Mehr Unterstützung für die Städtische Galerie in Pappenheim

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sorgt der Kunst- und Kulturverein Pappenheim dafür, dass in der Städtischen Galerie an der Stadtmühle regelmäßig Ausstellungen stattfinden und Besucher Kunst aus der Region und darüber hinaus erleben können. Dieses langjährige Engagement wird von der Stadt Pappenheim nun auch finanziell stärker unterstützt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig beschlossen, den jährlichen Zuschuss für die Betreuung der Galerie von bisher 2.000 auf 3.000 Euro zu erhöhen.

Bereits seit 2003 betreut der Kunst- und Kulturverein das frühere städtische Museum an der Stadtmühle, die heutige Städtische Galerie einschließlich der Mangold-Stiftung. In den drei Ausstellungsräumen werden jährlich vier Ausstellungen mit Werken regionaler und überregionaler Künstler organisiert, die jeweils mit einer Vernissage eröffnet werden.

Dabei beschränkt sich die Arbeit des Vereins keineswegs auf die Ausstellungen selbst. Auch die Auswahl und Betreuung der Künstler, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Vernissagen und die Betreuung der Besucher gehören zu seinen Aufgaben. An rund 100 Tagen im Jahr ist die Galerie jeweils drei Stunden geöffnet und wird von einer Aufsichtsperson betreut. Darüber hinaus können Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung auch unter der Woche die Ausstellungen besuchen.

Anerkennung für die Arbeit des Vereins

In der Stadtratssitzung sprach sich Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Anette Pappler (SPD) ausdrücklich für die Erhöhung des Zuschusses aus. Ihrer Ansicht nach habe sich der Kunst- und Kulturverein diese Unterstützung mehr als verdient.

Pappler machte deutlich, dass die jährliche Unterstützung von 3.000 Euro bei rund 100 Öffnungstagen gerade einmal 30 Euro pro Tag ausmache. Dabei seien die zusätzlichen Leistungen rund um die Vernissagen und die Organisation der Ausstellungen noch gar nicht berücksichtigt.

„Da passiert ganz viel drumherum“, betonte Pappler. Sie verwies dabei auch auf die positiven Auswirkungen für die örtliche Gastronomie. Nach ihren Beobachtungen würden zahlreiche Besucher nach den Vernissagen zum Mittagessen in Pappenheimer Gaststätten oder in das Café am Lämmermannplatz einkehren. Die Galerie sei damit nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle Leben, sondern bringe auch Gäste in die Stadt, von denen die örtliche Gastronomie profitiere.

An die auf den Zuhörerrängen anwesende Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, Ursula Kreißl, richtete Pappler ein herzliches Dankeschön im Namen der Stadt Pappenheim.

Neue Vereinbarung bis Ende 2030

Anlass für die Entscheidung war ein Antrag des Kunst- und Kulturvereins, die bisherige Vereinbarung über die Betreuung der Galerie zu verlängern und die jährliche Kostenerstattung von 2.000 auf 3.000 Euro anzuheben. Auch die Stadtverwaltung hielt diese Anpassung angesichts der allgemeinen Kosten- und Tarifentwicklung für vertretbar.

Die neue Vereinbarung gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2030. Für diesen Zeitraum erhält der Verein jährlich 3.000 Euro als Personalkostenerstattung für die tatsächliche Betreuung der Galerie. Nach Ablauf der fünf Jahre muss eine neue Vereinbarung geschlossen werden.

Mit dem einstimmigen Beschluss setzt die Stadt Pappenheim die bewährte Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein fort und würdigt zugleich dessen langjährigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt.




Sortfreunde erkämpfen sich wichtigen Punkt 

Die Sportfreunde Bieswang haben beim Gastspiel gegen DJK Limes II Moral bewiesen und sich mit einem verdienten 1:1-Unentschieden einen wichtigen Punkt gesichert. Nach einem umstrittenen Foulelfmeter und dem Rückstand kurz nach der Pause sorgte Niko Müller mit einem sehenswerten Treffer aus 20 Metern für den Ausgleich. Trotz zahlreicher Ausfälle zeigte die Mannschaft eine engagierte Leistung und blieb damit zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen.

(SFB) In einem auch vom Wind geprägten Vergleich zweier gleich starker Teams hatten die Gäste, bei denen etliche Akteure krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht mitwirken konnten, den besseren Start und setzten die DJK in der Anfangsphase unter Druck. Dabei gab es im Strafraum u. a. zwei gute Schussmöglichkeiten, die jedoch nichts einbrachten. Mit der Zeit tauchten aber auch die Limes-Akteure immer wieder vor dem Bieswanger Gehäuse auf, doch die Defensive leistete gute und konzentrierte Arbeit. Lukas Störzer versuchte sich Mitte der ersten Hälfte mit einem Distanzschuss, der knapp am Tor vorbeiflog. Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Jan Matzelt soll seinen Gegenspieler im Sechzehner gefoult haben, Schiri Adalbert Nar zeigte aus über 30 Meter Entfernung auf den Punkt. DJK-Akteur David Schneider ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zur 1 : 0 – Führung (49.). Bieswang, an diesem Tag betreut von Co-Trainer Stefan Wiedemann, zeigte im Fortgang eine starke Reaktion. Anstatt zu Lamentieren ging man in die Offensive. Mit viel Laufbereitschaft und hohem Aufwand suchte man fortan das Glück in der Offensive. Mittelfeldakteur Niko Müller fasste sich in der 59. Spielminute ein Herz und zog aus 20 Metern trocken ab, der Ball landete zum 1 : 1 im rechten oberen Torwinkel. Ein wunderschönes Tor und zugleich die Belohnung für die Bieswanger Mühen. In der letzten halben Stunde wog die Partie hin und her. Sowohl die Oberbayern als auch die SFB´ler hatten ihre Möglichkeiten, wenngleich die richtig guten rar gesät waren. Niko Müller mit einem Schuss und Lukas Störzer nach einem Solo mit einem Abschluss ans Außennetz hatten dabei noch die besten Chancen. Nach dem Schlusspfiff waren dem Vernehmen nach die Akteure auf beiden Seiten mit dem Ergebnis zufrieden, wenngleich der strittige Elfmeter nachhallte und für etwas Verdruss sorgte.

Freddy Störzer konnte wegen einer kurzfristigen beruflichen Verpflichtung (Demo in München) nicht an der Seitenlinie stehen. Co-Trainer Stefan Wiedemann stellte das Team gut ein und dieses lieferte eine vernünftige Partie ab. Im Rückblick war nach dem Spiel der mehr als zweifelhafte Elfmeter das Hauptthema. Man malte sich im Umkehrschluss einen knappen 1 : 0 – Sieg aus. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass Limes II auch eine passable Leistung abgeliefert hat. Es war für Bieswang schon ein Gegner, der einen sehr gefordert hat. Insofern sollte man den Punkt auch als etwas Gutes einstufen.

