Wer die neuen Würdenträger sein würden, hatte sich bereits am 26. Juli 2026 entschieden. Beim Volksfest- und Königsschießen, das im Gegensatz zum Pappenheimer Volksfest auch in diesem Jahr unter seinem traditionell überlieferten Namen und mit großer Beteiligung stattfand, wurden die entscheidenden Treffer abgegeben.

Die Königswürde sicherte sich Benedikt Felsner mit einem 615-Teiler. Anja Herzner setzte sich mit einem 608-Teiler in der Wertung der Damen durch und wurde zur neuen Schützenkönigin proklamiert.

Auch mit der Luftpistole ging die Königswürde in diesem Jahr an eine Schützenschwester. Brigitte Jung erzielte einen 544-Teiler und trägt damit für ein Jahr den Titel der Luftpistolenkönigin.

Deutlich näher am Zentrum lag der entscheidende Treffer in der Kaiserwertung. Karl Böhm erzielte einen 164-Teiler und wurde als neuer Schützenkaiser proklamiert.

Den präzisesten der genannten Königsschüsse gab allerdings der Nachwuchs ab. David Schütz erreichte im Jugendbereich einen 85-Teiler und sicherte sich damit die Prinzenwürde.

Mit Benedikt Felsner, Anja Herzner, Brigitte Jung, Karl Böhm und David Schütz hat die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim ihren neuen Schützenadel für das kommende Jahr proklamiert. Der festliche Rahmen auf der Burg gab der traditionsreichen Zeremonie in diesem Jahr eine besondere Kulisse.

Titelfoto: Sandra Schütz




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 24.09.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

1 Bauanträge
1.1 BA 25/2026 – BImSchG – Erweiterung der Betriebszeiten eines abgegrenzten Teilbetriebs im Steinbruch Pappenheim, Kappel 1

1.2 BA 26/2026 – Neubau einer Garage/Außenlager hinter dem Technikgebäude im Freibad Pappenheim, Fl.-Nr. 1216/16, Gem. Pappenheim

1.3 BA 27/2026 – Neubau eines Einfamilienhauses in Holzfertigbauweise mit Doppelcarport, Geislohe 88 (Bauturbo)

2 Bauleitplanung
2.1 Bauleitplanung – 2. TÖB-Beteiligung 31. Änderung des Regionalplans der Region Ingolstadt (10), Teilkapitel 6.2.2 Windenergie

2.2 Bauleitplanung – TÖB-Beteiligung 34. Änderung des Regionalplans der Region Westmittelfranken (8), Teilkapitel 6.2.2 Windenergie

2.3 Bauleitplanung – vorhabenbezogener Bebauungsplan „Gerstner Geislohe“ (Aufstellungsbeschluss)

2.4 Bauleitplanung – Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Sondergebiet Solarpark Bieswang“ (Aufstellungsbeschluss)

2.5 Bauleitplanung – Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Sondergebiet Solarpark Ochsenhart (Aufstellungsbeschluss)

2.6 Bauleitplanung – 12. Änderung des Flächennutzungsplans (Aufstellungsbeschluss)

3 Vergaben
3.1 Vergabe der Straßensanierungsarbeiten 2026

3.2 Neubau Bauhofhalle – Nachtrag Gewerk „Erdarbeiten“

3.3 Abwasseranlagen – Vergabe Planungsleistungen „Kläranlagenstudie“ Pappenheim, Bieswang und Zimmern

3.4 Dorfgemeinschaftshaus Osterdorf – Austausch der Fensterläden

4 Friedhof Osterdorf – Urnenbaum – Grundsatzbeschluss

5 Städt. Veranstaltungen – Zukünftige Ausrichtung des Altmühlfestes

6 Bekanntgaben

 




Turnverein Pappenheim zwischen Aufschwung und Baustillstand

Sportlich läuft es beim Turnverein Pappenheim rund, auf der Baustelle der vereinseigenen Turnhalle dagegen seit Wochen nicht mehr. Bei der Jahreshauptversammlung im dicht besetzten Medienraum des Hotels Sonne wurde deutlich, dass die schwierige Dachsanierung den Verein wohl noch einige Zeit beschäftigen wird. Seit Anfang August ruhen die Arbeiten, weil statische Probleme eine Neuplanung erforderlich machen.

Unter den rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörern waren auch Stadtrat Marcus Wurm, der die Sanierung als Bindeglied zur Stadt Pappenheim begleitet, sowie BLSV-Kreisvorsitzender Patrick Fischer.

Vorsitzender Julian Sattler konnte zunächst von einem ausgesprochen aktiven Vereinsjahr berichten. Der TV zählt derzeit 387 Mitglieder und ist mit seinen zwölf Sparten auch außerhalb des Sportbetriebs vielseitig präsent. Sauverlosung beim Altmühlfest, zwei gepflanzte Bäume bei der Baumpflanz-Challenge, hausgemachte Erzeugnisse beim Pelzmärtelmarkt, Kinderfasching im Kronensaal, Cocktailbar beim Frühlingserwachen und die Teilnahme am Feuerwehrfest in Neudorf standen unter anderem im Jahresbericht.

Einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt Line Dance. Die Sparte zählt mittlerweile 53 aktive Tänzerinnen und Tänzer und brachte dem Verein innerhalb eines Jahres 25 neue Mitglieder. Unter der Leitung von Hanne Grillmeier laufen derzeit drei Kurse, wobei der Anfängerkurs am Donnerstagabend am stärksten besucht ist.

Mit 38 Akteuren nimmt die Tischtennisabteilung am Wettkampfbetrieb teil. Unter Abteilungsleiter Carlo Enser treten drei Erwachsenen- und zwei Jugendmannschaften an. Als Trainer mit Übungsleiterlizenz stehen Frank Bautze, Carlo Enser und Johannes Keßler zur Verfügung.
Besonders erfolgreich präsentierte sich die Abteilung Bogensport, deren Aktive sowohl bei den Bayerischen Meisterschaften als auch bei der Bezirksmeisterschaft beachtliche Ergebnisse erzielen konnten.

