Volksfest in Pappenheim wird neu aufgestellt

Das Pappenheimer Volksfest soll ab 2027 ein neues Gesicht bekommen. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das bisherige Volks- beziehungsweise Altmühlfest nicht mehr in der bisherigen Form mit Festzelt auf der Lach fortzuführen. Stattdessen soll für das traditionelle Kirchweihwochenende ein neues Festkonzept entwickelt werden. Dafür stellte das Gremium zunächst einen Kostenrahmen von 20.000 Euro in Aussicht.

Neuorientierung
Hintergrund für die Neuorientierung ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Nachdem der langjährige Festwirt Albrecht aus Suffersheim das Pappenheimer Volksfest aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weitergeführt hatte, unternahm die Stadt 2025 mit Festwirt Ferber aus Monheim und dem Altmühlfest einen Neustart. Im Jahr 2026 fand kein Volksfest statt und Ferber steht auch für das Fest 2027 nicht mehr zur Verfügung.

Der Pappenheimer Festausschuss befasste sich deshalb am 17. September mit der weiteren Zukunft dieses Traditionsfestes. Dabei kam die Mehrheit zu dem Ergebnis, dass auch ein erneuter Versuch mit einem anderen Festwirt wohl keine dauerhafte Lösung bringen würde. Hinzu kommt, dass bisherige Fahrgeschäfte wie beispielsweise der Autoscooter aus Zeitgründen inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach Einschätzung des Festausschusses ist zudem auch bei anderen Volksfesten und Kirchweihen im Landkreis ein rückläufiges Interesse festzustellen.

Als Alternative ist nun eine Art Straßenfest in der Deisingerstraße vorgesehen. Gefeiert werden soll möglichst von Freitagabend bis Sonntagnachmittag. Ein Festzelt ist nicht mehr geplant. Stattdessen sollen sich örtliche Vereine beteiligen und die Bewirtung überwiegend von der heimischen Gastronomie übernommen werden. Für Freitag ist bislang eine Stimmungsband angedacht, am Samstag ein gemütlicher Abend und am Sonntag ein Senioren- und Kindernachmittag. Auch das Feuerwerk soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Als Name ist auch „Pappenheim Live“ im Gespräch.

Ein Finanzierungskonzept
Bürgermeister Florian Gallus (CSU) erinnerte bei der Beratung daran, dass Pappenheim mit anderen Veranstaltungsformaten bereits gute Erfahrungen gemacht habe. Die BR-Radltour im vergangenen Jahr sei gut gemeistert worden und auch das frühere „Pappenheim Live“ der Werbegemeinschaft in der Deisingerstraße sei stets gut besucht gewesen. Die bislang genannten Programmpunkte seien allerdings lediglich erste Säulen. Das eigentliche Festprogramm müsse nun vom Festausschuss ausgearbeitet werden.

Dabei soll auch geklärt werden, welcher Programmpunkt welche Kosten verursacht. Der vorgesehene Rahmen von 20.000 Euro orientiere sich an den bisherigen Ausgaben. Zu den größeren Posten gehörten nach den Ausführungen des Bürgermeisters der Seniorennachmittag und der Ehrenamtsabend. Gallus betonte zudem, dass möglichst viel von dem eingesetzten Geld in Pappenheim bleiben solle. Örtliche Einzelhändler und Vereine sollen deshalb in das Fest eingebunden werden. Ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen könnten ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten.

„Wir wollten das Volksfest nicht ersatzlos streichen“, erklärte der Bürgermeister. Am Ende sprach auch er sich für die Forderungen aus dem Stadtrat aus, zunächst eine konkrete Kalkulation zu erstellen und diese anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.

Diese Forderung zog sich durch die gesamte Diskussion über die Neuauflage des Festes. Jürgen Weizinger (Freie Wähler) begrüßte grundsätzlich, dass weiterhin eine Art Volksfest für Pappenheim veranstaltet werden soll. Als mögliches Vorbild nannte er die Fürther Straßenkirchweih und regte an, eher mehrere kleinere Bands als eine große Band einzusetzen. Vor einer Auszahlung städtischer Mittel müsse jedoch eine Kalkulation vorliegen. „Es soll am Ende des Tages eine gewinnbringende Veranstaltung werden“, forderte Weizinger. Sollte sich aus einer nachvollziehbaren Kalkulation ein höherer Finanzbedarf als 20.000 Euro ergeben, könne er sich auch damit abfinden.

Ähnlich argumentierte Roland Kiermeyer (Bürgerliste). Das gesamte Budget sollte nicht, wie 2025 geschehen, pauschal vergeben werden. „Wir sollten das Geld nicht verbraten“, stellte er fest. Zunächst müsse klar sein, wofür die Mittel benötigt werden. Außerdem müsse geregelt werden, wie mögliche Einnahmen und Gewinne unter den Beteiligten verteilt werden. Es dürfe nicht dazu kommen, dass einzelne Anbieter beispielsweise mit einem Barbetrieb „ihren Reibach machen“, während andere, die ebenfalls zum Gelingen des Festes beitragen, leer ausgehen. Auch Kiermeyer stellte klar, dass ein höherer Betrag für ihn nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei, wenn dafür eine schlüssige Kalkulation vorliege.