Kommenden Sonntag steht ein Heimspiel auf dem Programm. Türk Gücü Eichstätt wird zu Gast sein. Anstoß ist bereits – wie immer im November – um 14.30 Uhr. Die Gäste haben bislang eine gute Saison gespielt und bewegen sich im gesicherten Mittefeld. Es wird sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber nach zuletzt zwei Unentschieden ist man zuversichtlich in den Bieswanger Reihen, auch mal wieder einen Dreier zu realisieren.

SF Bieswang: Jan Matzelt, Jonas Schramm, Lukas Störzer, Dominik Dietrich, Florian Käfferlein, Janik Jakob, Niko Müller, Max Störzer, Marius Mack, Marco Schnitzlein, Marco Zolnhofer, Jakob Käfferlein, Florian Kraft, Simon Gerstner

Titelfoto: Sportfreunde Bieswang




Große Sanierungspläne für Pappenheims Straßen

In Pappenheim und seinen Ortsteilen soll sich in den kommenden fünf Jahren einiges im Bereich der Straßensanierung tun. Von der Erneuerung schadhafter Fahrbahndecken über neue Gehwege bis hin zu umfangreichen Tiefbauarbeiten reicht das Programm, das der Stadtrat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig auf den Weg gebracht hat. Der neue Straßensanierungsplan zeigt, wo zwischen 2027 und 2031 gebaut werden soll und welche Straßen dabei besonders im Blickpunkt stehen.

Den Anfang machen im kommenden Jahr unter anderem die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Bieswang und Solnhofen, der Auer Bichel und die Straße Am Solenturm. Auch in Osterdorf und Bieswang sind erste Maßnahmen vorgesehen. Insgesamt stehen für fünf kleinere Sanierungsprojekte im Jahr 2027 rund 205.600 Euro im Plan.

Doch dabei bleibt es nicht. Mit den Kanalarbeiten in der Charlotte-Nestler-Straße sowie den Tiefbauarbeiten am Marktplatz und in der Stadtvogteigasse stehen weitere größere Vorhaben an. Diese werden allerdings über eigene Haushaltsstellen finanziert.

In den Folgejahren rücken dann weitere Straßen in den Mittelpunkt. So sind unter anderem umfangreiche Erneuerungen am Mühlberg, in der Stadtparkstraße und in der alten Siedlung von Übermatzhofen vorgesehen. Auch die Gemeindeverbindungsstraßen zwischen Osterdorf und Geislohe sowie zwischen Neudorf und Rothenstein stehen auf dem Programm. Hinzu kommen Straßenbauarbeiten im Zusammenhang mit den Dorferneuerungen in Bieswang und Geislohe.

Der Plan steht, die Finanzierung muss folgen
So umfangreich die Liste der geplanten Maßnahmen auch ist, einen festen Bauzeitenplan gibt es damit noch nicht. Denn ob die einzelnen Vorhaben tatsächlich im vorgesehenen Jahr umgesetzt werden können, hängt vor allem davon ab, wie viel Geld die Stadt dafür bereitstellen kann. Auch die personellen Kapazitäten und die Abstimmung mit anderen Bauprojekten spielen eine Rolle.

Mit seinem einstimmigen Beschluss hat der Stadtrat dennoch eine klare Richtung vorgegeben. Die Verwaltung soll nun zunächst die Kosten für die Maßnahmen des Jahres 2027 genauer ermitteln und die erforderlichen Planungs- und Ausschreibungsunterlagen vorbereiten.

Damit liegt erstmals eine konkrete Übersicht vor, welche Straßen in Pappenheim und seinen Ortsteilen in den nächsten fünf Jahren saniert werden sollen. Ob alle Vorhaben wie geplant verwirklicht werden können, werden allerdings erst die kommenden Haushaltsberatungen und die weitere finanzielle Entwicklung der Stadt zeigen.

Diese Straßen stehen auf dem Sanierungsplan

2027

  • Bieswang–Solnhofen: Abschieben und Schottern der Gemeindeverbindungsstraße
  • Am Auer Bichel: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Am Solenturm: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Osterdorf: Teststrecke zur Rinnensanierung
  • Bieswang, Stichstraße Sommerkellerweg: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Charlotte-Nestler-Straße: Kanalarbeiten
  • Marktplatz und Stadtvogteigasse: Tiefbauarbeiten

2028

  • Charlotte-Nestler-Straße: Wiederherstellung der Straßenoberfläche
  • Marktplatz und Stadtvogteigasse: Weitere Tiefbauarbeiten
  • Osterdorf–Geislohe: Erneuerung der Deckschicht und Bankette der Gemeindeverbindungsstraße
  • Mühlberg in Pappenheim: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege

2029

  • Übermatzhofen, alte Siedlung: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege
  • Stadtparkstraße: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege
  • Bieswang, Hutgasse und Stelzergasse: Weiterführung der Arbeiten nach der Dorferneuerung
  • Bahnhofstraße: Kanal- und Gehwegarbeiten
  • Zimmern: Fugensanierung unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Teststrecke in Osterdorf

2030

  • Neudorf–Rothenstein: Erneuerung der Fahrbahndecke und Austausch der Bordrinnen an der Gemeindeverbindungsstraße
  • Pfeifferleite: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Bürgermeister-Oppelt-Straße: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Geislohe: Beginn der Tiefbauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung

2031

  • Obere Bergstraße, Hausnummern 1 bis 8: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Bieswang, Am Wasserturm und Bürgermeister-Rachinger-Straße: Erneuerung der Fahrbahndecken und Gehwege
  • Beckstraße: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Geislohe: Oberflächenarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung

 




Pelzmärtelmarkt lädt wieder nach Pappenheim ein

Am Samstag, 7. November, und Sonntag, 8. November 2026, findet in Pappenheim wieder der traditionelle Pelzmärtelmarkt statt. Unter dem Motto „Komm, teil mit mir!“ erwartet die Besucher auf dem Marktplatz und an weiteren Veranstaltungsorten ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Unterhaltung, Kunst und kulinarischen Angeboten.

Eröffnet wird der Markt am Samstag um 16.30 Uhr durch Bürgermeister Florian Gallus. Musikalische Beiträge, Stelzenläufer, Kasperltheater und eine Feuershow sorgen an beiden Markttagen für Unterhaltung. Besonders die Kinder dürfen sich auf den Besuch des Pelzmärtels freuen, der am Sonntagabend Geschenke verteilt.

Vielfältiges Angebot auf dem Marktplatz
Zahlreiche Vereine, örtliche Einrichtungen und Marktbeschicker beteiligen sich mit einem vielseitigen Angebot am Pelzmärtelmarkt. Neben weihnachtlichen Geschenkartikeln, handgefertigtem Schmuck, Holzarbeiten und Dekorationen gibt es auch zahlreiche kulinarische Spezialitäten.