Neu im Angebot ist Dart. Trainiert wird mittwochs von 19 bis 21 Uhr. Weitere Mitspieler sind willkommen, denn möglichst noch bis zum Jahresende soll der Einstieg in den Ligabetrieb gelingen.

Treue zum Turnverein Pappenheim

Ein fester Bestandteil der Mitgliederversammlung waren auch die Ehrungen für langjährige Vereinstreue. Für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Luisa Ernst, Sandra Meyer und Frank Bautze geehrt. Seit 50 Jahren gehören Gerhard Sippekamp und Helmut Wurm dem Turnverein an. Auf stolze 65 Jahre Vereinszugehörigkeit können Ottilie Müller und Ludwig Schütz zurückblicken.

Von den in diesem Jahr Geehrten konnte Frank Bautze seine Auszeichnung persönlich entgegennehmen. Die übrigen Jubilare waren bei der Versammlung nicht anwesend. Unabhängig davon stehen die Ehrungen für eine bemerkenswerte Verbundenheit mit dem TV Pappenheim, die bei Ottilie Müller und Ludwig Schütz bereits seit mehr als sechs Jahrzehnten besteht.

Sportliche Perspektiven und finanzielle Herausforderungen

Für die weitere Vereinsentwicklung hat Julian Sattler vor allem die jungen Leute im Blick. Trotz des bestehenden Angebots sollen deren sportliche Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. Hilfreich ist dabei, dass der Gymnastikraum der Grundschule auch im kommenden Winter genutzt werden kann. Wie Stadtrat Marcus Wurm erklärte, ist der dort geplante Umbau für die Ganztagsbetreuung wegen zu geringer Anmeldezahlen derzeit vom Tisch. Die angemeldeten Kinder sollen im BRK-Kindergarten betreut werden.

Finanziell bleibt vor allem die Turnhallensanierung eine Herausforderung. Im Berichtszeitraum wurden mehr als 100.000 Euro ausgegeben, gleichzeitig gingen beachtliche 41.000 Euro an Spenden ein. Kassenwartin Regine Halbmeier berichtete ausführlich über die Beantragung der Zuschüsse und brachte deren nicht teils komplizierten Ablauf knapp auf den Punkt. „Es bleibt immer spannend.“

Die Liste ergänzt den bisherigen Text gut, weil sie zeigt, dass trotz des derzeitigen Stillstands bereits eine ganze Reihe von Arbeiten und Planungsschritten erledigt wurden. Ich würde sie nicht als Aufzählung übernehmen, sondern in den Ablauf der Sanierung einbauen. Laut der Übersicht zum Stand September 2026 gehören dazu unter anderem die Sicherung des Hallenbodens, die Gerüste innen und außen, Aufmaß und Detailplanung sowie mehrere statische Prüfungen und bereits ausgeführte Arbeiten an der Holzkonstruktion.

Schwierige Statik bremst die Dachsanierung

Spannend bleibt es auch auf der Baustelle auf dem Turnhallendach. Dabei ist seit Beginn der Arbeiten einiges geschehen. Zunächst wurde der Boden der Turnhalle gesichert und die Halle innen und außen eingerüstet. Ende Mai 2026 hatte der Zimmereibetrieb Riedl dann zügig Dachdeckung, Isolierung und Verschalung entfernt und über dem freigelegten Dachgebälk ein Schutzdach errichtet.

Erst mit dem offenen Dach ließ sich die vorhandene Konstruktion genauer erfassen. Die freigelegten Träger wurden vermessen und auf dieser Grundlage die Detailplanung fortgeschrieben. Es folgten statische Berechnungen, deren Prüfung durch den Prüfstatiker und ein Abgleich der Ergebnisse. Dabei zeigte sich, dass die ursprüngliche Planung im Traufbereich wegen der unterschiedlichen Geometrie auf der Süd- und Nordseite geändert werden musste. Auch diese Änderung machte eine erneute Prüfung erforderlich.

Seit Anfang August herrscht allerdings weitgehend Stillstand auf der Baustelle. „Wir haben da Probleme mit der Grundstatik. Das ist eine schwierige Sache“, erläuterte Architekt Clemens Frosch bei der Mitgliederversammlung.

Die durch frühere Sanierungen „weich“ gewordene Dachkonstruktion soll mit neuen Fachwerkträgern stabilisiert werden. Dazu gehören liegende Fachwerkträger, die in den Bestand eingebaut werden, sowie eine neue Kehlbalkenlage zur Sicherung der Sparren. Teilweise müssen die Sparren an ihren Fußpunkten zurückgeschnitten werden. Verfaulte Hölzer an Schwellen und Gaubenbalken wurden bereits repariert. Auch Stahlverbindungen wurden hergestellt.

Eine besondere Schwierigkeit liegt dort, wo die Dachlast auf die Außenwände übertragen werden soll. Weil die vorhandene Dachkonstruktion verschoben ist und nicht gerade verläuft, müssen die Balken einzeln eingepasst werden.

Damit lässt sich die ursprünglich berechnete Lösung nicht umsetzen. Die Stahlträger können nicht wie vorgesehen an der Innenseite der Mauer angebracht werden, sondern müssen nach außen. Dafür sind eine neue Statik und Prüfstatik notwendig. Diese werden nach Einschätzung von Frosch die Gesamtkosten deutlich erhöhen, während die eigentlichen Bauarbeiten voraussichtlich im Kostenrahmen bleiben.

