Einfallsreichtum für Menschen mit Behinderung in Corona-Zeiten

Auffallend wenig wird derzeit in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, welche Folgen die Maßnahmen gegen Corona für Menschen mit Behinderung haben. Die Situation der Menschen klaffe sehr weit auseinander, so Lisa Strixner, Heilerziehungspflegerin bei der Rummelsberger Diakonie in Pappenheim. Die einen können in den Strandurlaub nach Italien oder Dänemark fahren, um sich zu erholen. Die anderen dürfen nicht einmal ihren Kegeltreff besuchen oder sich zum Stammtisch zusammenfinden. Wie also kann Teilhabe funktionieren, die Vorsichtsmaßnahmen vor einer Ansteckung nicht außer Acht lässt?

„Es war schon eine Lücke“, sagt Strixner über die Zeit zwischen März und Juni, in der corona-bedingt nahezu alle geplanten Freizeitangebote ausgesetzt waren. Die Heilerziehungspflegerin arbeitet im Haus Altmühltal in Pappenheim, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Außerdem ist sie für die Offene Behindertenarbeit und die Teilhabedienste der Rummelsberger Diakonie in der Region Weißenburg zuständig. Das bedeutet, dass sie normalerweise Menschen, die im Haus Altmühltal leben und Menschen, die bei ihren Eltern, in Wohngruppen oder alleine wohnen, zusammenbringt. Geplant war unter anderem im April eine inklusive Bergwaldwoche im Altmühltal. Die musste abgesagt werden, weil zu dem Zeitpunkt die Infektionsgefahr zu hoch war. Auch der Kegel- und der Kochtreff, der Stammtisch und sonstige gemeinsame Ausflüge wurden gestrichen.

„Seit Juni geht es langsam wieder los“, so Strixner. Derzeit kann sie nur Angebote für kleine Gruppen machen; das heißt maximal vier Menschen mit Behinderung unternehmen mit zwei Begleitenden etwas. „Die Leute genießen es, in so kleinen Gruppen unterwegs zu sein.“ Doch das ist nur dank Spenden möglich. „Sonst könnten wir uns eine so intensive Begleitung gar nicht leisten“, erzählt die Fachfrau. Auch ist sie gehalten, Menschen aus dem Haus Altmühltal und extern Wohnende bei Freizeitaktivitäten nach wie vor nicht miteinander zu mischen, um das Risiko einer Corona-Infektion gering zu halten. Die Angebote sollen außerdem möglichst draußen stattfinden.

Einfallsreichtum ist gefrag. Dank einiger Spenden für Freizeiten konnten Strixner und ihr Team den Menschen alternative Angebote zur großen Fahrt machen: Einmal ging es beispielweise ins Walderlebniszentrum Schernfeld, ein anderes Mal an den Brombachsee. „Man hat sehr gemerkt, dass es den Leuten abgegangen ist“, sagt die Heilerziehungspflegerin. Alle Mitarbeitenden haben versucht, sich etwas einfallen zu lassen. Viel habe zu zweit unter Wahrung des Sicherheitsabstands oder im riesigen Park vor dem Haus Altmühltal stattgefunden – von der Gestaltung eines Fotoalbums über Spaziergänge bis zu Pressemitteilung Kreativangeboten, bei denen die Teilnehmenden Naturmaterialien sammelten und daraus zum Beispiel ein Mobile bastelten.

Auch die ursprünglich für Mitte März geplante Werkschau der gemeinsamen Park- und Waldkunstprojekte von Regens Wagner Absberg und Rummelsberger Diakonie in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein Pappenheim musste verschoben werden. Doch jetzt können Interessierte noch bis Ende September sonntags von 14 bis 17 Uhr ins K14 Haus der Bürger kommen (Klosterstraße 14, 91788 Pappenheim). Die Ausstellung bietet einen Einblick in die enorme Kreativität der Künstlerinnen und Künstler.

Spenden helfen dabei, weiterhin vielfältige Freizeitangebote in Kleingruppen anbieten und Kreativmaterialien anschaffen zu können. Schon kleine Beträge machen einen Unterschied.