So bietet die Feuerwehr Bieswang Bratwurstsemmeln an, während die PSG Pappenheim unter anderem Speck- und Schmalzbrote verkauft. Der Turnverein Pappenheim hält Glühwein und Kinderpunsch bereit, und die Militär- und Reservistenkameradschaft bietet neben warmen Getränken auch weihnachtliches Gebäck an.

Die Schuttertaler Hofmolkerei ist mit Käse, Joghurt und weiteren Milchprodukten vertreten. Dazu kommen Honigprodukte, Marmeladen, Chutneys und verschiedene Pappenheimer Spezialitäten. Für den süßen Hunger gibt es unter anderem frisch gebrannte Mandeln, Crêpes, Kaiserschmarrn und weitere Leckereien.

Auch das Kunsthandwerk kommt nicht zu kurz. Angeboten werden beispielsweise selbst gefertigte Holzartikel, Keramik, Schmuck, genähte Geschenkartikel, Adventskränze und Weihnachtsdekorationen. Die Grundschule Pappenheim beteiligt sich mit selbst gebastelten Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Freunde der Tiere Altmühltal veranstalten eine Tombola und bieten selbst hergestellte Produkte an.

Kunst und Kultur im K14 und in der Städtischen Galerie
Ein besonderer Anziehungspunkt wird wieder das K14 Haus der Bürger in der Klosterstraße 14 sein. Dort werden Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien, Keramik, Holzarbeiten und Geschenkartikel angeboten. Hinzu kommen ein Flohmarkt, ein Bücherbasar, eine Teestube und kulinarische Angebote auf der Remise. Für Kinder gibt es am Samstag ein Bastelangebot. Außerdem sind eine Ausstellung zur 300-jährigen Haus- und Baugeschichte sowie die Ausstellung „Berlin meets Pappenheim“ zu sehen.

Auch die Städtische Galerie an der Stadtmühle beteiligt sich am Pelzmärtelmarkt. Dort wird die kürzlich eröffnete Kunstausstellung „Heidis heile Welt“ präsentiert.

Weitere Möglichkeiten zum Verweilen bietet Maritas ArtCafé in der Klosterstraße 4 mit hausgemachten Torten, Kuchen und kleinen Gerichten. Auch die Städtische Bücherei im Haus des Gastes ist geöffnet.

Der Pelzmärtelmarkt ist am Samstag von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Das Veranstaltungsprogramm im Überblick

Samstag, 7. November 2026

  • 16.00 Uhr Beginn des Marktes auf dem Marktplatz
  • 16.30 Uhr Offizielle Markteröffnung durch Bürgermeister Florian Gallus, anschließend Jagdhornbläser der Vereinigung AllNiederlandt
  • Nach Einbruch der Dunkelheit „Über den Dingen stehen“ mit magischen Momenten durch Stelzenläufer auf dem Marktplatz
  • 18.00 bis 20.00 Uhr Musik mit dem Musikverein Wolferstadt auf dem Marktplatz

Sonntag, 8. November 2026

  • 14.00 Uhr Beginn des Marktes auf dem Marktplatz
  • 15.30 Uhr Erste Aufführung von Angis Kasperltheater mit Kinderschminken und Ballontieren vor dem Neuen Schloss (rechts)
  • 17.00 Uhr Zweite Aufführung von Angis Kasperltheater mit Kinderschminken und Ballontieren vor dem Neuen Schloss (rechts)
  • 18.00 Uhr Der Pelzmärtel kommt und bringt Geschenke für die Kinder vor der Tourist-Information
  • 19.00 Uhr Feuershow mit Magie, Faszination und Spannung auf dem Platz vor der Schloss-Apotheke

Weitere Angebote während des Pelzmärtelmarktes

  • Städtische Bücherei im Haus des Gastes: Geöffnet während des Pelzmärtelmarktes
  • K14 Haus der Bürger, Klosterstraße 14: Kunsthandwerk, Geschenkartikel, kulinarische Angebote auf der Remise, Flohmarkt, Bücherbasar, Teestube, Kinderbasteln am Samstag sowie die Ausstellungen zur 300-jährigen Haus- und Baugeschichte und „Berlin meets Pappenheim“
  • Städtische Galerie an der Stadtmühle: Kunstausstellung „Heidis heile Welt“
  • Maritas ArtCafé, Klosterstraße 4: Selbst kreierte Torten, klassische Kuchen, kleine Gerichte und regionale Getränke



Pappenheim erhöht Aufwandsentschädigungen für Feuerwehrkräfte

Die Stadt Pappenheim stellt die Aufwandsentschädigungen für besondere Funktionen innerhalb ihrer Freiwilligen Feuerwehren auf eine neue Grundlage. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig eine Neuregelung beschlossen, die den gestiegenen Anforderungen und dem tatsächlichen Arbeitsaufwand der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte besser gerecht werden soll. Die neuen Entschädigungssätze gelten ab dem 1. Januar 2027.

Die bisherigen Regelungen gehen teilweise auf Stadtratsbeschlüsse aus den Jahren 1978 bis 1980 zurück. Seitdem haben sich die technischen Anforderungen und die Aufgaben der Feuerwehren erheblich verändert, wurde bei der Sitzung von Bürgermeister Florian Gallus festgestellt. Insbesondere die Gerätewarte tragen heute eine umfangreiche Verantwortung. Neben der Pflege und Wartung der Fahrzeuge müssen sie regelmäßige Prüfungen durchführen, deren Ergebnisse dokumentieren, Reparaturen organisieren und dafür sorgen, dass Fahrzeuge und Ausrüstung jederzeit einsatzbereit sind.

Auch die Jugend- und Kinderfeuerwehrwarte leisten weit mehr als die Betreuung der regelmäßigen Übungen. Die Vorbereitung der Ausbildung, die Organisation von Veranstaltungen, die Nachwuchsgewinnung und zahlreiche Verwaltungsaufgaben gehören ebenfalls zu ihrem Tätigkeitsbereich.
Eine besondere Verantwortung trägt zudem der Atemschutzgerätewart, der den gesamten Atemschutz der Feuerwehren Pappenheim, Bieswang und Neudorf betreut.

Einheitliche Entschädigungssätze nach tatsächlichem Aufwand
Mit der Neuregelung werden die bisherigen, teilweise unterschiedlichen Entschädigungssätze durch eine einheitliche Staffelung ersetzt. Bei den Gerätewarten richtet sich die Höhe künftig nach der Art des betreuten Feuerwehrfahrzeugs und dem Umfang seiner technischen Ausstattung.

Für die Betreuung eines Tragkraftspritzenanhängers (TSA), eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) oder eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) werden künftig jährlich jeweils 225 Euro gezahlt.
Bei größeren Fahrzeugen wie Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF) und Tanklöschfahrzeugen (TLF) beträgt die jährliche Grundentschädigung 280 Euro.