Für Anette Pappler, Fraktionsvorsitzende der SPD und langjährige Vorsitzende des Festausschusses, hat das Thema auch eine stark emotionale Komponente. Für sie ist die Abkehr vom bisherigen Volksfest mit Wehmut verbunden. Sie habe die Tradition des Festes als Begegnungsort für die Bevölkerung über viele Jahre schätzen gelernt. Deshalb falle ihr der Abschied vom bisherigen Konzept nicht leicht. Über Alternativen sei allerdings bereits seit längerer Zeit gesprochen worden. „Wir brauchen als Stadt Pappenheim ein zentrales Fest“, stellte Pappler grundsätzlich fest. Deshalb sehe sie neben dem Ende des bisherigen Formats auch die Chance für einen erfolgreichen Neuanfang.

Marcus Wurm (CSU), ebenfalls Mitglied des Festausschusses, berichtete von konstruktiven Beratungen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Verwendung des vorgesehenen Budgets transparent dargestellt werde.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, plädierte dafür, die 20.000 Euro zunächst lediglich in Aussicht zu stellen. Sobald eine Kalkulation vorliege, solle der Stadtrat über die tatsächlichen Kosten entscheiden und damit auch die Verantwortung für mögliche Gewinne oder Verluste übernehmen. Wie Weizinger und Kiermeyer mahnte er eine gerechte Regelung für die finanziellen Ergebnisse der beteiligten Akteure an.

Carola Lämmerer, Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, zeigte sich davon überzeugt, dass die Verantwortlichen für die weitere Planung einen Vertrauensvorschuss verdient hätten, den man ihnen auch geben sollte.

Der Beschluss
Unter dem Strich bestand im Stadtrat Einigkeit darüber, das Pappenheimer Traditionsfest nicht ersatzlos aufzugeben, sondern ihm ein neues Format zu geben. Vor allem aus den Reihen der Freien Wähler und der Bürgerliste wurde jedoch darauf gedrängt, die städtische Unterstützung diesmal nicht als Pauschalbetrag auszuzahlen. Grundlage für die endgültige Entscheidung über die Finanzierung soll vielmehr eine konkrete Kostenaufstellung sein.

Einstimmig beschloss der Stadtrat schließlich, für das neu konzipierte Fest einen Betrag von bis zu 20.000 Euro zunächst in Aussicht zu stellen. Verwaltung, Tourist Information und Festausschuss sollen nun das Konzept und eine entsprechende Kalkulation ausarbeiten. Auf dieser Grundlage wird sich der Stadtrat erneut mit dem Fest befassen und über die tatsächliche finanzielle Ausstattung entscheiden.




Sportfreunde verpassen verdienten Punktgewinn

Die Sportfreunde Bieswang mussten sich der DJK Preith trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause mit 1 : 2 geschlagen geben. Ein vergebener Elfmeter und eigene Fehler vor den beiden Gegentoren verhinderten am Ende einen durchaus möglichen Punktgewinn.

(SFB) Beide Teams mussten auf einige wichtige Akteure verzichten. In der ersten halben Stunde war das Spiel dann auch nicht wirklich mitreißend. Zwar war das Tempo und der Einsatzwille aller Spieler vorhanden, dennoch verstrickte man sich gegenseitig in ständige Zweikämpfe, der Spielfluss litt darunter entsprechend. In der 18. Minute gelang den Gästen die Führung. Die SF-Defensive ging nicht entscheidend dazwischen, Gästeangreifer Lukas Daum konnte von der Strafraumgrenze flach abziehen und der platzierte Schuss landete direkt im rechten unteren Toreck. Ende der ersten Hälfte wurde es dann interessant. Zunächst brachte die Störzer-Elf den Ball mehrfach hintereinander bei einem Wirrwarr im DJK-Strafraum nicht im Tor unter. Wenig später scheiterte zudem Niko Müller mit einem Elfmeter nach Foul an Lukas Störzer am Gästeschlussmann Maximilian Bayer, der den Ball unter sich begrub. Die Strafe folgte beim Gegenangriff. Wieder konnte ein an sich harmloser Ball nicht geklärt werden, das vom Pfosten zurückspringenden Leder beförderte erneut Lukas Daum aus 7 Metern über die Linie.

Im zweiten Abschnitt waren die Bieswanger präsenter, übten Druck auf das Preither Gehäuse aus. Prompt fiel der Anschlusstreffer, als der agile und spielfreudige Lukas Störzer einen Freistoß aus rd. 23 Metern wunderschön ins linke obere Toreck versenkte (52.). Die gute Phase der SFB´ler hielt an, allerdings hätte man in dieser auch wenigstens einen weiteren Treffer erzielen müssen. So hatte man auf der Gegenseite auch Glück, dass die Gäste mit ihren zwei bis drei nennenswerten Chancen nicht nachlegten. Die Uhr lief immer mehr gegen Bieswang und man schaffte es letztlich trotz aller Bemühungen nicht, zumindest den Ausgleich zu erzielen und einen Punkt mitzunehmen.

Nach dem Spiel war man auf Bieswanger Seite enttäuscht, punktlos aus dem Spiel gegangen zu sein. Ein Unentschieden wäre, auch nach Ansicht der Gäste, ein gerechtes Ergebnis gewesen. Doch im Fußball zählen die Tore, und Bieswang hat eben nur eines an diesem Spieltag erzielt. Im Nachgang muss man einsehen, dass man durch eigene Fehler keinen Punktgewinn oder gar einen Sieg realisieren konnte.