Text:Andrea Höfig-Wismath
Foto: Lisa Strixner

Spendenkonto
Raiffeisenbank Altdorf-Feucht
BIC: GENODEF1FEC
IBAN: DE89 7606 9440 0001 1855 00
Stichwort: Freizeiten Pappenheim




Radmuttern gelockert – Polizei sucht Zeugen

Bereits am vergangenen Wochenende hat ein unbekannter Täter alle fünf Radmuttern am Rad eines Wohnwagens im Treuchtlinger Ortsteil Schambach gelockert. Als der Besitzer des Wohnwagens mit seinem Gespann los-fuhr, löste sich bereits nach kurzer Strecke das Rad und es kam zum Unfall.
An dem Wohnwagen entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro. Weitere Verkehrsteilnehmer wurden glücklicherweise nicht geschädigt.
Die Polizei hat nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.

Etwaige Zeugen werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Treuchtlingen (Tel. 09142/96440) zu melden.




Unfallflucht durch Achtsamkeit geklärt

Am gestrigen Freitagnachmittag (21.08.2020) hatte ein 37-jähriger Treuchtlinger seinen Pkw auf dem Großparkplatz auf der Lach in Pappenheim abgestellt und nach seiner Rückkehr einen Schaden an seinem Fahrzeug bemerkt.

Nach seinen Feststellungen war der Schaden von einem anderen Pkw verursacht worden war. Der Unfallverursacher hatte sich entfernt hatte, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern.

In weiser Voraussicht und guten Gedächtnis hatte sich der Geschädigte zuvor die Kennzeichen der neben ihm parkenden Fahrzeuge gemerkt. So war es für die Polizei ein Leichtes den Schadensverursacher schnell ausfindig zu machen. Den Fahrer, ein 73-jähriger Treuchtlinger, erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.




Bestnoten für Pappenheimer Touristinformation

Der Deutsche Tourismusverband e.V. hat die Touristinformation in Pappenheim erneut mit der i-Marke ausgezeichnet und damit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen exzellenten Service bescheinigt. Qualität und Service der Touristinformation in Pappenheim liegen weit über Bundesdurchschnitt.

(TIP) Bei dem roten Hinweisschild mit dem charakteristischen „i“ handelt es sich um ein besonderes Qualitätszeichen, welches erst nach einer strengen Zertifizierung genutzt werden darf. Nur Touristinformationen, die über eine sehr gute Beratungsqualität verfügen, umfangreiche touristische Informationen und zusätzliche Dienstleistungen für Gäste anbieten, können eine Auszeichnung erhalten. Neben der Erfüllung von Mindestkriterien (z.B. Öffnungszeiten, Beschilderung, Weiterbildung der Mitarbeiter) müssen Touristinformationen im Rahmen der Zertifizierung auch einen sog. „Mystery-Check“ bestehen.

Die Touristinformation Pappenheim hat die Zertifizierung nach dem „Inkognito-Besuch“ eines Prüfers des Deutschen Tourismusverbandes im Juli erneut mit Bestnoten bestanden. Dabei gab es für die Touristinformation satte 95 von 100 Prozentpunkten, was weit über dem Bundes- als auch Landesdurchschnitt liegt. Insbesondere in den Bereichen „Beratung & Service“ sowie „Qualität“ konnten die Mitarbeiter/innen besonders überzeugen und erreichten hier Maximalpunktzahlen – ein sehr gutes Ergebnis, freuen sich Andrea Bickel, Susanne Huschik, Sarah Klein und Stefanie Nacar , Mitarbeiterinnen der TI Pappenheim: „Wir sind stolz darauf, die Qualitätskontrolle so erfolgreich gemeistert zu haben. Unser Ziel ist es, unseren Gästen einen bestmöglichen Service anbieten zu können – Besucher sollen sich in Pappenheim willkommen fühlen und eine schöne Zeit verbringen. Das hat auch positive Effekte für die lokale Wirtschaft. Wir arbeiten stets daran, unser Angebot zu verbessern und damit eine noch höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen“. Ihren Erfolg hat der Deutsche Tourismusverband nun entsprechend bescheinigt. Die Touristinformation Pappenheim darf wieder drei Jahr lang mit der i-Marke werben. Dann steht eine erneute, umfangreiche Überprüfung an. Die Zeit bis dahin werden die Mitarbeiter/innen der TI sicherlich nutzen, um ihren Service noch weiter zu verbessern. Denn Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt.