Hinzu kommen zusätzliche Entschädigungen für die Betreuung der feuerwehrtechnischen Beladung. Diese betragen bei Mehrzweckfahrzeugen 80 Euro und bei Hilfeleistungslöschfahrzeugen sowie Tanklöschfahrzeugen jeweils 160 Euro im Jahr. Für die Betreuung eines solchen größeren Feuerwehrfahrzeugs einschließlich seiner Beladung ergibt sich damit eine jährliche Gesamtentschädigung von 440 Euro.

Auch die Aufwandsentschädigungen für weitere verantwortliche Funktionen werden bei den Feuerwehren im Gemeindebereich Pappenheim angepasst. Der Atemschutzgerätewart erhält künftig ebenso wie die Jugendfeuerwehrwarte und Kinderfeuerwehrwarte eine jährliche Entschädigung von jeweils 280 Euro.

Bei der Sitzung des Stadtrates wies Bürgermeister Gallus ausdrücklich darauf hin, dass diese Beträge keine Bezahlung der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden darstellen. Sie sind vielmehr als pauschaler Ausgleich für den besonderen ehrenamtlichen Aufwand gedacht. Der tatsächliche Zeitaufwand liege deutlich über dem Umfang, den die Entschädigungen rechnerisch abdecken.

Zusammenarbeit im Stadtrat gewürdigt
Die Neuregelung wurde von der Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Feuerwehrreferenten des Stadtrates, Michele Eckerlein, erarbeitet. Bürgermeister Florian Gallus hob in der Sitzung die Mitarbeit von Stadtrat Eckerlein ausdrücklich lobend hervor.

Eckerlein erklärte seinerseits, dass er bei der Ausarbeitung der neuen Entschädigungssätze bestrebt gewesen sei, eine Lösung zu finden, „dass es für alle passt“.

Mit der einstimmig beschlossenen Neuregelung steigen die jährlichen Aufwendungen der Stadt für diese Entschädigungen von bisher 3.350,27 Euro auf 4.495 Euro. Das entspricht jährlichen Mehrkosten von 1.144,73 Euro.
Künftig soll mindestens alle fünf Jahre überprüft werden, ob die Höhe der Entschädigungen noch zeitgemäß ist und gegebenenfalls angepasst werden muss.




Pappenheimer Basar-Team spendet 800 Euro für Trösterbären

Der Herbstbasar für Baby- und Kindersachen im Pappenheimer Schützenhaus war auch in diesem Jahr wieder mit einer guten Sache verbunden. Mit dem Erlös aus der Veranstaltung vom 27. September 2026 konnte das Pappenheimer Basar-Team erneut eine soziale Einrichtung unterstützen. Diesmal ging eine Spende in Höhe von 800 Euro an den Förderverein Klinikum Altmühlfranken e.V.

Mit dem Geld werden sogenannte Trösterbären angeschafft, die Kindern bei einem Besuch in der Notaufnahme des Klinikums Trost spenden sollen. Gerade für die kleinen Patienten, die sich häufig in einer ungewohnten und beängstigenden Situation befinden, können die kuscheligen Begleiter eine wertvolle Unterstützung sein.

Seit inzwischen zehn Jahren organisiert das rund 20-köpfige Pappenheimer Basar-Team regelmäßig seine beliebten Basare für Baby- und Kindersachen im Schützenhaus. Dabei steht neben dem nachhaltigen Gedanken, gut erhaltene Kinderkleidung und Spielsachen weiterzugeben, auch immer der gute Zweck im Mittelpunkt.

Mit der Spende aus dem Herbstbasar setzt das engagierte Team seine langjährige Tradition fort, den Erlös der Veranstaltungen für soziale und gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Das Basar-Team bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung auch diesmal zum Gelingen des Basars und damit zu dieser erfreulichen Spende beigetragen haben.

Foto: Basar-Teaum Pappenheim




Pappenheimer Geschichtsreise stärkt langjährige Freundschaft

Eine abwechslungsreiche Geschichtsreise führte eine Reisegruppe des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim im September 2026 nach Thüringen. Auf dem Programm standen zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, interessante Führungen und vor allem ein herzliches Wiedersehen mit den Freunden des Heimat- und Geschichtsvereins „Die Pappenheimer“ in Gräfenthal. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie lebendig die seit über 30 Jahren bestehende Freundschaft zwischen den beiden Vereinen ist.

Die Reise begann bei bestem Herbstwetter in Jena, wo die Teilnehmer vom 27-stöckigen Jena-Tower einen eindrucksvollen Blick über die Stadt genießen konnten. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Schiller-Gartenhauses, in dem Friedrich Schiller an seinem berühmten Drama „Wallenstein“ arbeitete. Mit diesem Werk ist auch Pappenheim durch den bekannten Ausspruch „Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer“ eng verbunden. Ursprünglich bezog sich dieser auf die Treue und Zuverlässigkeit der Kürassiere unter Graf Gottfried Heinrich zu Pappenheim, die im Heer Wallensteins dienten. Bei einer Führung durch das historische Gartenhaus und die Gartenanlage erfuhren die Reiseteilnehmer Wissenswertes über Schillers Leben und seine Begegnungen mit Johann Wolfgang von Goethe.

Herzlicher Empfang in Gräfenthal
Im thüringischen Gräfenthal wurde die Pappenheimer Reisegruppe von den Mitgliedern des dortigen Heimat- und Geschichtsvereins „Die Pappenheimer“ herzlich empfangen. Auch der ehrenamtliche Bürgermeister Marcel Kuhnen begrüßte die Gäste im Rathaussaal und freute sich über das anhaltende Interesse an der gemeinsamen Geschichte.

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Pappenheim und Gräfenthal reichen bis in die Zeit unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung zurück. Damals hatte Pfarrer Lange Pappenheim und die Burg Pappenheim besucht und damit den Grundstein für eine Verbindung gelegt, die bis heute von beiden Heimat- und Geschichtsvereinen gepflegt wird. Auch diesmal kam die Frage zur Sprache, weshalb aus dieser langjährigen Freundschaft bisher noch keine offizielle Städtepartnerschaft entstanden ist.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch der evangelischen Marienkirche. Nach einer kurzen Andacht erläuterte der Vorsitzende des Gräfenthaler Heimat- und Geschichtsvereins, Sir Henry Bechthold, die farbenprächtigen Epitaphien der Pappenheimer Grafenfamilie. Anschließend führte er die Gäste in die renovierte Gruft, die inzwischen auch wieder für Andachten genutzt wird.

Weitere Stationen waren das hoch über der Stadt gelegene Schloss Wespenstein und die Graf-Christoph-Ulrich-Regelschule, an deren Namensgebung einst auch Gräfin Ursula zu Pappenheim teilgenommen hatte.

