Neue Galerie bereichert Pappenheims Altstadt

Mitten in der Pappenheimer Altstadt hat die Künstlerin Birgit van der Gang ihrer Kreativität ein neues Zuhause gegeben. Anfang Juli eröffnete sie ihre neue Galerie und ihr Atelier in der Deisingerstraße – in den Erdgeschossräumen unter dem Hotel-Restaurant Zur Sonne. Der Umzug bedeutet für die Künstlerin nicht nur einen Ortswechsel, sondern auch den Start in einen neuen Abschnitt.

Bereits seit 2011 ist Birgit van der Gang künstlerisch in Pappenheim tätig. 2014 zog sie von der Bahnhofstraße in die Deisingerstraße und eröffnete dort ihre erste Galerie im vormaligen Schreibwarengeschäft Daeschler. Nun ist sie ein Stück weiter, in noch zentraler gelegene Räume umgezogen. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass sich dieser Schritt gelohnt hat. „Der Umzug hierher ist ein echter Glücksfall“, sagt die Künstlerin. Deutlich mehr Passanten, Urlauber und Einheimische würden den Weg in die Galerie finden.

Unter dem neuen Namen vandergang art´n clay präsentiert Birgit van der Gang ihre vielseitigen Arbeiten. Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemälden in unterschiedlichen Formaten, handgemalten Glückwunschkarten sowie kreativen Keramikarbeiten für Haus und Garten. Gerade die kleinen und großen Einzelstücke aus Ton eignen sich auch als originelle Geschenkideen.

Hinter den Ausstellungsräumen befindet sich die neu eingerichtete Töpferwerkstatt. Dort bietet die Künstlerin jeden Mittwoch von 19.00 bis 21.00 Uhr Töpferkurse an. Interessierte sind eingeladen, unverbindlich vorbeizuschauen. Gruppen können nach vorheriger Anmeldung teilnehmen.

Neben Auftragsmalerei und Workshops fertigt Birgit van der Gang ihre Keramikkunstwerke selbst an. Wer einen Eindruck von ihrem Schaffen gewinnen möchte, findet zahlreiche Bilder auch auf Instagram unter vandergang_art_n_clay sowie auf Facebook.

Die Galerie ist dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr geöffnet. Termine sind außerdem nach Vereinbarung per WhatsApp unter 0176 73200218, per E-Mail an bvandergang@t-online.de sowie über Facebook und Instagram möglich.

Wer durch die Deisingerstraße schlendert, sollte einen Blick in die neuen Räume werfen. Zwischen Malerei und Keramik gibt es dort viel zu entdecken – und vielleicht auch das passende Kunstwerk für die eigenen vier Wände oder ein besonderes Geschenk.




Sommerfest auf dem Campingplatz in Pappenheim

Musik, gutes Essen und gesellige Stunden unter freiem Himmel verspricht das Sommerfest auf dem Campingplatz Pappenheim. Gefeiert wird am Freitag, 24. Juli, auf der Zeltinsel im Badweg. Eingeladen sind nicht nur Campinggäste, sondern alle, die einen stimmungsvollen Sommerabend in besonderer Atmosphäre verbringen möchten.

Los geht es bereits um 15 Uhr mit kühlen Getränken. Ab 17 Uhr übernimmt Andy Wolf vom Berghof Oberweiler den Grill und serviert fränkische Grillspezialitäten sowie Kartoffelecken mit Kräuterquark.

Für den musikalischen Höhepunkt sorgt ab 18.30 Uhr die Band Oil & Gasoline, die bis 21.30 Uhr mit Classic Rock und Blues für beste Stimmung auf der Zeltinsel sorgen wird.

Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher und einen entspannten Sommerabend mit guter Musik, leckerem Essen und angenehmer Atmosphäre. Das Sommerfest endet gegen 22 Uhr.