Nun soll es möglichst zügig weitergehen. „Wir tasten uns Schritt für Schritt vor“, erklärte Frosch. Ziel sei es, das Dach bis Weihnachten fertigzustellen. Gleichzeitig schränkte er ein: „Das kann ich aber nicht versprechen.“

Danach müssen noch die Risse in den Wänden verpresst und der Innenraum neu gestrichen werden. Wann die Sportlerinnen und Sportler der zwölf Sparten des Vereins im kommenden Jahr tatsächlich wieder in ihre Turnhalle einziehen können, bleibt deshalb vorerst offen.

 




Führung auf den Spuren jüdischen Lebens in Pappenheim

Häuser können Geschichten erzählen. In Pappenheim sind es vor allem die Gebäude in der Deisingerstraße und der Graf-Carl-Straße, die noch heute von einem bedeutenden Teil der Stadtgeschichte zeugen. Am Freitag, 18. September 2026, lädt Renate Prusakow um 16 Uhr zu einer Stadtführung unter dem Titel „Jüdisches Leben in Pappenheim“ ein.

Dabei führt der Weg zurück in eine Zeit, in der jüdische Familien selbstverständlich zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Stadt gehörten. Sie lebten und handelten unter dem Schutz der Grafschaft Pappenheim und hinterließen Spuren, die bis heute im Stadtbild zu finden sind.

Gerade die Hausgeschichten in der Deisingerstraße und der Graf-Carl-Straße lassen diese Vergangenheit auf besondere Weise lebendig werden. Hinter Fassaden und Haustüren verbergen sich Geschichten von Menschen und Familien, von Handel und Alltag und nicht zuletzt von Verbindungen, die von Pappenheim weit hinaus in die Welt reichten.

Die Führung möchte den Blick für diesen Teil der Pappenheimer Geschichte öffnen und dazu einladen, vermeintlich vertraute Straßen und Häuser einmal mit anderen Augen zu betrachten. Denn jüdisches Leben in Pappenheim ist nicht nur ein Kapitel aus vergangenen Tagen, sondern ein Teil der Stadtgeschichte, dessen Spuren noch immer gegenwärtig sind.

Treffpunkt für die Stadtführung mit Renate Prusakow ist am Freitag, 18. September, um 16 Uhr auf dem Pappenheimer Marktplatz.




Tierischer Saisonabschluss im Pappenheimer Freibad

Das Wasser gehörte zum Abschluss der Freibadsaison noch einmal ganz besonderen Badegästen. Beim traditionellen Hundeschwimmen im Pappenheimer Freibad tummelten sich mehr als 100 Hunde im und am Wasser. Zusammen mit ihren zweibeinigen Begleitern sorgten sie für einen ebenso fröhlichen wie ungewöhnlichen Badetag. Mehr als 300 Gäste kamen zu der Veranstaltung, die sich seit ihrer Premiere im Jahr 2021 längst zu einem beliebten Familienfest für Hundefreunde entwickelt hat.

Am Tag nach dem offiziellen Saisonende dürfen im Pappenheimer Freibad noch einmal die Vierbeiner ins Wasser. Dabei geht es nicht nur um den Spaß für Hunde und Halter, sondern auch um einen guten Zweck. Für jeden Hund waren vier Euro Eintritt zu bezahlen. Die Einnahmen werden ohne Abzug an den Tierschutzverein Freunde der Tiere Altmühltal weitergegeben und kommen damit vollständig dem Tierschutz zugute.

Der Verein war selbst mit einem Stand vertreten und informierte über seine Arbeit. Dazu gab es kleine Köstlichkeiten und Gelegenheit zum Austausch.

Rund um die Schwimmbecken hatte das Hundeschwimmen auch darüber hinaus einiges zu bieten. Verschiedene Informationsstände ergänzten das Geschehen und reichten thematisch von Hundenahrung bis hin zu einem vielseitigen Reinigungsgerät für den Haushalt.

Zum ersten Mal mit einem eigenen Informationsstand dabei war die Hundeschule „Pepper Dogs“ aus Osterdorf. Die noch im Aufbau befindliche Hundeschule nutzte das Hundeschwimmen, um sich den Hundehaltern vorzustellen. Seit Kurzem bietet sie jeweils dienstags ein Alltagstraining in kleinen Gruppen an wechselnden Orten in und um Osterdorf sowie Einzeltraining an.

Im Mittelpunkt standen an diesem Tag aber eindeutig die Vierbeiner. Während die einen beherzt ins Becken sprangen und ihre Runden durch das Wasser drehten, ließen es andere etwas gemütlicher angehen. Gemeinsam mit ihren Besitzern machten sie aus dem letzten Badetag des Jahres ein buntes Treffen von Hundefreunden und Familien.

 




Rekord beim Osterdorfer Pressackkarteln

Das Pressackkarteln am Kirchweihmontag gehört in Osterdorf seit jeher zur Kirchweih wie gute Stimmung und ein zünftiger Frühschoppen. Dass diese Tradition nach wie vor bestens gepflegt wird, zeigte sich in diesem Jahr besonders eindrucksvoll. Mit 83 Teilnehmern konnte sogar eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden.

Der Einladung des Frühschoppensvereins „Einigkeit macht stark“ waren die Kartler gefolgt, um beim traditionellen Pressackkarteln der Osterdorfer Kirchweih ihr Glück zu suchen. Das Ziel war dabei klar. Sechs Asse mussten auf dem eigenen Konto verbucht werden, um sich die Königswürde zu sichern. Als Erster schaffte dies Lorenz Obernöder, der damit zum Pressackkönig gekürt wurde. Die Würde des Vizekönigs ging an Rudolf Hanke.
Und weil ein Pressackkönig selbstverständlich nicht mit leeren Händen nach Hause gehen soll, durften sich die beiden Majestäten über Pressäcke freuen. Gestiftet wurden diese von Caterer Ernst Kraft von „Die Partykiste“. Doch auch für die übrigen Teilnehmer war nach dem Karteln noch lange nicht Schluss. Das von der Brauerei Wurm gestiftete Freibier wurde von den beiden Majestäten und weiteren Spendern noch aufgestockt. So ließ sich die stattliche Kartlerrunde den Kirchweihmontag anschließend sichtlich gut gelaunt schmecken.
Mit 83 Teilnehmern, zwei frisch gekürten Majestäten, Pressack und Freibier hat das Osterdorfer Pressackkarteln einmal mehr bewiesen, dass eine gute Kirchweihtradition auch nach vielen Jahren nichts von ihrem Reiz verloren hat.