Bewegende Erinnerungen an die deutsche Teilung
Einen nachdenklichen Einblick in die jüngere deutsche Geschichte vermittelte der Besuch des Deutsch-deutschen Museums Georgs-Stift in Gräfenthal. Die zweite Vorsitzende des örtlichen Heimat- und Geschichtsvereins, Christel Wiegand, führte die Gäste durch die Ausstellung, die an die ehemalige innerdeutsche Grenze und die damit verbundenen menschlichen Schicksale erinnert. Besonders eindrucksvoll waren die Darstellungen der Familien, die durch die deutsche Teilung voneinander getrennt wurden. Im Obergeschoss konnten die Besucher zudem eine Ausstellung zur Heimatgeschichte Gräfenthals besichtigen.

Neben der Geschichte kamen auch traditionelles Handwerk und regionale Besonderheiten nicht zu kurz. In der Porzellanfabrik Wagner & Apel in Lippelsdorf erläuterte Frau Krämer die Herstellung des sogenannten „Weißen Goldes“. Die Teilnehmer erfuhren dabei unter anderem, dass in dem Betrieb auch Porzellanschwäne für Schloss Neuschwanstein hergestellt werden.

Ein Besuch bei der Lauensteiner Pralinen-Manufaktur und ein Spaziergang in Spechtsbrunn am Rennsteig rundeten diesen Teil des Reiseprogramms ab.

Von Heilkräutern bis zur Glasbläserkunst
Weitere interessante Eindrücke sammelte die Reisegruppe in Saalfeld. Dort führte ein historischer Abendspaziergang rund um den Marktplatz schließlich zur St.-Josefs-Kirche, wo ein Orgelkonzert den Tag stimmungsvoll ausklingen ließ.

Im Olitätenmuseum in Schmiedefeld erfuhren die Besucher, unter welchen beschwerlichen Bedingungen die früheren Kräuterhändler ihre Waren transportierten. Mit schweren hölzernen Rückentragen zogen sie bei Wind und Wetter durch die Lande, um Heilkräuter, Salben und Tinkturen zu verkaufen. Die anschaulichen Erläuterungen und eine kleine Kostprobe Kräuterlikör machten diesen Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Beeindruckend war auch die Besichtigung der Morassina-Tropfsteinhöhle. Neben den außergewöhnlichen Tropfsteinformationen erhielten die Teilnehmer Einblicke in die einst gefährliche und körperlich schwere Arbeit der Bergleute.

Zum Abschluss der Reise kam im Weihnachtshaus von Krebs Glas in Lauscha bereits vorweihnachtliche Stimmung auf. Zwischen kunstvoll gefertigten Glaskugeln, geschmückten Weihnachtsbäumen und gläsernen Vögeln konnten die Gäste einer Glasbläserin bei ihrer filigranen Arbeit zusehen. Bei Kaffee und Weihnachtsstollen fand das abwechslungsreiche Besuchsprogramm einen gemütlichen Ausklang.

Vorfreude auf ein Wiedersehen in Pappenheim
Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen verabschiedeten sich die Pappenheimer von ihren Gastgebern. Die zweite Vorsitzende Christel Wiegand und Kassiererin Margot begleiteten den herzlichen Abschied.

Das nächste Wiedersehen ist bereits vorgesehen. Zum 20-jährigen Jubiläum des Heimat- und Geschichtsvereins vom 24. bis 26. September soll die Freundschaft in Pappenheim weiter gepflegt werden.

Die Geschichtsreise hat damit nicht nur zahlreiche interessante Einblicke in die Geschichte, Kultur und das traditionelle Handwerk Thüringens ermöglicht, sondern auch die besondere Verbundenheit zwischen den Geschichtsfreunden aus Pappenheim und Gräfenthal erneut gefestigt. Gerade diese persönlichen Begegnungen zeigen, welchen Wert die über Jahrzehnte gewachsenen Kontakte für beide Vereine haben.

Titelfoto: Claudia Dommel




Sportfreunde verpassen Auswärtssieg in Weißenburg

Die Sportfreunde Bieswang haben beim FC/DJK Weißenburg eine 2:0-Halbzeitführung aus der Hand gegeben und mussten sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. Nach dem späten Ausgleich und einem Innenpfostentreffer in letzter Sekunde war die Enttäuschung groß. Angesichts der zahlreichen Chancen der Gastgeber war das Unentschieden jedoch letztlich ein gerechtes Ergebnis.

(SFB) Bereits vom Anpfiff weg merkte man der Elf von Freddy Störzer an, dass man es gegen den Aufsteiger aus der B-Klasse wissen will. Geistig frisch und ohne Schnörkel wurden immer wieder gefährliche Angriffe auf das Tor der Gastgeber vorgetragen. Bereits in der vierten Minute klingelte es das erste Mal im FC/DJK-Kasten. Marco Schnitzlein zog auf der Außenbahn davon, wartete den entscheidenden Augenblick ab und traf mit einem satten und platzierten Flachschuss ins linke untere Toreck. Doch die Gastgeber hatten auch immer wieder ihre Möglichkeiten. Dabei erwies sich SF-Keeper Tom Matzelt als der Fels in der Brandung, es war sein Spiel, wie sich im Fortgang herausstellte. Auch beim zweiten Bieswanger Tor ging ein Konter voraus. Marco Schnitzlein schickte Boris Bosnjak steil, dieser behielt die Übersicht und überwand FC/DJK-Keeper Maximilian Bühring (40.). So gut die SFB´ler die erste Halbzeit gestalteten und dominierten, so zurückgezogen spielten sie in der zweiten Hälfte. Anstatt die sich ständig bietenden Freiräume zu nutzen, konzentrierten sie sich aufs Verteidigen. Das hatte Folgen für die Gäste, die fortan immer wieder unter Beschuss standen. Mit viel Glück, Geschick und einem exzellenten Keeper zögerte man den Anschlusstreffer der Gastgeber quasi hinaus. Dennoch und mit Hilfe der Störzer-Elf kamen die von Philipp Naß trainierten Kreisstädter zum Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Werner Rachinger II. Bei einem Gegenangriff erzielte Boris Bosnjak die 3 : 1 – Führung, Schiedsrichter Sven Neulinger ließ den Vorteil nicht laufen und entschied auf Abseits, bitter für die Sportfreude, die das völlig anders sahen und haderten. Davon beflügelt blies der FC/DJK zur Schlussoffensive. Diese wurde belohnt, als Fatljum Ameti im Sechzehner aus dem Gewühl heraus traf (90.). Wenige Sekunden vor dem Abpfiff zog Bieswangs Libero und Fels in der Brandung, Janik Jakob, mit einem satten Schuss aus 22 Meter ab, der Ball prallte vom Innenpfosten wieder ins Spielfeld zurück. Pech für Bieswang, aber unterm Strich stand ein gerechtes Unentschieden fest.

Bitteres Remis auf der einen Seite für die Bieswanger, die spät den Ausgleich kassierten und dann noch Pech mit dem Innenpfostentreffer hatten. Man darf aber nicht vergessen, dass die Gastgeber auch viele Einschussmöglichkeiten hatten und es öfter im Strafraum der Sportfreunde hoch herging. Insofern ist die brüderliche Punkteteilung für beide eine gerechte Sache.