Titelbild: Plakatausschnitt Campingplatz




Strahlende Gesichter bei der Zirkuswoche in Pappenheim

„Manege frei!“ hieß es Anfang Juli an der Grundschule Pappenheim-Solnhofen. Eine Woche lang war der deutsch-tschechische Schulzirkus „Happy Kids“ zu Gast und verwandelte den Schulalltag in Pappenheim in eine bunte Zirkuswelt. Mit viel Begeisterung und großem Einsatz bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihren großen Auftritt vor.

Tagelang wurde geübt, ausprobiert und perfektioniert. Ob als Zauberer, Fakire, Jongleure, Drahtseilartisten oder im Schwarzlichttheater – jedes Kind brachte sich mit seinen Fähigkeiten ein. Auch die Clowns sorgten mit ihren Sketchen für viele fröhliche Momente.

Den Höhepunkt der Projektwoche bildeten die ausverkauften Abschlussvorstellungen vor Eltern, Geschwistern und weiteren Gästen. Das Publikum zeigte sich beeindruckt von den akrobatischen Darbietungen am Boden und am Trapez sowie von den abwechslungsreichen Vorführungen aller Gruppen. Tosender Applaus belohnte die jungen Artistinnen und Artisten und sorgte für viele strahlende Gesichter.

Zum Abschluss dankte Schulleiterin und Zirkusdirektorin Eva Pols dem gesamten Kollegium für die intensive Vorbereitung des Projekts. Ihr Dank galt außerdem den zahlreichen Eltern, die beim Auf- und Abbau des großen Zirkuszelts tatkräftig mit angepackt hatten, sowie der Stadt Pappenheim für die gute Zusammenarbeit.

Ermöglicht wurde die Zirkuswoche unter anderem durch Spendengelder aus dem alljährlichen Benefizlauf. Dadurch mussten die Familien lediglich einen kleinen Teilnehmerbeitrag leisten. Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern dürfte diese außergewöhnliche Schulwoche noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Titelfoto: Grundschule Pappenheim




Die Taufe des Mohren Jamaika in Pappenheim

Einen eindrucksvollen Beitrag zum Kirchweihfest anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Stadtkirche leistete die Theatergruppe Pappenheim e.V. Mit der szenischen Darstellung der Taufe des Mohren Jamaika griff sie ein außergewöhnliches Kapitel der Pappenheimer Stadtgeschichte auf. Die Aufführung fand an dem Ort statt, an dem sich das historische Ereignis vor fast 300 Jahren tatsächlich abgespielt hatte.

Grundlage der Inszenierung waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel (dargestellt von Thomas Henle). In seiner Chronik schildert er die Taufe eines jungen Mannes afrikanischer Herkunft, der als Kriegsgefangener in die Hände eines Kammerdieners des Pappenheimer Grafenhauses gelangt war. Dieser brachte ihn von einer Reise aus der „Neuen Welt“ nach Pappenheim mit, wo er ihn der Gräfin Anna Maria Louise zum Geschenk machte. Um ein Teil der damaligen Gesellschaft werden zu können musste der Mohr nach vorheriger Unterrichtung getauft werden.

Von der Erzählerin Anette Pappler wurde die einleitende Geschichte eindrucksvoll berichtet.

Nach einem längeren Unterricht im christlichen Glauben beim Herrn Dechanten (Holger Wenzel) wurde der etwa 23-jährige Mann am 8. Juni 1733 in der Stadtkirche zu Pappenheim getauft. Zuttel beschreibt die Zeremonie bis ins Detail.

Bereits am frühen Morgen wurden die Glocken geläutet. Zahlreiche Vertreter des gräflichen Hauses, darunter Graf Friedrich Ferdinand (Peter Salisch), Gräfin Pappenheim, seine Frau (Marianne Pappler), Gräfin Anna Louisa von Leiningen-Dachsburg (Barbara Mürl), Frau Apothekerin Feuerlein (Irmgard Meyndt) und Frau Verwalterin Kern (Irene Salisch) mit ihrer Tochter (Mira Hassan).

Auch Geistliche, wie etwa der Bergpfarrer (Günther Kleber), Beamte und weitere Ehrengäste nahmen an der Feier teil. Der Täufling (Jenny Ottmann) legte nach den Aufzeichnungen des Mesners und auch bei der aktuellen Inszenierung ein sicheres Glaubensbekenntnis ab.

