Sportfreunde Bieswang rutschen weiter in den Tabellenkeller

Nach der 0:2-Niederlage beim VfB Mörnsheim sind die Sportfreunde Bieswang auf den vorletzten Tabellenplatz der A-Klasse Jura Süd abgerutscht. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit blieb die Mannschaft von Trainer Freddy Störzer erneut ohne Torerfolg. Neben der anhaltenden Abschlussschwäche bereitet den Sportfreunden auch eine weitere mögliche Verletzung Sorgen.

(SFB) In einer an richtigen Torchancen armen Partie wog das Spiel in der Anfangsviertelstunde hin und her. Nach einer Bieswanger Ecke klatschte ein Kopfball von Lukas Störzer gegen die Latte, und beim zweiten Ball standen sich zwei SF-Akteure in bester Ausgangslage gegenseitig im Weg. Besser machte es der VfB, als Ludwig Regler nahe der Strafraumgrenze abzog und der Ball unhaltbar rechts oben im SF-Gehäuse landete (24.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff konnten die Gastgeber aus einer sehr guten Position kein Kapital schlagen.
Nach dem Wiederanpfiff startete die Elf von Freddy Störzer aufmerksamer und mit mehr Elan in den zweiten Spielabschnitt. Der Ball lief besser, auch Bälle im Strafraum waren keine Mangelware. Doch der Vollstrecker fehlte, wie so oft in den vergangenen Monaten und Jahren. So war der Vergleich weiter sehr kampfbetont und von vielen unnötigen Zweikämpfen geprägt. Der schöne und sehr große Sportplatz wurde von den Akteuren meist nur in der Mitte beansprucht, anstatt die freien Räume zu nutzen und ein sauberes Spiel aufzuziehen.
Dominik Dietrichs gefährlichen Schuss konnte der VfB-Keeper nach 72 Minuten entschärfen. Bieswang war dran, aber das Tor schossen die Oberbayern. Einen klugen Flachpass in die Spitze nahm VfB-Torjäger Andre Schmidt auf, ging alleine auf SF-Keeper Tom Matzelt zu und schoss an diesem vorbei zum 2:0-Endstand (82.). Die Schlussoffensive der Bieswanger brachte keine Resultatsverbesserung mehr ein, sehr zum Leidwesen der SF-Anhänger und ihres Trainerteams.
Besonders bitter war wenige Augenblicke vor dem Abpfiff ein hartes Foul von Fabian Stelz an Jakob Käfferlein, der nach seiner einjährigen Kreuzbandrissverletzung gerade dabei ist, wieder Fuß zu fassen. Am Mittelkreis wurde ihm von hinten in den Knöchel gestiegen, sodass das komplette Fußgelenk umknickte. Wie schwer der junge Angreifer verletzt ist, bleibt abzuwarten.
Unabhängig davon verstand es die Elf von Freddy Störzer nicht, die Vorgaben und die Taktik im Spiel umzusetzen. Immer mehr macht sich bemerkbar, dass die SFBler über keinen „Knipser“ verfügen. Die Anzahl der Gegentore ist für einen Tabellenvorletzten überschaubar, man kann mit vielen Gegnern relativ gut bzw. auf Augenhöhe mithalten. Doch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff bleibt das größte Problem der Mannschaft. Bleibt zu hoffen, dass sich mehrere Spieler finden, die ab und zu ein Tor erzielen. Der verletzungsbedingte Ausfall von Boris Bosnjak macht sich in der Offensive ebenfalls deutlich bemerkbar.

Am kommenden Sonntag gastiert man am Lehenwiesenweg beim FC/DJK Weißenburg (Heimrechttausch aufgrund der Sanierung des SF-Platzes). Anstoß ist um 15 Uhr.




Keine Einwände gegen Windkraftplanung bei Langenaltheim

Der Regionale Planungsverband Westmittelfranken überprüft ältere Windkraftgebiete und passt seine Planung an die neue Rechtslage an. Pappenheim selbst ist von den Änderungen nicht betroffen. Der Stadtrat hat deshalb keine Einwände erhoben.