Aufpassen, das nächste Spiel bei der DJK Limes II findet bereits am Samstag, 24.10.2026, statt. Anstoß ist um 15 Uhr im wunderschönen Fritz-Gutmann-Sportpark am Mantlacher Berg in Titting.

SF Bieswang: Tom Matzelt, Jan Matzelt, Jonas Schramm, Lukas Störzer, Tim Schwenk, Dominik Dietrich, Janik Jakob, Niko Müller, Max Störzer, Marco Schnitzlein, Boris Bosnjak, Werner Rachinger II, Marius Mack, Florian Kraft

Titelfoto: SF Bieswang




Anspruchsvolle Theaterpremiere begeistert in Pappenheim

Dass man auch in Pappenheim die Massen bewegen und mit anspruchsvollem Theater begeistern kann, beweist die Theatergruppe Pappenheim seit mehr als 30 Jahren. Mit der englischen Komödie „Gute Geister“ von Pam Valentine ist das Ensemble unter der Regie von Anette Pappler und Barbara Mürl bei der Premiere im ausverkauften Kronensaal wieder einmal über sich hinausgewachsen. Mit bemerkenswerter Spielfreude, großer Textsicherheit und einer durchweg eindrucksvollen schauspielerischen Leistung begeisterten sämtliche Darstellerinnen und Darsteller das Publikum.
Wie groß die Beliebtheit der traditionellen Theaterwoche inzwischen ist, zeigt sich auch daran, dass bereits vor der Premiere alle vier Vorstellungen nahezu ausverkauft waren und derzeit nur noch einzelne Restkarten erhältlich sind.

Zwei Geister als heimliche Hauptdarsteller
Die Bühne im Pappenheimer Kronensaal verwandelt sich in die gute Stube eines englischen Landhauses, das einst dem erfolgreichen Krimiautor Jack Cameron (Holger Wenzel) und seiner Frau Susi (Angelika Leykamm) gehörte. Beide sind bei einem tragischen Bootsunfall in Italien ums Leben gekommen. Weil ihnen an der Himmelspforte der Einlass verwehrt wurde, mussten sie auf die Erde zurückkehren und spuken nun in ihrem ehemaligen Zuhause.

Eine besondere schauspielerische und inszenatorische Herausforderung liegt darin, dass Jack und Susi während der gesamten zweistündigen Spielzeit auf der Bühne präsent sind, obwohl sie für die anderen handelnden Personen unsichtbar bleiben. Holger Wenzel und Angelika Leykamm meistern diese ungewöhnliche Aufgabe mit beeindruckender Textsicherheit, ausdrucksstarker Mimik und Gestik sowie einem bemerkenswerten Gespür für die komischen und nachdenklichen Momente des Stücks. Ihre durchgehende Bühnenpräsenz gehört zweifellos zu den herausragenden Leistungen dieser Inszenierung.

Zunächst zeigen sich die beiden Verstorbenen allerdings keineswegs als gute Geister. Vielmehr setzen sie alles daran, ihr ehemaliges Haus für sich allein zu behalten. Ihr bevorzugtes Opfer ist der etwas steife und unbeholfene Immobilienmakler Mark Webster, den Tim Schober mit ausgeprägtem komödiantischem Talent verkörpert. Mit seinen Reaktionen auf die unerklärlichen Vorgänge im Haus sorgt er immer wieder für große Heiterkeit im Publikum. Die beiden Geister spielen ihm allerlei Streiche und bringen ihn damit schier zur Verzweiflung.

Neue Bewohner verändern das Geschehen
Eine entscheidende Wendung nimmt die Geschichte, als der junge, bislang erfolglose Schriftsteller Simon Willis (Josef Bergmann) mit seiner schwangeren Frau Flic (Britta Schober) in das Haus einzieht. Die beiden haben mit erheblichen wirtschaftlichen und persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, lassen sich davon aber nicht unterkriegen. Josef Bergmann und Britta Schober stellen die Sorgen, Hoffnungen und die gegenseitige Zuneigung des jungen Ehepaares mit großer Überzeugungskraft dar. Auch hier zeigt sich das hohe schauspielerische Niveau des gesamten Ensembles.

Besonders angetan ist Simon von der vollständigen Krimisammlung des verstorbenen Jack Cameron. Seine Begeisterung für den berühmten Schriftsteller bleibt auch dessen Geist nicht verborgen. Jack verfolgt das Interesse seines jungen Bewunderers nun mit sichtlichem Wohlgefallen.

Für zusätzlichen Schwung sorgt der markante Auftritt von Flics Mutter Marcia Bradshaw, die von Pia Brunnenmeier eindrucksvoll verkörpert wird. Als selbstbewusste und dominante Persönlichkeit hat sie zwar ein liebevolles Verhältnis zu ihrer Tochter, begegnet ihrem Schwiegersohn jedoch mit einer gehörigen Portion Skepsis. Pia Brunnenmeier versteht es ausgezeichnet, diese eigenwillige Persönlichkeit mit ihrer bestimmenden Art auf die Bühne zu bringen.

Im weiteren Verlauf gewinnen die Ereignisse zunehmend an Fahrt. Allmählich entwickelt sich bei den Geistern Jack und Susi ein Beschützerinstinkt gegenüber den jungen Hausbewohnern. Aus den zunächst wenig freundlichen Geistern werden tatsächlich gute Geister, die sich um das Schicksal der Lebenden kümmern.

Dabei erhalten sie Unterstützung von himmlischer Seite. Der Schutzengel, dargestellt von Lotta Lauterbach, greift mit besonderen Kräften in das Geschehen ein und trägt dazu bei, dass sich die Dinge zum Guten wenden. Die Rolle des Schutzengels ist mit Lotta Lauterbach und Maximilian Löffler doppelt besetzt. Bei den weiteren Vorstellungen wechseln sich die beiden Darsteller in dieser Rolle ab.

Eine überzeugende Gemeinschaftsleistung
Was diese Aufführung besonders auszeichnet, ist die bemerkenswerte Geschlossenheit des Ensembles. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugen in ihren Rollen und verleihen ihren Figuren eine unverwechselbare Persönlichkeit. Dabei gelingt es ihnen, die zahlreichen komischen Situationen ebenso glaubwürdig darzustellen wie die ernsten und gefühlvollen Momente der Geschichte.

Gerade aus dem Nebeneinander der sichtbaren und unsichtbaren Welt entstehen immer wieder Situationen, die das Publikum zum Lachen bringen.

Zum Gelingen der Inszenierung trägt auch Linus Lauterbach bei, der am Klavier wichtige Szenen musikalisch untermalt und damit deren Wirkung gekonnt unterstreicht. Ein neues Gesicht auf der Bühne ist Anna Pappler, die als Engel der Zeit vor den einzelnen Akten auftritt und mit ihren Hinweisen die Zeitsprünge innerhalb der Handlung deutlich macht.