Bei der Taufe erhielt er den Namen Friedrich Ludwig Jamaica.

Die feierliche Zeremonie wurde damals von Gesängen, Gebeten und einer ausführlichen Predigt über Herkunft und Bekehrung der Heiden begleitet. Martin Zuttel selbst berichtet, dass er dem Täufling das weiße Taufgewand anzog, bei der Taufe das Wasser übergoss und anschließend die weiteren Aufgaben rund um die Feier übernahm.

Die Theatergruppe Pappenheim verstand es, diese historische Begebenheit mit viel Gespür und Respekt am Taufstein in der Stadtkirche darzustellen. Gerade weil die Aufführung am authentischen Ort stattfand, gewann sie eine besondere Wirkung. Die Besucher erhielten einen lebendigen Einblick in ein außergewöhnliches Ereignis aus der Pappenheimer Geschichte und in die religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen des 18. Jahrhunderts.

Die Zuttelchronik und auch die Erzählerin Anette Pappler berichtete auch vom weiteren Leben Friedrich Ludwig Jamaicas. Er heiratete am 3. September 1738 Johanna Deffner, die Tochter des Pappenheimer Scharfrichters. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Bereits am 10. November 1739 starb Friedrich Ludwig Jamaica im Alter von nur 29 Jahren an einem Blutsturz und wurde in Pappenheim beigesetzt.

Mit ihrer eindrucksvollen Darstellung machte die Theatergruppe Pappenheim die Geschichte wieder einmal auf besondere Weise erlebbar und setzte einen Höhepunkt des Kirchweihfestes zum 550-jährigen Jubiläum der Stadtkirche.




Eine stilvolle Kirchweih in Pappenheim gefeiert

Mit einem zweitägigen Fest hat die evangelische Kirchengemeinde Pappenheim das 550-jährige Jubiläum der Weihe der Stadtkirche gefeiert. Das abwechslungsreiche Programm machte die Kirchweih zu einem besonderen Ereignis und ließ eine alte Tradition wieder aufleben. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und das Gotteshaus als Mittelpunkt des Gemeindelebens zu erleben.

Den Auftakt am Samstagabend gestalteten die Pappenheimer Sunnasänger mit fränkischen Kirchweihliedern. Anschließend ließen Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Hauptorganisator Friedemann Henning das „Geburtstagskind“, die Stadtkirche, hochleben. Speisen und Getränke wurden gegen Spenden ausgegeben. Wie die Dekanin erklärte, sei die „alte Dame“ inzwischen in die Jahre gekommen und benötige immer wieder aufwendige Sanierungen. Deshalb bat sie die Gäste um großzügige Unterstützung für den Erhalt der Kirche.
Einen besonderen Platz im Programm nahm die sogenannte Zuttelchronik ein. Bergpfarrer Gerd Schamberger führte gemeinsam mit Mesner und Siebmacher Martin Zuttel, dargestellt von Oskar Leykamm, einen lebendigen Dialog über das Leben in Pappenheim, die Stadtkirche und den Mesnerdienst im frühen 18. Jahrhundert. Grundlage waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel aus den Jahren 1703 bis 1739, die im Kirchenarchiv erhalten geblieben sind und von Ehrenbürger Hans Navratil transkribiert wurden.
Auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. gestaltete Stephan Reuthner die Chronik als Buch. Mit Unterstützung der Sparkasse Mittelfranken Süd konnte das Werk gedruckt und am 28. August 2007 anlässlich des 85. Geburtstags von Hans Navratil im Rathaussaal vorgestellt werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Aufführung der Theatergruppe Pappenheim e.V., die die Taufe des Mohren Jamaika inszenierte. Auch diese wahre Begebenheit findet sich in den Aufzeichnungen Martin Zuttels. Über die Aufführung in der Stadtkirche wird gesondert berichtet.
Mit einer Taschenlampenführung von Erwin Knoll wurde der erste Kirchweihtag in der Stadtkirche abgeschlossen