Text und Foto: Touristinformation Pappenheim




Unterhaltsame Filmmusik am Klavier

Zu einem Klavierabend mit Christine Köhnlein lädt der Kunst- und Kulturverein auf die Remise des K 14 in der Pappenheimer Klosterstraße ein.

Beim Pappenheimer Kunst- und Kulturverein läuft auch in Corona-Zeiten ein Abendprogramm für Daheimgebliebene und Urlaubsgäste unter dem Motto „Wenn’s warm ist – Open Air fällt uns nicht schwer“

Samstag, 22. August 2020, 20 Uhr
K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim
Eintritt frei,

für erfrischende Getränke ist gesorgt.
Die geltenden Hygieneregeln sind zu beachten.
Spenden für die Arbeit des Kunst- und Kulturvereins werden erbeten.

Besonders die überdachte Remise und der Innenhof zum Remisentor hinab sind dafür hervorragend geeignet, da gibt es Frischluft und auch die nötigen Abstände. Nach zwei erfolgreichen Kultur-Abenden kommt nun am Samstag 22. August Musik auf die Bühne, die das Publikum in andere Sphären entführen wird und den Corona-Alltag vergessen lässt. Christine Köhnlein wird am Klavier Filmmusik präsentieren. Freuen Sie sich auf viele musikalische Highlights!
Dazu werden erfrischende Getränke angeboten. Speisen und Knabbereien sind leider aus Hygienegründen nicht im Angebot, aber jeder Besucher darf sich selber seine Brotzeit oder Knabbereien mitbringen.




Kein Geländer an der Altmühl Promenade

Die neu gestaltete Uferpromenade auf der Stadtwerkeinsel wird zur zum Altmühl-Treibwerkskanal hin nicht mit einem Geländer abgegrenzt. Das hat der Stadtrat mit 13:4 Stimmen beschlossen.

Bei den Umgestaltungsarbeiten auf der Pappenheimer Stadtwerkeinsel ist die geplante Uferpromenade entlang des Altmühl-Treibwerkkanals weitgehend fertiggestellt. Entlang der Altmühl führt sie die Fußgänger auf einer noch behelfsmäßigen Brücke über den sogenannten Querschuss, der Treibwerkskanal und Altmühl verbindet. Bereits am 24. Juni 2020 war der Bauausschuss zusammen mit dem Planer Clemens Frosch bei einer Baustellenbesichtigung vor Ort. Dabei kam man zu dem Entschluss, dass die Uferpromenade nicht mit einem Geländer zum Wasser hin gesichert werden soll. Das ist auch nicht notwendig, wie das für die Stadt zuständige Beratungsbüro für Arbeitssicherheit bei einer Begehung festgestellt hat. Sinnvoll wäre, einer schriftlichen Mitteilung des Beratungsbüros zufolge, allerdings eine Abtrennung mit Blumenkübeln oder eine Bepflanzung entlang der Gewässergrenze.

Beim für und wider in der „Geländer Diskussion“ des Stadtrats meinte 2. Bürgermeister Walter Otters (FW), dass er sich ein Geländer in lockerer Form schon vorstellen könne, sein Fraktionskollege Friedrich Hönig hält ein Geländer wegen der Unfallgefahr für unabdingbar. „Wollen wir warten bis was passiert“, meinte Hönig mit erhobenem Zeigefinger auch im Hinblick darauf, dass diese Promenade sicherlich auch von Radfahrern genutzt werden wird. Die Anfrage Roland Kiermeyers (BGL) nach dem Verwendungszweck der in dem Betonmäuerchen befindlichen Löcher konnte Bürgermeister Gallus mit der Bemerkung beantworten, dass diese mit Pfosten zugemacht werden, um die Mauer vor eindringendem Wasser geschützt wird.

Anette Pappler, die Fraktionsvorsitzende der SPD will entlang der Promenade vorerst keine Barriere zwischen Weg und Wasser in Form eines Geländers haben. Im Bedarfsfall könne man ja nachrüsten und auch Bürgermeister Florian Gallus (CSU) findet die die Promenade ohne Geländer schöner.