Für den Fall, dass bei der umfangreichen Textmenge doch einmal ein Einsatz vergessen werden sollte, steht Thomas Henle als aufmerksamer Souffleur bereit.

Eine heitere Komödie mit nachdenklicher Botschaft
Bei aller Komik und den zahlreichen Verwicklungen vermittelt das Stück auch eine durchaus ernsthafte Botschaft: Das Leben ist zu kurz, um wertvolle Zeit mit Streit und Zwietracht zu vergeuden. Vielmehr sollte man die gemeinsame Zeit mit den Menschen, die einem lieb und wert sind, in gegenseitiger Zuneigung und Achtung genießen.

Gerade diese Verbindung aus britischem Humor, turbulenten Ereignissen und einer menschlich anrührenden Geschichte macht den besonderen Reiz des diesjährigen Theaterstücks aus. Der Theatergruppe Pappenheim gelingt es, diese unterschiedlichen Seiten des Stücks überzeugend auf die Bühne zu bringen.

Viele fleißige Hände hinter den Kulissen
Eine Theateraufführung dieser Qualität wäre ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer im Hintergrund nicht möglich. Ihnen allen galt deshalb der herzliche Dank von Barbara Mürl, der ersten Vorsitzenden der Theatergruppe Pappenheim.

Als Einspringer bei den Proben stand Joshua Wenzel zur Verfügung. Für die Kostüme sorgten Marianne Pappler und Sandra Schütz, während Lilly Mürl und Anida Cemal für Maske und Frisuren verantwortlich waren. Die Beleuchtung lag wie immer in den bewährten Händen von Jörg Gerber.

Am Bühnenbau waren Richard Schwimmer, Jörg Gerber, Luca Mürl, Thomas Henle und Josef Bergmann sowie weitere Mitglieder der Theatergruppe beteiligt. Den Bühnenbildhintergrund gestaltete die Pappenheimer Künstlerin Birgit Van der Gang. Für die Saalordnung und den Einlass sorgten zahlreiche weitere fleißige Helfer des Vereins.

Die Regie und Regieassistenz lagen bei Anette Pappler und Barbara Mürl, die mit dem gesamten Ensemble eine rundum gelungene Inszenierung auf die Bühne gebracht haben.

Ein besonderer Dank galt auch der Familie Albert und Andrea Linke, der Lindenwirtin Angelika Starzl, die für Speisen und Getränke sorgte, sowie der Stadt Pappenheim. Ebenso bedankte sich Barbara Mürl bei allen Leihgebern und Vereinsmitgliedern, die mit der Bereitstellung von Requisiten und vielfältiger Unterstützung zum Gelingen der Theaterwoche beigetragen haben.

Zwei weitere Aufführungen am kommenden Wochenende
Mit „Gute Geister“ hat die Theatergruppe Pappenheim erneut unter Beweis gestellt, welch beachtliches schauspielerisches Können in ihrem Ensemble steckt. Die ausdrucksstarken Darsteller, das gelungene Zusammenspiel und die ebenso humorvolle wie nachdenkliche Geschichte machen den Theaterbesuch zu einem besonderen Erlebnis.

Am kommenden Wochenende stehen noch zwei weitere Aufführungen im Pappenheimer Kronensaal auf dem Programm. Die Zuschauer dürfen sich auf einen ebenso unterhaltsamen wie anspruchsvollen Theaterabend freuen, bei dem die Pappenheimer Schauspielerinnen und Schauspieler einmal mehr zeigen, dass gutes Theater keineswegs nur auf großen Bühnen zu Hause ist.

 




Musical Highlights mit dem Akkordeon Orchester Solnhofen

Das Akkordeon steht in diesem Jahr ganz besonders im Rampenlicht. Bundesweit wurde es zum „Instrument des Jahres“ gekürt. Wie vielseitig dieses Instrument sein kann, möchte das Akkordeon Orchester Solnhofen bei seinen beiden Konzerten im November eindrucksvoll unter Beweis stellen. Unter dem Titel „Musical Highlights“ lädt das Orchester zu einer musikalischen Reise durch bekannte und beliebte Musicals ein.

Dabei soll das Akkordeon keineswegs alleine bleiben. Vereint mit Gesang und der Klangvielfalt weiterer Instrumente möchte das Orchester zeigen, welche musikalischen Möglichkeiten in seinem namensgebenden Instrument stecken. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Christine Satzinger.

Schon das Konzertplakat lässt erkennen, wohin die musikalische Reise führen wird. Melodien aus „König der Löwen“ stehen ebenso auf dem Programm wie Musik aus „Tanz der Vampire“ und „Die Eiskönigin“. Damit dürfen sich die Besucher auf bekannte Musicalwelten und ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis freuen, bei dem das Akkordeon einmal mehr eine ganz andere Seite zeigen kann.

Für die „Musical Highlights“ gibt es gleich zwei Gelegenheiten. Das erste Konzert findet am Samstag, 7. November 2026, um 19 Uhr statt. Eine zweite Aufführung folgt am Sonntag, 8. November 2026, um 17 Uhr. Veranstaltungsort ist jeweils die Sola Halle im Bieswanger Weg 13 in Solnhofen.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 15 Euro, Kinder von sechs bis 14 Jahren zahlen fünf Euro. Karten sind im Vorverkauf beim Getränkemarkt Hefele unter Telefon 09145/235 sowie an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.akkordeon-spielgruppe-solnhofen.de und telefonisch unter 08422/1882.

Unterstützt werden die Konzerte nach den Angaben auf dem Plakat von Showtechnik Franken Veranstaltungstechnik, den Solnhofen Portland Zementwerken, Schmidt & Sohn, Lutz Heizung Sanitär Klima, Getränke Hefele, Möbel Rachinger Solnhofen, JuraBlümpe, Mittelfranken entspannt, der Sparkasse Mittelfranken-Süd und Felleiter Transporte.

Mit bekannten Melodien, Gesang und einem Instrument, das 2026 bundesweit besondere Aufmerksamkeit genießt, versprechen die beiden Konzertabende in Solnhofen einen ebenso klangvollen wie unterhaltsamen Ausflug in die Welt der Musicals.