Volles Programm am Kirchweihsonntag
Der Kirchweihsonntag begann auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dort trafen sich die Gottesdienstbesucher mit den Gläubigen aus Geislohe und Göhren, die auf dem traditionellen Kirchenweg nach Pappenheim gewandert waren. Der Posaunenchor Pappenheim-Langenaltheim sorgte für die musikalische Gestaltung.
Nach einem kurzen Regenschauer zog der Kirchenzug trockenen Fußes zur Stadtkirche. Den festlichen Gottesdienst gestalteten Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Bergpfarrer Gerd Schamberger gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Oskar Leykamm, dem Posaunenchor sowie Sven Bergdolt an der Orgel.
Ein kräftiger Regenguss nach dem Gottesdienst ließ zunächst befürchten, dass das weitere Festprogramm ins Wasser fallen würde. Doch schon wenig später zeigte sich wieder die Sonne, und der Kirchweihsonntag konnte wie geplant mit schwungvoller Musik des Posaunenchors und zahlreichen Angeboten rund um die Stadtkirche fortgesetzt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgte das Team der Metzgerei Wörlein.
In seinem Grußwort stellte Erster Bürgermeister Florian Gallus die besondere Bedeutung der Stadtkirche für Pappenheim heraus. Sie sei weit mehr als ein historisches Bauwerk und präge seit 550 Jahren das Stadtbild ebenso wie das Leben vieler Generationen. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Abschiede hätten die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft, des Trostes und der Hoffnung gemacht. Gerade in einer Zeit großer Veränderungen seien solche Orte wichtig, um Menschen zusammenzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Sein Dank galt allen Geistlichen, Kirchenvorständen, Mesnern, Organisten, Chören, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die sich über viele Generationen hinweg für den Erhalt der Stadtkirche eingesetzt haben. Ebenso würdigte er die vielen Helferinnen und Helfer, die das Jubiläumsfest vorbereitet hatten, und wünschte der Kirchengemeinde und der Stadtkirche auch für die Zukunft Gottes Segen.
Am Nachmittag bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Friedemann Henning, Lisa Pfister und Thorsten Abel sorgten mit Musik und Gesang für beste Unterhaltung. Großen Zuspruch fand die Versteigerung besonderer Erinnerungsstücke aus der Stadtkirche. Unter den angebotenen Objekten befanden sich unter anderem historische Kirchenfenster, Orgelpfeifen, ein Glockenseil, eine Ballonlampe sowie eine Orgelbank.

In der Stadtkirche wurde außerdem, wie schon am Vorabend, die Inszenierung der Mohrentaufe von der Theatergruppe Pappenheim gezeigt. Spannung herrschte bei der Auflösung des Kirchweih-Quiz, das Stadtrat Jürgen Weizinger für sich entscheiden konnte.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten die zahlreichen Mitmachangebote auf dem Kirchweihplatz hinter dem Kindergartengebäude. Glitzer-Tattoos, Kinderschminken, das Bemalen von Stofftaschen, ein Menschenkicker, ein Zielwerfen der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim sowie eine Fotobox mit historischen Kostümen sorgten für viel Begeisterung. Ergänzt wurde das Programm durch Kirchturm- und Orgelführungen.

Mit seinem vielseitigen Programm, vielen engagierten Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde das Jubiläum der Stadtkirche zu einem gelungenen Kirchweihfest, wie es Pappenheim seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat.




Pappenheim Nord nimmt die nächste Planungshürde

Für die Entwicklung des Areals Pappenheim Nord setzt der Stadtrat auf ein neues Vorgehen. Statt ein einzelnes Planungsbüro mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs zu beauftragen, soll nun eine sogenannte Planungswerkstatt mit mehreren Büros den Entwurf erstellen. Ausschlaggebend für diese Entschiedung sind vor allem deutlich bessere Fördermöglichkeiten und die Chance, verschiedene Ideen miteinander zu verbinden.