Während die Windkraftplanung der Region Ingolstadt wegen der Flächen östlich von Bieswang für Diskussionen sorgt, stellt sich die Situation beim Regionalplan Westmittelfranken anders dar. Dort läuft derzeit ebenfalls ein Änderungsverfahren für den Bereich Windenergie. Auf Pappenheimer Gemeindegebiet sind damit jedoch keine Änderungen verbunden.
Hintergrund ist vor allem eine Überprüfung älterer Windkraftgebiete. Dabei geht es um Flächen, die bereits ausgewiesen wurden, bevor das sogenannte Wind-an-Land-Gesetz in Kraft trat. Mit der jetzigen Änderung soll die Überarbeitung der Windkraftplanung in der Region Westmittelfranken abgeschlossen werden.

Windkraftgebiet bei Langenaltheim bleibt unverändert
Die Pappenheim nächstgelegene überprüfte Fläche befindet sich bei Langenaltheim. Eine tatsächliche Veränderung ist dort nicht vorgesehen. Das bestehende Windkraftgebiet soll in seiner bisherigen Größe erhalten bleiben. Auf der Fläche stehen bereits drei Windräder.
Eine Erweiterung wurde unter anderem wegen verschiedener Einschränkungen im Umfeld verworfen. Dazu zählen die Geländeverhältnisse, kartierte Biotope und notwendige Abstände zu Siedlungen. Zudem befinden sich in der Umgebung weitere ausgewiesene Windkraftgebiete.
Auch eine Verkleinerung oder geringere Einstufung der Fläche ist nicht vorgesehen. Ausschlaggebend ist unter anderem, dass das Gebiet bereits vollständig für Windenergie genutzt wird und die maßgeblichen Ausschlusskriterien weiterhin eingehalten werden.

Flächen werden zu Beschleunigungsgebieten
Neu ist allerdings die Einstufung der betroffenen Windkraftflächen als sogenannte Beschleunigungsgebiete. Dazu ist der Planungsverband aufgrund einer Gesetzesänderung seit 2025 verpflichtet.
Der Begriff bedeutet vereinfacht, dass in entsprechend ausgewiesenen Gebieten die späteren Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen beschleunigt werden sollen. An der Größe des Windkraftgebietes bei Langenaltheim ändert diese Einstufung nichts.

Pappenheim nicht unmittelbar betroffen
Anders als bei den Planungen östlich von Bieswang sieht die Stadt bei der Änderung des Regionalplans Westmittelfranken keine eigene Betroffenheit. Die Stadt konnte dennoch als beteiligte Kommune eine Stellungnahme abgeben. Dafür läuft eine Frist bis zum 16. Oktober 2026.

Der Stadtrat der Stadt Pasppenheim beschloss einstimmig, gegen die Änderung des Regionalplans Westmittelfranken im Bereich Windenergie keine Einwände zu erheben.

 




Pappenheimer Feuerwehr bei schwerem Baggerunfall im Einsatz

Bei einem schweren Betriebsunfall nahe dem Zementwerk Solnhofen ist am Dienstag. 06.10.2026 ein 64-jähriger Baggerfahrer verletzt worden. Sein rund 18 Tonnen schwerer Bagger stürzte etwa vier Meter tief in eine Grube und überschlug sich. Bei der aufwendigen Rettung war neben den Feuerwehren aus Solnhofen, Treuchtlingen und Weißenburg auch die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim im Einsatz.

Der 64-Jährige war mit dem Bagger damit beschäftigt, Kalksteinmergel aus dem Boden zu baggern, der als Grundmaterial für die Zementherstellung dient. Dabei kippte das schwere Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach vorne, stürzte über die Abbruchkante vier Meter in die Tiefe und überschlug sich. Nach den bisherigen Ermittlungen kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht abschließend geklärt.

Entdeckt wurde der Unfall von einem Kollegen. Dieser war mit einem Lastwagen zur Beladung zurückgekehrt und bemerkte, dass der Bagger samt Fahrer nicht mehr an seinem bisherigen Standort war. Schließlich entdeckte er das Fahrzeug in der Grube und alarmierte die Rettungskräfte.
Für die Freiwilligen Feuerwehren aus Solnhofen, Pappenheim, Treuchtlingen und Weißenburg stellte sich die Lage eine besonders schwierig dar. Die Unfallstelle war von unten nicht zugänglich. Mit Hilfe der Drehleiter der Treuchtlinger Feuerwehr und einer Schleifkorbtrage gelang es den Einsatzkräften schließlich, den verletzten Baggerfahrer aus der Grube zu retten.
Der 64-Jährige war bei seiner Rettung ansprechbar und bei Bewusstsein. Er erlitt Verletzungen im Brustbereich und wurde zur weiteren Behandlung in das Klinikum Eichstätt gebracht. Nach dem derzeitigen Stand besteht keine Lebensgefahr.
Der entstandene Sachschaden wird auf einen höheren fünfstelligen Betrag geschätzt.

