Pappenheim nimmt Abschied von Pfarrer Robert

Sechs Jahre lang prägte Pfarrvikar Dr. Robert Rapljenovic das kirchliche Leben in der Pfarreiengemeinschaft Treuchtlingen-Pappenheim. In Pappenheim allerdings war er für die meisten schlicht „Pfarrer Robert“. Nicht zuletzt deshalb, weil sein Nachname für viele eine kleine sprachliche Herausforderung war. Vor allem aber, weil seine herzliche und unkomplizierte Art schnell dafür sorgte, dass aus dem Geistlichen ein vertrauter Ansprechpartner wurde.

Mit einem festlichen Sonntagsgottesdienst verabschiedete die Pfarreiengemeinschaft nun am Sonntag, 19.07.2026  den langjährigen Pfarrvikar und seine Familie. Künftig wird Dr. Robert Rapljenovic als Vizerektor und Leitender Repetitor am ostkirchlichen Priesterseminar Collegium Orientale in Eichstätt tätig sein.

In einem bewegenden Abschiedsgruß blickt Pfarrer Robert dankbar auf seine Zeit in der Region zurück. Vier Jahre lang trug er gemeinsam mit Pfarrer Härteis die besondere Verantwortung für die Pfarrei Pappenheim und die Kuratie Solnhofen. Die Jahre seien reich gewesen an Begegnungen, gemeinsamen Erfahrungen und vielen schönen Momenten des Glaubens.

Besonders am Herzen lagen ihm die Ministrantinnen und Ministranten. Die vielen festlichen Gottesdienste, die sie gemeinsam gefeiert hätten, würden ihm ebenso in Erinnerung bleiben wie deren Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Freude am Dienst.

Sein Dank gilt darüber hinaus den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Aus einer Gemeinde sei für ihn eine Familie geworden, schreibt er. Er bedankt sich bei seinen Mitbrüdern im pastoralen Dienst, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen, Lektorinnen und Lektoren, Organistinnen und Organisten sowie den Mesnerinnen und Mesnern. Auch jene, die inzwischen verstorben sind und das Gemeindeleben mitgeprägt haben, schließt er ausdrücklich in seinen Dank ein.

Der Wechsel nach Eichstätt bedeutet für ihn eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe, auf die er mit Freude und Neugier zugehe. Gleichzeitig falle der Abschied schwer. Das gelte nicht nur für ihn selbst, sondern ebenso für seine Frau Ivana sowie die beiden Söhne Konstantin und Emilian, die als Mesnerin, Lektorin beziehungsweise Ministranten ebenfalls fest in das Gemeindeleben eingebunden waren. Die Familie habe sich in Pappenheim zuhause gefühlt und viele wertvolle Freundschaften geschlossen.

Zum Abschied erinnert Pfarrer Robert an die Worte des Apostels Paulus: „Ich trage euch in meinem Herzen.“ Diese Verbundenheit bleibe auch über die räumliche Entfernung hinaus bestehen. Zugleich lädt er die Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft ein, ihn am Collegium Orientale in Eichstätt zu besuchen. Die Türen stünden jederzeit offen.

Wer Pfarrer Robert erlebt hat, wird ihn nicht nur als engagierten Seelsorger in Erinnerung behalten. Viele verbinden mit ihm seine offene Art, seinen Humor und seine Bereitschaft, jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Eigenschaften, die ihn in Pappenheim schnell bekannt und beliebt gemacht haben und die nun vielen fehlen werden. Sein Abschiedsgruß endet schlicht und herzlich mit einem Wort, das gut zu ihm passt: „Ade!“

Wie ich Pfarrer Robert kennenlernte
Manche Begegnungen bleiben im Gedächtnis, obwohl sie ganz unspektakulär beginnen. So war es bei mir mit Pfarrer Robert.
Es war während der Coronazeit. An einem winterlichen Abend befand ich mich auf dem Heimweg. Es war bereits dunkel, doch die Pappenheimer Nichtlichtzeit hatte sich noch nicht über die Stadt gelegt. Schon von Weitem fiel mir in der Bahnhofstraße eine Person auf, die neben einem Fahrrad auf der Fahrbahn lag. Mein erster Gedanke war, möglichst schnell dorthin zu kommen, um zu helfen und den Gestürzten aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
In diesem Moment näherte sich von stadtauswärts ein Fahrzeug. Kaum hatte es angehalten, sprang ein wendiger Mann mit großem Bart heraus. Ohne zu zögern kümmerte er sich um den Radfahrer, dem deutlich anzumerken war, dass er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte.
Als der bärtige Helfer den Gestürzten aufrichten wollte, musterte dieser ihn zunächst misstrauisch und fragte im Pappenheimer Dialekt: „Wer bischt na du überhabts?“ Die Antwort kam ruhig und freundlich: „Ich bin der neue katholische Pfarrer Robert.“
„Aha“, erwiderte der Mann und ließ sich aufhelfen. Dann fügte er mit ernster Miene hinzu: „Ich bin aber evangelisch.“
Pfarrer Robert lächelte und antwortete in seiner ihm eigenen herzlichen Art: „Das spielt doch keine Rolle. Wir sind doch alle Brüder, wenn wir anderen helfen können.“

Genau in diesem Augenblick wusste ich, wen ich da gerade kennengelernt hatte. Nicht zuerst den neuen katholischen Pfarrer von Pappenheim, sondern einen Menschen, für den Mitmenschlichkeit wichtiger ist als Konfessionen. Eine kurze Begegnung am Straßenrand, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.




