Container für den Kinderhort sind aufgestellt

Fliegende Klassenzimmer gab es in den letzten Tagen bei der Pappenheimer Grundschule zu sehen. Die Containerelemente schwebten über das Grundschulhaus hinweg und wurden zu zwei L-förmig angeordneten Einheiten mit insgesamt vier Räumen angeordnet.

Auf dem Multifunktionsplatz neben der Grundschule in Pappenheim sind jetzt 12 Container aufgestellt, in denen es insgesamt 4 Räume für den vom BRK betriebenen Kinderhort gibt. Im Februar und im August dieses Jahres hat der Stadtrat bereits Beschlüsse gefasst um die rechtlichen Voraussetzungen für die Aufstellung der vorübergehenden Betreuungsräume für den Kinderhort zu schaffen.

Weil die Betreuung der Hortkinder in einem anderen Raum als dem Klassenzimmer stattfinden muss bestand für die Stadt Pappenheim Handlungsbedarf zur Schaffung von Räumen für den Hort, der vom Jugendamt derzeit noch im Grundschulhaus geduldet wird.

Das Haus für Kinder mit Kindergarten und Kinderhort gegenüber dem Schulhaus ist zwar auf den Weg gebracht, aber bis zu Fertigstellung dieses Hauses kann die vorübergehende Genehmigung des Kinderhorts im Grundschulhaus nicht verlängert werden.

Deshalb sind jetzt neben dem Grundschulhaus zwei in L-Form angeordnete Containergruppen mit je 6 Containern aufgestellt worden, die zwei kleine und zwei etwas größere Gruppenräume, sowie in jedem Trakt einen Toilettenbereich und eine kleine Kochnische bieten.

Allerdings gibt es noch allerhand zu tun bis die Kinder in diese Container einziehen können. Denn es müssen Versorgungsleitungen, verlegt und angeschlossen werden und auch das Mobiliar muss noch geliefert und eingerichtet werden. Wie Bürgermeister Florian Gallus auf Anfrage mitteilt, wird man in der nächsten Woche nach der Abklärung verschiedener Faktoren abschätzen können, wann die Container ihrer Bestimmung übergeben werden.




Weitere Planungen für Pappenheim Nord

Der Bauausschuss der Stadt Pappenheim hat jetzt über das weitere Vorgehen für den Bereich „Pappenheim Nord“ eine Empfehlung ausgesprochen, wonach das Architekturbüro Frosch mit weiteren Planungen zu seinem bereits bestehenden Entwurf beauftragt werden soll.

Der vordere Teil des Planungsgebiets „Pappenheim Nord“, ist eine rund 4.800 qm große Fläche, die zwischen der Bürgermeister-Rukwid-Straße und dem Friedhof an der Galluskirche liegt. Derzeit befindet sich auf der Fläche ein unbewohntes landwirtschaftliches Anwesen und die Gaststätte zum Goldenen Löwen. Beides soll abgerissen werden um das Areal neu zu gestalten.

Die Grundstücke hat die Stadt bereits gekauft und schon im Oktober 2017 hat der Stadtrat bei einer Gegenstimme die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Zu dem Grundstück gehört auch noch der obere Teil, eine größere Fläche nördlich der Friedhofsmauer zum Weinberg hin, die nach den derzeitigen Planungen vorrangig für den Bau eines Gästehauses für den Gastronomiebetrieb des Gasthofes „Zum Grünen Baum“ zur Verfügung gestellt werden soll. Im Gegenzug will die Stadt einen öffentlichen Fußweg von der Rukwidstraße zur Dr. Dr. Bertha-Kipfmüller-Straße über das Grundstück des „Grünen Baumes“ bauen, damit der Fußgängerverkehr nicht mehr durch die Engstelle im Abzweigungsbereich der Rukwidstraße geführt werden muss.

Auf dem neuen Areal Pappenheim Nord sieht Architekt Clemens Frosch einen Parkplatz für die Friedhofsbesucher und zwei bis drei Gebäude vor, die im Erdgeschoss mit Geschäftsräumen und in der 1. Etage barrierefreien Wohnungen ausgestattet werden sollen.