Fotos: FFW Pappenheim




Glasfaserausbau in Pappenheimer Ortsteilen geht voran

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am 29. September der geförderte Glasfaserausbau in mehreren Pappenheimer Ortsteilen gestartet. Nach Angaben der Presseagentur von GlasfaserPlus sollen rund 300 Adressen in Neudorf, Göhren, Flemmühle, Niederpappenheim und Teilen von Geislohe mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus versorgt werden. Während damit in den Ortsteilen konkrete Ausbaupläne vorliegen, gibt es für die Pappenheimer Kernstadt trotz der bereits gesammelten Verträge bislang noch keinen bekannten Ausbautermin.

Für den Ausbau sind rund 17 Kilometer Tiefbauarbeiten und 14 neue Netzverteiler vorgesehen. Über die neuen Anschlüsse sollen Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich sein.

Bürgermeister Florian Gallus begrüßt den Ausbau. Schnelles und stabiles Internet sei inzwischen von großer Bedeutung und erhöhe sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität von Immobilien. GlasfaserPlus sieht insbesondere für den ländlichen Raum eine leistungsfähige digitale Infrastruktur als zunehmend unverzichtbar an.

Für Eigentümer im geförderten Ausbaugebiet ist besonders wichtig, dass der Hausanschluss nach Angaben von GlasfaserPlus grundsätzlich kostenlos hergestellt wird. Dies gilt unabhängig von der Zahl der Wohneinheiten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Eigentümer den kostenlosen Hausanschluss beauftragen. Sie sollen dazu auch postalisch informiert werden.

Wer den Glasfaseranschluss anschließend für Internet und andere Dienste nutzen möchte, benötigt zusätzlich einen entsprechenden Tarif. Die Telekom hat angekündigt, das von GlasfaserPlus errichtete Netz in Pappenheim zu nutzen. Grundsätzlich steht das Glasfasernetz nach Angaben des Unternehmens auch anderen Telekommunikationsanbietern offen.

GlasfaserPlus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des IFM Global Infrastructure Fund. Das Unternehmen plant, bis 2034 bundesweit rund vier Millionen Glasfaseranschlüsse vor allem im ländlichen Raum sowie in kleineren und mittleren Städten zu errichten.

Noch kein Termin für die Kernstadt Pappenheim bekannt
Bürgermeister Florian Gallus bezeichnet schnelles und zuverlässiges Internet als wichtigen Standortfaktor für Familien und Unternehmen. Nach Osterdorf und Bieswang sei Neudorf bereits der dritte Ortsteil, der gemeinsam mit Telekom und GlasfaserPlus an das Glasfasernetz angebunden werde. Als Nächstes sollen Göhren und Geislohe folgen. Damit werde der Glasfaserausbau in den Pappenheimer Ortsteilen Schritt für Schritt fortgesetzt.
Noch offen ist dagegen, wann der Glasfaserausbau in der Pappenheimer Kernstadt beginnen wird. Dort wurden zwar bereits eifrig Verträge für Glasfaseranschlüsse gesammelt, konkrete Termine für den Ausbau sind bislang jedoch nicht bekannt.

Titelfoto: Stadt Pappenheim

 




Erneuter Einbruch am Bahnweg in Pappenheim

Erneut haben sich Unbekannte am Bahnweg in Pappenheim gewaltsam Zugang zu einem dort abgestellten Bauwagen verschafft. Erst Ende Mai war in diesem Bereich in die Hütte der Bogensportabteilung des Turnvereins Pappenheim eingebrochen worden.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die neuerliche Tat in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 3. auf 4. Oktober 2026. Der oder die bislang unbekannten Täter verschafften sich Zugang zu dem am Bahnweg abgestellten Bauwagen in dem die Abteilung Bogensport des Turnvereins verschieden Gerätschaften verwahrt. Vermutlich gelangten sie durch ein Seitenfenster in das Innere.