Bereits im Juli 2025 hatte der Stadtrat die Notwendigkeit eines städtebaulichen Entwurfs für das Areal beschlossen und die Verwaltung beauftragt, Angebote einzuholen sowie Fördermöglichkeiten zu prüfen. Ein daraufhin eingeholtes Angebot eines Planungsbüros belief sich auf knapp 77.000 Euro. Im Zuge der Prüfung der Fördermöglichkeiten stellte sich in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken jedoch heraus, dass die Beauftragung eines einzelnen Planungsbüros nicht förderfähig ist. Die Stadt müsste die Kosten daher vollständig selbst übernehmen.

Als Alternative wurde eine Mehrfachbeauftragung, auch Planungswerkstatt genannt, empfohlen. Dabei entwickeln drei bis sieben ausgewählte Planungsbüros unabhängig voneinander Entwürfe für dasselbe Projekt. So können unterschiedliche fachliche Schwerpunkte – etwa aus Architektur und Landschaftsplanung – in die Überlegungen einfließen.
Anders als bei einem klassischen Planungswettbewerb ist die Stadt später nicht verpflichtet, einen einzelnen „Siegerentwurf“ umzusetzen. Vielmehr können die überzeugendsten Ideen aus mehreren Konzepten miteinander kombiniert werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Förderung. Für eine Planungswerkstatt stellt die Regierung von Mittelfranken Zuschüsse von mindestens 60 Prozent, möglicherweise sogar bis zu 70 Prozent, in Aussicht. Auch die Kosten für ein externes Betreuungsbüro, das das Verfahren organisatorisch begleitet, sind förderfähig. Ein solches Büro soll die Stadt unterstützen, da ein derartiges Verfahren vergaberechtlich anspruchsvoll ist und in Pappenheim bislang noch nicht angewendet wurde.
Die Verwaltung darf hierfür einen Auftrag bis zu einer Höhe von 10.000 Euro vergeben und den entsprechenden Förderantrag stellen.

Mit seinem Beschluss hat der Stadtrat damit den Weg für die Planungswerkstatt freigemacht. Welche Planungsbüros schließlich an dem Verfahren teilnehmen, soll in einem gesonderten Beschluss festgelegt werden.

 




Explosion bei Experiment in Bieswang

Ein selbst gebautes Experiment ist in Bieswang für einen 12-Jährigen am Samstagabend schmerzhaft ausgegangen. Nach Angaben der Polizei hantierte der Junge unsachgemäß mit dem Inhalt einer Tortenfontäne und baute daraus eine Konstruktion.

Als er diese anzündete, kam es zu einer Explosion. Der 12-Jährige erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Nach der Erstversorgung wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

 




Kirchweih in Pappenheim – 550 Jahre Stadtkirche

Ein besonderes Jubiläum steht der evangelischen Kirchengemeinde Pappenheim bevor. Am 18. und 19. Juli 2026 wird Kirchweih gefeiert und zugleich an die Fertigstellung der heutigen Stadtkirche im Jahr 1476 erinnert. Damit blickt eines der markantesten Bauwerke der Stadt auf 550 Jahre Geschichte zurück.

Die spätgotische Marienkirche entstand zwischen 1452 und 1476 auf den Fundamenten einer älteren Kapelle, deren Ursprünge vermutlich bis ins 12. Jahrhundert reichen. Mit der Einführung der Reformation um 1539 beziehungsweise 1540 wurde sie zur evangelischen Pfarr- und Stadtkirche. Im Laufe der Jahrhunderte prägten zahlreiche Veränderungen das Erscheinungsbild des Gotteshauses. Dazu gehören die Emporen und Patronatslogen der Grafen von Pappenheim, der barocke Altar und die Kanzel sowie der bis heute weithin sichtbare Turm mit seinen grün glasierten Dachziegeln. Im Inneren erinnern kunsthistorisch bedeutende Grabplatten und Epitaphien der Reichserbmarschälle von Pappenheim an die wechselvolle Geschichte des Ortes. Eine Besonderheit ist zudem der mittelalterliche Wehrgang unter dem Chor, der einst Teil der Stadtbefestigung war.