Kommenden Sonntag ist man beim SV Marienstein II zu Gast. Anstoß im Eichstätter Stadtteil ist allerdings erst um 16 Uhr. Die Bezirksliga-Reserve belegt aktuell Platz neun und ist im hinteren Mittelfeld platziert.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Jonas Schramm, Sebastian Hüttinger, Lukas Störzer, Tim Schwenk, Dominik Dietrich, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Marius Mack, Jakob Käfferlein, Florian Kraft, Simon Gerstner




Vielfalt in Pappenheim

Seit mehr als drei Jahren steht am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg in Pappenheim eine Stützwand aus großformatigen Betonsteinen, die nach dem Prinzip von Legosteinen aufeinandergesetzt sind. Mit der Zeit hatten Schmutz und Moos deutliche Spuren hinterlassen. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim griff deshalb die Idee auf, die zunehmend unansehnlich gewordene Mauer nicht nur zu reinigen, sondern sie zum Träger eines Kunstwerks zu machen.

Entstanden ist dort jetzt „THE WALL 2.0“ – ein großflächiges Graffiti, dessen zentrale Botschaft schon von weitem ins Auge fällt: „VIELFALT“.

Der stark stilisierte Schriftzug zieht sich in Weiß- und hellen Grautönen über einen großen Teil der Mauer. In der Graffiti-Sprache wird eine solche aufwendige Buchstabengestaltung als „Piece“ bezeichnet. Dunkle Konturen heben die Buchstaben von einem farbintensiven Hintergrund ab, in dem Grün, Gelb, Rot, Pink, Blau und Violett ineinander übergehen. Geschwungene und spiralförmige Elemente ergänzen die Gestaltung.

Im oberen rechten Bereich findet sich in schwarzer Schrift der Projektname „THE WALL 2.0“, am rechten Ende die Jahreszahl 2026. Auch ein kleines Logo des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim wurde in die Gestaltung aufgenommen.

An dem Werk beteiligten sich acht Graffiti-Künstler aus Pappenheim, Solnhofen und Eichstätt. Die künstlerische Betreuung des Projekts übernahmen Christoph Ottinger und Patrick Hitschfel aus Solnhfoen . Mit Wladimir Barantschikov wirkte zudem ein in Gunzenhausen lebender Künstler mit, der seine jahrzehntelange Erfahrung als Maler und seine Ausbildung im Bereich der dekorativen Monumentalmalerei einbrachte.

Bevor die Sprühdosen zum Einsatz kommen konnten, war allerdings einige Vorarbeit notwendig. Uwe Graf und Helmut Seuberth reinigten die Betonsteinwand in der vergangenen Woche gründlich und versahen sie mit einer Grundierung. Damit schufen sie die Voraussetzung für die anschließende künstlerische Gestaltung.

Initiiert und begleitet wurde die Aktion vom Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. Der Verein kümmerte sich während der Arbeiten auch um die Verpflegung der beteiligten Künstler mit Brotzeit und Getränken sowie einem gemeinsamen Mittagessen im K14.

Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung gab es bereits vor der Genehmigung der Kunstaktion. Dabei musste zunächst geklärt werden, dass der für das Werk vorgesehene Begriff „VIELFALT“ in Pappenheim nicht als politische Botschaft zu verstehen ist. Erst nachdem diese Bedenken ausgeräumt waren, stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. An der Mauer ist „VIELFALT“ nun das, was die Künstler daraus gemacht haben. Das zentrale Thema eines gemeinschaftlich geschaffenen Kunstwerks.

 




Pappenheimer Stadtrat lehnt längere Betriebszeiten im Steinbruch ab

Der Stadtrat Pappenheim hat die beantragte Ausweitung der Betriebszeiten im Steinbruch an der Kappel abgelehnt und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Das Steinbruchunternehmen hatte beantragt, einen abgegrenzten Teil des Steinbruchs künftig von 5 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts betreiben zu dürfen. Bisher gilt für die betreffenden Maschinen eine Betriebszeit von 6 bis 20 Uhr.

Von der Erweiterung der Betriebszeiten wären eine Kettenschrämmsäge, zwei Schrämmtraktoren und ein Radlader betroffen. Damit würde sich die mögliche tägliche Betriebszeit von bisher 14 auf 21 Stunden erhöhen. Erstmals wäre auch ein Betrieb während der Nachtzeit möglich gewesen. Lkw-Verkehr, Materialabtransport, Verladung sowie der Betrieb von Brecher-, Sieb- oder Förderanlagen waren für diese zusätzlichen Zeiten nicht vorgesehen.

Dem Beschluss des Stadtrats ging eine umfangreiche und gründliche Prüfung durch die Stadtverwaltung voraus. Dabei wurden die Antragsunterlagen und das vorgelegte Lärmgutachten mit bestehenden Genehmigungen und den örtlichen Festsetzungen abgeglichen. Dabei stellte die Stadtverwaltung mehrere Unstimmigkeiten fest.