Pappenheim und ILE-Altmühltal starten Förderaufruf für Kleinprojekte

Vereine, Initiativen, Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in der ILE-Region Altmühltal können sich ab sofort mit Ideen für das Regionalbudget 2027 bewerben. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Altmühltal hat den offiziellen Förderaufruf veröffentlicht und plant, beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken erneut Fördermittel in Höhe von bis zu 75.000 Euro zu beantragen. Voraussetzung ist allerdings zunächst die Bewilligung des Regionalbudgets.

Gefördert werden sogenannte Kleinprojekte mit förderfähigen Gesamtausgaben zwischen 500 und 20.000 Euro. Ziel ist es, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Die Vorhaben müssen im Gebiet der ILE-Region Altmühltal liegen und einen Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts leisten.

Die Bandbreite möglicher Projekte ist groß. Unterstützt werden unter anderem Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, der Öffentlichkeitsarbeit, der Grundversorgung sowie der örtlichen Infrastruktur. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Verkaufsautomaten für Direktvermarkter, Lastenräder für den öffentlichen Verleih, Verbesserungen an Wander- und Radwegen, Geräte zur Obstbaumpflege oder Projekte zur Aufwertung von Ortskernen gefördert.

Die Förderung beträgt bis zu 70 Prozent der tatsächlich entstandenen Nettoausgaben, maximal jedoch 8.000 Euro je Projekt. Förderfähig sind ausschließlich Vorhaben, mit deren Umsetzung noch nicht begonnen wurde.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine eigens eingerichtete Projektarbeitsgruppe. Bewertet werden die eingereichten Vorhaben unter anderem nach ihrem Nutzen für die Region, ihrer Nachhaltigkeit, ihrem Innovationsgrad, dem bürgerschaftlichen Engagement sowie ihrem Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Identität. Einen besonders hohen Stellenwert hat dabei der öffentliche Nutzen des Projekts.

Weitere Informationen und Ansprechpartner
Das ausführliche Merkblatt mit allen Fördervoraussetzungen, Hinweisen zur Antragstellung sowie den erforderlichen Unterlagen steht im Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter der Rubrik „Antragstellung ILE“ beziehungsweise „Antragstellung Kleinprojektträger“ zum Download bereit unter:

https://www.stmelf.bayern.de/foerderung/regionalbudget/index.html

 

Die Antragsformulare sind außerdem über die Stadt Pappenhiem erhältlich.
Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Maria König. Sie ist per E-Mail an ile-altmuehltal@futour.com oder telefonisch unter 0155 – 67365632 erreichbar.




Kradfahrer bei Unfall in Pappenheim leicht verletzt

Ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Pappenheim ist am Mittwochvormittag , 22.07.2026 bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich an der Einmündung des Lachgartenwegs zur Zufahrt Richtung Staatsstraße 2230.

Nach Angaben der Polizei wollte eine 55-jährige Autofahrerin aus Dollnstein vom Lachgartenweg nach links auf die Staatsstraße einbiegen. Dabei übersah sie den vorfahrtsberechtigten Kradfahrer, der auf der Staatsstraße unterwegs war. Die Front des Pkw touchierte das Motorrad, woraufhin der 60-Jährige stürzte.

Der Pappenheimer zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 2.000 Euro.

 




Haushalt 2026 in Pappenheim mit Blick auf große Investitionen

Mit einem Haushaltsvolumen von knapp 17,8 Millionen Euro hat der Stadtrat den Haushalt der Stadt Pappenheim für das Jahr 2026 verabschiedet. Kämmerin Katharina Krach stellte den Haushaltsplan vor und führte das Gremium durch die wichtigsten Einnahmen, Ausgaben und Investitionen des kommenden Jahres. Bemerkenswert dabei ist, dass sie den umfangreichen Haushalt nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit und inzwischen mit reduzierter Arbeitszeit ausgearbeitet hat.

Der Verwaltungshaushalt umfasst Einnahmen und Ausgaben von 11,36 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt schließt mit 6,44 Millionen Euro ab. Neue Kredite sind im Haushalt 2026 nicht vorgesehen. Die Stadt plant, ihre Investitionen zunächst aus vorhandenen Mitteln zu finanzieren.