Titelfoto: Erwin Knoll

 




Spannende Feuerwehrgeschichte und große Ehrungen in Übermatzhofen

Mit einem festlichen Abend hat die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurde nicht nur die lange Geschichte einer Dorffeuerwehr lebendig, sondern auch deutlich, was eine solche Gemeinschaft über Generationen hinweg trägt. Ehrenamtliches Engagement, Verlässlichkeit und Kameradschaft zogen sich wie ein roter Faden durch den Jubiläumsabend. Einen besonderen Akzent setzte Bernd Hörauf mit seiner Festansprache, in der er 125 Jahre Feuerwehrgeschichte ebenso kenntnisreich wie kurzweilig Revue passieren ließ. Ehrungen für langjährigen aktiven Dienst und Vereinstreue sowie die Ernennung eines Ehrenmitglieds bildeten einen besonderen Schwerpunkt des Abends.

Eine Zeitreise durch 125 Jahre Feuerwehrgeschichte
Bernd Hörauf verstand es bei seiner Festansprache, aus einer Chronik eine lebendige Zeitreise zu machen. Dabei führte er seine Zuhörer zurück in jene Jahre, als in Übermatzhofen aus der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr wurde.

Wie bescheiden die persönliche Ausrüstung damals ausfiel, zeigt ein lederner Löscheimer. Ein solcher gehörte seinerzeit als Pflichtgegenstand in jeden Haushalt und war sogar Voraussetzung für die Gründung einer neuen Familie. In Übermatzhofen gab es darüber hinaus ein Leiterhaus, in dem auch die Feuerhaken für die Steiger aufbewahrt wurden.

Dass der Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr für die Gründergeneration keineswegs eine leichte Aufgabe war, machte Hörauf ebenfalls deutlich. Die neue Freiwillige Feuerwehr mit 22 Gründungsmitglieder nahm für die Anschaffung von Uniformen und neuen Gerätschaften enorme Schulden auf sich.

Auch bei Übungen herrschten strenge Regeln. Hörauf zitierte aus einem alten Protokoll, wonach beim ersten Versäumen einer Übung 50 Pfennig und beim zweiten Mal bereits eine Mark in die Vereinskasse zu zahlen waren. Ein drittes Versäumnis hatte den Ausschluss aus der Feuerwehr zur Folge

Für besondere Anschaulichkeit sorgte der Blick auf die damalige Alarmierung. Zu den verschiedenen Gruppen und Aufgaben innerhalb der Wehr gehörte auch der Signalist. Lange bevor eine Sirene die Feuerwehrleute zum Einsatz rief, zog er mit seinem Signalhorn durch den Ort. Wie sich das angehört und ausgesehen haben mag, konnten die Gäste unmittelbar erleben. Ein Feuerwehrmann mit Lederhelm und Kleidung aus damaliger Zeit ging durch die Reihen im Festzelt und demonstrierte den Feueralarm aus der Zeit vor rund 150 Jahren.

Auch die Handsirene kam zum Einsatz. Zusammen mit der Entwicklung der verschiedenen Uniformtypen bis hin zum heutigen Schutzanzug Bayern 2000 Zeichnete Hörauf mit seinem Vortrag ein anschauliches Bild davon, wie sehr sich Feuerwehrtechnik und persönliche Ausrüstung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.

Eine erhebliche Erleichterung für die Feuerwehren auf der Höhe brachte um das Jahr 1910 der Einzug der Wasserleitung. Den ersten Brandeinsatz im eigenen Dorf verzeichnete die Übermatzhofener Wehr 1926 bei einem Scheunenbrand. Auch 1980 und 1982 wurden in Übermatzhofen große Scheunen Opfer der Flammen.

Zu den weiteren bedeutenden Brandeinsätzen gehörten 1987 der Großbrand bei der Firma Dynamit Nobel in Niederpappenheim sowie 1989 der Großbrand bei der Möbelfabrik Gruco auf der Lach

Eine besondere Episode der Feuerwehrgeschichte ereignete sich ausgerechnet am Morgen des Jubiläumssonntags zum 75-jährigen Bestehen. Wegen eines Brandes in der Langenaltheimer Haardt heulten in Übermatzhofen die Sirenen. Die Feuerwehr rückte aus, wurde jedoch mit Blick auf das Jubiläum vom Kreisbrandrat wieder nach Hause geschickt und schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Festgottesdienst.

Dass Feuerwehrgemeinschaft nicht nur bei Übungen und Einsätzen funktioniert, bewiesen die Übermatzhofener auch beim Tauziehwettbewerb des Pappenheimer Volksfestes. Von 1978 bis 1980 und erneut von 1995 bis 1997 holten die Männer aus Übermatzhofen den Pokal jeweils drei Jahre in Folge und durften ihn damit behalten.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2001. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde eine Vereinsfahne angeschafft und im Rahmen der Feierlichkeiten feierlich geweiht.

Mit vielen solcher Episoden gelang es Bernd Hörauf, die 125-jährige Geschichte nicht lediglich anhand von Jahreszahlen nachzuzeichnen. Vielmehr ließ er ein Stück Übermatzhofener Dorf- und Feuerwehrgeschichte lebendig werden und machte sichtbar, wie sich aus den bescheidenen Anfängen der Pflichtfeuerwehr die heutige Freiwillige Feuerwehr entwickelt hat.

