Jahreshauptversammlung mit Ehrungen in Osterdorf
Osterdorf – Die Freiwillige Feuerwehr Osterdorf hat jetzt ihre Jahreshauptversammlung für die zurückliegenden beiden Jahre abgehalten. Dabei gab es auch Ehrungen durch Landrat Manuel Westphal.
Zu der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr begrüßte der 2. Vorstand Manuel Schleußinger die Mitglieder und als Ehrengäste ganz besonders Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandinspektor (KBI) Anton Brattinger, Kreisbrandmeister (KBM) Otto Schober, Stadtrat und Ehrenkommandant Friedrich Obernöder sowie den örtlichen Ehrenvorstand Edmund Just.
In ihren Grußworten hoben Landrat, Bürgermeister und KBI die besondere Bedeutung und Leistung der Ortsteilfeuerwehren für die Gesellschaft hervor, sicherten ihre Unterstützung zu und appellierten, Kinder und Jugendliche für den Dienst am Nächsten zu begeistern und an den Feuerwehrdienst heranzuführen. Landrat Manuel Westphal stellte fest, dass der Landkreis mit 127 Feuerwehren auch im Bereich der technischen Hilfeleistung gut aufgestellt ist. Dabei sei der Landkreis auf gut ausgerüstete Wehren und damit auch auf die Unterstützung der Kommunen angewiesen. Pappenheim sei in Punkto Feuerwehrwesen auf einem guten Weg, stellte der Landrat fest.
Immer wenn der Landrat zur Feuerwehr kommt, hat er die angenehme Pflicht, langjährige aktive Feuerwehrkräfte zu ehren. Dies war auch in Osterdorf nicht anders.
Für eine 40jährige aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr konnte Landrat Manuel Westphal Eckhard Halbmeyer, Emil Link und den Protokollanten Dieter Mürl auszeichnen.
Weitere Auszeichnungen erhielten:
Andreas Renner für 25 Jahre aktiven Dienst, Bernd Renner für 20 Jahre aktiven Dienst sowie Werner Pop und Lukas Wrede für 10 Jahre aktiven Dienst.
Für die Treue zum Verein erhielten Dank und eine Urkunde:
Karl Ahorn 31 Jahre aktiven Dienst
Friedrich Obernöder 35 Jahre aktiven Dienst und 23 Jahre Kommandant
Johann Drießlein 35 Jahre aktiven Dienst
Für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit konnten Ludwig Loy (28 Jahre aktiven Dienst) und Wilhelm Gagsteiger (29 Jahre aktiven Dienst) ausgezeichnet werden.
Ein Fotobuch mit Fotos von Einsätzen, Feiern und Höhepunkten ihrer Feuerwehrkarriere erhielten die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Eckard Halbmeyer und Walter Otters.
Eckard Halbmeyer war 24 Jahre lang 2.Vorstand, 13 Jahre Gerätewart und 10 Jahre Fahnenträger.
Walter Otters hatte ab 1994 das Amt des Schriftführers acht Jahre lang inne und war danach 18 Jahre lang 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf. Drüber hinaus war er 46 Jahre aktiver Feuerwehrmann in Osterdorf.
Der Vorstand Stefan Just bedankte sich bei allen Kameraden, die beim Umbau des Feuerwehrhauses ehrenamtlich mitgeholfen haben. Immerhin seien bis jetzt schon 300 Helferstunden geleistet worden.
Florian Burggraf der erste Kommandant hatte von zwei Einsätzen der Osterdorfer Feuerwehr zu berichten, die beide trotz der coronabedingt geringen Übungsstunden beide souverän gemeistert wurden. In einem Einsatz ging es sich um die Absicherung eines Freileitungsschadens bei Schambach und in Geislohe war die Osterdorfer Wehr bei einer Personensuche mit im Einsatz.
Die Freiwillige Feuerwehr Osterdorf zählt derzeit 35 aktive Einsatzkräfte und 34 passive Mitglieder.
Besonders erfreulich war es, dass ein Fördermitglied eine Geldspende und dazu noch eine Spende für eine Kiste Bier beim Kassier einzahlte. „Ich hoffe das dieser neue Trend sich fortsetzt!!!!“, hat der Protokollant im Versammlungsprotokoll vermerkt.

Foto: FFW Osterdorf
Vordere Reihe v. l.: Ehrenvorstand Friedrich Obernöder, Ehrenvorstand Walter Otters, Emil Link, Eckard Halbmeyer, Dieter Mürl, Bgm. Florian Gallus
Hintere Reihe v. l.: Kreisbrandmeister Otto Schober, 1. Kommandant Florian Burggraf, Johann Drießlein, 1. Vorstand Stefan Just, Bernd Renner, Werner Pop, Kreisbrandinspektor Anton Brattinger, Landrat Manuel Westphal
Im März kamen die ersten ukrainischen Flüchtlinge auch nach Pappenheim, wo einige von ihnen in privaten Wohnungen unterkamen. Mitte März erklärte sich das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ) bereit im Jugend-Gästehaus 25 Personen bis Ende April 2022 aufzunehmen. Diese von zahllosen Problemen verschiedener Art und Dimension geprägte Situation wurde vom Helferkreis Ukraine für Pappenheim und Solnhofen mit viel Engagement und dem notwendigen Einfühlungsvermögen begleitet.