Dort wurde anschließend die Tür gewaltsam geöffnet beziehungsweise aus den Angeln getreten. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde nichts entwendet. Durch das gewaltsame Vorgehen entstand allerdings ein Sachschaden von rund 200 Euro.

Bereits am Abend des 22. Mai 2026 war es am Bahnweg zwischen Freibad und Weidenkirche zu einem Einbruch in die Hütte der Bogensportabteilung des Turnvereins Pappenheim gekommen. Damals hatte ein unbekannter Täter den unteren Bereich einer Tür bis zum Türschloss hochgebogen und sich so Zutritt zum Aufenthaltsraum verschafft. Auch bei diesem Einbruch wurde nach damaligen Erkenntnissen nichts gestohlen. Der Sachschaden war damals mit rund 3.000 Euro allerdings erheblich höher.

Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, geht aus dem aktuellen Polizeibericht nicht hervor.

Die Polizeiinspektion Treuchtlingen bittet Personen, die in der Tatnacht verdächtige Personen oder andere auffällige Beobachtungen im Bereich des Bahnwegs gemacht haben, um Hinweise unter Telefon 09142/9644-0.




Pappenheim sucht neue Leitung für den städtischen Bauhof

Pappenheim sucht neue Leitung für den städtischen Bauhof

Die Stadt Pappenheim sucht eine neue Leitung für den städtischen Bauhof. Die Stelle als Bauhofleiter beziehungsweise Bauhofleiterin soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt besetzt werden. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 2026 möglich.
Nachfolgend wird die Stellenausschreibung der Stadt Pappenheim im Wortlaut veröffentlicht:

Die Stadt Pappenheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, ca. 4.000 Einwohner, sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt eine/n

Bauhofleiter/in

Ihre Aufgabenschwerpunkte:

      • Leitung und Organisation des städt. Bauhofs mit rund 10 Beschäftigten
      • Personalführung und -entwicklung der Bauhofmitarbeiter
      • Sicherstellung der Verkehrssicherheit und Durchführung des Winterdienstes
      • Planung, Koordination und Überwachung von Instandhaltungs- und Pflegearbeiten
      •  Koordination und Ausführung kleinerer Baumaßnahmen

Ihr Profil:

      • abgeschlossene Berufsausbildung, Meister oder Techniker in einem handwerklichen/technischen Beruf (Bau, GaLA-Bau etc.)
      • Mehrjährige Erfahrung in der Mitarbeiterführung
      • möglichst Führerschein Klasse CE (früher Kl. 2)
      • Hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und selbständige Arbeitsweise
      • Einsatzbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Flexibilität, Entscheidungsfreudigkeit, Durchsetzungsvermögen und soziale Kompetenz
      • Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit, Organisationsgeschick, sowie Bürgerfreundlichkeit
      • Bereitschaft zur Leistung von Überstunden und Wochenenddiensten (Winterdienst)

Wir bieten Ihnen:

      • einen sicheren, unbefristeten Arbeitsplatz mit geregelten Arbeitszeiten
      • ein vielseitiges, verantwortungsvolles und interessantes Aufgabengebiet
      • arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung
      • eine den tarifrechtlichen Vorschriften entsprechende leistungsorientierte Bezahlung entsprechend der Qualifikation und bisherigen Tätigkeit nach dem TVöD
      • 31 Urlaubstage

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Beifügung der üblichen Unterlagen, gerne auch mit Foto, bis 31.10.2026 an die

Stadt Pappenheim, Personalamt, Marktplatz 1, 91788 Pappenheim
oder
eberle@pappenheim.de (nur pdf Format)

Bei Fragen steht Ihnen Herr Eberle unter 09143/606-16 gerne zur Verfügung.




Hilfen beim Älterwerden – Informationsnachmittag in Pappenheim

Wie kann Unterstützung aussehen, wenn das Älterwerden zunehmend Hilfe im Alltag erforderlich macht? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es am Dienstag, 6. Oktober 2026, im Europäischen Haus Pappenheim. Dort steht ein Vortrag über die Unterstützungsmöglichkeiten der Diakonie auf dem Programm.