Karl Satzinger Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste erinnert sich an die ursprünglichen Planungen, eine Abgrenzung mit Natursteinquadern zu schaffen, was aber den Ausführungen von Amtsleiter Eberle zufolge wegen der Grenzsituation nicht umsetzbar gewesen sei.

Bei der Abstimmung, ob nun ein Geländer entlang der Uferpromenade gebaut werden soll, stimmten vier Ratsmitglieder dafür und 13 dagegen.




Pappenheim Land unter

Ein schweres Unwetter hat in Pappenheim zu Überschwemmungen und Wasserschäden in Gewerbetrieben und Privatwohnungen geführt. Feuerwehrkräfte waren stundelang im Einsatz. Die Tankstelle Steil musste über mehrere Stunden wegen Überflutung der Ladenräume geschlossen bleiben. An der Altmühlbrücke 80 cm Wasserstand im Keller.

Es hat sich mit dicken schwarzen Wolken und fast nachtschwarzem Himmel angekündigt, das Unwetter, das Pappenheim am 13. August heimgesucht hat. „Das war schon wirklich extrem“ sagt Kreisbrandmeister Otto Schober, der in seiner 41-jährigen Laufbahn als Aktiver Feuerwehrmann schon viele Unwettereinsätze hinter sich gebracht hat. „So etwas wie heute habe ich noch nicht erlebt“, sagt der Kreisbrandmeister nach dem Einsatz.

Erste Meldungen von Überflutungen kamen aus der Bauhofstraße, wo das Hochwasser ständig anstieg. An den kritischen  Stellen in der Dr. Dr. Bertha-Kipfmüller-Straße auf Höhe des „Grünen Baumes“ hatte sich ein reißender Wasserstrom gebildet und der Kanal war derart überlastet, dass die Kanaldeckel ausgehoben und wegen des Wasserdrucks erst später wieder eingesetzt werden konnten. An der Altmühlbrücke war es diesmal besonders schlimm, in das Anwesen Nr. 8 drang das Wasser in Strömen ein und erzeugte einen Wasserpegel von ca. 80 cm Höhe. Der Kanal in der Deisingerstraße hat sich bewährt, hier hatten sich in der Mitte lediglich zwei niedrige aber große Seen gebildet.

Außergewöhnlich waren die Wasserschäden in der Langenaltheimer Straße bei einem dortigen metallverarbeitenden Betrieb und auch in der alten und neuen Bahnunterführung stand das Wasser.

Im Lachgartenweg hat es die Tankstelle Steil schwer erwischt. Sie musste wegen eines gut 20 cm hohen Wasserstandes im Büro, im Verkaufsraum und im Öllager für rund vier Stunden geschlossen bleiben.

Auch in der Wehrwiesenstraße bildeten die Regenmassen einen großen See und die Autos standen teilweise bis zum Bodenblech im Wasser.

Sogar in der Bahnhofstraße drückte das vom Schneckleinsberg herabstürzende Wasser in die Wohnungen einiger Häuser.

Über mehrere Stunden waren Feuerwehren aus Bieswang, Langenaltheim, und Pappenheim, sowie Kreisbrandinspektor Volker Satzinger und Kreisbrandmeister Otto Schober im Unwettereinsatz.

Fotos: Privat




Zeugensuche nach Unfallflucht in Göhren

Die Polizei sucht Zeugen zu einem Verkehrsunfall bei dem auf der Verkehrsinsel auf der Kreisstraße WUG 11 am Ortsausgang von Göhren Richtung Pappenheim das dortige Verkehrszeichen zerstört wurde.

Am Montag, 10.08.2020, in der Zeit von 06.00 Uhr bis 12.00 Uhr, wurde am Ortsausgang Göhren ein Verkehrszeichen samt Standrohr total beschädigt, wodurch ein Sachschaden von ca. 300 EURO entstand. Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer befuhr die Kreisstraße WUG 11 von Göhren in Richtung Pappenheim und prallte hierbei am Ortsausgang Göhren gegen das Verkehrszeichen, das auf der dortigen Verkehrsinsel stand. Die Verkehrseinrichtung wurde komplett zerstört.