So wird im Lärmgutachten für die Spalthalle eine Betriebszeit bis 22 Uhr genannt, obwohl nach den vorliegenden Genehmigungsunterlagen lediglich ein Betrieb bis 20 Uhr zulässig ist. Auch für eine Seilsäge wird ein Betrieb während der Nachtzeit beschrieben, obwohl hierfür ebenfalls nur eine Genehmigung bis 20 Uhr vorliegt. Abweichungen stellte die Verwaltung zudem bei den angegebenen Zeiten für Sprengungen fest.

Auch im vorgelegten Lärmgutachten stellte die Stadtverwaltung mehrere Ungereimtheiten fest. So bezogen sich die Berechnungen teilweise bereits auf eine geplante Erweiterung des Steinbruchs um rund neun Hektar. Diese Erweiterung ist jedoch nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens, bei dem es ausschließlich um längere Betriebszeiten geht. Deshalb ließ sich aus dem Gutachten zunächst nicht eindeutig erkennen, welche zusätzliche Lärmbelastung allein durch den Betrieb bis in die Nachtstunden entstehen würde.

Nur zwei Tage vor der Stadtratssitzung ging bei der Stadt am 22. September ein überarbeitetes Lärmgutachten ein. Auch dieses wurde von der Verwaltung kurzfristig geprüft. Dabei fiel unter anderem auf, dass ein Anwesen „Am Auer Bichel“ nun als Mischgebiet eingestuft wird. Die Stadt verweist aber auf eine Ortsvorschrift aus dem Jahr 1953, nach der das Siedlungsgebiet als reines Wohngebiet ausgewiesen ist. Außerdem wurde der Bereich „Am Hals“, wo die Geräusche des Steinbruchs nach Angaben von Anwohnern ebenfalls deutlich wahrgenommen und als störend empfunden werden, auch im überarbeiteten Lärmgutachten nicht berücksichtigt.

Gerade aus den Wohnbereichen Am Hals, Am Auer Bichel und Am Weinberg sind bei der Stadt seit 2021 regelmäßig Beschwerden über Lärm aus dem Steinbruch eingegangen. Genannt wurden dabei unter anderem Geräusche von Schotterbrechern, Hydraulikhämmern und Radladern sowie Rückfahrwarner.

Nicht nachvollziehbar war für die Verwaltung außerdem die vorgesehene Lärmminderung durch die Nutzung vorhandener Geländeabschirmungen und einen Betrieb auf tiefer gelegenen Abbausohlen. Der für die verlängerten Betriebszeiten vorgesehene Arbeitsbereich befindet sich nach den Planunterlagen nahezu am höchsten Punkt des nordöstlichen Steinbruchbereichs und damit in Richtung der dortigen Wohnbebauung.

Neben den Fragen zum Lärmschutz führte die Verwaltung auch baurechtliche Gründe gegen das gemeindliche Einvernehmen an. Der Flächennutzungsplan weist das betreffende Grundstück als Fläche für die Forstwirtschaft aus. Zudem liegt der gesamte Bereich im Landschaftsschutzgebiet.

Der Stadtrat folgte der ausführlich begründeten Verwaltungsvorlage und verweigerte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für die beantragte Betriebszeit von 5 Uhr bis 2 Uhr des Folgetages.

Die Entscheidung des Stadtrats bedeutet allerdings noch nicht das endgültige Aus für den Antrag. Für das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ist das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen zuständig. Es trifft letztlich die Entscheidung über die beantragte Änderung der Betriebszeiten.

 




Jugendliche gestalten Lego-Betonsteinwand in Pappenheim

Jugendliche gestalten Lego-Betonsteinwand in Pappenheim

Eine graue Betonsteinwand unterhalb der Pappenheimer Burg soll am Samstag, 26. September 2026, zum Kunstprojekt werden. Ab 9 Uhr gestalten Jugendliche die Wand am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg mit Graffiti. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat die Aktion „THE WALL 2.0“ organisiert.

Die Wand wurde vor mehr als zwei Jahren errichtet, um die Durchfahrt hinauf auf den Hals zu sichern. Die dahinterliegende denkmalgeschützte historische Bruchsteinmauer an dieser Stelle war schadhaft geworden; ihre Sanierung wird voraussichtlich noch dauern. Der Kunst- und Kulturverein möchte die Betonfläche deshalb gemeinsam mit Jugendlichen gestalten.

Die Wand wurde bereits gereinigt, damit die Farbe gut haftet und zur Geltung kommt. Ein Vorentwurf trägt den Titel „Vielfalt“. Wie die Jugendlichen das Thema umsetzen, entwickeln sie unter der künstlerischen Betreuung von Christoph Ottinger und Patrick Hirsch.

Interessierte können die Aktion vor Ort verfolgen. Die Durchfahrt bleibt während der Arbeiten geöffnet, kann aber erschwert sein. Nach Angaben des Vereins sind auf der dort als Spielstraße ausgewiesenen Straße keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen für die Aktion erforderlich.

 




Drei Wasserverbände stärken ihre Zusammenarbeit

Drei Wasserverbände stärken ihre Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Verbandsgrenzen hinweg hat sich bei der Wasserversorgung entlang der Altmühl in den vergangenen Jahren bewährt. Bei einer gemeinsamen Versammlung der drei Zweckverbände Links der Altmühl, Rechts der Altmühl und der Wettelsheimer Gruppe wurde nun Bilanz gezogen. Zugleich standen personelle Veränderungen an der Spitze zweier Verbände im Mittelpunkt.