Bei ihrer Vorstellung machte Katharina Krach deutlich, dass die Stadt erneut ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt hat. Der größte Einzelposten entfällt mit rund 1,89 Millionen Euro auf die Abwasserbeseitigung. Weitere 1,81 Millionen Euro sind für den Breitbandausbau der Ortsteile vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem 365.000 Euro für den Umbau des Bauhofs, 341.000 Euro für die Dorferneuerung in Bieswang, 271.800 Euro für Investitionen bei den Feuerwehren sowie 218.000 Euro für Straßensanierungen. Darüber hinaus sind Mittel für die Investitionsumlage der Senefelder-Schule, die Städtebauförderung und erste Planungen für die Marktplatzsanierung eingeplant.

Auch die Entwicklung der städtischen Finanzen erläuterte die Kämmerin. Die allgemeinen Rücklagen werden nach den Planungen von 3,864 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 1,213 Millionen Euro zum Jahresende sinken. Einschließlich der Sonderrücklagen verringert sich das Rücklagenvermögen von 4,370 Millionen Euro auf 1,830 Millionen Euro. Gleichzeitig soll sich der Schuldenstand von derzeit 5,241 Millionen Euro auf 5,025 Millionen Euro reduzieren.

Bei den Einnahmen rechnet die Stadt mit einer Normalisierung der Steuereinnahmen. Während die Gewerbesteuer nach dem starken Vorjahr mit 1,5 Millionen Euro deutlich niedriger angesetzt ist als 2025 mit 2,31 Millionen Euro, bleiben die Anteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer mit rund 2,1 Millionen Euro stabil. Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B werden für 2026 mit rund 630.000 Euro veranschlagt.

Nach der Vorstellung des Zahlenwerks ordnete Bürgermeister Florian Gallus den Haushalt aus seiner Sicht ein. Mit Blick auf die Vielzahl der vorgesehenen Maßnahmen erklärte er: „Entweder wir müssen die Maßnahmen anders priorisieren oder wir nehmen ein Darlehen auf.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass sich die Stadt trotz des ambitionierten Investitionsprogramms ihre finanziellen Handlungsmöglichkeiten erhalten müsse.

Zur Entwicklung der Verschuldung sagte Gallus: „Der Schuldenstand soll nicht mehr werden, aber wir sind nicht hoch verschuldet.“

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister Kämmerin Katharina Krach ausdrücklich für ihre Arbeit. Nach ihrer Elternzeit und trotz reduzierter Arbeitszeit habe sie einen ausgewogenen Haushalt erarbeitet. Sein Dank galt ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie dem Stadtrat für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Anerkennung des Gremiums zeigte sich anschließend in lang anhaltendem Applaus für die Kämmerin.




Grundkonzept für neuen Marktplatz in Pappenheim

Der Marktplatz in Pappenheim soll ein neues Gesicht erhalten. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag die ersten Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner aus Buttenwiesen zur Kenntnis genommen und das gestalterische Grundkonzept mehrheitlich beschlossen. Lediglich die beiden Stadträte der Grünen stimmten gegen die Gestaltung mit polygonalen Grünflächen und äußerten deutlich Bedenken gegen die Gestaltung.

Vorgestellt wurden die Planungen von Franziska Burlefinger und Verena Hurler vom Fachbüro für Stadtplanung Herb und Partner. Die Entwürfe sind das Ergebnis mehrmonatiger Vorarbeiten und bilden die Grundlage für den nächsten Planungsschritt.
Sollte das Projekt wie vorgesehen weitergeführt werden, erstellt das Büro nun einen Vorentwurf einschließlich Kostenschätzung. Dieser umfasst auch den Bereich der Stadtvogteigasse.

Der Marktplatz steht unter denkmalpflegerischem Ensembleschutz. Mit Ausnahme des Sparkassengebäudes sind sämtliche Gebäude rund um den Platz Einzeldenkmäler. Dies stellte für die Planerinnen einen wichtigen Rahmen bei der Entwicklung des Konzepts dar.

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität
Ausgangspunkt der Überlegungen war die heutige Situation. Der Marktplatz weist bislang keinerlei Grünflächen auf, parkende Fahrzeuge prägen das Erscheinungsbild und unterschiedliche Beläge aus Betonplatten, Kleinsteinpflaster und Asphalt sorgen für ein uneinheitliches Bild. Hinzu kommt, dass mehrere Zugänge zu den Gebäuden bislang nicht barrierefrei sind.

Der Entwurf sieht deshalb eine deutliche Aufwertung des Platzes vor. Geplant sind polygonale Grüninseln und Pflasterflächen mit Juraplatten mit insgesamt acht Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie ein Wasserspiel mit Armtauchbecken vor dem Rathaus. Vier Bäume sollen im Bereich von Rathaus und Sparkasse gepflanzt werden, zwei weitere vor der Schlossapotheke und zwei vor dem Neuen Schloss.