Auszeichnungen für langjährigen Dienst und Vereinstreue
Der Jubiläumsabend bot zugleich einen würdigen Rahmen, um Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder für ihren langjährigen Einsatz und ihre Verbundenheit mit der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen auszuzeichnen.

Eine Ehrung wurde Bernd Hörauf, Klaus Müller und Norbert Fister zuteil. Hubert Stanka überreichte als Vertreter des Landkreises im Namen des Bayerischen Staatsministers des Innern die Urkunden und das Goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Mit dieser Auszeichnung ist auch ein einwöchiger Aufenthalt im Bayerischen Feuerwehrerholungsheim St. Florian in Bayerisch Gmain verbunden. Damit die ausgezeichneten Feuerwehrleute diesen Aufenthalt nicht alleine antreten müssen, übernimmt die Stadt Pappenheim die Kosten für jeweils eine Begleitperson. Bürgermeister Florian Gallus überreichte dafür entsprechende Gutscheine.
Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Matthias Meyer vom Stellvertreter des Landrats mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Eine besondere Würdigung erfuhr Heinrich Grimm. Vereinsvorsitzender Werner Schramm ernannte ihn für seine besonderen Verdienste zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen.

Auch langjährige Vereinstreue wurde an diesem Abend gewürdigt. Eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein erhielten Herbert Stretz, Christoph Zombik, Markus Riedl und Roland Gutmann.

 

 




Zweiter Saisonsieg für die Sportfreunde Bieswang

Mit einem verdienten 2:1-Heimsieg gegen die DJK Pollenfeld II haben die Sportfreunde Bieswang den zweiten Dreier der noch jungen Saison eingefahren. Die Störzer-Elf erspielte sich zahlreiche Chancen, machte es wegen mangelnder Chancenverwertung am Ende aber spannender als nötig.

(SFB) Die Oberbayern kamen als Tabellenletzter nach Bieswang. Bereits in der 4. und 7. Minute hatten die Gäste großes Glück. Patrick Strunz schoss alleine vor dem DJK-Keeper knapp vorbei und Jakob Käfferlein traf nur den Pfosten. Eine frühe Führung hätte den Gastgebern gutgetan. So kamen die DJK´ler auch ab und zu vor das SF-Gehäuse, konnten aber keine echten Torchancen kreieren. Einer von mehreren weiteren Anläufen führte dann durch Sebastian Hüttinger zur 1 : 0 – Führung, bei dem der Torschütze mit einer kurzen Täuschung mit anschließendem Schuss der Marke Michael Olise den Ball aus 22 Metern ins Tor hämmerte. Ein sehenswerter Treffer ! Auch im zweiten Abschnitt gab es gleich zu Beginn eine Reihe von sehr guten Einschussmöglichkeiten. Boris Bosnjak, Marco Schnitzlein und Jakob Käfferlein gelang es – auch wegen der starken Leistung von DJK-Schlussmann Markus Bauch – vorerst nicht, das Spielgerät im Eckigen unterzubringen. Das überfällige 2 : 0 ging dann auf das Konto von Marco Schnitzlein. Von Jakob Käfferlein per Flanke in Szene gesetzt, ließ er seinen Gegenspieler ins Leere laufen, hob den Ball geschickt und gefühlvoll über den DJK-Schlussmann ins Gehäuse. Im Fortgang der Partie gaben die Mittelfranken aus unerklärlichen Gründen eine Viertelstunde lang das Geschehen völlig aus der Hand. Die Pollenfelder kamen so immer wieder in gute Schusspositionen, ohne jedoch Zwingendes zu erarbeiten. Nach einem Rempler zeigte der souverän leitende Schiedsrichter Michael Winkler auf den Punkt und die DJK war durch den Treffer von Benedikt Peter auf einmal wieder im Spiel. Marius Mack hatte zweimal den entscheidenden dritten Treffer auf dem Fuß. Trotz der deutlichen Überlegenheit musste man auf Bieswanger Seite aber bis zum Schluss um den Sieg kämpfen. Ein nasser Untergrund und mehrere Freistoßflanken der Pollenfelder ins Sturmzentrum bedeuteten bis zum Abpfiff eine reale Gefahr für die Sportfreunde und deren Vorsprung.

Trotz des eigentlich deutlichen Sieges war Trainer Freddy Störzer nur teilweise mit dem Gezeigten zufrieden. „Die Chancenverwertung war nicht gut, das Ergebnis hätte deutlicher ausfallen müssen“, resümierte der Coach nach dem Spiel. Die DJK war kampfstark, wie erwartet. Durch den Regen ab der Halbzeit und dem nassen Geläuf waren bis zuletzt Aktionen im Spiel immer wieder auf ihre eigene Art gefährlich. Letztlich reichte es doch.

In einer Woche trifft man zum Derby auf die SG Langenaltheim/Solnhofen. Das Spiel findet am Sportplatz in Solnhofen statt. Anstoß ist um 15 Uhr. Die SG ist in dieser Saison noch nicht so richtig in Tritt gekommen, belegt mit 6 Punkten aus 5 Spielen Platz 10.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Jonas Schramm, Lukas Störzer, Boris Bosnjak, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Jakob Käfferlein, Marius Mack, Dominik Dietrich, Robin Krause, Florian Kraft.

Titelfoto: Sportfreunde Bieswang




Pappenheimer Freibad beendet starke Saison

Mit freiem Eintritt, zahlreichen Badegästen und spätsommerlichem Wetter ist am Samstag, 12. September, die Freibadsaison 2026 in Pappenheim zu Ende gegangen. Bei sonnigen 20 Grad nutzten noch einmal viele Besucher die Gelegenheit für einige Bahnen im Schwimmerbecken oder einen letzten Aufenthalt im Nichtschwimmerbecken.