Seit 2019 arbeiten die drei Wasserversorger eng zusammen. Ein wesentlicher Baustein ist der gemeinsame Bereitschaftsdienst, der rund um die Uhr für alle drei Versorgungsgebiete zur Verfügung steht. Bei Störungen oder besonderen Ereignissen können dadurch die verfügbaren Kräfte gebündelt und kurzfristig eingesetzt werden. Für die Beschäftigten bringt die Kooperation zugleich den Vorteil, dass sich die Bereitschaftsdienste auf mehrere Schultern verteilen.

Nach den bisherigen Erfahrungen soll es dabei nicht bleiben. Die Verantwortlichen waren sich bei der Gemeinschaftsversammlung einig, die bestehende Zusammenarbeit fortzusetzen und sie in ausgewählten Bereichen weiter zu intensivieren.

Wechsel an der Spitze zweier Verbände

Mit der Versammlung ging zugleich eine langjährige Ära zu Ende. Alfred Maderer wurde als Vorsitzender des Zweckverbands Rechts der Altmühl verabschiedet. Insgesamt gehörte er dem Verband 18 Jahre als Verbandsrat an, sechs Jahre davon als Vorsitzender.

Noch länger war Erwin Knoll für den Zweckverband Links der Altmühl tätig. Er gehörte ihm insgesamt 30 Jahre an und stand 18 Jahre an dessen Spitze. Beide bisherigen Vorsitzenden wurden im Rahmen der Versammlung für ihr langjähriges Engagement gewürdigt und offiziell verabschiedet.

Die Nachfolge ist bereits geregelt. Martin Wufka wurde zum neuen Vorsitzenden des Zweckverbands Links der Altmühl gewählt, Jürgen Weizinger übernimmt den Vorsitz beim Zweckverband Rechts der Altmühl. Bei der Wettelsheimer Gruppe gibt es dagegen keinen Wechsel. Matthias Hüttinger, der dieses Amt seit 2014 ausübt, bleibt Vorsitzender.

Rund 3.350 Anschlüsse in vier Landkreiskommunen und darüber hinaus

Die Größenordnung der gemeinsamen Aufgabe wird beim Blick auf die Versorgungsgebiete deutlich. Der Zweckverband Links der Altmühl versorgt rund 1.050 Anschlüsse. Dazu gehören Bieswang, Geislohe, Göhren, Neudorf, Ochsenhart, Osterdorf und Zimmern im Gemeindegebiet Pappenheim sowie Haardt, Heuberg und Rothenstein bei Weißenburg, Dietfurt bei Treuchtlingen, Eßlingen und Hochholz bei Solnhofen sowie Gut Lohrmannshof in der Gemeinde Schernfeld.

Der Zweckverband Rechts der Altmühl kommt auf rund 1.600 Anschlüsse. Sein Versorgungsgebiet umfasst Langenaltheim, Büttelbronn, Rehlingen und Übermatzhofen sowie Rögling und Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries.

Weitere rund 700 Anschlüsse entfallen auf die Wettelsheimer Gruppe. Sie versorgt Bubenheim, Falbenthal, Wettelsheim und Windischhausen im Treuchtlinger Gemeindegebiet sowie Großholz bei Markt Berolzheim.

Damit verbindet die seit 2019 praktizierte Zusammenarbeit drei eigenständige Wasserversorger mit unterschiedlichen Versorgungsgebieten. Der gemeinsame Bereitschaftsdienst zeigt dabei bereits ganz praktisch, wie sich vorhandene Strukturen miteinander verzahnen lassen. Nach dem Willen der Verantwortlichen soll dieser eingeschlagene Weg nun weitergeführt werden.

Titelfoto: Marion Pietruske




Pappenheimer Kulturtripp führt nach Bechhofen

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim lädt am Mittwoch, 21. Oktober 2026, zu einem geführten Ganztagesausflug nach Bechhofen an der Heide ein. Der Marktort im Landkreis Ansbach gilt seit dem frühen 18. Jahrhundert als Zentrum der deutschen Pinsel- und Bürstenherstellung. Auf dem Programm stehen eine Führung durch das Deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum und ein Besuch der Pinselfabrik Bechhofen.

Die denkmalgeschützte ehemalige Fabrikhalle wird derzeit mit Fördermitteln aus dem LEADER-Programm zu einem Ort für Veranstaltungen und kreativen Austausch umgebaut. Geschäftsführerin Vera Bieringer stammt aus einer Pinsel- und Bürstenmacherfamilie. Der Kontakt zum Pappenheimer Verein entstand über das bayernweite Heimatunternehmer-Netzwerk. Als Heimatentwicklerin hat Bieringer bereits Veranstaltungen der Vereinsreihe „Vitalisierung der Provinz“ besucht.
Ausflüge zu anderen Kulturorten gehören seit Jahren zum Programm des Vereins. Sie bieten Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zu Anregungen für die eigene Arbeit. Die Fahrt erfolgt wegen der schwierigen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Privatautos und Fahrgemeinschaften. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Parkplatz Auf der Lach bei der Turnhalle in Pappenheim, die Rückkehr ist am späten Nachmittag geplant.