Nach der Empfehlung des Bauausschusses soll das Architekturbüro Clemens Frosch auf der Grundlage seines Entwurfs (siehe Titelbild) die Planungen fortsetzen und vonseiten der Stadtverwaltung sollen die Grundstücksgeschäfte bezüglich des neuen Gehweges und des möglichen Gästehauses aufs Gleis gesetzt werden.

Mit dem Thema wird sich sicherlich auch der Stadtrat in nächster Zeit zu beschäftigen haben.




Handlungsbedarf Am Hals

In Pappenheim zeichnet sich für die Straße „Am Hals“ eine größere Baumaßnahme mit einer Vollsperrung ab. Durch eine Ausspülung im Untergrund ist der Hang im westlichen Bereich der Straße deutlich erkennbar ins Rutschen gekommen, sodass es für die Stadt als Straßenbaulastträger Handlungsbedarf gibt.

„Was ist zu tun?“ fragte Bürgermeister Florian Gallus beim Außentermin der Bauausschusssitzung am 5. November 2020, als man sich die Bescherung vor Ort ansah. Deutlich zeigen Risse und Fahrbahnsetzungen, dass der hangseitige Fahrbahnrand talabwärts in Bewegung ist. Deshalb hat die Stadt Pappenheim im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht mit Leitborden die Schadensstelle abgesichert.

Bei der Untersuchung durch ein Ingenieurbüro hat sich herausgestellt, dass einerseits durch eine schadhafte Ableitung des Oberflächenwassers und eine „Hangrutschung“ der Fahrbahnrand in Bewegung geraten ist. „Es gibt also Handlungsbedarf“, meinte der Bürgermeister.

Die Straßenreparatur wird nicht ohne eine Vollsperrung der Anliegerstraße möglich sein, denn an allen Schadstellen muss der Straßenuntergrund neu hergestellt werden und im oberen Bereich, muss auch noch der Hang mit einer Stützmauer abgesichert werden. Schon wegen der Notwendigkeit der Vollsperrung steht fest, dass die Maßnahme erst begonnen werden kann, wenn die Baumaßnahmen in der Bauhofstraße und der Graf-Carl-Straße abgeschlossen sind und die Pappenheimer Innenstadt wieder frei befahrbar ist. Denn derzeit bewegt sich wegen der Sperrung der Bauhofstraße täglich eine beachtlicher Verkehrsstrom von der der Bahnhofstraße über den Hals in Richtung Marktplatz.

Zunächst soll ein Ingenieurbüro mit der Aufnahme der aktuellen Situation beauftragt werden. Dabei will die Stadt Pappenheim auch untersucht haben, inwieweit aus Abgrabungen des Unterliegers eine Mitverantwortlichkeit für die Straßensetzung abgeleitet werden kann. Für die Sanierung sollen von dem beauftragten Ingenieurbüro die Variante einer Teilsanierung und die eines Vollausbaus erarbeitet werden.

Betroffen ist das Teilstück von der Staatsstraße bis zur Einmündung des Schneckleinsbergs. Bei den Planungen soll der N-ERGIE als Gasversorger Gelegenheit geboten werden Am Hals die von den Anwohnern lange gewünschte Gasversorgung umzusetzen.




Das Sonnenmenü für den 22. November

Am Sonntagmittag den 22.11.2020 von 11:00 – 14:00 Uhr kocht das Restaurant „Zur Sonne“ in Pappenheim wieder köstliche Speisen zum Mitnehmen. Einfach heiß abholen und daheim genießen!

Bitte vorbestellen unter 09143/ 837 837oder 0179/5325002

–der Umwelt zuliebe –
eigenes Geschirr zum Transport mitbringen

Das Angebot für den Sonntag, 22. November 2020

Kleiner Gartensalat
in Apfel-Schalottendressing…………………………….. 3,–€

Glück´s Zwiebelrostbraten
mit Kartoffelgratin…………………………………………. 16,-€

Zart geschmorter Sauerbraten
mit Brezenknödelscheiben…………………………….. 13,-€

Käsespätzle mit Allgäuer Bergkäs
und buntem Salat   ………………………………………… 10,–€

Duett von Zander und Lachs
auf Rahmlauch, Rieslingsauce, Risotto…………….. 16,-€

Für Naschkatzen

Zimtmousse mit Apfelkompott
Und Portweinschaum…………………………….. ……..  4,50 €

Bitte vorbestellen unter 09143/ 837 837oder 0179/5325002

–der Umwelt zuliebe –
eigenes Geschirr zum Transport mitbringen

 