Im Mittelpunkt des Saisonabschlusses stand der Dank von Bürgermeister Florian Gallus an all jene, die zum erfolgreichen Betrieb des Freibades beigetragen haben. Denn auch die Zahlen gaben in diesem Jahr Anlass zur Freude. Mit 37.760 Gästen wurde das beste Ergebnis seit vielen Jahren erreicht. Gegenüber 2025 mit 26.467 Besuchern bedeutet dies ein Plus von rund 11.000 Badegästen. Lediglich in den Jahren 2003 mit 48.202 und 2006 mit 45.205 Besuchern wurden seit 1999 deutlich höhere Werte verzeichnet. Selbst das bislang besonders starke Jahr 2022 mit 36.342 Besuchern wurde 2026 übertroffen.

Gallus machte bei seinem Rückblick allerdings deutlich, dass sich der Erfolg des Pappenheimer Freibades nicht allein in Besucherzahlen messen lässt. Er würdigte ausdrücklich die Menschen, die während der Saison nicht nur ihren Dienst versehen, sondern sich mit besonderem Engagement für das Bad einsetzen. Sein Dank galt den Fachkräften Uwe und Susanne Lampmann sowie den Rettungsschwimmern Nele Ahorn und Stefan Beierlein. Ebenso schloss er die Mitarbeiter in der Reinigung und Grünpflege ein. Für die Reinigung waren Tamara Koza und Vedat Hodza Suse im Einsatz, die Grünpflege lag bei Otto Schober.

Besonders herzlich fiel der Dank des Bürgermeisters an die langjährigen Kioskbetreiber Seyho „Chico“ und Songül Saysüren aus. „Ohne euch wäre unser Bad nicht so beliebt und erfolgreich. Wir sind unwahrscheinlich froh, dass wir euch haben“, brachte Gallus deren Bedeutung für die besondere Atmosphäre im Pappenheimer Freibad zum Ausdruck.

Auch abseits des regulären Badebetriebs hatte die Saison einiges zu bieten. Im Juni und August fanden Schwimmkurse für 60 Kinder statt. Übungen der Feuerwehren Pappenheim und Solnhofen sowie der Jugendfeuerwehren dienten der Wasserrettung. Eine wichtige Verbesserung war die barrierefreie Rampe im Bereich der Durchschreitebecken.

Zum Dank des Bürgermeisters gehörten ausdrücklich auch die Gäste und Stammgäste, die dem Pappenheimer Freibad Jahr für Jahr die Treue halten. Die Stadt werde weiterhin alles dafür tun, ihnen dort einen angenehmen Aufenthalt zu bieten, versicherte Gallus und verabschiedete sich mit den Worten „Danke an euch alle und bis nächstes Jahr.“

Als sichtbares Zeichen dafür, dass die Badesaison nun tatsächlich vorüber ist, wurden zum Abschluss die Fahnen der Wasserwacht und der Stadt Pappenheim eingeholt. Bürgermeister Florian Gallus und der Leiter der Städtischen Werke Steffen Petrenz übernahmen dies gemeinsam mit dem Freibadteam und Stadtrat Marcus Wurm.

Ganz still wurde es im Freibad damit allerdings noch nicht. Bereits am Sonntag, 13. September, folgte das inzwischen traditionelle Hundeschwimmen, das in Pappenheim seit 2020 jeweils nach dem Ende der Badesaison stattfindet. Die Einnahmen kommen auch in diesem Jahr dem Tierschutzverein Freunde der Tiere Altmühltal e.V. zugute. Über das Hundeschwimmen wird gesondert berichtet.




Turnverein Pappenheim lädt zur Mitgliederversammlung

Der Turnverein 1861 Pappenheim e.V. lädt seine Mitglieder zur Mitgliederversammlung 2026 ein. Die Versammlung findet am Montag, 14. September 2026, um 19:00 Uhr im Hotel-Gasthof zur Sonne in Pappenheim statt.

Neben den Berichten aus dem Vereinsleben stehen in diesem Jahr auch einige wichtige Themen für die weitere Entwicklung des Turnvereins auf der Tagesordnung. So soll unter anderem über eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge gesprochen werden. Außerdem geht es um die Vereinsentwicklung, anstehende Projekte und geplante Veranstaltungen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der aktuelle Stand der Turnhallensanierung. Dazu ist auch ein Bericht von Architekt Clemens Frosch vorgesehen.

Die Tagesordnung umfasst folgende Punkte:

  1. Begrüßung
  2. Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
  3. Kassenbericht
  4. Bericht der Revisoren
  5. Benennung eines neuen Kassenprüfers
  6. Mitteilungen aus den einzelnen Abteilungen
  7. Entlastung des Vorstandes und des Turnrates
  8. Ehrungen
  9. Anpassung der Mitgliedsbeiträge
  10. Ausblick Vereinsentwicklung, Projekte und geplante Veranstaltungen
  11. Anträge und Verschiedenes
  12. Aktueller Stand Turnhallensanierung
    12.1 Bericht von Architekt Clemens Frosch

Anträge zur Mitgliederversammlung sind spätestens bis zum 7. September 2026 schriftlich beim Ersten Vorsitzenden einzureichen.

Im Namen der gesamten Vorstandschaft dankt der 1. Vorsitzende Julian Sattler bereits im Voraus für das entgegengebrachte Interesse. Der Turnverein freut sich auf ein zahlreiches Erscheinen seiner Mitglieder.

 




Übermatzhofen feiert seine Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen hat am Samstagabend ihr 125-jähriges Bestehen mit einem würdigen Festabend gefeiert. Auf dem Dorfplatz vor der Kirche hatte die Jubelwehr ein Festzelt aufgebaut und die Feuerwehren des Brandkreises 8 eingeladen. Eingeladen waren die neun Feuerwehren der Stadt Pappenheim sowie drei Wehren aus dem Gemeindebereich Langenaltheim und zwei aus dem Gemeindebereich Solnhofen.