Eine Anmeldung ist bis zum 17. Oktober bei Christa Seuberth unter 09143/6228 oder bei Helmut Seuberth unter 0170/5575171 erforderlich. Treffpunkt und Ansprechpartner haben sich gegenüber der früheren Ankündigung im „Carpe Diem“ geändert. Vereinsmitglieder erhalten einen Unkostenbeitrag für Verpflegung und Eintritt.

 




Der neuen Scharfschützenkönig in Pappenheim

Wenn bei der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim 1491 zur Volksfestzeit die Gewehre angelegt werden, dann geht es nicht nur um möglichst gute Treffer. Es geht auch um eine Tradition, die in Pappenheim seit vielen Jahrzehnten fest mit dem Volksfest verbunden ist. In diesem Jahr hatte Florian Zanetti dabei besonders Grund zur Freude. Mit einem 542-Teiler sicherte er sich die Würde des Pappenheimer Scharfschützenkönigs.

Ausgeschossen wurde die Königswürde beim traditionellen Volksfestschießen, das vom 24. bis 26. Juli im Schützenhaus am Lachgartenweg stattfand. Mit dem Kleinkalibergewehr gelang Zanetti dort der entscheidende Treffer. Damit löst er Stefan Eisenberger ab, der die Würde des Scharfschützenkönigs bislang innehatte.
Dass solche Wettbewerbe bei der Privilegierten Schützengesellschaft einen besonderen Stellenwert haben, kommt nicht von ungefähr. Der 1491 gegründete Verein ist der älteste und traditionsreichste Verein Pappenheims und hat es über mehr als fünf Jahrhunderte verstanden, sein schießsportliches Brauchtum zu erhalten und zu pflegen. Dazu gehört seit jeher auch das Volksfestschießen. Nachdem am Schützenhaus im Lachgartenweg ein Kleinkaliber-Schießstand gebaut worden war, wurde der Reigen der Würdenträger im Verein um den KK- beziehungsweise Scharfschützenkönig erweitert.
Doch nicht allein die Königswürde stand beim diesjährigen Volksfestschießen im Blickpunkt. Eine weitere Scheibe erinnert an eine Freundschaft, die weit über die Grenzen Pappenheims hinausreicht. Seit mehr als 50 Jahren verbindet die Pappenheimer Schützen eine Patenschaft mit dem Eißendorfer Schützenverein von 1878 e.V. aus Hamburg-Harburg. In Würdigung dieser langjährigen Verbindung gehört neben zahlreichen anderen Ehrenscheiben auch die „Volksfestscheibe Hamburg“ zum Wettbewerb.
Hier bewies Regina Krug die sicherste Hand. Mit einem 1012-Teiler gab sie den besten Schuss auf die Hamburger Volksfestscheibe ab.

Auch bei der Kleinkaliber-Holzscheibe spielte die Verbindung zu den Hamburger Schützen eine schöne Rolle. Sonja Schlüter, eine Hamburger Schützenschwester, platzierte ihren Treffer lediglich 4,32 Millimeter neben dem Zentrum und erzielte damit den besten Schuss auf diese Scheibe.

So verband das Volksfestschießen auch in diesem Jahr sportlichen Ehrgeiz mit gewachsener Tradition und langjähriger Schützenfreundschaft. Im Mittelpunkt aber steht der neue Würdenträger. Mit seinem 542-Teiler darf sich Florian Zanetti nun Pappenheimer Scharfschützenkönig nennen. Und ganz nebenbei hält die Privilegierte Schützengesellschaft mit ihrem Volksfestschießen auch einen Begriff lebendig, der im Pappenheimer Sprachgebrauch inzwischen vom Aussterben bedroht scheint. Beim traditionsreichen Volksfestschießen der Pappenheimer Schützen wird das „Volksfest“ jedenfalls hoffentlich noch lange seinen angestammten Platz behalten.

Titelfoto: PSG Pappenheim

 

 




Heidis heile Welt in Pappenheim

Bunt, fröhlich und bisweilen ein wenig fantastisch geht es derzeit in der Städtischen Galerie Pappenheim zu. Dort ist mit Heidi Fesl eine Künstlerin zu Gast, deren Wurzeln ganz in der Nähe liegen und deren Bilder vor allem eines wollen. Den Menschen Freude machen.

Heidi Fesl wurde in Bieswang geboren und lebt heute in Weißenburg. Die Malerei begleitet sie praktisch schon ein Leben lang. Seit sie als Kind einen Stift halten konnte, wurde gemalt und gezeichnet. Dabei hinterließ auch ein in Pappenheim wohlbekannter Künstler seine Spuren. Der Kunstmaler und Kunstlehrer Heinrich Mangold beeinflusste ihre ersten künstlerischen Schritte ganz wesentlich. Später lernte Heidi Fesl bei der Malschule Mandl.

Wie bei Mangold standen zunächst Landschaften und Motive aus der Heimat im Mittelpunkt. Mit der Aquarellmalerei begann der künstlerische Weg, ehe Heidi Fesl später die kräftigeren Acrylfarben für sich entdeckte. Heute gilt ihre besondere Liebe der vielfältigen Farbenwelt der klassischen Ölmalerei.