Entwurfsplanung für die Hauptstraße in Bieswang ist beschlossen

Ein entscheidender Projektteil der Dorferneuerung Bieswang 2 ist die Umgestaltung der Hauptstraße deren Entwurfsplanung mitsamt der Kostenberechnung jetzt dem Stadtrat vorgestellt und einstimmig beschlossen wurde. Reinhard Vulpius vom Pleinfelder Ingenieurbüro VNI erläuterte ausführlich die einzelnen Elemente der Planung und der Kostenberechnung.

Nach vielen Sitzungen und Beratungen der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung Bieswang II, liegt jetzt die Entwurfsplanung und auch die Kostenberechnung für die Hauptstraße auf dem Tisch. Mit seiner Zustimmung hat der Stadtrat den Weg frei gemacht für Detailplanungen, die dann zur Ausschreibung und letztlich zur Umsetzung der Baumaßnahmen führen, die im kommenden Jahr vorgesehen sind.

Da es sich bei der Hauptstraße in Bieswang um eine Staatsstraße handelt, waren die Planungen wegen der Kostenbeteiligung mit dem Staatlichen Bauamt abzustimmen und auch der Wasserzweckverband links der Altmühl beteiligt sich, weil die Leitungen zur Wasserversorgung mit in der Fahrbahntrasse liegen.

Zugunsten einer durchgängigen Gehwegbreite von 1,50 m auf der Nordseite der Hauptstraße wird die Fahrbahnbreite um 20 cm auf 6,30 m verringert und eine Parkbucht mit einer Grünfläche für zwei Fahrzeuge ist vorgesehen.

Der südliche Fahrbahnrand wird von einem Grünstreifen mit gepflasterten Grundstückszugängen gesäumt und die bereits bestehende Bushaltestelle in der Ortsmitte wird behindertengerecht neugestaltet.

Die Planungen sehen einen behindertengerechten Ausbau der Bieswanger Hauptstraße an mehreren Stellen vor. So sollen durch einen sogenannten taktilen Bodenbelag mit einer strukturierten Oberfläche eine Orientierungshilfe für Sehbehinderte beim Überqueren der Fahrbahn geschaffen werden. Auch die Bushaltestelle wird mit taktilen Bodenplatten ausgestattet und erhält auch einen sogenannten Kasseler Bord, der den Barrierefreien Einstieg in Niederflurbusse ermöglicht.

Verbesserungen gibt es in den Einmündungsbereichen der Weißenburger Straße und Rosengasse/Sportplatzweg durch Veränderung des Fahrbahnverlaufs und Schaffung von Grünanlagen. Im Bereich der Einmündung Rosenstraße soll die Verkehrssituation durch eine Anhebung des Fahrbahnniveaus und einen Teilausbau des Sportplatzweges verbessert werden. In weiser Voraussicht werden im gesamten Ausbaubereich Lehrrohre für Lichtwellenleiter verlegt.

Nach den derzeitigen Kostenberechnungen wird die Baumaßnahme die Teilnehmergemeinschaft mit einem Betrag von 366.470 Euro treffen, wovon voraussichtlich noch Staatliche Zuwendungen abgezogen werden können. Die Stad Pappenheim ist mit 35% an den Kosten der Teilnehmergemeinschaft beteiligt.

Schon vor einige Wochen hat man in einer Kommission die Beleuchtung für die neue Hauptstraße ausgesucht. Auf der Stadtwerkeinsel waren mehrere Lampentypen ausgestellt, aus deren Mitte ein Lampentyp mit nostalgischem Outfit ausgesucht wurde, der natürlich mit LED-Technik ausgestattet ist und die neue Hauptstraße in Bieswang in einem warmweißen Licht erstrahlen lassen wird.  Diese 6 m hohen Lampen werden im Ausbaubereich an 29 Stellen aufgestellt.




Stilles Gedenken 2020

Die Gedenkfeiern am Volkstrauertag für die Gefallenen der beiden Weltkriege sind in diesem Jahr für den Gemeindebereich Pappenheim Corona bedingt abgesagt worden. Dennoch haben Bürgermeister Florian Gallus sowie die Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft und der Buchauer Gemeinde, die mit der Stadt Pappenheim einen Patenschaft verbindet am Sonntagmorgen Kränze an den Gedenkstätten im Friedhof an der Galluskirche niedergelegt.