Außerdem sollen neue Rampen einen barrierefreien Zugang zum Rathaus, zur Sparkasse, zur Tourist-Information, zur Schlossapotheke sowie zur Terrasse des Gasthofs „Zum Goldenen Hirschen“ ermöglichen. Noch offen ist die Frage, ob Bäume in Schirm- oder Säulenform gepflanzt werden.

Weniger Parkplätze auf dem Marktplatz
Mit der Umgestaltung wird sich auch die Parksituation verändern. Während derzeit auf dem Marktplatz 21 Pkw geparkt werden können, sollen künftig noch zwölf Stellplätze, darunter zwei Behindertenparkplätze, zur Verfügung stehen.

Das wirkt sich insbesondere auf den Wochenmarkt aus. Fahrzeuge können künftig nicht mehr direkt vor oder neben den Marktständen parken.

Für den Maibaum ist künftig ein zentraler Standort vorgesehen. Allein der dafür notwendige Maibaumständer wird nach Angaben von Franziska Burlefinger rund 22.000 Euro kosten.

Auch die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen spielte bei den Planungen eine wichtige Rolle. Beim Pelzmärtelmarkt können nach den vorgestellten Entwürfen künftig insgesamt 20 Verkaufsbuden aufgestellt werden. Davon sind acht vor dem Neuen Schloss, fünf vor der Schlossapotheke und sieben vor dem Rathaus vorgesehen. Außerdem bietet der neugestaltete Platz nach Angaben der Planer Raum für rund 40 Bierzeltgarnituren.

Kostenschätzung und hohe Förderung möglich
Nach einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Neugestaltung des Marktplatzes ohne den Vorplatz des Hotels Krone auf rund 258.500 Euro, mit Einbeziehung dieses Bereichs auf etwa 330.000 Euro. Für die Neugestaltung der Stadtvogteigasse werden rund 72.600 Euro veranschlagt.

Für die Finanzierung gibt es gute Aussichten. Nach Angaben der Stadt kann die Städtebauförderung das Projekt voraussichtlich mit 90 Prozent statt der üblichen 60 Prozent fördern. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schwerpunkt auf einer klimagerechten Innenentwicklung liegt. Vorgesehen sind deshalb unter anderem eine möglichst umfangreiche Entsiegelung, die unterirdische Vernetzung der Grünflächen sowie der Einbau einer Rigole.

„Es ist noch nicht in Stein gemeißelt“
Bürgermeister Florian Gallus betonte, dass in den Planungen die Vorgaben der Regierung hinsichtlich Wasser, Grüngestaltung und Barrierefreiheit berücksichtigt worden seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es sich um einen ersten Entwurf handle. „Es ist noch nicht in Stein gemeißelt.“
Ein wichtiges Anliegen sei ihm außerdem, den Bereich neben dem Hotel Krone ebenfalls in die Gestaltung einzubeziehen. Hier seien allerdings noch Gespräche mit dem Eigentümer erforderlich.
Mit Blick auf die künftig geringere Zahl an Stellplätzen sagte Gallus: „Das tut mir auch weh.“ Bisher habe sich bewährt, dass Besucher des Wochenmarktes direkt neben den Verkaufsständen parken konnten. Nach der Neugestaltung werde dies nicht mehr möglich sein. Man müsse diesbezüglich einfach Federn lassen.

Breite Zustimmung im Stadtrat
Die vorgestellten Pläne stießen im Stadtrat überwiegend auf Zustimmung.
Anette Pappler (SPD) hob die Bedeutung von Barrierefreiheit und Wasser hervor. Sie erinnerte daran, dass gerade das Thema Wasser bei den ersten Überlegungen zur Marktplatzgestaltung im Jahr 2014 noch für heftige Diskussionen gesorgt habe. Die Umgestaltung der Stadtwerkeinsel habe inzwischen aber gezeigt, dass Wasser ein attraktives Gestaltungselement sein könne. Wichtig sei ihr außerdem, dass der Marktplatz weiterhin als Veranstaltungsort funktioniere.
Marcus Wurm bezeichnete den Marktplatz als „das Gesicht der Stadt“ und regte an, das Wasserspiel bei Bedarf abdecken zu können.
Auch Stadtrat Weizinger zeigte sich mit den ersten Planungen zufrieden. Angesichts der geringeren Zahl an Parkplätzen werde der Platz allerdings insgesamt deutlich beengter.
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte den Entwurf ebenfalls. Sie sprach sich jedoch dafür aus, an den barrierefreien Rampen entsprechende Absturzsicherungen vorzusehen.

Grüne lehnen polygonale Formen ab
Deutlich kritischer äußerte sich Astrid Weddige von den Grünen. Zwar begrüßte sie ausdrücklich die vorgesehenen Bäume auf dem Marktplatz, mit den polygonalen Grünflächen konnte sie sich jedoch nicht anfreunden. Diese passen nach ihrer Ansicht nicht zum historischen Ambiente des Platzes. Zudem befürchte sie, dass durch die geplanten Rampen für die Barrierefreiheit die denkmalgeschützten Gebäude, die den Marktplatz prägen, in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.

