Neue Bestattungsmöglichkeit auf dem Osterdorfer Friedhof

Auf dem Friedhof in Osterdorf soll künftig auch eine Baumbestattung möglich sein. Der Pappenheimer Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, eine entsprechende Fläche zu schaffen und gleichzeitig den bestehenden Urnenhain zu erweitern.

Aus Osterdorf war angeregt worden, auf dem Friedhof einen oder zwei sogenannte Urnenbäume zu pflanzen. Bislang sind dort Beisetzungen in Einzel- und Doppelgräbern sowie im Urnenhain möglich. Für die neue Bestattungsform bietet sich eine freie Fläche im nordwestlichen Bereich des Friedhofs links neben dem Hauteingang an. Dort befinden sich allerdings noch alte Fundamente im Boden, die derzeit ausgegraben werden. damit das Gelände entsprechend hergerichtet werden kann.

Erste Vorstellungen zur Gestaltung wurden bereits gemeinsam mit der Osterdorfer Bevölkerung entwickelt. Vorgesehen ist, Bäume zu pflanzen und darum einen Ring mit Urnengräbern anzulegen. Die Urnen sollen im Erdreich beigesetzt werden. Bodengleiche Platten könnten den jeweiligen Grabplatz kennzeichnen und die Namen und Daten der Verstorbenen tragen.

Auf Grabeinfassungen und dauerhaften Grabschmuck soll verzichtet werden. Damit würde eine weitgehend pflegefreie Bestattungsmöglichkeit entstehen. Wie die Anlage letztlich gestaltet wird, soll unter Einbeziehung der Osterdorfer Bevölkerung festgelegt werden.

Gleichzeitig ist vorgesehen, den bereits bestehenden Urnenhain in nördlicher Richtung um sieben Plätze zu erweitern. Für die Grabmale sollen Fundamente geschaffen werden, vor denen später die Urnen beigesetzt werden.

Für die Arbeiten auf dem Osterdorfer Friedhof sind im Haushalt 2026 insgesamt 10.000 Euro eingeplant. Da die städtischen Friedhöfe über Gebühren finanziert werden, fließen die Investitionskosten später in die Gebührenkalkulation ein. Sobald die neue Bestattungsmöglichkeit eingerichtet ist, müssen außerdem die Friedhofssatzung und die Friedhofsgebührensatzung entsprechend angepasst werden.

Mit seinem einstimmigen Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat nun den Weg für die Baumbestattung und die Erweiterung des Urnenhains in Osterdorf freigemacht. Bürgermeister Florian Gallus wurde ermächtigt, die dafür notwendigen Aufträge zu vergeben.




Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart gehen in die nächste Planungsrunde

Die geplanten Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart haben einen weiteren Schritt im vorgeschriebenen Planungsverfahren genommen. Der Pappenheimer Stadtrat fasste dazu in seiner jüngsten Sitzung die notwendigen Aufstellungsbeschlüsse. Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Über die Pläne des Unternehmens Südwerk für Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei Bieswang und Ochsenhart wurde bereits mehrfach berichtet. Schon im Juni hatte der Stadtrat grundsätzlich zugestimmt, die Planungen weiterzuverfolgen. Mit den jetzt gefassten Beschlüssen werden die dafür notwendigen Bauleitplanverfahren offiziell eingeleitet.

Dabei handelt es sich rechtlich um drei getrennte, aber miteinander verbundene Verfahren. Für den geplanten Solarpark bei Bieswang wird ein eigener Bebauungsplan aufgestellt. Gleiches gilt für die vorgesehenen Flächen bei Ochsenhart. Gleichzeitig muss der Flächennutzungsplan der Stadt Pappenheim für sämtliche betroffenen Grundstücke geändert werden.

Der Hintergrund ist, dass die vorgesehenen Grundstücke bislang als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen sind. Damit dort später überhaupt Solarparks genehmigt werden können, sollen sie im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für Photovoltaik dargestellt werden. Parallel dazu legen die Bebauungspläne die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die beiden konkreten Projekte fest.

Der Aufstellungsbeschluss bedeutet allerdings noch nicht, dass die Solarparks damit bereits genehmigt sind oder gebaut werden können. Vielmehr beginnt jetzt das eigentliche Bauleitplanverfahren. Dazu gehören unter anderem die Ausarbeitung der Planungen, notwendige Gutachten sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit und der zuständigen Behörden. Eingehende Stellungnahmen müssen anschließend ausgewertet und vom Stadtrat behandelt werden.