Das Jubiläumswochenende verbindet Geschichte, Glaube und Begegnung. Den Auftakt bildet am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit historischen Erzählungen, einer szenischen Lesung des Theatervereins, musikalischer Begleitung der Sunnasänger sowie einer Taschenlampenführung durch die Stadtkirche. Am Sonntag stehen der Festgottesdienst, zahlreiche Führungen, Musik, Angebote für Kinder, Ausstellungen und gemeinsames Feiern rund um die Stadtkirche im Mittelpunkt. Die Kirchengemeinde lädt die Bevölkerung herzlich ein, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Titelbild: Plakatauschnitt evang. Kirchengemeinde Pappenheim

Festprogramm

Samstag, 18. Juli 2026

Kirchweihauftakt im Kircheninnenhof (bei schlechtem Wetter im Gemeindezentrum)

Ab 19.00 Uhr
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Musikalische Begleitung durch die Sunnasänger
Taschenlampenführung mit Erwin Knoll
Weinbar und Auswahl an belegten Broten

Sonntag, 19. Juli 2026

Jubiläumsfest unter dem Motto „Jetzt ist Kirchweih“

10.00 Uhr
Begrüßung am Marktplatz mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel

10.15 Uhr
Einzug in die Stadtkirche

10.20 Uhr
Festgottesdienst mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel, Team, Kirchenchor und Posaunenchor

11.30 Uhr
Grußwort von Bürgermeister Florian Gallus

12.00 bis 17.00 Uhr
Verpflegungsangebote mit Weiß- und Wienerwürsten, Grillgerichten, Kässpatzen, Kaffee und Kuchen, Crêpes, Getränken und Spritzbar
Fotoausstellung von Peter Prusakow

13.00 bis 14.00 Uhr
Vorführungen der KiTA und Vorstellung der neuen KiTa-Leitung

14.00 bis 17.00 Uhr
Kinderprogramm mit Schminken, Spielen, Märchenerzählerin, Wasserspielen, Menschenkicker und Fußballdart

14.00 und 15.00 Uhr
Orgelführung mit Sven Bergdolt

14.15 und 15.15 Uhr
Turmführung mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

14.30 und 15.30 Uhr
Kinder entdecken die Kirche mit Brigitte Durner

14.00 bis 16.00 Uhr
Kirchenquiz mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Pfarrer Gerd Schamberger
Fotoecke mit historischen Kostümen des Theatervereins und Manfred Walter

14.30 bis 15.30 Uhr
Musik mit Lisa Pfister, Friedemann Hennings und Thorsten Abel

14.45 und 15.45 Uhr
„Vasa sacra und ihre Bedeutung“ im Grasmahlsaal mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

15.00 bis 15.15 Uhr
Versteigerung von Fundsachen zugunsten der Kirchenrenovierung mit Pfarrer Gerd Schamberger

16.00 bis 17.00 Uhr
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Preisverleihung des Kirchenquiz mit Pfarrer Gerd Schamberger
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm

17.00 Uhr
Abschluss, Dank und Segen mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel




Pappenheimer Militärgeschichte in Wort und Bild

170 Jahre Vereinsgeschichte sind ein Zeitraum, in dem sich nicht nur ein Verein, sondern auch eine Stadt und ihr gesellschaftliches Umfeld grundlegend verändern. Genau diesen weiten Bogen spannt das Buch „Pappenheimer Militärgeschichte – 170 Jahre Militärverein Pappenheim“ von Phillip Engeler.

Auf mehr als 100 Seiten nimmt der Autor seine Leser mit auf eine historische Zeitreise durch die Geschichte des Pappenheimer Militärvereins. Dabei bleibt der Blick keineswegs allein auf das Vereinsleben gerichtet. Vielmehr werden auch die Grafschaft und das Bayerische Königreich in den historischen Zusammenhang einbezogen. So entsteht ein vielschichtiges Bild jener Zeitläufe, in denen der Militärverein seinen Platz in der Pappenheimer Geschichte gefunden und über Generationen hinweg behauptet hat.