Bei dem Gespräch im Gedenken an die Gefallenen kam auch zu Sprache, dass die Entstehungsgeschichte des sogenannten Kriegerdenkmals im Pappenheimer Friedhof an der Galluskirche schon vor 100 Jahren begann.

Damals im März 1921 hat der Pappenheimer Stadtrat die Anschaffung eines „Denkmals für die im Krieg Gefallenen“ beschlossen und Professor Max Heilmaier aus Nürnberg mit der Fertigung erster Skizzen beauftragt. Später fertigte Professor Heilmaier auftragsgemäß noch Detailskizzen und ein Modell, das ab dem 11.10. 1921 im Schaufenster des Bekleidungsgeschäfts Emmert, (heute Deisingerstraße 18) zur Ansicht öffentlich ausgestellt wurde.

Schon wenige Tage später ruft ein Pappenheimer Geschäftsmann, der sich „der Einberufer“ nennt zu einer Protestversammlung in das Gasthaus Stern ein. Man hatte nichts gegen das Denkmal selbst, nur wollte man es nicht im Friedhof, sondern bei der „Friedenseiche“ aufgestellt wissen. (Grünanlage in der Schützenstraße gegenüber der vormaligen Grabstätte Linde).

In der Pappenheimer Zeitung äußert sich daraufhin der Stadtrat (Auszug) : „ … Aus der Bevölkerung unseres Städtchens heraus ist nun dem Stadtrat ganz unerwartet und im letzten Augenblick eine Vorstellung unterbreitet worden, die zwar an dem Entwurf des Denkmals nichts auszusetzen hat, wohl aber den Standort des zur Errichtung kommenden Kriegerdenkmals zum Gegenstand der Erörterung macht und insbesondere anregt, als Platz für die Aufstellung denjenigen bei der Friedenseiche vor dem Staatlichen Forstamt zu wählen.

Hierzu sei bemerkt, dass auch der Ausschuss den fraglichen Platz für die Aufstellung im Auge hatte. Nachdem aber vom künstlerischen Standpunkt aus Bedenken gemacht worden waren und nachdem nicht ein Kriegerdenkmal errichtet werden soll, sondern ein „Gedenkstein für die im Felde der Ehre Gefallenen“, so eignet sich kein Platz besser als der Friedhof. Abseits vom Gedränge des Alltags soll den Hinterbliebenen und den Gemeindeangehörigen Gelegenheit geboten sein, dem Andenken der draußen Gebliebenen nachzuhängen ohne durch äußre Einflüsse hierin gestört zu werden. An einem öffentlichen Platz ist dies nicht möglich. Zur Errichtung eines Kriegerdenkmals das geeignet ist, die glorreichen Taten und Siege des Herres zu verherrlichen oder die Nachwelt für neue Kriege anzufeuern und zu begeistern, besteht unseres Erachtens im gegenwärtigen Augenblick keine Veranlassung. ….“

Schon am 1.11.1920 erwidert die Gegenseite in einem Brief an den Stadtrat:

„… Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, dass das Denkmal nur an dem öffentlichen Platz, als welcher nur der an der Friedenseiche als geeignet in Betracht kommt, zur Aufstellung kommen kann. Wenn der Stadtrat in seiner Zuschrift behauptet, dass, der weitaus größte Teil des Einwohnerschaft mit der geplanten Aufstellung der Denkmals im Friedhof einverstanden sei, so gestatten wir uns auf die anliegende Einzeichnungsliste hinzuweisen, welche mit 217 Einzeichnern im Gegensatz zu der Behauptung des Stadtrates stehen. …“.

Weiter heißt es „…. Es soll nicht nur ein Gedenkstein für unsere lieben Gefallenen sein, sondern auch eine Zierde unsers Städtchens bilden. ….“.

Nach einer öffentlichen Versammlung im Kronensaal bei der die Meinungsmehrheit in der Bevölkerung festgestellt wurden, kam es wieder zum Streit, weil sowohl der Stadtrat als auch die sogenannte „Gegenströmung“ von sich behaupteten über die Meinungsmehrheit der Pappenheimer Bevölkerung zu verfügen.