Hinweise zu dem unfallflüchtigen Fahrzeug werden an die PI Treuchtlingen unter Telefon 09142/9644-0 erbeten.




Unfallflucht auf der Lach

In Pappenheim hat die Polizei gegen eine Pkw-Fahrerin Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle eingeleitet. Am Montag, 10.08.2020, gegen 14.05 Uhr war sie, beim Ausparken, Auf der Lach, gegen das Dachrinnenrohr einer Garagenanlage gefahren war. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hundert Euro. Die Unfallverursacherin wurde noch von einem Zeugen noch angesprochen, entfernte sich aber, ohne die Feststellung ihrer Daten zu ermöglichen, von der Unfallstelle.




Container als Übergangslösung für die Kinderbetreuung

Auf dem Multifunktionsfeld neben der Pappenheimer Grundschule werden zwei Container als Übergangslösung für die Kinderbetreuung aufgestellt. Der Stadtrat hat in zwei einstimmigen Beschlüssen sowohl dem baurechtlichen Verfahren als auch der Anschaffung von Leihcontainern zugestimmt.

Wie mehrfach berichtet ist auf der Grünfläche zwischen der Stadtparkstraße und der Bürgermeister-Oppel-Straße ein Haus für Kinder für die Hortbetreuung und einer Kindertagesstätte in Planung. Allerdings dürfe der Neubau frühestens zum Beginn der Kindergartenjahres 2021/2022 bezugsfertig werden.

Nachdem die bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen im Stadtgebiet vollständig ausgelastet sind und auf der Warteliste nach dem aktuellen Stand 19 Krippenkinder und 23 Kindergartenkinder stehen, gibt es für die Stadt Handlungsbedarf.

Aus diesem Grund hatte der Stadtrat schon im Februar grundsätzlich der Anschaffung von Raumcontainern für vorübergehende Kinderbetreuung zugestimmt.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat jetzt das gemeindliche Einvernehmen zur Aufstellung der Container erteilt und auch der Anschaffung zugestimmt.

Demnach werden nach den Vorgaben des Jugendamtes als Genehmigungsbehörde zwei Leihcontainer mit einer Grundfläche von 150 Quadratmetern angeschafft in denen 12 Krippenkinder und bis zu 25 Kindergartenkinder betreut werden können.

Die Container werden in L-Form auf dem Sportfeld (Multifunktionsfels) neben dem Grundschulaus am Helmut-Gollwitzer-Weg aufgestellt. Der Standort ist deswegen ideal, weil die Versorgung der Container mit Strom und Wasser wegen der Nähe zum Technikraum der Schule unproblematisch, und die Festigkeit des Untergrunds gewährleistet ist.




Paddock-Trail Anlage und Veränderung der Flächennutzung in Geislohe

Im Nordosten von Geislohe, am Neudorfer Weg soll im Außenbereich neben dem Freizeitplatz der Firma Gerstener eine Paddock-Trail Anlage mit Pferdepension und einem Wohnhaus entstehen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens ist es erforderlich, dass der Flächennutzungsplan der Stadt Pappenheim geändert wird. Nach einem langwierigen Verfahren hat der Stadtrat mit einer denkbar knappen Mehrheit von 9:8 Stimmen den ersten  Schritt zur Genehmigung dieses Projektes getan. Dabei nutzte die Stadt die Gelegenheit die Flächennutzung zwischen dem Firmenglände Gerstner und der geplanten Reitanlage neu zu ordnen.

Den Bau einer Paddock-Trail-Anlage im Außenbereich von Geislohe haben Christa und  Stephanie Brendel schon im Oktober 2019 bei der Stadt Pappenheim beantragt. Im November hat der Stadtrat den Antrag auf die hierfür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes mit großer Mehrheit (2:12 Stimmen) abgelehnt. Bei den damaligen Wortmeldungen gab es unter anderem Bedenken wegen einer Zersiedelung und dass das Bauvorhaben dem Förderprojekt „Innen statt Außen“ zuwiderlaufe. Außerdem nehme man der Firma Gerstner, dem angrenzenden Metallbaubetrieb, die Expansionsmöglichkeit.