„Älterwerden – aber nicht allein!“ lautet das Thema des Vortrags, zu dem der Pflegestützpunkt Altmühlfranken um 15 Uhr in das Europäische Haus Pappenheim in der Deisingerstraße 1 einlädt. Referent Ralph Uhlig wird anhand konkreter Beispiele Einblicke in die Arbeit der Fachstelle geben und dabei auch die Angebote der Beratungsstelle und der Diakonie vorstellen.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Was können wir für Sie tun?“, die sich mit unterschiedlichen Fragen rund um Pflege und Versorgung beschäftigt. Veranstaltet wird die Reihe vom Pflegestützpunkt Altmühlfranken in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung, der Gerontopsychiatrischen Fachstelle sowie den Alzheimer Gesellschaften Weißenburg und Gunzenhausen und Umgebung e. V.

Wer selbst mit Fragen rund um Pflege, Versorgung und Unterstützung konfrontiert ist, merkt häufig schnell, wie komplex das System der Pflege- und Krankenversicherung sein kann. Nicht ohne Grund ist dabei immer wieder vom „Pflegedschungel“ die Rede. Die Beraterinnen des Pflegestützpunktes Altmühlfranken kennen diese Schwierigkeiten aus ihrer täglichen Arbeit. Mit der Vortragsreihe sollen deshalb unterschiedliche Fragestellungen aufgegriffen und Informationen zu bestehenden Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten vermittelt werden.

Die einzelnen Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten im Landkreis sowie teilweise online statt. Mit dem nächsten Termin kommt die Reihe nun nach Pappenheim und bietet Interessierten vor Ort die Gelegenheit, sich über die Unterstützungsmöglichkeiten der Diakonie zu informieren.

Für den Vortrag am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 15 Uhr im Europäischen Haus Pappenheim ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe gibt es unter www.landkreis-wug.de/pflegestuetzpunkt sowie beim Pflegestützpunkt Altmühlfranken unter Telefon 09141 902-570 oder per E-Mail an pflegestuetzpunkt@landkreis-wug.de.

 




Berlin trifft Pappenheim im K14

Ein durchaus ungewöhnliches Kunstprojekt hält im Oktober Einzug in Pappenheim. Drei Berliner Künstlerinnen bringen Malerei, Fotografie, Mixed Media, Film und Musik unter ein Dach und verwandeln das Haus der Bürger K14 für einige Wochen in einen Ort zeitgenössischer Kunst. Auftakt ist am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr.

Unter dem Titel „Berlin meets Pappenheim“ starten der Kunst- und Kulturverein Pappenheim und die Firma PAPPENHEIMER von Stephan Lauterbach ein Experiment, das Ausstellung, Kurzfilm und Live-Musik miteinander verbindet. Zu Gast sind Judie Reinert, Hannah Elsche und Paula Horlamus. So unterschiedlich ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind, verbindet ihre Arbeiten doch ein gemeinsamer Blick auf eine von Krisen geprägte Gegenwart und die Frage, wie Menschen damit umgehen.

Judie Reinert und Paula Horlamus zeigen unter dem Titel „Going straight to the KO“ Eindrücke ihrer Reisen in den Kosovo zwischen 2023 und 2025. Malerei, Fotografie und Videocollagen erzählen dabei von Begegnungen und Erfahrungen in einem Land, das immer wieder von Krisen geprägt wurde.

Hannah Elsche widmet sich in „Still Fine“ den Spuren gesellschaftlicher Veränderungen im persönlichen Alltag. Malerei, Zeichnung, Druck und Collage treffen dabei auf ihr während der Coronapandemie begonnenes „Krisenkunstprotokoll“. Judie Reinert wiederum beschäftigt sich mit „The Great Escape“ mit dem Wunsch, dem Alltag und seinen Belastungen zeitweise zu entfliehen. Ihre Bilder suchen diesen Rückzugsraum vor allem in der Natur.

Zur Vernissage wird außerdem Reinerts Kurzfilm „Rock’n’Roll will never die?“ gezeigt. Eine Live-Performance der Band „The Love Rockets“, die auch im Film mitwirkt und Teile der Filmmusik beisteuert, rundet den Abend ab.

Eröffnet wird „Berlin meets Pappenheim“ am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr im Haus der Bürger K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim. Anschließend bleibt die Ausstellung bis zum 8. November während der sonstigen Veranstaltungen im K14 zugänglich. Der Eintritt ist frei, der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden für seine Arbeit.