Den Schlusspunkt in diesem Streit setzt der Stadtrat am 07.12.1921 mit der Entscheidung, das Denkmal im Friedhof an der Galluskirche aufzustellen. Dort fand es seinen Platz, ursprünglich neben der Eingangstüre zur Galluskirche und wurde fast ein Jahr später nach all den Streitigkeiten am 29.10.1922 eingeweiht. Bei Umbauarbeiten in den 1970er Jahren bekam das Denkmal seinen derzeitigen Standort.




Unfallflucht

Auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofes wurde am Freitagmorgen der geparkte Pkw eines 19jährigen angefahren. Als Schadensverursacher dürfte der Fahrer des daneben geparkten Pkw in Betracht kommen. Dieser hat sich nach dem Anstoß entfernt, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Die Polizei ermittelt.




Kennzeichen von Motorrad gestohlen

In Geislohe wurde in der Zeit von April bis November 2020 von einem Motorrad das Kennzeichen entwendet. Das Krad stand in einem frei zugänglichen Carport. Mögliche Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei Treuchtlingen zu melden.




Erneute Stadtratssitzung schon in der nächsten Woche

Weil in der Sitzung des Stadtrates am 12. 11. die Tagungszeit Corona bedingt auf zwei Stunden beschränkt wurde, konnten nicht alle Punkte der Tagesordnung beraten werden. Deshalb gibt es eine Woche später a, 19. 11.2020 um 19:00 Uhr im Bürgersaal – Haus des Gastes schon die nächste Sitzung mit folgender Tagesordnung statt:

1 Bauanträge 
1.1 BA 38/2020 Antrag auf Vorbescheid der Firma Grillenberger zum Neubau einer Lagerhalle im Außenbereich

1.2 BA 40/2020 Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in der Stelzergasse

2 Vergaben:      

2.1 Bauvorhaben Umbau ehem. Schulhaus Bieswang zur Senioren WG mit Tagesbetreuung – Vergabe des Gewerks „Dachdecker-und Spenglerarbeiten“

2.2 Breitbandausbau – Auftragsvergabe für die Firma Schröder, Schwabach – Begleitung Förderprogramm Gigabit

2.3 Erwerb eines Ruthmann Steiger Typ K110

2.4 Neubau Straßenbeleuchtung im Bereich der neuen Eisenbahnunterführung in Niederpappenheim

2.5 Friedhofswesen – Vergabe der Bestattungsdienstleistungen

3 Beteiligungen – Kapitalzuführung an die Stadtwerke Pappenheim GmbH zur Sicherung der Leistungsfähigkeit

4 Städtebauförderung – Bevorratungsbeschluss des Jahresprogramms 2021 ff.

5 Allgemeines / Sachstandsmitteilungen




Stabile Strompreise bei den Pappenheimer Stadtwerken

Erfreut sichern die Pappenheimer Stadtwerke zu, dass ihre Stromkunden im kommenden Jahr keine Erhöhung der Strompreise zu befürchten haben.

Die Stadtwerke Pappenheim GmbH sind wegen der minimal rückläufigen staatlichen Umlagen in der erfreulichen Lage, die Strompreise bis zum 31.12.2021 stabil zu halten.

Die Bundesregierung hat Anfang Juni 2020 beschlossen, dass für den befristeten Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 ein gesenkter Mehrwertsteuersatz von 16% (anstatt 19%) gilt. Die Stromkunden der Stadtwerke Pappenheim profitieren jedoch nicht nur für diesen Zeitraum von der Entlastung sondern für das gesamte Jahr 2020.

Die Strompreise und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Stadtwerke Pappenheim unter

www.stadtwerke.pappenheim.de.

„Wir, als Ihr zuverlässiger Energieversorger vor Ort, werden uns auch in Zukunft für eine sichere und preiswerte Stromversorgung Ihres Haushaltes einsetzen“ heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.




Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz

Am Donnerstag, 12.11.2020, gegen 21.00 Uhr, wurden auf einer Wendeplatte in Treuchtlingen mehrere Personen festgestellt, die sich dort niedergelassen hatten. Zum Teil führten sie Campingstühle mit, hörten Musik, tranken und aßen.