Zu Beginn des Festabends begrüßte der Erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen, Werner Schramm, die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden aus dem Brandkreis und dankte ihnen im Namen der Jubelwehr für ihr Kommen. Sein besonderer Gruß galt den Ehrengästen, darunter Landratsstellvertreter Hubert Stanka sowie Pappenheims Erster Bürgermeister Florian Gallus und Zweiter Bürgermeister Walter Otters, die gemeinsam mit mehreren Stadträtinnen und Stadträten nach Übermatzhofen gekommen waren. Ebenso begrüßte Schramm Kreisbrandrat Volker Satzinger und Kreisbrandmeister Matthias Geck und Gerhard Fister den Ehrenkommandant der Übermatzhofener Feuerwehr. Ein herzlicher Gruß galt auch den beiden Vereinsvorsitzenden Peter Straßner vom Sportverein Übermatzhofen und Dieter König vom Liederkranz Übermatzhofen.

Anschließend ließ Erster Kommandant Thomas Stiegler einige markante Meilensteine der vergangenen 25 Jahre Revue passieren. Dabei hob er insbesondere die Sanierung des Feuerwehrhauses und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs LF 8 hervor. Sein Dank galt allen, die dazu beigetragen haben, diese beiden wichtigen Vorhaben für die Übermatzhofener Wehr zu verwirklichen.

Bürgermeister Florian Gallus stellte in seinem Grußwort vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die seit nunmehr 125 Jahren bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Eine Feuerwehr lebe nicht allein von Fahrzeugen, Geräten und Ausbildung, sondern von Kameradschaft, gegenseitigem Vertrauen und der Gewissheit, sich im entscheidenden Augenblick aufeinander verlassen zu können. Gallus würdigte dabei besonders das Engagement von Kommandant Thomas Stiegler und dessen Stellvertreter Michael Schramm, die 2022 Verantwortung für die Wehr übernommen hatten. Auch Ehrenkommandant Gerhard Fister bezog er ausdrücklich in seinen Dank ein und erinnerte an dessen langjährige Arbeit für Feuerwehr und Kameradschaft.

Anerkennung sprach der Bürgermeister ebenso allen aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus, die Freizeit für Übungen und Lehrgänge aufbringen und im Einsatz vieles stehen und liegen lassen, um anderen zu helfen. Dabei dürften, so Gallus, auch die Familien nicht vergessen werden. Sie seien es, die mittragen, wenn ein gemeinsames Essen durch einen Alarm unterbrochen werde, ein Wochenende anders verlaufe als geplant oder nachts der Einsatzruf komme. Ohne diesen Rückhalt sei ein solches Ehrenamt kaum möglich.

Als ausgesprochen unkompliziert und konstruktiv bezeichnete Gallus das Verhältnis zwischen der Feuerwehr Übermatzhofen, dem Feuerwehrverein und der Stadt Pappenheim. Auch bei unterschiedlichen Meinungen könne miteinander gesprochen werden, wobei am Ende das gemeinsame Ziel einer starken Feuerwehr im Vordergrund stehe. Die Stadt Pappenheim wisse sehr genau, was sie an ihren Feuerwehren habe. Für die Zukunft wünschte Gallus der Übermatzhofener Wehr eine starke Kameradschaft und vor allem, dass alle Einsatzkräfte stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

Landratsstellvertreter Hubert Stanka rückte in seinem Grußwort neben dem ehrenamtlichen Einsatz besonders die Bedeutung der Feuerwehr für das dörfliche Leben in den Blick. „Ihr bringt Leben ins Dorf, ihr seid Teil des Dorflebens. Super, was ihr alles macht“, brachte Stanka seine Anerkennung zum Ausdruck. Dabei streifte er auch die Entwicklung des Feuerwehrwesens und verwies darauf, wie sehr sich etwa die Kommunikation vom Signalhorn früherer Zeiten bis hin zur heutigen WhatsApp-Gruppe verändert habe. Erfahrungen und Entwicklungen seien über Generationen weitergegeben worden. Unverändert geblieben sei dabei die eigentliche Zielrichtung, nämlich die ehrenamtliche Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen.

Diesen Gedanken griff auch Kreisbrandrat Volker Satzinger auf. Er erinnerte daran, dass sich in Übermatzhofen bereits vor 125 Jahren Freiwillige dazu bereit erklärt hatten, in den Dienst am Nächsten zu treten. Der traditionelle Feuerwehrleitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ habe deshalb auch in der Gegenwart nichts von seiner Bedeutung verloren. Gerade die Bereitschaft, einem anderen Menschen in einer Notlage zu helfen, müsse weiterhin einen festen Platz in der Gesellschaft haben.

Dabei machte Satzinger auch deutlich, wie sehr sich die Aufgaben der Feuerwehren in diesen 125 Jahren verändert haben. Längst gehe es nicht mehr allein um die Brandbekämpfung. Verkehrsunfälle, vollgelaufene Keller oder umgestürzte Bäume gehörten ebenso zum Einsatzspektrum. Im Landkreis seien rund 5.600 Bürgerinnen und Bürger Mitglied einer Feuerwehr und leisteten damit ihren Beitrag zu Brandschutz und technischer Hilfeleistung. Trotz aller Veränderungen sei der Grundsatz über die Jahrzehnte derselbe geblieben, nämlich einem Menschen zu helfen, der in Not geraten ist.

Für dieses Engagement dankte der Kreisbrandrat der Feuerwehr Übermatzhofen und verband damit seine Glückwünsche zum 125-jährigen Bestehen. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen, bezeichnete Satzinger als einen Eckpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden wünschte er weiterhin Kraft, Mut und Zuversicht für ihre Aufgaben.