 




Stadt Pappenheim fordert weitere Verkleinerung des Windkraftgebiets bei Bieswang

Das geplante Windkraftgebiet östlich von Bieswang ist bereits deutlich kleiner geworden. Der Stadt Pappenheim reicht das nicht. Sie sieht weiterhin Konflikte mit Wald- und Landschaftsschutz, einer Tiefflugzone und der möglichen Umzingelung Bieswangs.

Der Stadtrat hat sich am 24. September erneut mit der Windkraftplanung östlich von Bieswang beschäftigt. Hintergrund ist die Änderung des Regionalplans der Region Ingolstadt. Darin wird festgelegt, welche Flächen künftig vorrangig für Windenergie vorgesehen werden sollen.
Der Regionale Planungsverband Ingolstadt hat seine Windkraftplanung überarbeitet. Davon betroffen ist auch das Gebiet östlich von Bieswang auf Schernfelder Gemeindegebiet. Die ursprünglich vorgesehenen 1.114 Hektar wurden auf 386 Hektar reduziert.

Pappenheim hält die verbliebene Fläche dennoch für zu groß. Ein Grund ist der Wald: 99,6 Prozent des Gebietes sind bewaldet, die gesamte Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet. Zudem wird dem Wald eine hohe Bedeutung für die Erholung zugeschrieben. Für die Stadt passt das nicht zu dem Ziel der Regionalplanung, Rodungen für Windkraftanlagen möglichst gering zu halten.

Hinzu kommt eine militärische Tiefflugzone, in der das geplante Windkraftgebiet vollständig liegt. Dort können strahlgetriebene Kampfflugzeuge bis auf 76,2 Meter heruntergehen. Moderne Windräder erreichen dagegen Gesamthöhen von etwa 200 bis 300 Metern. Die Stadt sieht darin einen möglichen Konflikt, der in der Regionalplanung bislang nicht berücksichtigt worden sei.

Ein weiterer Einwand betrifft Bieswang selbst. Neben dem geplanten Windkraftgebiet im Osten gibt es bereits ausgewiesene Windkraftflächen westlich und nördlich des Ortes. Werden alle Flächen gemeinsam betrachtet, sieht die Stadt die Vorgaben gegen eine zu starke Umzingelung eines Ortes durch Windkraftgebiete überschritten. Nach ihren Berechnungen werden die vorgesehenen freien Bereiche zwischen den Windkraftflächen nicht überall eingehalten. Von zwei untersuchten Punkten am Ortsrand ergibt sich sogar eine Umfassung von mehr als 180 Grad.

Ganz verhindern lässt sich die Windkraftplanung östlich von Bieswang allerdings nicht mehr. Im südlichen Teil hat die Gemeinde Schernfeld bereits rechtskräftig ein Sondergebiet für Windenergie ausgewiesen. Eine Verkleinerung der Regionalplanfläche würde dort deshalb an der bestehenden Planung nichts ändern.

Pappenheim fordert daher, nur diese bereits von Schernfeld ausgewiesene Fläche in den Regionalplan zu übernehmen. Der übrige Teil des geplanten Windkraftgebietes soll entfallen. Damit sollen insbesondere zusätzliche Waldflächen und das Landschaftsschutzgebiet geschont und die mögliche Umzingelungswirkung für Bieswang verringert werden.

Der Stadtrat beschloss die entsprechende Stellungnahme einstimmig. Darin fordert die Stadt, das Windkraftgebiet östlich von Bieswang auf das bereits rechtskräftige Sondergebiet der Gemeinde Schernfeld zu beschränken. Als Gründe nennt sie insbesondere den Wald- und Landschaftsschutz, die Umzingelungswirkung für Bieswang und die bislang nicht berücksichtigte Tiefflugzone.

 




Sichere E-Mails vom und zum Landratsamt

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen führt zum 1. Oktober 2026 eine neue Möglichkeit für den sicheren Austausch von E-Mails ein. Wenn sensible oder persönliche Daten übermittelt werden sollen, können Nachrichten künftig verschlüsselt über das Nachrichtenportal „securemail“ ausgetauscht werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich zunächst nichts. Sie müssen selbst nicht tätig werden und können auch nicht von sich aus eine Nachricht über „securemail“ an das Landratsamt schicken. Ob das sichere Verfahren genutzt wird, entscheidet der zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt.