Auf die Streifenbesatzung der Polizei machte das Ganze den Eindruck einer „After-Work-Party“. Auf Abstand und Mundschutz wurde nicht geachtet. Nachdem die 23 bis 36 Jahre alten Frauen und Männer, die aus 5 verschiedenen Hausständen zusammenkamen, auf die bestehenden Corona Beschränkungen angesprochen wurden, waren sie nicht sehr einsichtig. Ihnen wurden Platzverweise erteilt, denen sie letztlich nachkamen, gegen alle zehn Teilnehmer der Ansammlung werden Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet.

In diesem Zusammenhang möchten die Polizei, nicht zuletzt wegen der momentan immer noch steigenden Infektionszahlen, erneut auf einige geltende Corona Beschränkungen aus der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hinweisen, die aber nur einen kleinen Auszug aus der zitierten Verordnung aufzeigen.

 Kontakte sollten auf ein absolut nötiges Minimum beschränkt werden

Mindestabstand wo immer möglich 1,5 Meter, ist dies im öffentlichen Raum nicht möglich Mund-Nasen-Bedeckung tragen

-der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur mit Personen des eigenen Hausstandes sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstandes gestattet, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens 10 Personen nicht überschritten wird.

-Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Personen untersagt.




Es ist eine wirtschaftliche Entscheidung

Die Pappenheimer Senioreneinrichtung, das von den Rummelsberger Diensten seit 1997 betriebene Georg-Nestler-Haus wird zum 31.05.2020 geschlossen. Das ist seit dem 15.10.2020 vom Sozialträger ansatzlos öffentlich bekannt gemacht worden. Viele empfinden es wie auch der CSU-Stadtrat Friedrich Obernöder „als Schlag ins Gesicht“, weil, wie auch Erster Bürgermeister Gallus (CSU) und 2. Bürgermeister  Otters von den Freien Wähler betonen, man vonseiten der Rummelsberger im Vorfeld der Entscheidung nicht an die Stadt herangetreten sei, um nach Wegen für eine positive Lösung zu suchen. Dominic Bader erklärt vor dem Stadtrat, dass wirtschaftliche Gründe zur Schließung geführt haben.

Und dabei hatte es am 5. Oktober 2017 noch so gut ausgesehen, als Peter Kraus, von der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter angekündigt hat, mit einer millionenschweren Investition das Georg-Nestler-Haus neu bauen zu wollen. Und nicht nur das, das neue Haus wurde dem Stadtrat als ein modernes Haus mit einer angenehmen Wohnatmosphäre angekündigt, in dem auch Komponenten vorsehen seien die über den gesetzlich geforderten Standard hinaus gingen.

Und jetzt referierte kürzlich wieder ein Vertreter die Rummelsberger Dienste – diesmal in einem 10-Minuten-Referat – über die Schließung der Pappenheimer Senioreneinrichtung. Diesmal war es Dominic Bader, der Standortleiter der Rummelberger Diakonie für die Region Pappenheim /Treuchtlingen.

Es seien die gesetzlichen Vorgaben, der Fachkräftemangel und auch ein bisschen der Denkmalschutz gewesen die dazu führten, dass die Einrichtung nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Derzeit seien von den 51 möglichen Einrichtungsplätzen 29 Plätze belegt, für die insgesamt 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Buche schlagen.

Nach Baders Ausführung habe man mehrere Optionen geprüft. Einerseits sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass auf dem vorhandenen Grundstück keine Einrichtung gebaut werden kann, die für einen wirtschaftlichen Betrieb die erforderliche Platzzahl bieten würde. Andererseits bringt Bader in der späteren Diskussion das Argument, dass man eine Einrichtung mit einer höheren Platzzahl schon wegen des Pflegekräftemangels nicht voll belegen könne. Zudem hätten sich die Rahmenbedingungen bei den Rummelsberger hin zu einer Weiterentwicklung der Konzepte in der Behindertenhilfe entwickelt und es wachse der Kostendruck wegen der Mitbewerber auf dem „Sozialmarkt“.

Jetzt stehe Baders Worten zufolge unter anderem die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und die Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern vor Ort.