Die Planungskosten werden vom Antragsteller übernommen. Die Firma Südwerk hat die entsprechende Vereinbarung inzwischen unterzeichnet. Nach Angaben in den Sitzungsunterlagen sollen große Teile der weiteren Planung durch eine firmeneigene Planungsgesellschaft erledigt werden. Ein externes Planungsbüro muss deshalb von der Stadt dafür voraussichtlich nicht beauftragt werden.

Mit den einstimmigen Aufstellungsbeschlüssen für die Solarparks Bieswang und Ochsenhart sowie für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans hat der Stadtrat nun den formellen Weg für die weitere Prüfung und Planung der beiden Vorhaben freigemacht.




Glasfaserausbau in Pappenheim ist noch nicht gesichert

Während der geförderte Glasfaserausbau in mehreren Pappenheimer Ortsteilen bereits angelaufen ist, bleibt die Zukunft des eigenwirtschaftlichen Ausbaus in der Kernstadt ungewiss. Bei der Bürgerversammlung am 13. Oktober 2026 machte Bürgermeister Florian Gallus deutlich, dass der Ausbau von einer ausreichenden Zahl an Vorverträgen abhängt. Bislang haben sich nach seinen Angaben erst rund 15 Prozent der möglichen Anschlussnehmer für einen entsprechenden Vertrag entschieden.

Im September 2026 haben in Neudorf die Bauarbeiten für den geförderten Glasfaserausbau begonnen. Zu den weiteren Ausbaugebieten gehören Göhren, Teile von Geislohe sowie einzelne Bereiche Pappenheims. Dazu zählen Niederpappenheim, der Auerbichel, die Papiermühle sowie die äußeren Bereiche der Bahnhofstraße und der Bürgermeister-Rukwid-Straße. In Osterdorf ist der Glasfaserausbau bereits abgeschlossen.

In den geförderten Gebieten können Hauseigentümer einen kostenlosen Glasfaseranschluss erhalten, ohne gleichzeitig einen Telekom-Tarifvertrag abschließen zu müssen. Für den überwiegenden Teil der Pappenheimer Kernstadt gelten dagegen andere Voraussetzungen.

Hier ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau vorgesehen, bei dem die Telekom die Investitionen selbst trägt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich genügend Haushalte für einen Glasfasertarif entscheiden. Wer rechtzeitig einen entsprechenden Vertrag abschließt, kann sich die einmaligen Anschlusskosten von derzeit 999,95 Euro sparen.

Auf der Internetseite der Stadt Pappenheim heißt es dazu:
„Sofern der Glasfaseranschluss nicht bis ca. Mitte des Jahres 2026 mittels Tarifbuchung beauftragt ist, fällt bei einem Anschluss zu einem späteren Zeitpunkt die Investitionszuschusspauschale von aktuell 999,95 € zusätzlich zu den Tarifkosten bei der Telekom an.“

Obwohl dieser Zeitpunkt bereits überschritten ist, scheint die Möglichkeit einer entsprechenden Tarifbuchung ohne zusätzliche Anschlusskosten derzeit noch zu bestehen.

Ursprünglicher Baubeginn bereits im April vorgesehen
Der Ausbau in der Kernstadt sollte ursprünglich bereits im April 2026 beginnen. Auf der Internetseite der Stadt Pappenheim ist dazu zu lesen:
„Der Ausbau in der Kernstadt Pappenheim soll bereits im April 2026 starten. Aktuell laufen noch Abstimmungen zu den einzelnen Verlegungen mit der beauftragten Baufirma.
Der Ausbau in den Grafendörfern (Neudorf, Göhren, Geislohe) ist ebenfalls für 2026 geplant, ein konkreter Starttermin und eine Baufirma stehen jedoch noch nicht fest. Der Ausbau in Osterdorf ist bereits abgeschlossen.“

Während der geförderte Ausbau inzwischen angelaufen ist, stellt sich beim eigenwirtschaftlichen Ausbau in der Kernstadt nun grundsätzlich die Frage, ob dieser überhaupt zustande kommt.