Besonders reizvoll dürfte für historisch interessierte Pappenheimer das umfangreiche Bild und Quellenmaterial sein. Seltene Aufnahmen und wertvolle Dokumente ergänzen die Geschichten und machen manches sichtbar, was bislang vielleicht nur aus Erzählungen bekannt war oder im Verbrorgenen schlummerte. Geschichte wird auf diese Weise nicht nur beschrieben, sondern bekommt Gesichter, Orte und einen unmittelbaren Bezug zur Heimatstadt.

Dass sich 170 Jahre Vereinsgeschichte nicht in wenigen Zeilen erzählen lassen, versteht sich von selbst. Das Buch bietet deshalb Gelegenheit, tiefer in ein Stück Pappenheimer Vergangenheit einzutauchen und dabei sicherlich auch die eine oder andere bislang unbekannte Einzelheit zu entdecken. Gerade für Freunde der örtlichen Geschichte, aber auch als bleibende Erinnerung an ein besonderes Vereinsjubiläum, dürfte der Band einen Platz im heimischen Bücherregal finden.

Das Buch von Phillip Engeler ist zum Preis von 18 Euro erhältlich. Verkaufsstellen in Pappenheim sind die Tourist Information und der Burgshop. In Treuchtlingen gibt es das Buch bei der Firma Korn Buch Papier Spiel und in Weißenburg bei der Buchhandlung Meyer.

Titelbild: MRK Pappenheim




Heiter bis wolkig – Solasommer in Solnhofen

Zu einem besonderen Sommerabend in historischem Ambiente lädt die evangelische Kirchengemeinde Solnhofen am Donnerstag, 23. Juli 2026, in die Sola-Basilika ein. Unter dem Motto „Heiter bis wolkig“ erwartet die Besucher ab 20:30 Uhr eine stimmungsvolle Verbindung von Musik und Geschichten.

In der von Kerzen erleuchteten Ruine wird Pfarrerin i.R. Jutta Störch heitere und besinnliche Anekdoten und Geschichten für Herz und Seele vorlesen. Für die passende musikalische Atmosphäre sorgt das Ensemble Solnhofen, das mit stimmungsvoller Musik das Thema des Abends aufgreift.

Die besondere Kulisse der Sola-Basilika in der Senefelderstraße dürfte dabei ihren ganz eigenen Teil zu einem ebenso heiteren wie besinnlichen Sommerabend beitragen.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Titelfoto: Privat

 




Starkstromkabel in Pappenheim gestohlen

Aus dem Wertstoffhof in Pappenheim haben bislang unbekannte Täter zwei Starkstromkabel entwendet. Die Polizei Treuchtlingen hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Der Diebstahl ereignete sich am vorletzten Wochenende im Zeitraum zwischen Samstag, 4. Juli 2026, 11:00 Uhr, und Montag, 6. Juli 2026, 06:30 Uhr. Die beiden jeweils rund acht Meter langen Kabel waren an zwei Müllpressen angeschlossen und wurden von dort entwendet. Ihr Wert wird mit insgesamt circa 200 Euro angegeben.

Zeugen des Diebstahls oder Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Pappenheimer Wertstoffhofs gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Treuchtlingen unter der Telefonnummer 09142/96440 in Verbindung zu setzen.




Der Stadtrat tagt in Pappenheim

Am Donnerstag, 16.07.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine  öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge

2 Innenstadtsanierung – Neugestaltung des Marktplatzes: Vorstellung erster Skizzen und Beschluss über gestalterisches Grundkonzept

3 Pappenheim Nord – Städtebaulicher Entwurf: Information und Entscheidung über Mehrfachbeauftragung (Planungswerkstatt)

4 Haushaltsplan und Haushaltssatzung der Stadt Pappenheim für das Haushaltsjahr 2026

5 Grundsatzbeschluss über möglichen Verkauf der städt. Immobilie „Georg Nestler-Haus“

6 Öffentlicher Personennahverkehr (OPNV): Zustimmung der Stadt Pappenheim zur geplanten Ausweitung der Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre (AST)

7 Bekanntgaben