Wer eine solche Nachricht erhält, bekommt zunächst eine normale E-Mail als Hinweis. Darin steht, dass im sicheren Nachrichtenportal „securemail“ eine Nachricht des Landratsamtes bereitliegt. Der eigentliche Inhalt und möglicherweise beigefügte Dokumente befinden sich also nicht in dieser E-Mail, sondern im geschützten Portal.

Beim ersten Mal ist dort eine Registrierung notwendig. Wie diese funktioniert und wie die Nachricht anschließend abgerufen werden kann, wird in der Benachrichtigungs-E-Mail erklärt. Das einmal eingerichtete Benutzerkonto kann danach auch für weitere sichere Nachrichten des Landratsamtes verwendet werden.

Auch eine Antwort an das Landratsamt kann anschließend direkt über das Portal erfolgen. Die Nachrichten werden dabei verschlüsselt übertragen. Das Verfahren ist insbesondere für Mitteilungen gedacht, bei denen persönliche oder andere sensible Daten ausgetauscht werden.

Wichtig ist noch ein Hinweis des Landratsamtes: Dokumente, die über „securemail“ zur Verfügung gestellt werden, sollten nach dem Abruf auf dem eigenen Computer gespeichert werden. Das Portal ist lediglich für die sichere Übermittlung gedacht und nicht als dauerhaftes Archiv für Dokumente.

Mit dem neuen Verfahren will das Landratsamt die digitale Kommunikation sicherer machen und insbesondere persönliche Daten beim elektronischen Austausch besser schützen.

Weiter Infos finden Sie bei:

www.landkreis-wug.de/impressum/elektronische-kommunikation-mit-dem-landratsamt/




TSG Pappenheim beweist Moral und holt einen Punkt

Die TSG Pappenheim hat sich beim SVN nach zweimaligem Rückstand ein 2 : 2-Unentschieden erkämpft. Nach einem schwierigen Start fanden die Altmühlstädter zunehmend besser ins Spiel und hatten in der Schlussphase sogar noch Möglichkeiten zum Sieg.

Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und gingen bereits in der dritten Minute durch M. Köhler mit 1 : 0 in Führung. Nur drei Minuten später lag der Ball erneut im Pappenheimer Tor, doch der vermeintliche zweite Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.
Danach fand die TSG besser in die Partie. Glöggler und Lupascu erspielten sich eine gute Abschlussmöglichkeit, konnten diese aber nicht nutzen. Wenig später war Mürl zur Stelle, nutzte einen Fehler des SVN-Torhüters und erzielte den 1 : 1-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Mannschaft von Trainer Stojanovic zunehmend die Initiative. Hoehne, Frey und Mürl hatten Möglichkeiten, die TSG erstmals in Führung zu bringen. Die Gastgeber blieben jedoch mit schnellen Gegenangriffen gefährlich. Bei einer dieser Situationen musste TSG-Schlussmann Palta eingreifen und parierte sicher.
Mitte der zweiten Halbzeit führte ein weiterer Konter des SVN zum erneuten Rückstand. J. Knaupp brachte die Gastgeber mit 2 : 1 in Führung. Doch die TSG ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, erhöhte noch einmal den Druck und wurde dafür belohnt. Mürl traf mit seinem zweiten Tor an diesem Tag zum 2 : 2.

In der Schlussphase hatten die Pappenheimer sogar noch Chancen auf den Sieg. Nach einem Zuspiel von Stojanovic kam Frey zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Auch G. Bajraktari verpasste nach Vorlage von Ljiko den möglichen Führungstreffer. Kurz vor dem Abpfiff wurde es auf der anderen Seite noch einmal gefährlich. Nach einem Konter der Gastgeber verhinderte Hodza mit einem starken Tackling eine gute Abschlussmöglichkeit.

So blieb es beim 2 : 2. Die TSG bewies nach dem frühen Rückstand und der erneuten Führung der Gastgeber zweimal Moral. Vor allem in der Schlussphase waren die Altmühlstädter dem Siegtreffer nahe, mussten sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.

TSG Pappenheim: Palta, A. Bajraktari, Mezzani, Thomas, Lupascu, Ljiko, Hoehne, Stojanovic, Mürl, Türk, Glöggler; eingewechselt: G. Bajraktari, Hodza, Frey.