Mit den Grußworten war zugleich der Rahmen für einen Jubiläumsabend gesetzt, bei dem die Feuerwehr Übermatzhofen und ihr ehrenamtlicher Dienst für die Allgemeinheit im Mittelpunkt standen. Über die Aufbereitung der 125-jährige Geschichte der Wehr sowie die im Verlauf des Festabends vorgenommenen Ehrungen wird in einem gesonderten Beitrag berichtet.




Kilometer und Kameradschaft beim Altmühltalmarsch

Bestes Wanderwetter, eine reizvolle Strecke durch das Altmühltal und nahezu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildeten am Samstag, 12. September 2026, den Rahmen für den mittlerweile 21. Altmühltalmarsch der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Bieswang. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre weit über die örtlichen Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

Drei Marschstrecken mit Distanzen von 15, 20 und 25 Kilometern standen zur Auswahl. Für Familien, Einzelpersonen mit Kleinkindern und geschichtlich Interessierte wurde zudem eine geführte Wanderung rund um den landschaftlich reizvollen Juraort Bieswang angeboten. Dabei waren das SEzzi-Denkmal und das Hirschgehege bei Bieswang zwei von mehreren interessanten Stationen. Militärische Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit, auf der Strecke ihren IGF-Marsch zu absolvieren. Wer dabei die Kriterien für den Leistungsmarsch erfüllen wollte, hatte 15 Kilogramm Marschgepäck zu tragen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Oberstleutnant der Reserve Martin Hajek und Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus. Dass der Altmühltalmarsch inzwischen eine beachtliche Anziehungskraft weit über Bieswang hinaus entwickelt hat, zeigte sich schon an den Anmeldungen. Mit 80 auswärtigen Marschteilnehmern hatte es im Vorfeld so viele Anmeldungen von außerhalb gegeben wie noch nie.

Gallus konnte deshalb Gäste aus den unterschiedlichsten Regionen willkommen heißen. Die mit rund 20 Frauen, Männern und Kindern erneut stärkste Marschgruppe stellte, wie bereits seit Jahren, der Militärverein Kottensdorf bei Schwabach. Den weitesten Weg hatte die erstmals teilnehmende Reservistenkameradschaft Arzfeld aus der Eifel unter Führung von Stabsgefreitem Manfred Michels zurückgelegt.

Vertreten waren außerdem die Reservistenkameradschaften Fischach und Augsburg aus dem Regierungsbezirk Schwaben sowie Raitenbuch, Treuchtlingen und Osterdorf aus der näheren Umgebung. Auch der Patenverein, die Reservistenkameradschaft Wettstetten, war mit einer starken Abordnung nach Bieswang gekommen. Weitere Teilnehmer reisten unter anderem aus Calw und Frankenthal an. Hinzu kamen Hauptfeldwebel der Reserve Tiedemann vom Verband der Reservisten sowie Teile des Heimatschutzregiments 1 aus Roth.

Unter den nahezu 100 Teilnehmern befanden sich 60 aktive Soldatinnen und Soldaten beziehungsweise Reservisten sowie 20 zivile Marschiererinnen und Marschierer von auswärts. Damit zeigte sich einmal mehr der besondere Charakter des Altmühltalmarsches, bei dem militärische und zivile Teilnehmer gemeinsam unterwegs sind.

Eine besondere Würdigung galt Oberfeldwebel Eisenmann aus Weißenburg. Das Mitglied der SRK Bieswang ist aktiver Soldat an der Schule für ABC-Abwehr in Sonthofen und unterstützt den Altmühltalmarsch seit fast 15 Jahren mit seinem privaten Geländewagen „Wolf“.

Von Bieswang aus führte die Marschstrecke zunächst über Ochsenhart in das Schönfelder Tal. Dort teilten sich die Wege entsprechend der unterschiedlichen Distanzen. Der weitere Streckenverlauf führte über Esslingen und Solnhofen sowie über Zimmern schließlich wieder zurück nach Bieswang.

Damit unterwegs nicht nur die Kondition gefordert war, hatte die SRK auch für die Versorgung gesorgt. An zwei Versorgungsstationen konnten sich die Marschierer mit Getränken und Obst stärken. Darüber hinaus war eine Betreuung auf der Strecke gewährleistet.

Bis 14.30 Uhr hatten schließlich alle Starter wohlbehalten das Ziel erreicht. Besonders erfolgreich präsentierten sich die Teilnehmer des Militärvereins Kottensdorf. Mit einem ersten Platz über 20 Kilometer sowie zwei weiteren Pokalrängen auf den Strecken über 15 und 25 Kilometer waren sie auf dem Siegerpodest gleich mehrfach vertreten. Die Königsdisziplin über 25 Kilometer entschied ein Einzelstarter aus Konstein für sich.

Besondere Anerkennung gab es bei der anschließenden Siegerehrung für den ältesten Teilnehmer des Altmühltalmarsches. Oberleutnant der Reserve Herbert Volkert von der Reservistenkameradschaft Treuchtlingen bewältigte im Alter von 86 Jahren die 15-Kilometer-Strecke in einer hervorragenden Zeit.

Nach den sportlichen Anstrengungen rückte am späten Nachmittag die Kameradschaft in den Mittelpunkt. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der bewährte Musiker „Ronny“ aus Wettelsheim mit rockigen Klängen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der Küchentrupp um den Ersten Vorsitzenden Reinhard Schwenk bot eine reichhaltige Auswahl, die von verschiedenen Pizzen über Bratwurst mit Kraut bis zu Currywurst mit Pommes reichte.

Guten Zuspruch fand bei den Gästen aus nah und fern auch das Fassbier der örtlichen Brauerei Wurm. So konnte der Altmühltalmarsch nach den zurückgelegten Kilometern in geselliger Runde ausklingen, wobei neben dem sportlichen Erfolg vor allem die Pflege der Kameradschaft ihren gebührenden Platz fand.