Und Farbe gibt es in ihren Bildern wahrlich reichlich. Sie prägt die Ausstellung und schafft in den Räumen der Städtischen Galerie eine ganz eigene Welt. Dabei darf es durchaus auch einmal fantastisch werden. Besonders Tiere haben es der Künstlerin angetan und begegnen den Besuchern in den unterschiedlichsten Variationen.

„Wenn ich male, vergesse ich alles um mich herum. Ich versuche das Fröhliche, Schöne und eventuell auch Lustige mit meinen Bildern festzuhalten“, beschreibt Heidi Fesl selbst, was sie beim Malen bewegt.

Vielleicht ist es gerade dieser Gedanke, der den Charakter der Ausstellung am besten trifft. Denn Heidi Fesl möchte mit ihren Bildern die Betrachter erfreuen und sie für eine Weile in ihre „heile Welt“ mitnehmen. Die alltäglichen Sorgen dürfen dabei draußen bleiben. Dass die Künstlerin diese Probleme genauso kennt wie ihre Besucher, versteht sich dabei von selbst.

So musste für die Ausstellung eigentlich nicht lange nach einem passenden Namen gesucht werden. „Heidis heile Welt“ bringt auf den Punkt, was die Bilder vermitteln möchten.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag, 20. September, in der Städtischen Galerie Pappenheim. Für die bunte musikalische Untermalung der Vernissage sorgten Andreas Müller mit der Klarinette und Christine Köhnlein am Klavier.

„Heidis heile Welt“ ist noch bis zum 8. November in der Städtischen Galerie Pappenheim, An der Stadtmühle 1, zu sehen. Der Zugang befindet sich im roten Turm von der Klosterstraße aus. Geöffnet ist die Ausstellung an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Titelfoto: Kunst- und Kulturverein




Steinbruchpläne sorgen in Pappenheim für Kritik

Die beantragte Ausweitung der Betriebszeiten im Steinbruch auf der Kappel in Pappenheim ist Thema der öffentlichen Stadtratssitzung am Donnerstag, 24. September. Dazu hat uns Helmuth Regler einen Leserbrief übersandt, in dem er mögliche zusätzliche Belastungen für Pappenheim und Dietfurt anspricht und sich mit deutlichen Worten gegen eine Ausweitung der Betriebszeiten ausspricht. Wir veröffentlichen seinen Leserbrief nachfolgend ungekürzt und unverändert:

Längere Betriebszeiten im Steinbruch Geiger-Balz, muss das sein?

Am kommenden Donnerstag, 24.9., 19 Uhr (Saal im Haus des Gastes,Punkt 1) wird im Stadtrat öffentlich der Antrag der Fa. Geiger (früher Balz) auf Erweiterung der Betriebszeiten  bis 2 Uhr nachts, behandelt.
Sollten Stadtrat und Landratsamt diesem Antrag zustimmen, wird voraussichtlich der Lärm, der vor allem auf die Pappenheimer zukommt, zunehmen und auf längere Sicht wird wohl auch der Steinabbau näher an Pappenheim heranrücken. Und es gibt ja nicht nur diesen Steinbruch, von dem Beeinträchtigungen ausgehen. Auch ist es möglich, dass von diesen ähnliche Anträge eingehen.

Muss das sein? Reicht den nicht der bisherige Raubbbau und Lärm?
Und das in einem Naturpark, bei einem Luftkurort. Wobei das natürlich auch das benachbarte geplagte Dietfurt betreffen kann.

Hoffentlich setzt sich der Stadtrat mehr für die Belange der Bürger ein.

Was könnte man tun: mit Stadträten reden, an der Sitzung teilnehmen, einen Brief an das Landratsamt, Untere Immissionschutzbehörde  schreiben etc.

-Hinweis: auf evtl. Gegendarstellungen werde ich nicht reagieren-

Helmuth Regler 22.09.
Pappenheim

Hinweis der Redaktion: Leserbriefe geben ausschließlich die persönliche Meinung des jeweiligen Verfassers wieder. Ihr Inhalt stellt keine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten dar.

 




TSG Pappenheim verpasst den späten Siegtreffer

Mit einer starken Schlussoffensive hat die TSG Pappenheim noch einmal alles versucht, am Ende musste sich die Heimelf gegen die SG Raitenbuch/Burgsalach jedoch mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Vor allem in der Schlussviertelstunde lag der Pappenheimer Siegtreffer mehrfach in der Luft.