Nur 15 Prozent der möglichen Anschlüsse gebucht
Bei der Bürgerversammlung erläuterte Bürgermeister Gallus, dass bisher lediglich für rund 15 Prozent der möglichen Anschlüsse entsprechende Vorverträge abgeschlossen worden seien. Damit sei die erforderliche Beteiligung noch nicht erreicht.

„Wenn die Telekom die erforderliche Anzahl von Vorverträgen nicht zusammenbekommt, wird es in Pappenheim keinen Glasfaserausbau geben“, erklärte Gallus gegenüber den 18 Besuchern der Bürgerversammlung.

Der Bürgermeister appellierte deshalb eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich mit dem Angebot zu befassen und einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.

„Es wäre echt schade, wenn der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau in Pappenheim nicht kommen würde“, unterstrich Gallus seinen Appell.

Persönliche Beratung hat sich bewährt
Dass die Bereitschaft zum Abschluss entsprechender Verträge nicht selbstverständlich ist, zeigte sich nach den Worten des Bürgermeisters auch in den Ortsteilen. Dort habe es zunächst ebenfalls Schwierigkeiten gegeben. Durch die persönliche Beratung der Bürgerinnen und Bürger durch die örtlichen Stadträte als vertrauenswürdigen Ansprechpartner sei es jedoch gelungen, die Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Anschlussbereitschaft deutlich zu erhöhen.

Aus der Bürgerversammlung kam deshalb die Anregung, auch für die Kernstadt eine Vertrauensperson als Ansprechpartner für verunsicherte Internetnutzer zur Verfügung zu stellen. Diese Anregung wurde zunächst nicht weiter aufgegriffen. Stattdessen verwies Bürgermeister Gallus auf die bekannten Telekom-Vertriebspartner Radio Lunz und Expert in Weißenburg, bei denen sich Interessenten beraten lassen können.
„Es wäre mir extrem wichtig, dass wir das in Pappenheim hinbekommen“, schloss der Rathauschef das Thema ab.

Ob und wann der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau in der Kernstadt tatsächlich beginnen kann, bleibt damit weiterhin offen.




Glasfaser in Pappenheim – ist ein Wort erlaubt?

In einem persönlichen Kommentar möchte ich meine eigenen Erfahrungen auf dem Weg zum erhofften Glasfaseranschluss in Pappenheim schildern. Dabei geht es um schwierige Beratungsgespräche, einen kostspieligeren Anbieterwechsel und die ernüchternde Erkenntnis, dass der angekündigte Glasfaserausbau in der Kernstadt möglicherweise gar nicht zustande kommt.

Auch ich gehöre zu den betroffenen Anschlussnehmern, die sich in Pappenheim auf einen Glasfaseranschluss freuen durften. Jedenfalls war das einmal so. Inzwischen ist aus der Vorfreude eine gewisse Ernüchterung geworden.

Als bekannt wurde, dass man sich den kostenlosen Glasfaseranschluss durch einen entsprechenden Vorvertrag sichern kann, habe ich mich frühzeitig um die Angelegenheit gekümmert. Meine erste Anlaufstelle war das Telekom-Mobil. Dabei muss ich einräumen, dass ich mir damals die Ungehörigkeit erlaubt hatte, noch Kunde eines anderen Anbieters zu sein.

Über meine Erfahrungen bei diesem Beratungsgespräch möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Nur so viel sei gesagt. Nach meiner Erinnerung endete die Begegnung damit, dass ich aufgefordert wurde, das Telekom-Mobil zu verlassen. Offenbar hatte ich zu viele Fragen gestellt. Dabei wollte ich eigentlich nur wissen, worauf ich mich mit einem solchen Vertrag einlasse.

Es folgten weitere Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen. Ich wandte mich an die Stadtverwaltung Pappenheim und per E-Mail an maßgebliche Stellen der Telekom. Wirklich näher kam ich meinem erhofften kostenlosen Glasfaseranschluss dadurch allerdings nicht.

Die entscheidende Hilfe fand ich schließlich bei Radio Lunz in Weißenburg. Dort nahm man sich meines Anliegens an und fand einen Weg, den gewünschten Vorvertrag abzuschließen. Dazu musste allerdings mein bisheriger DSL-Vertrag bei einem anderen Anbieter gekündigt und ein neuer Vertrag mit der Telekom abgeschlossen werden.

Das war im April 2026. Seitdem bezahle ich für im Wesentlichen die gleichen Leistungen monatlich knapp neun (8,95) Euro mehr als zuvor. Das sind immerhin 107,40 Euro im Jahr. Ein Betrag, den ich durchaus bereit war zu investieren, wenn dafür in absehbarer Zeit der versprochene Fortschritt in Form eines Glasfaseranschlusses ins Haus kommt.

Und nun das
Bei der Bürgerversammlung musste ich aus des Bürgermeisters berufenem Munde erfahren, dass der Glasfaserausbau in der Pappenheimer Kernstadt möglicherweise gar nicht zustande kommt. Jedenfalls scheint er keineswegs so sicher zu sein, wie ich es bei meiner Vertragsentscheidung angenommen hatte.

Da darf man sich als betroffener Bürger schon einmal fragen, ob man vielleicht etwas zu voreilig auf den Zug der digitalen Zukunft aufgesprungen ist. Zumal dieser Zug bislang noch nicht einmal am Bahnsteig steht.

Natürlich kann niemand verlangen, dass ein Unternehmen einen Ausbau garantiert, solange die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt sind. Aber man darf wohl erwarten, dass Interessenten bei einer solchen Vertragsentscheidung klar und verständlich darüber informiert werden, welche Unsicherheiten bestehen und welche finanziellen Folgen ein vorzeitiger Anbieterwechsel haben kann.

Für mich bleibt jedenfalls die Erkenntnis, dass ich seit Mitte 2026 im Monat 8,95 Euro mehr bezahle, ohne bislang den erhofften Glasfaseranschluss erhalten oder wenigstens in planbarer Aussicht zu haben. Und wann oder ob dieser überhaupt kommt, ist nach den jüngsten Informationen bei der Bürgerversammlung offen.

Vielleicht waren also diejenigen, die ihren bisherigen Verträgen treu geblieben sind, am Ende die Klügeren. Oder sie hatten einfach die bessere Beratung.

Manchmal scheint es eben doch besser zu sein, erst auf den Zug zu warten, bevor man die Fahrkarte kauft.

Peter Prusakow
Pappenheim

 




Bürgerversammlung in Pappenheim und den Ortsteilen

Ende September begannen in Pappenheim und den Ortsteilen die Bürgerversammlungen 2026. Nachfolgend alle Termine .

Alle Termine im Überblick

Osterdorf, Dorfgemeinschaftshaus
Montag, 28. September 2026, 19 Uhr

Göhren, ehemaliges Schulhaus
Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19 Uhr

Zimmern, Gasthaus Hollerstein
Montag, 5. Oktober 2026, 19 Uhr

Neudorf, Gasthaus Zagelmeyer
Montag, 12. Oktober 2026, 19 Uhr

Pappenheim, Bürgersaal im Haus des Gastes
Dienstag, 13. Oktober 2026, 19 Uhr

Geislohe, Hirtenhaus
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19 Uhr

Übermatzhofen, Altes Schulhaus
Montag, 26. Oktober 2026, 19 Uhr

Bieswang/Ochsenhart, Wirtshaus „Zur Huck“
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 19 Uhr

 

 




Radfahrer in Pappenheim gegen Jurastein geprallt

Ein 41-jähriger Radfahrer ist am Dienstagabend (13. Oktober) im Lachgartenweg in Pappenheim gestürzt und dabei verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei war der Pappenheimer auf der regennassen Fahrbahn ins Rutschen geraten und anschließend von der Straße abgekommen. Dabei stürzte er mit seinem Fahrrad und prallte gegen einen großen Jurastein, der vor einer Hauswand lag.

Bei dem Unfall zog sich der 41-Jährige eine Platzwunde zu. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in eine Klinik. An seinem Fahrrad entstand geringer Sachschaden.

 




Stadtwerke Pappenheim informieren über Smart Meter Anschreiben

In Pappenheim sorgen derzeit Schreiben des privaten Messstellenbetreibers „DMG Deutsche Messwesen“ bei zahlreichen Hausbesitzern für Verunsicherung. Auch Bürgermeister Florian Gallus hat das Thema bei den Bürgerversammlungen angesprochen und den Bürgern empfohlen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Stadtwerke Pappenheim erläutern nun die Hintergründe und bieten betroffenen Bürgern ihre Unterstützung an.

Bei den diesjährigen Bürgerversammlungen ging Bürgermeister Florian Gallus auf die Unruhe ein, die durch Anschreiben und Erinnerungsschreiben der „DMG Deutsche Messwesen“ in Teilen der Bevölkerung entstanden ist. „Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen“. riet er den Bürgern. Sie sollen sich bei Zweifeln oder Fragen direkt an die Stadtwerke Pappenheim zu wenden.

Hintergrund sind Schreiben des privater Messstellenbetreibers „DMG Deutsche Messwesen powered by metrify smart metering GmbH“. Darin wird für den Einbau sogenannter intelligenter Stromzähler, auch Smart Meter genannt, geworben. Nach Einschätzung der Stadtwerke können diese Schreiben bei Empfängern den Eindruck erwecken, dass ein zeitnaher Austausch des Stromzählers erforderlich sei.

Private Angebote und gesetzliche Verpflichtungen unterscheiden
Die Stadtwerke Pappenheim weisen darauf hin, dass es sich bei den betreffenden Anschreiben um Angebote eines privaten Unternehmens handelt und nicht um offizielle Mitteilungen der Stadtwerke oder des Gesetzgebers. Allein durch den Erhalt eines solchen Schreibens entsteht grundsätzlich keine Verpflichtung, einen Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter abzuschließen oder einen Termin zu vereinbaren.

Die Stadtwerke Pappenheim sind im Stadtgebiet der grundzuständige Messstellenbetreiber und setzen die gesetzlichen Vorgaben zum Einbau intelligenter Messsysteme schrittweise um. Ist ein Zählerwechsel vorgesehen, werden die betroffenen Kunden rechtzeitig informiert. Nach Angaben der Stadtwerke erfolgt eine erste Mitteilung in der Regel drei Monate vor dem geplanten Austausch. Etwa zwei Wochen vorher wird der konkrete Termin angekündigt.

Nicht jeder Haushalt ist betroffen
Der gesetzlich vorgesehene Einbau intelligenter Messsysteme betrifft insbesondere Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden, Stromerzeugungsanlagen mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung sowie bestimmte steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen.

Für zahlreiche Haushalte besteht derzeit keine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau eines intelligenten Messsystems. Ein freiwilliger Wechsel zu einem privaten Messstellenbetreiber ist grundsätzlich möglich.

Kosten und Vertragsbedingungen beachten
Die Stadtwerke empfehlen, entsprechende Angebote sorgfältig zu prüfen. Dabei sollten neben möglichen Installationskosten insbesondere die laufenden Entgelte, Vertragslaufzeiten und Kündigungsbedingungen berücksichtigt werden.

Für eine moderne Messeinrichtung berechnen die Stadtwerke Pappenheim derzeit 25 Euro brutto jährlich. Bei intelligenten Messsystemen gelten gesetzliche Preisobergrenzen, die vom jeweiligen Verbrauch und Einsatzbereich abhängen. Beim regulären, gesetzlich vorgesehenen Zählerwechsel durch die Stadtwerke fallen nach deren Angaben keine zusätzlichen Installationskosten an.

Auch mögliche Vergünstigungen bei den Netzentgelten, beispielsweise für bestimmte Wärmepumpen oder Wallboxen, sind an gesetzliche Voraussetzungen gebunden und ergeben sich nicht automatisch aus dem Einbau eines Smart Meters.

Stadtwerke bieten Beratung an
Die Stadtwerke Pappenheim empfehlen allen Bürgern, die ein entsprechendes Schreiben erhalten haben, sich zunächst in Ruhe über die angebotenen Leistungen und Vertragsbedingungen zu informieren. Wer unsicher ist, ob ein Zählerwechsel notwendig oder sinnvoll ist, kann sich direkt an die Stadtwerke wenden.

Damit greifen die Stadtwerke auch den Hinweis von Bürgermeister Florian Gallus aus den Bürgerversammlungen auf. Die Bürger sollen sich ausreichend informieren können, bevor sie eine Entscheidung über einen möglichen Wechsel des Messstellenbetreibers treffen.

Weitere Informationen und das aktuelle Preisblatt für den Messstellenbetrieb sind unter https://stadtwerke.pappenheim.eu/stromnetz/messstellenbetrieb abrufbar.

Für die betroffenen Bürger gilt somit: Ein Schreiben eines privaten Messstellenbetreibers bedeutet nicht automatisch, dass ein sofortiger Zählerwechsel erforderlich ist. Wer ein solches Angebot erhält, sollte zunächst prüfen, welche gesetzlichen Verpflichtungen tatsächlich bestehen und welche vertraglichen Folgen eine Beauftragung haben kann.

Titelfoto: Stadtwerke Pappenheim




Gute Geister spuken in Pappenheim

Die Theatergruppe Pappenheim e.V. sorgt im Oktober wieder für unterhaltsame Theaterabende. Mit der britischen Erfolgskomödie „Gute Geister“ von Pam Valentine kommt ein Stück auf die Bühne, das Situationskomik mit leisen und durchaus nachdenklichen Zwischentönen verbindet. Gespielt wird im Saal des Hotels Krone am Marktplatz in Pappenheim.

Schauplatz der Geschichte ist „Cobblers Cottage“, wo es offenbar nicht mit rechten Dingen zugeht. Schlüssel verschwinden, Vasen wandern wie von Geisterhand durch den Raum und Bilder hängen plötzlich wieder schief. Verantwortlich dafür sind Jack Cameron und seine Frau Susie. Das verstorbene Vorbesitzerpaar geistert noch immer durch sein ehemaliges Zuhause, nachdem ihm der Weg ins Jenseits verwehrt geblieben ist.

Mit allerlei geisterhaften Tricks vertreiben Jack und Susie den Makler und potentielle neue Mieter. Das ändert sich, als der erfolglose Autor Simon Willis und seine schwangere Frau Flic in das Cottage einziehen. Die Liebe der beiden berührt die Geister und aus den anfänglichen Störenfrieden werden zunehmend fürsorgliche Beschützer.

Als die Streitereien zwischen Simon und Flic zunehmen, wissen Jack und Susie aus eigener Erfahrung, dass das Leben zu kurz ist, um wertvolle Zeit miteinander zu vergeuden.

„Gute Geister“ verspricht damit einen Theaterabend, bei dem das Publikum nicht nur einiges zu lachen bekommt. Die Komödie erzählt zugleich eine warmherzige Geschichte über Liebe, Vergänglichkeit und die Dinge, die im Leben wirklich zählen.

Die Vorstellungstermine

  • Samstag, 17. Oktober 2026, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 18. Oktober 2026
  • Samstag, 24. Oktober 2026, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 25. Oktober 2026, 17.00 Uhr

Der Veranstaltungsort

Saal im Hotel Krone am Marktplatz in Pappenheim

Der Vorverkauf zum Eintrittspreis von 12,50 €

  • ab Samstag, 19. September 2026
  • Salon Edel, Deisingerstraße 28

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Darum kümmert sich das Team vom Gasthaus „Zum Lindenwirt“.

Titelbild: Plakatauszug Theatergruppe Pappenheim e.V.

 




Erstes Näh-Café in Pappenheim

Kaputte Kleidung muss nicht gleich im Müll landen. Unter diesem Motto könnte das erste Näh-Café stehen, das am Samstag, 21. November 2026, von 14 bis 17 Uhr im Haus der Bürger K14 in der Klosterstraße 14 in Pappenheim seine Premiere feiert.

Unter der Leitung von Marianne Pappler werden dort beschädigte Textilien auf Spendenbasis repariert. Ob aufgerissene Nähte, Löcher, defekte Reißverschlüsse oder abgerissene Knöpfe – vieles lässt sich mit wenigen Handgriffen wieder in Ordnung bringen. Benötigte Ersatzteile wie Knöpfe, Flicken oder Reißverschlüsse sollten die Besucher selbst mitbringen. Nähgarn ist vorhanden.

Während die Nähmaschinen im Einsatz sind, können sich die Gäste bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen die Wartezeit vertreiben. Auch wer nichts zu reparieren hat, ist zum gemütlichen Beisammensein willkommen.

Das gesamte Angebot erfolgt auf Spendenbasis. Die Einnahmen kommen diesmal dem K14 zugute. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit dem Näh-Café wird in Pappenheim erstmals ein solches Angebot geschaffen. Findet die Veranstaltung genügend Zuspruch, sollen weitere Näh-Cafés folgen, deren Spendenerlöse jeweils einem anderen guten Zweck zugutekommen.

 




Führerscheinumtausch bis Januar 2027 erforderlich

Wer einen unbefristeten Kartenführerschein besitzt, der zwischen 2002 und 2004 ausgestellt wurde, muss diesen bis spätestens 19. Januar 2027 umtauschen. Darauf weist das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hin. Betroffene sollten den Umtausch möglichst bald beantragen, damit die Bearbeitung und Ausstellung des neuen Führerscheins rechtzeitig erfolgen können.

Grundlage ist eine EU-weite Regelung, nach der bisher unbefristete Führerscheine schrittweise durch neue Dokumente mit einer Gültigkeit von 15 Jahren ersetzt werden. Entscheidend ist das Ausstellungsdatum unter der Nummer 4a auf dem Führerschein. Wer die Frist versäumt und weiterhin mit dem alten Dokument fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Der Antrag kann bequem online oder auf dem Postweg gestellt werden. Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich. Benötigt werden ein biometrisches Passfoto, das nicht älter als ein Jahr ist, ein Unterschriftenblatt sowie Kopien von Führerschein und Personalausweis.

Die Führerscheinstelle empfiehlt den sogenannten Direktversand. Dabei wird der neue Führerschein gegen einen geringen Aufpreis direkt nach Hause geschickt. In diesem Fall muss allerdings der bisherige Kartenführerschein im Original eingereicht werden. Er wird nach der Bearbeitung mit einer ausreichenden Befristung zurückgeschickt.

Eine Ausnahme gilt für Personen, die vor 1953 geboren wurden. Sie haben unabhängig vom Ausstellungsjahr ihres Führerscheins noch bis 2033 Zeit für den Umtausch.

Für später ausgestellte unbefristete Kartenführerscheine gelten weitere Fristen bis zum Jahr 2033.

Anträge und weitere Informationen gibt es unter www.landkreis-wug.de/fuehrerscheinumtausch. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich an seine Heimatgemeinde wenden.

 




Djangology gastiert erneut in Pappenheim

Nach einem erfolgreichen Auftritt im vergangenen Jahr kehrt das Trio „Djangology“ am Samstag, 17. Oktober 2026, um 19 Uhr nach Pappenheim zurück. Diesmal präsentieren die drei Musiker ihre Gitarrenmusik im Barocksaal des Hauses der Bürger K14 in der Klosterstraße 14.

Im Mittelpunkt steht die Musik des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt. Das Repertoire reicht von Swing-Walzern über lateinamerikanische Kompositionen bis zu modernen Stücken. Für den besonderen Klang sorgt der aus Südkorea stammende Gitarrenvirtuose Hyun-Bin Park, der von Roland Wondra an der Rhythmusgitarre und Alexander Fuchs am Kontrabass begleitet wird.

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat das Trio nach dem großen Erfolg seines ersten Konzerts erneut eingeladen.

Der Eintritt ist frei. Der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden zur Unterstützung seiner Vereinsarbeit.




Zwei Vorträge zur Pflege in Pappenheim

Der Pflegestützpunkt Altmühlfranken bietet im Oktober in Pappenheim zwei Vorträge rund um das Thema Pflege an. Die Veranstaltungen gehören zur Reihe „Was können wir für Sie tun?“ und sollen Betroffenen und Angehörigen helfen, sich im oft komplizierten System der Pflegeversicherung besser zurechtzufinden.

Am Montag, 19. Oktober, um 17 Uhr geht es um den Weg zum Pflegegrad. Erläutert wird, wie und wo ein Antrag gestellt wird, welche Schritte anschließend folgen und wie man sich auf die Begutachtung vorbereiten kann. Auch die Frage, wo Betroffene dabei Unterstützung erhalten, wird behandelt.

Der zweite Vortrag findet am Donnerstag, 29. Oktober, ebenfalls um 17 Uhr statt. Unter dem Thema „Ich habe einen Pflegegrad“ geht es darum, welche Leistungen der Pflegeversicherung nach der Einstufung zur Verfügung stehen, welche davon im jeweiligen Fall genutzt werden können und wie man diese Leistungen erhält.

Veranstalter ist der Pflegestützpunkt Altmühlfranken gemeinsam mit mehreren Partnern aus der Erwachsenenbildung sowie der Beratung und Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Menschen.

Weitere Informationen gibt es beim Pflegestützpunkt Altmühlfranken unter Telefon 09141 902-570 oder per E-Mail an pflegestuetzpunkt@landkreis-wug.de.