Pappenheim stellt Weichen für die Zukunft der Kläranlagen

Auf die Stadt Pappenheim kommt in den nächsten Jahren eine der größten Investitionen ihrer Geschichte zu. Dabei geht es um ein Thema, das im Alltag kaum sichtbar ist, aber alle Bürger finanziell direkt betrifft. Die Rede ist wieder einmal von der Abwasserreinigung. Für die Kläranlagen in Pappenheim, Bieswang und Zimmern muss grundsätzlich geklärt werden, ob die bestehenden Anlagen technisch aufgerüstet oder durch eine neue Kläranlage ersetzt werden sollen.

Die derzeitigen Betriebserlaubnisse für die drei Kläranlagen laufen zum 31. Dezember 2035 aus. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach erwartet, dass die Abwasserbehandlung bis dahin auf den dann erforderlichen technischen Stand gebracht wird. Bereits bis Ende 2027 muss die Stadt deshalb eine Studie vorlegen, in der die verschiedenen Möglichkeiten untersucht und auch deren Kosten miteinander verglichen werden. Ohne diese Untersuchung würden für die drei Anlagen keine neuen Erlaubnisse erteilt.

Dabei geht es zunächst um eine grundsätzliche Frage ob es um eine Ertüchtigung oder einen Neubau gehen soll. Eine Ertüchtigung würde bedeuten, die vorhandenen Kläranlagen an ihren bisherigen Standorten zu erhalten und technisch so zu modernisieren, dass sie künftig wieder den gesetzlichen und technischen Anforderungen entsprechen.

Als Alternative soll untersucht werden, ob ein Neubau wirtschaftlicher und langfristig sinnvoller wäre. Denkbar wäre beispielsweise eine neue größere Kläranlage in Pappenheim, sofern dort ausreichend Platz vorhanden ist. Auch Zimmern kommt als möglicher Standort in Betracht. Eine solche zentrale Anlage könnte möglicherweise die Abwässer aus Pappenheim, Bieswang und Zimmern gemeinsam aufnehmen.

Ebenso sind Zwischenlösungen denkbar. So könnten einzelne bestehende Anlagen erhalten und modernisiert werden, während andere Standorte zusammengelegt werden. Erst die jetzt beauftragte Studie soll zeigen, welche Variante technisch machbar und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist.

Der Stadtrat hat dafür das Planungsbüro VNI aus Pleinfeld beauftragt. Von fünf angefragten Büros hatten drei ein Angebot abgegeben. VNI legte mit pauschal 23.800 Euro brutto das wirtschaftlichste Angebot vor. Die Kosten der Studie werden aus den Haushalten 2026 und 2027 getragen; eine Förderung dafür ist nach Angaben der Verwaltung nicht möglich.

Noch nicht unmittelbar Bestandteil dieser Untersuchung ist die Kläranlage Osterdorf. Sollte sich jedoch eine zentrale Lösung für die drei anderen Anlagen als sinnvoll herausstellen, dürfte sich anschließend auch die Frage stellen, ob Osterdorf dauerhaft als letzte eigenständige Kläranlage weiterbetrieben oder ebenfalls an eine größere Anlage angeschlossen werden soll.

Welche Lösung am Ende umgesetzt wird, ist derzeit völlig offen. Klar ist allerdings schon jetzt, dass unabhängig von der gewählten Variante Investitionen in Millionenhöhe zu erwarten sind. Damit könnte die Neuordnung der Abwasserbeseitigung zu einem der finanziell größten Projekte werden, die die Stadt Pappenheim bislang zu bewältigen hatte.

Die finanziellen Folgen einer solchen Millioneninvestition werden letztlich auch die angeschlossenen Grundstückseigentümer und Gebührenzahler betreffen. Denn die Kosten der öffentlichen Abwasserbeseitigung werden über Beiträge und Gebühren finanziert. Bei größeren Investitionen für die Erneuerung oder Verbesserung der Abwasseranlagen können deshalb zusätzliche Beiträge erhoben werden. In welcher Höhe die Bürger tatsächlich belastet werden, lässt sich allerdings erst beurteilen, wenn feststeht, welche Lösung umgesetzt wird und welche Kosten dafür entstehen.