 




Öffentliche Sitzung des Stadtrates

Am Donnerstag, 22.10.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eineöffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Pappenheimmit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge

2 Baugebietserschließung – Entscheidung über Beginn der Erschließung-(splanung) für das Baugebiet Neudorf II

3 Haushaltsplan und Haushaltssatzung der Hofana-Stiftung Pappenheim für das Haushaltsjahr 2026

4 Neuregelung der Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Pappenheim

5 Straßensanierungen – Straßensanierungsplan ab 2027

6 Pappenheim Nord – Städtebaulicher Entwurf: Vergabe der Planungsleistungen zur Begleitung der Mehrfachbeauftragung (Betreuungsbüro)

7 Antrag des Kunst- und Kulturvereins auf Bezuschussung der Betreuung des Museums

8 Bekanntgaben




Pappenheim steht finanziell vergleichsweise gut da

Bei der Bürgerversammlung 2026 hat Bürgermeister Florian Gallus im Bürgersaal des Hauses des Gastes die Entwicklung der Stadt Pappenheim erläutert. Im Mittelpunkt standen dabei die Einwohnerzahlen, die finanzielle Situation der Stadt sowie die Einnahmen, Ausgaben und anstehenden Investitionen. Dabei wurde deutlich, dass Pappenheim in den kommenden Jahren vor erheblichen finanziellen Herausforderungen steht.

Unter den Zuhörern befanden sich 18 Bürgerinnen und Bürger sowie sieben Stadträte, darunter zweiter Bürgermeister Walter Otters und dritte Bürgermeisterin Anette Pappler.

Einwohnerzahlen in Pappenheim weitgehend stabil
Die Einwohnerzahl der Stadt Pappenheim einschließlich ihrer Ortsteile hat sich in den vergangenen Jahren weitgehend stabilisiert. Zum 24. September 2026 waren insgesamt 3.987 Einwohner gemeldet. Das sind fünf mehr als Ende 2025. Im Jahr 2006 hatte Pappenheim noch 4.292 Einwohner. Innerhalb von 20 Jahren ist die Bevölkerungszahl damit um 305 Personen oder rund 7,1 Prozent zurückgegangen.

Wie Bürgermeister Florian Gallus anhand einer Übersicht erläuterte, lebten zum 31. Dezember 2025 in der Kernstadt Pappenheim 1.942 Menschen. Das entsprach rund 49 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der größte Ortsteil war Bieswang mit 618 Einwohnern (16 Prozent), gefolgt von Osterdorf mit 290 (7 Prozent), Neudorf mit 269 (7 Prozent), Übermatzhofen mit 247 (6 Prozent), Göhren mit 221 (6 Prozent), Geislohe mit 216 (5 Prozent), Zimmern mit 131 (3 Prozent) und Ochsenhart mit 48 Einwohnern (1 Prozent).

Damit lebte etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung in den Ortsteilen. Die Zahlen zeigen zugleich, dass die Einwohnerzahl der Stadt nach einem längerfristigen Rückgang in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben ist.

Einnahmen und Ausgaben der Stadt
Das Haushaltsvolumen der Stadt Pappenheim lag im Jahr 2025 bei rund 16,24 Millionen Euro und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 16,27 Millionen Euro. Für 2026 ist ein Haushaltsvolumen von rund 17,8 Millionen Euro vorgesehen.

Das ist ein relativ großes Haushaltsvolumen für die Größe der Stadt Pappenheim, betonte Bürgermeister Gallus.

Zu den größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2025 gehörten der laufende Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit rund 3,23 Millionen Euro sowie die Personalkosten einschließlich der Arbeitgeberanteile mit 2,57 Millionen Euro. Hinzu kamen die Kreisumlage mit 2,36 Millionen Euro und Zuweisungen an Schulen, Verbandsumlagen für die Senefelderschule sowie Leistungen im Rahmen der Kinderbetreuung mit insgesamt 2,16 Millionen Euro. Weitere 480.000 Euro musste die Stadt als Gewerbesteuerumlage abführen.
Allein diese fünf Ausgabenbereiche summierten sich auf rund 10,79 Millionen Euro.

Gewerbesteuer bleibt wichtige Einnahmequelle
Bei den Steuereinnahmen zeigte Bürgermeister Gallus die teilweise erheblichen Schwankungen der vergangenen Jahre auf. Besonders deutlich wird dies bei der Gewerbesteuer. Während 2024 rund 1,54 Millionen Euro eingenommen wurden, stieg dieser Betrag 2025 auf 2,32 Millionen Euro. Für das laufende Jahr 2026 wurde zunächst vorsichtig mit 1,5 Millionen Euro kalkuliert.

Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B lagen 2025 bei rund 590.000 Euro. Da wegen der Problematik der Grundsteuerreform einige Grundstücke erst jetzt veranlagt werden konnten, werden die Einnahmen aus der Grundsteuer für 2026 mit 630.000 Euro erwartet. Die Beteiligung der Stadt an der Einkommen- und Umsatzsteuer beträgt nach den vorgelegten Zahlen sowohl 2025 als auch in der Planung für 2026 rund 2,1 Millionen Euro.

Eine weitere wichtige Einnahmequelle sind die laufenden staatlichen Zuweisungen. Sie beliefen sich 2025 auf rund 1,32 Millionen Euro und sind für 2026 mit 1,9 Millionen Euro angesetzt.

Hoher Finanzbedarf für kommende Projekte
Bei den geplanten Investitionen kommen erhebliche Ausgaben auf die Stadt zu. Besonders ins Gewicht fällt die Abwasserbeseitigung. Hier sind für 2026 rund 1,89 Millionen Euro und für 2027 weitere 1,67 Millionen Euro vorgesehen. Für die Folgejahre stehen nochmals 995.000 Euro in der Finanzplanung.

Für den Breitbandausbau sind 2026 rund 1,81 Millionen Euro aus der Stadtkasse eingeplant. Weitere größere Ausgaben betreffen die Dorferneuerung in Bieswang mit 341.000 Euro im Jahr 2026 und 654.000 Euro im Jahr 2027.

Für den Bauhof sind in diesen beiden Jahren insgesamt 665.000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen Ausgaben für die Feuerwehren und die Straßensanierungen.

Schulden und Rücklagen
Bei der Entwicklung der Stadtfinanzen stellte Gallus auch die Verbindlichkeiten und das vorhandene Vermögen dar. Die allgemeinen städtischen Schulden sollen von 1,47 Millionen Euro im Jahr 2025 auf rund 1,42 Millionen Euro im Jahr 2026 zurückgehen.

Deutlich höher sind die gesondert ausgewiesenen Verbindlichkeiten für die Abwasserbeseitigung. Diese sollen von 3,77 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 3,60 Millionen Euro im Jahr 2026 in etwa gleichbleiben.

Die von Bürgermeister Florian Gallus vorgestellten Haushaltszahlen zeigen, dass Pappenheim einerseits über wichtige Steuereinnahmen und staatliche Zuweisungen verfügt, andererseits aber erhebliche Mittel für den laufenden Betrieb und notwendige Investitionen benötigt. Die Finanzierung dieser Aufgaben wird die Stadt auch in den kommenden Jahren beschäftigen.

Abschließend betonte Bürgermeister Florian Gallus, dass Pappenheim trotz der anstehenden finanziellen Herausforderungen im Vergleich zu anderen Gemeinden ähnlicher Größenordnung insgesamt nicht schlecht dastehe.

Ein Überblick über laufende und geplante Projekte folgt in einem gesonderten Artikel.