Wie mehrfach berichtet sehen die Planungen des Architekturbüros Frosch auf dem Lämmermannplatz als Abgrenzung zur Herrenschmiedgasse hin einen gewaltigen Dolomit Block als Brunnenelement vor. Dieser wurde bereits im Sommer des Vorjahres ganz in der Nähe, nämlich im Dietfurter Steinbruch gebrochen, den Winter über ausgetrocknet und als Brunnen bearbeitet. Das bedeutet, dass der 3,50 m lange 1,5 m breite und 50 cm hohe Steinblock mit fünf Löchern bestückt wurde durch die das Wasser in Fontänen nach außen plätschern wird. Nachts werden die Fontainen sogar beleuchtet sein.
Auf dem Burgturm wurde zum Zeichen der Besitzergreifung die orange-blaue Niederländterfahne gehisst, wobei diese längere Zeit auf Halbmast stand. Gerade als sich die aufmerksamen Pappenheimer anfingen sich Sorgen zu machen, fuhr die Fahne schließlich doch bis zur Mastspitze hoch. Dies war auch für Bürgermeister Florian Gallus ein besonderer Moment, denn mit der vorübergehenden Herrschaft des Niederlandts bekam er als Schulheiß als Zeichen der Zugehörigkeit kraft Amtes einen weißen Kragen verpasst.
Bei der traditionellen „Vanthastische Begegnung“ zwischen dem Niederlandt und der Pappenheimer Bevölkerung am Samstagnachmittag gab es eine Stunde lang mit humorvoll-sinnigen Gedichten und Musikvorträgen, Kostproben von der Kunstfertigkeit die dem Niederlandt innewohnt.
Vorgestellt werden vom Grootmynheere auch stets die seit der letzten GWU „getäuften“ und damit neu aufgenommen Niederländter. Aus Pappenheim waren dies Uwe Graf vom Trawt Nest in Pappenheim, der jetzt als Uitkrasser van Groenling im Schatzkästlyn des Niederlandts registriert ist und Uwe Sinn der bei den Treeksschuyten in Nürnberg am 09.10.2020 auf den Niederländtisch Namen Uitschroef van Steenpaddestoel getauft wurde.
Das dreistündige Festbankett war geprägt von launig- sinnreichen Text-, Lied- und Musikvorträgen, dem Festspiel „Die Meistersinger vom Niederlandt“ von der „Fähr“ aus Neuburg und Bildpräsentationen aus der 150-jährigen Geschichte Allniederlandts. Es war in leichten Abänderungen das Programm, das im Mai 2020 bei der Feier zum 150-jähringen Gründungsjubiläum des Niederlandts vorgesehen war.
Am Sonntag fand wie von je her der traditionelle Marsch vom Marktplatz durch die Stadt zur Burg statt. Vorher aber gab es auf dem Marktplatz eine Gratulationskur und so manches Ständchen für den Schulheiß Florian Gallus, der an diesem Tag seinen 40. Geburtstag feierte.
Abgesichert haben den langen Tross Allniederlandts wie immer die Kräfte der Polizeiinspektion Treuchtlingen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei ist es gute Tradition, dass der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen höchst persönlich, zusammen mit dem Verkehrsmitarbeiter nach Pappenheim kommt um für die Sicherheit des Niederlandts zu sorgen. In diesem Jahr feierte der Treuchtlinger Polizeichef Klaus Ziegler, der seit Jahresbeginn die Polizeiinspektion Treuchtlingen leitet, sein Niederländer- Debüt in Pappenheim und zeigte sich an dem Treiben der bunten Schar recht interessiert.
Auf der Burg angekommen kam es dann bei der bunten Gesellschaft, die durch Freundschaft, Kunst und Frohsinn seit 150 Jahren ungebrochen in der traditionellen Form besteht, zu einem besinnlichen Innehalten. Am Ehrenmal des Niederlandts legten die Mynheers Blumen nieder und der Chor sang das Lied von den drei Lilien zum Gedenken und zu Ehren ihres Urmynheern und Gründers Adrian van Os. Nachdem der Grootmynhere die seit 150 Jahren bestehenden Maximen des Niederlandts hochleben ließ, wurde der verstorbenen Mynheers gedacht, die „zur ewig Tafelrundt eingerucket sind“.
Nachdem sich alle mit Würsten und Bier versorgt hatten, bildete die Maienpredigt des Fabian van Koreman vom Veldtlager aus Ingolstadt den krönenden Abschluss. Mit der Einholung der Niederländterfahne vom Burgturm endete schließlich die 115. Groß Weltumbseglung bis gen Pappinheimb mit der Hoffnung, dass im nächsten Mai alle wieder zusammen in ihrem Freundschaftsbund feiern können. Nun leiten wieder ein ganzes Jahr lang die Stadtverwaltung und das gräfliche Haus die Geschicke Pappenheims.