Der Stadtrat stimmte deshalb eigens über die polygonalen Formen ab. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, diese wie vorgestellt beizubehalten. Gegen den Erhalt der polygonalen Grünflächen stimmten die beiden Stadträtinnen der Grünen.

Nur abgehärtetes Personal
Für einen heiteren Moment sorgte schließlich Erich Neulinger. Er äußerte die Sorge, dass der Betrieb des geplanten Wasserspiels vor dem Rathaus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerbüro bei ihrer Arbeit stören könnte.
Bürgermeister Gallus nahm die Bemerkung mit Humor und entgegnete schmunzelnd: „Im Bürgerbüro arbeitet nur abgehärtetes Personal.“

Am Ende nahm der Stadtrat die Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner zur Kenntnis und beschloss, die polygonförmigen Grünanlagen wie in der Präsentation vorgesehen beizubehalten. Damit kann nun der Vorentwurf mit einer detaillierten Kostenschätzung ausgearbeitet werden.

Alle Bilder: Planskizzen Herb& Partner




Urlaub der Arztpraxis Dr. Hamulka im Pappenheim

Die allgemeinmedizinische Arztpraxis von Dr. Daniela Hamulka in Pappenheim, Bürgermeister-Rukwid-Straße 3 macht Urlaub von

Montag, den 03.08.2026 bis einschließlich
Freitag, den 21.08.2026.

Ab Montag, den 24.08.2026 ist das Praxisteam wieder für Sie da!

Die Vertretung übernimmt:
Praxis Filipski/Pappenheim;

Dr. Gedon/Solnhofen;
KV Bereitschaftspraxis/Weißenburg

 

 




Pappenheim wird wieder ein Stück bunter

Mit viel Kreativität, Fantasie und vor allem jeder Menge Gemeinschaftssinn entsteht in Pappenheim erneut ein Kunstprojekt, das das Stadtbild verschönern soll. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim setzt gemeinsam mit dem katholischen Kindergarten St. Martin und der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Rummelsberger Diakonie die in den vergangenen Jahren erfolgreiche Aktion auch heuer fort.

Zum Auftakt trafen sich die Vorschulkinder des Kindergartens gemeinsam mit sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern der OBA sowie dem Organisationsteam im Haus der Bürger im K14 des Kunst- und Kulturvereins. Dort wurde das diesjährige Projekt vorgestellt. In vorgefertigte Holzrahmen, die von der Behindertenwerkstatt in Treuchtlingen gefertigt wurden, entstehen in den kommenden Tagen fantasievoll gestaltete Mobiles.

Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Mit Fäden, Zapfen, Schneckenhäusern, bemalten Holzscheiben und farbigen Bespannungen gestalten die Gruppen ihre ganz persönlichen Kunstwerke. Die gemeinsame Arbeit steht dabei im Mittelpunkt. Sie macht allen Beteiligten mehr Freude als das Basteln allein und fördert zugleich den Austausch zwischen den Generationen und Menschen mit und ohne Behinderung.

Ein kleiner Wettbewerb um das schönste Motiv gehört ebenfalls dazu. Am Ende soll es aber keine Verlierer geben. Vielmehr zählt die gemeinsame Teilnahme und das Ziel, einen Ort in Pappenheim mit den entstandenen Werken zu verschönern.

Ausgesucht wurde dafür das beliebte Kneipp-Becken an der Altmühlbrücke. Dort werden die bunten Mobiles künftig aufgehängt und für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Nach getaner Arbeit wartet auf alle Beteiligten außerdem eine gemeinsame Brotzeit als verdiente Belohnung.

Wer die kleinen Kunstwerke bestaunen möchte, ist herzlich zur Präsentation am Freitag, 24. Juli, ab 9 Uhr am Kneipp-Becken eingeladen.

 




Neue Galerie bereichert Pappenheims Altstadt

Mitten in der Pappenheimer Altstadt hat die Künstlerin Birgit van der Gang ihrer Kreativität ein neues Zuhause gegeben. Anfang Juli eröffnete sie ihre neue Galerie und ihr Atelier in der Deisingerstraße – in den Erdgeschossräumen unter dem Hotel-Restaurant Zur Sonne. Der Umzug bedeutet für die Künstlerin nicht nur einen Ortswechsel, sondern auch den Start in einen neuen Abschnitt.

Bereits seit 2011 ist Birgit van der Gang künstlerisch in Pappenheim tätig. 2014 zog sie von der Bahnhofstraße in die Deisingerstraße und eröffnete dort ihre erste Galerie im vormaligen Schreibwarengeschäft Daeschler. Nun ist sie ein Stück weiter, in noch zentraler gelegene Räume umgezogen. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass sich dieser Schritt gelohnt hat. „Der Umzug hierher ist ein echter Glücksfall“, sagt die Künstlerin. Deutlich mehr Passanten, Urlauber und Einheimische würden den Weg in die Galerie finden.