Die TSG erwischte einen ordentlichen Start in die Begegnung und präsentierte sich in der Anfangsphase gut organisiert. Nach rund 20 Minuten fanden allerdings auch die Gäste aus Raitenbuch und Burgsalach besser ins Spiel. Die erste große Möglichkeit zur Führung gehörte der SG, doch TSG-Torhüter Palta war zur Stelle und verhinderte einen Rückstand.
Mit zunehmender Spieldauer entwickelte auch die Heimelf mehr Zug zum gegnerischen Tor und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Beide Mannschaften begegneten sich nun weitgehend auf Augenhöhe, zunächst allerdings ohne Zählbares.
In der 35. Minute durften die Pappenheimer schließlich jubeln. David Mürl, der kurz zuvor noch das Kreuzeck getroffen hatte, bekam bei einem Freistoß aus aussichtsreicher Position seine nächste Gelegenheit und nutzte diese. Direkt verwandelte er zur 1:0-Führung für die TSG, mit der es wenig später auch in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst das Bild. Die Gäste übernahmen für rund 20 Minuten das Kommando und setzten die Pappenheimer zunehmend unter Druck. In der 75. Minute wurde die SG Raitenbuch/Burgsalach für diese Phase belohnt. Felix Niefnecker erzielte den 1:1-Ausgleich.
Ausgerechnet der Gegentreffer schien bei der TSG noch einmal neue Kräfte freizusetzen. In der Schlussviertelstunde kippte die Partie deutlich zugunsten der Gastgeber. Pappenheim drängte die Gäste tief in deren Hälfte zurück und schnürte sie zeitweise regelrecht im eigenen Strafraum ein.
Der erneute Führungstreffer schien in dieser Phase nur noch eine Frage der Zeit. Vor allem Ömer Türk und Liam Glöggler hatten zwei bis drei hochkarätige Möglichkeiten, das Spiel doch noch zugunsten der TSG zu entscheiden. Doch so sehr die Pappenheimer auch auf den Siegtreffer drängten, der Ball wollte kein zweites Mal über die Linie.

Damit blieb die starke Schlussoffensive der TSG unbelohnt. Nach einer Partie mit unterschiedlichen Spielphasen stand am Ende ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden.

TSG Pappenheim: Palta, A. Bajraktari, Mezzani, Hodza, Glöggler, Lupascu, Türk, Mürl, Hoehne, G. Bajraktari, Ljiko (C)
Eingewechselt: Stojanovic, Thomas

 




Bieswang zieht im Derby den Kürzeren

Die Sportfreunde Bieswang konnten im Derby gegen die SG Langenaltheim/Solnhofen nicht an ihre gewohnte Leistung anknüpfen. Vor allem in der ersten Hälfte fehlten den Blau-Weißen Präsenz und Durchschlagskraft. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen und brachten den verdienten 2:0-Erfolg über die Zeit.

In der ersten Hälfte beanspruchte die Heimelf das Geschehen für sich. Bissig in den Zweikämpfen, geistig frisch und jederzeit parat, so kann man die Leistung zusammenfassen. Die SFB´ler wirkten lethargisch, waren nicht so recht bei der Sache. Zwar war das Bemühen auf Bieswanger Seite deutlich erkennbar, aber die Musik spielte auf der anderen Seite. Bezeichnend für die bereits vor der Halbzeit gefallenen Treffer war deren Entstehung. So staubte Philip Breit nach einem abgewehrten Distanzschuss aus kurzer Entfernung ab (1 : 0, 18.), beim zweiten Treffer (26.) unterlief der SF-Defensive ein „dicker Hund“ und der Weg war frei für Abdoul Zakari, der den Ball nur noch im leeren Tor unterbringen musste. Im Angriff taten sich die Blau-Weißen schwer, hatten bis zur Pause nicht eine nennenswerte Tormöglichkeit.

Nach dem Wechsel änderte sich optisch das Bild. Bieswang zeigte nach einer deutlichen Kabinenansprache mehr Präsenz, drückte phasenweise auf das SG-Tor. Die Gastgeber nutzten die freiwerdenden Räume sowie Aufbau- und Abspielfehler der Störzer-Elf, um eigene brandgefährliche Konter zu fahren. So hätten die Gastgeber durchaus ein oder zwei weitere Tore nach dem Wiederanpfiff und der folgenden Viertelstunde nutzen können, ja sogar müssen. Im Laufe des Spiels machte sich wegen des geschickten Verteidigens der Heimelf mehr und mehr Resignation auf SF-Seite bemerkbar. Eine Riesenchance hatte Jakob Käfferlein, der das Leder aber aus kurzer Distanz weit über das Tor von Jan Kittsteiner jagte. So wurde die verbleibende Zeit für Bieswang immer mehr zur Belastungsprobe, drehte man sich quasi weiter im Kreis, ohne einen Erfolg verbuchen zu können. Die Solnhofer/Langenaltheimer verteidigten geschickt und kompromisslos ihren Vorsprung über die Zeit.

„Derbysieger, Derbysieger, hoi hoi“ ertönten dann auch nach dem Schlusspriff Sprüche aufseiten der Gastgeber. Zurecht, sie haben sich den Sieg an diesem Tag verdient, waren in allen Belangen den Sportfreunden einen Schritt voraus. Es war ein gebrauchter Tag, wie Freddy Störzer nach dem Abpfiff auch treffend feststellte. „Das Spiel haben wir heute verschenkt, wir waren einfach nicht bei der Sache, die Gastgeber wollten den Sieg, den sie dann auch eingefahren haben“, resümierte der SF-Coach nach dem Abpfiff. Man hatte dein Eindruck, das „der Regler“ für die geistige und körperliche Frische auf 80 % gestellt war, mit entsprechenden Folgen im Spiel.

Am kommenden Spieltag hat man im Heimspiel gegen die DJK Preith die Chance, sich wieder von der anderen, positiven Seite zu zeigen. Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Sebastian Hüttinger, Lukas Störzer, Tim Schwenk, Janik Jakob, Niko Müller, Max Störzer, Dominik Dietrich, Patrick Strunz, Jakob Käfferlein, Jonas Schramm, Marius Mack, Florian Kraft

Titelfoto: SF Bieswang