Nach der Kommunalwahl haben die Bauwerber ihren Antrag erneut vorgebracht und fanden Gehör. Bei der Bauausschusssitzung am 24. Juni 2020 bekamen sie die Möglichkeit ihr Projekt ausführlich vorzustellen. Tobias Gruber beleuchtete damals den Begriff und das Umfeld der geplanten Pferdepension, die es  in der Art in der Region bisher noch nicht gibt. Gruber wies auf  die Freizeitangebote für Einsteller und Besucher in der Anlage hin, die durch den schonenenden Umgang mit Flora und Fauna zu einer Aufwertung der Region führen soll.

Schon damals im Bauausschuss war von einigen Stadträten Gegenwind zu spüren. So wurde erneut das Projekt „Innen statt Außen“ angemahnt und die Standortnähe zu einem Industriebetrieb bemängelt. Der Bauausschuss lehnte den Änderungsantrag für den Flächennutzungsplan, wenn auch knapp mit 4:3 Stimmen ab.

Nun führte das Thema bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates wieder zu Diskussionen. Stadtrat Friedrich Hönig von den Freien Wählern unterstrich erneut den Widerspruch zu „Innen statt Außen“, und bemängelte, dass sich die Nachbarschaft von Gewerbegebiet und Pferdehaltung nicht vertrage. Zudem sei es aus seiner Sicht ein „Unding“, dass die Erschließung der geplanten Anlage auf Kosten der Betreiberin erfolgen soll. Das stehe einer weiteren Entwicklung im Wege, „das ist eine Sackgasse“, wetterte Hönig. Auch der örtliche Stadtrat Erich Neulinger (CSU) äußerte Bedenken wegen der Beanspruchung der Wege in der Natur durch die Reiter.

Bürgermeister Florian Gallus sieht in der Änderung des Flächennutzungsplanes nur einen ersten Schritt, dem noch viele weitere Schritte folgen. Daraus lässt sich ableiten, dass darüber, ob die Pferdepension im Außenbereich von Geislohe entstehen kann, die Würfel noch nicht gefallen sind. Der erste Schritt jedoch ist getan, denn mit einer knappen Mehrheit von 9:8 Stimmen hat der Stadtrat der Stadt Pappenheim beschlossen, im Flächennutzungsplan  den Gebitetstyp „Flächen für die Landwirtschaft“ in Teilbereichen in „gemischte Baufläche“ und „Sondergebiet Pferdehaltung“ umzuwandeln.

Nun hat die Stadt im Zusammenhang mit der Veränderung des Flächennutzungsplans auch die Flächen zwischen der geplanten Reitanlage und der Firma Gerstner neu geordnet. So ist die Fläche mit der Freizeitanlage von einer landwirtschaftlichen Fläche zu einer Grünfläche umdeklariert worden. Die dahinterleigenden Grundstücke mit insgesamt gut 14.000 Quadratmetern sollen von einer derzeit landwirtschaftlichen Fläche in eine gewerbliche Baufläche umgestuft werden. Dafür wurde eine neue Wegführung eingeplant. Dieser beabsichtigten 10. Änderung der Flächennutzungsplanes stimmten 5 Stadtraäte bei der Beschlussfassung nicht zu.

Titelbild: Paddock Trail Geislohe




iPhone vom Autodach geklaut

Am Samstag, 08.08.2020, gegen 15.00 Uhr, ereignete sich im Pappenheimer Ortsteil Zimmern, nahe des Gasthofs Hollerstein ein Diebstahl. Ein 34-jähriger Mann aus Lauf a. d. Pegnitz legte sein graues iPhone auf dem Dach seines Pkws ab. Er entfernte sich kurz, weil er ein anderes Fahrzeug umparken musste.
Als er zu seinem Pkw zurückkam, war sein Mobiltelefon verschwunden.
Der Zeitwert des iPhone 11+ wurde vom Geschädigten mit 1400,– Euro angegeben.

Die Polizeiinspektion Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet aufmerksame Bürger, die Hinweise geben können, sich unter der Tel.  09142/96440 zu melden.