Unter dem neuen Namen vandergang art´n clay präsentiert Birgit van der Gang ihre vielseitigen Arbeiten. Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemälden in unterschiedlichen Formaten, handgemalten Glückwunschkarten sowie kreativen Keramikarbeiten für Haus und Garten. Gerade die kleinen und großen Einzelstücke aus Ton eignen sich auch als originelle Geschenkideen.

Hinter den Ausstellungsräumen befindet sich die neu eingerichtete Töpferwerkstatt. Dort bietet die Künstlerin jeden Mittwoch von 19.00 bis 21.00 Uhr Töpferkurse an. Interessierte sind eingeladen, unverbindlich vorbeizuschauen. Gruppen können nach vorheriger Anmeldung teilnehmen.

Neben Auftragsmalerei und Workshops fertigt Birgit van der Gang ihre Keramikkunstwerke selbst an. Wer einen Eindruck von ihrem Schaffen gewinnen möchte, findet zahlreiche Bilder auch auf Instagram unter vandergang_art_n_clay sowie auf Facebook.

Die Galerie ist dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr geöffnet. Termine sind außerdem nach Vereinbarung per WhatsApp unter 0176 73200218, per E-Mail an bvandergang@t-online.de sowie über Facebook und Instagram möglich.

Wer durch die Deisingerstraße schlendert, sollte einen Blick in die neuen Räume werfen. Zwischen Malerei und Keramik gibt es dort viel zu entdecken – und vielleicht auch das passende Kunstwerk für die eigenen vier Wände oder ein besonderes Geschenk.




Sommerfest auf dem Campingplatz in Pappenheim

Musik, gutes Essen und gesellige Stunden unter freiem Himmel verspricht das Sommerfest auf dem Campingplatz Pappenheim. Gefeiert wird am Freitag, 24. Juli, auf der Zeltinsel im Badweg. Eingeladen sind nicht nur Campinggäste, sondern alle, die einen stimmungsvollen Sommerabend in besonderer Atmosphäre verbringen möchten.

Los geht es bereits um 15 Uhr mit kühlen Getränken. Ab 17 Uhr übernimmt Andy Wolf vom Berghof Oberweiler den Grill und serviert fränkische Grillspezialitäten sowie Kartoffelecken mit Kräuterquark.

Für den musikalischen Höhepunkt sorgt ab 18.30 Uhr die Band Oil & Gasoline, die bis 21.30 Uhr mit Classic Rock und Blues für beste Stimmung auf der Zeltinsel sorgen wird.

Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher und einen entspannten Sommerabend mit guter Musik, leckerem Essen und angenehmer Atmosphäre. Das Sommerfest endet gegen 22 Uhr.

Titelbild: Plakatausschnitt Campingplatz




Strahlende Gesichter bei der Zirkuswoche in Pappenheim

„Manege frei!“ hieß es Anfang Juli an der Grundschule Pappenheim-Solnhofen. Eine Woche lang war der deutsch-tschechische Schulzirkus „Happy Kids“ zu Gast und verwandelte den Schulalltag in Pappenheim in eine bunte Zirkuswelt. Mit viel Begeisterung und großem Einsatz bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihren großen Auftritt vor.

Tagelang wurde geübt, ausprobiert und perfektioniert. Ob als Zauberer, Fakire, Jongleure, Drahtseilartisten oder im Schwarzlichttheater – jedes Kind brachte sich mit seinen Fähigkeiten ein. Auch die Clowns sorgten mit ihren Sketchen für viele fröhliche Momente.

Den Höhepunkt der Projektwoche bildeten die ausverkauften Abschlussvorstellungen vor Eltern, Geschwistern und weiteren Gästen. Das Publikum zeigte sich beeindruckt von den akrobatischen Darbietungen am Boden und am Trapez sowie von den abwechslungsreichen Vorführungen aller Gruppen. Tosender Applaus belohnte die jungen Artistinnen und Artisten und sorgte für viele strahlende Gesichter.

Zum Abschluss dankte Schulleiterin und Zirkusdirektorin Eva Pols dem gesamten Kollegium für die intensive Vorbereitung des Projekts. Ihr Dank galt außerdem den zahlreichen Eltern, die beim Auf- und Abbau des großen Zirkuszelts tatkräftig mit angepackt hatten, sowie der Stadt Pappenheim für die gute Zusammenarbeit.