Diskussion mit Zuschauerbeteiligung
Stadtrat Roland Kiermeyer von der Bürgerliste fragte als erster Redner des Stadtrates nach dem Grund des Sinneswandels, wo Rummelsberg doch nach seiner Erinnerung noch vor wenigen Jahren eine  Investition von 20 Millionen Euro angekündigt hatte  und wo auch die Verwendung des Bieswanger Pfistererbes von mehr als einer halben Million Verwendung finden sollte.

Die Investition ist an dem Ort nicht wirtschaftlich wiederholte Dominic Bader. Außerdem würde der Bau so groß, dass die Einrichtung wegen des Fachkräftemangels nicht betrieben werden könnte. Die Rummelsberger Dienste hätten sich um Fachkräfte auch im Balkan sehr bemüht aber man habe feststellen müssen, dass unsere Region nicht das ist, was sich mögliche Interessenten unter Deutschland vorstellen.

Zweiter Bürgermeister Walter Otters von den Freien Wählern bedauerte, dass man nicht vor der Entscheidung an die Stadt herangetreten sei, um nach Wegen zu suchen wie das Georg-Nestler-Haus erhalten werden kann. „Was hätten wir tun müssen und das Haus zu retten?“ fragte er. Außerdem könne er die Aussage Baders, Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern vor Ort geführt zu haben nicht nachvollziehen, vielmehr sei zu vermuten, dass die Entscheidung mit der Unternehmensstruktur der Rummelsberger im Zusammenhang stehe. Es habe Einzelgespräche gegeben behauptete Bader, ohne jedoch Namen zu nennen und brachte mit dem Dogma „Es ist eine wirtschaftliche Entscheidung“, die Angelegenheit erneut auf den Punkt.

„Ich hatte überhaupt keine Chance“, stellte auch Bürgermeister Florian Gallus fest, der sich bei einem Gespräch in seinem Amtszimmer am Nachmittag des 15.10.2020 vor vollendete Tatsachen gestellt sah. „Was können wir tun?“ fragte Gallus in Richtung der Verantwortlichen. „Sie können gar nichts tun“, war die leicht gereizt klingende Antwort von Karl Schulz aus den Zuschauerplätzen. Letzterer ist seines Zeichens Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter.

Auch Stadträtin und SPD-Fraktionsvorsitzende Anette Pappler erinnert an den großen Auftritt der Rummelsberger vor dem Pappenheimer Stadtrat vor wenigen Jahren, bei dem die Stadt großes Interesse an den Plänen bekundet habe.

„Haben wir was falsch gemacht?“ fragte der CSU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Obernöder. „Das ist ein Schlag ins Gesicht“, machte er seinen Ärger Luft, denn nach seiner Kenntnis war das Haus in der Region anerkannt.

„Sind die Bewohner über ihre Rechte informiert? Und ist sichergestellt, dass die Bewohner ortsnah unterkommen?“ war die Frage von Bettina Balz von den Grünen, worauf Dominic Bader meint, dass man niemanden auf die Straße setze, weil man das gar nicht könne. Neue Unterbringungsmöglichkeiten sehe man in Ellingen, Eichstätt, Monheim und Weißenburg.

11:6 einmal anders
Das alles ließ Claudia Lämmermann von ihrem Sitz hochfahren um sich zu Wort zu melden. Das geht aber nicht so ohne weiteres, denn der Stadtrat muss zuerst abstimmen, ob er Wortmeldungen von Zuhörern zulassen will. Und da war sie dann, wie – die 11:6 Entscheidung – zugunsten eines Rederechts. Allerdings nicht wie üblich der Block gegen die SPD, nein diesmal könnte man das Abstimmungsergebnis als Alt gegen Jung bezeichnen, denn vorwiegend die jungen und neuen Stadträte waren es, die für eine Diskussionsbeteiligung aus den 14 Zuhörern stimmten.

Claudia Lämmermann wies auf ihre langjährige Tätigkeit in der Altenpflege hin und wollte wissen, ob man denn schon andere Träger kontaktiert habe, die das Pappenheimer Seniorenheim weiterführen könnten. Und der vormalige Erste Bürgermeister Peter Krauß fragte nach dem Bestand des bestehenden Erbbauvertrages. In diesem ist, wie er auf Anfrage erklärt, die Nutzung des Gebäudes als Seniorenheim auf viele Jahre festgeschrieben. Dieser Vertrag, so Dominik Bader hat nach wie vor Bestand.