Ermöglicht wurde die Zirkuswoche unter anderem durch Spendengelder aus dem alljährlichen Benefizlauf. Dadurch mussten die Familien lediglich einen kleinen Teilnehmerbeitrag leisten. Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern dürfte diese außergewöhnliche Schulwoche noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Titelfoto: Grundschule Pappenheim




Die Taufe des Mohren Jamaika in Pappenheim

Einen eindrucksvollen Beitrag zum Kirchweihfest anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Stadtkirche leistete die Theatergruppe Pappenheim e.V. Mit der szenischen Darstellung der Taufe des Mohren Jamaika griff sie ein außergewöhnliches Kapitel der Pappenheimer Stadtgeschichte auf. Die Aufführung fand an dem Ort statt, an dem sich das historische Ereignis vor fast 300 Jahren tatsächlich abgespielt hatte.

Grundlage der Inszenierung waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel (dargestellt von Thomas Henle). In seiner Chronik schildert er die Taufe eines jungen Mannes afrikanischer Herkunft, der als Kriegsgefangener in die Hände eines Kammerdieners des Pappenheimer Grafenhauses gelangt war. Dieser brachte ihn von einer Reise aus der „Neuen Welt“ nach Pappenheim mit, wo er ihn der Gräfin Anna Maria Louise zum Geschenk machte. Um ein Teil der damaligen Gesellschaft werden zu können musste der Mohr nach vorheriger Unterrichtung getauft werden.

Von der Erzählerin Anette Pappler wurde die einleitende Geschichte eindrucksvoll berichtet.

Nach einem längeren Unterricht im christlichen Glauben beim Herrn Dechanten (Holger Wenzel) wurde der etwa 23-jährige Mann am 8. Juni 1733 in der Stadtkirche zu Pappenheim getauft. Zuttel beschreibt die Zeremonie bis ins Detail.

Bereits am frühen Morgen wurden die Glocken geläutet. Zahlreiche Vertreter des gräflichen Hauses, darunter Graf Friedrich Ferdinand (Peter Salisch), Gräfin Pappenheim, seine Frau (Marianne Pappler), Gräfin Anna Louisa von Leiningen-Dachsburg (Barbara Mürl), Frau Apothekerin Feuerlein (Irmgard Meyndt) und Frau Verwalterin Kern (Irene Salisch) mit ihrer Tochter (Mira Hassan).

Auch Geistliche, wie etwa der Bergpfarrer (Günther Kleber), Beamte und weitere Ehrengäste nahmen an der Feier teil. Der Täufling (Jenny Ottmann) legte nach den Aufzeichnungen des Mesners und auch bei der aktuellen Inszenierung ein sicheres Glaubensbekenntnis ab.

Bei der Taufe erhielt er den Namen Friedrich Ludwig Jamaica.

Die feierliche Zeremonie wurde damals von Gesängen, Gebeten und einer ausführlichen Predigt über Herkunft und Bekehrung der Heiden begleitet. Martin Zuttel selbst berichtet, dass er dem Täufling das weiße Taufgewand anzog, bei der Taufe das Wasser übergoss und anschließend die weiteren Aufgaben rund um die Feier übernahm.

Die Theatergruppe Pappenheim verstand es, diese historische Begebenheit mit viel Gespür und Respekt am Taufstein in der Stadtkirche darzustellen. Gerade weil die Aufführung am authentischen Ort stattfand, gewann sie eine besondere Wirkung. Die Besucher erhielten einen lebendigen Einblick in ein außergewöhnliches Ereignis aus der Pappenheimer Geschichte und in die religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen des 18. Jahrhunderts.

Die Zuttelchronik und auch die Erzählerin Anette Pappler berichtete auch vom weiteren Leben Friedrich Ludwig Jamaicas. Er heiratete am 3. September 1738 Johanna Deffner, die Tochter des Pappenheimer Scharfrichters. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Bereits am 10. November 1739 starb Friedrich Ludwig Jamaica im Alter von nur 29 Jahren an einem Blutsturz und wurde in Pappenheim beigesetzt.

Mit ihrer eindrucksvollen Darstellung machte die Theatergruppe Pappenheim die Geschichte wieder einmal auf besondere Weise erlebbar und setzte einen Höhepunkt des Kirchweihfestes zum 550-jährigen Jubiläum der Stadtkirche.




Eine stilvolle Kirchweih in Pappenheim gefeiert

Mit einem zweitägigen Fest hat die evangelische Kirchengemeinde Pappenheim das 550-jährige Jubiläum der Weihe der Stadtkirche gefeiert. Das abwechslungsreiche Programm machte die Kirchweih zu einem besonderen Ereignis und ließ eine alte Tradition wieder aufleben. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und das Gotteshaus als Mittelpunkt des Gemeindelebens zu erleben.

Den Auftakt am Samstagabend gestalteten die Pappenheimer Sunnasänger mit fränkischen Kirchweihliedern. Anschließend ließen Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Hauptorganisator Friedemann Henning das „Geburtstagskind“, die Stadtkirche, hochleben. Speisen und Getränke wurden gegen Spenden ausgegeben. Wie die Dekanin erklärte, sei die „alte Dame“ inzwischen in die Jahre gekommen und benötige immer wieder aufwendige Sanierungen. Deshalb bat sie die Gäste um großzügige Unterstützung für den Erhalt der Kirche.
Einen besonderen Platz im Programm nahm die sogenannte Zuttelchronik ein. Bergpfarrer Gerd Schamberger führte gemeinsam mit Mesner und Siebmacher Martin Zuttel, dargestellt von Oskar Leykamm, einen lebendigen Dialog über das Leben in Pappenheim, die Stadtkirche und den Mesnerdienst im frühen 18. Jahrhundert. Grundlage waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel aus den Jahren 1703 bis 1739, die im Kirchenarchiv erhalten geblieben sind und von Ehrenbürger Hans Navratil transkribiert wurden.
Auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. gestaltete Stephan Reuthner die Chronik als Buch. Mit Unterstützung der Sparkasse Mittelfranken Süd konnte das Werk gedruckt und am 28. August 2007 anlässlich des 85. Geburtstags von Hans Navratil im Rathaussaal vorgestellt werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Aufführung der Theatergruppe Pappenheim e.V., die die Taufe des Mohren Jamaika inszenierte. Auch diese wahre Begebenheit findet sich in den Aufzeichnungen Martin Zuttels. Über die Aufführung in der Stadtkirche wird gesondert berichtet.
Mit einer Taschenlampenführung von Erwin Knoll wurde der erste Kirchweihtag in der Stadtkirche abgeschlossen

Volles Programm am Kirchweihsonntag
Der Kirchweihsonntag begann auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dort trafen sich die Gottesdienstbesucher mit den Gläubigen aus Geislohe und Göhren, die auf dem traditionellen Kirchenweg nach Pappenheim gewandert waren. Der Posaunenchor Pappenheim-Langenaltheim sorgte für die musikalische Gestaltung.
Nach einem kurzen Regenschauer zog der Kirchenzug trockenen Fußes zur Stadtkirche. Den festlichen Gottesdienst gestalteten Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Bergpfarrer Gerd Schamberger gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Oskar Leykamm, dem Posaunenchor sowie Sven Bergdolt an der Orgel.
Ein kräftiger Regenguss nach dem Gottesdienst ließ zunächst befürchten, dass das weitere Festprogramm ins Wasser fallen würde. Doch schon wenig später zeigte sich wieder die Sonne, und der Kirchweihsonntag konnte wie geplant mit schwungvoller Musik des Posaunenchors und zahlreichen Angeboten rund um die Stadtkirche fortgesetzt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgte das Team der Metzgerei Wörlein.
In seinem Grußwort stellte Erster Bürgermeister Florian Gallus die besondere Bedeutung der Stadtkirche für Pappenheim heraus. Sie sei weit mehr als ein historisches Bauwerk und präge seit 550 Jahren das Stadtbild ebenso wie das Leben vieler Generationen. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Abschiede hätten die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft, des Trostes und der Hoffnung gemacht. Gerade in einer Zeit großer Veränderungen seien solche Orte wichtig, um Menschen zusammenzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Sein Dank galt allen Geistlichen, Kirchenvorständen, Mesnern, Organisten, Chören, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die sich über viele Generationen hinweg für den Erhalt der Stadtkirche eingesetzt haben. Ebenso würdigte er die vielen Helferinnen und Helfer, die das Jubiläumsfest vorbereitet hatten, und wünschte der Kirchengemeinde und der Stadtkirche auch für die Zukunft Gottes Segen.
Am Nachmittag bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Friedemann Henning, Lisa Pfister und Thorsten Abel sorgten mit Musik und Gesang für beste Unterhaltung. Großen Zuspruch fand die Versteigerung besonderer Erinnerungsstücke aus der Stadtkirche. Unter den angebotenen Objekten befanden sich unter anderem historische Kirchenfenster, Orgelpfeifen, ein Glockenseil, eine Ballonlampe sowie eine Orgelbank.

In der Stadtkirche wurde außerdem, wie schon am Vorabend, die Inszenierung der Mohrentaufe von der Theatergruppe Pappenheim gezeigt. Spannung herrschte bei der Auflösung des Kirchweih-Quiz, das Stadtrat Jürgen Weizinger für sich entscheiden konnte.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten die zahlreichen Mitmachangebote auf dem Kirchweihplatz hinter dem Kindergartengebäude. Glitzer-Tattoos, Kinderschminken, das Bemalen von Stofftaschen, ein Menschenkicker, ein Zielwerfen der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim sowie eine Fotobox mit historischen Kostümen sorgten für viel Begeisterung. Ergänzt wurde das Programm durch Kirchturm- und Orgelführungen.

Mit seinem vielseitigen Programm, vielen engagierten Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde das Jubiläum der Stadtkirche zu einem gelungenen Kirchweihfest, wie es Pappenheim seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat.