Sportfreunde Bieswang bleiben nach Derby ohne Punkte

Im Derby bei der SG Langenaltheim Solnhofen mussten die Sportfreunde Bieswang eine 2 : 4 Niederlage hinnehmen. Trotz engagierter Leistung und zwischenzeitlichem Ausgleich zeigte sich der Favorit aus Langenaltheim letztlich abgeklärter und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Für die ersatzgeschwächten Gäste bleibt damit die Erkenntnis, dass es erneut die kleinen, spielentscheidenden Momente waren, die den Ausschlag gaben.

(SFB) Stark ersatzgeschwächt (viele verletzte Spieler beim ohnehin kleinen Kader, zudem Lukas Störzer im Urlaub, Stefan Kiermeyer musste nach 20 Minuten raus) ging SF-Elf das Spiel bei wunderschönem Mai-Wetter an. Im ersten Abschnitt begegneten sich die Teams auch auf Augenhöhe. Amidou Nasche erzielte nach einer Viertelstunde die Gastgeberführung. Boris Bosnjak egalisierte nur acht Minuten später zum 1 : 1. Adrian Mittemeyer konnte mit seinem 2 : 1 den Pausenstand für die Elf des ehemaligen SF-Trainers, Matthias Blischke, herstellen. Neue Hoffnung keimte für den Tabellenletzten aus Bieswang durch das 2 : 2 auf, welches Niko Müller beisteuerte (51.). Doch der erneute Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. Rafal Polak verwandelte für die SG einen berechtigten Handelfmeter zum 3 : 2. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten dauerte es bis zur 81. Minute, in der die endgültige Entscheidung zugunsten der Heimelf fiel. Kacper Paluszkiewicz erzielte mit einem Weitschuss wenige Meter hinter der Mittellinie das 4 : 2 und überwand Marco Schnitzlein im Bieswanger Gehäuse.

Jammern ist bei der Kiermeyer-Elf nach der 4 : 2 – Niederlage nicht angesagt. Dafür gibt es keinen Grund. Man konnte eine anständige Leistung abliefern, muss aber – wie schon so oft in dieser Spielzeit – einsehen, dass es eben diese kleinen aber entscheidenden Unterschiede auf Sicht von neunzig Minuten gibt. Meist münden diese in knappe aber verdiente Niederlagen. Nicht umsonst steht man nach 22 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz der A-Klasse Süd. Nicht abgeschlagen, aber halt ganz hinten.

Kommende Woche steht wieder ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Es ist das vorletzte Spiel der Sportfreunde in dieser Saison. Anstoß ist (bereits am Samstag !!!) um 15.00 Uhr auf dem Sportplatz der DJK Preith, die weiterhin als direkter Konkurrent im Abstiegskampf gilt. Wie schon in Marienstein vor einer Woche heißt es dort dann: Vorletzter gegen Letzten. Um den letzten Platz noch zu entkommen, ist ein Sieg unabdingbar, auf was will man warten. Noch werden sechs Punkte vergeben und nichts ist zu spät. Aber die Luft ist mittlerweile extrem dünn geworden. Das Saisonfinale startet dann am Sonntag, 17.05.2026, 13 Uhr, bei der Spvgg Kattenhochstatt II.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Boris Bosnjak, Stefan Kiermeyer, Dominik Dietrich, Robin Krause, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Florian Störzer, Florian Kraft, Simon Gerstner, Florian Käfferlein, Marco Zolnhofer, Anusorn Sachse

Text: Werner Rachinger

 




Konzertabend in der Stadtkirche Pappenheim

Am Samstag, 16. Mai, steht in der Stadtkirche Pappenheim ein besonderer Konzertabend bevor. Um 19.00 Uhr ist das VICA Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Richard Stier zu Gast und verspricht ein abwechslungsreiches Programm auf hohem musikalischem Niveau.

Das Ensemble vereint Gesangsstudierende deutscher Musikhochschulen sowie ehemalige Sängerinnen und Sänger renommierter Knaben- und Jugendchöre. Die gemeinsame musikalische Prägung aus Kindheit und Jugend verbindet die jungen Musikerinnen und Musiker bis heute. Sie zeigt sich nicht nur in ihrer Leidenschaft für die klassische Chormusik, sondern auch im Anspruch, als Klangkörper auf anspruchsvollem Niveau zu musizieren.

In kleiner Besetzung widmet sich das VICA Ensemble vor allem der geistlichen A-cappella-Chormusik aus verschiedenen Epochen. Das Programm umfasst Werke bekannter Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms ebenso wie Stücke von Francis Poulenc, Lajos Bárdos und Maurice Duruflé.

Ergänzt wird der Abend durch Orgelbeiträge von Sven Bergdolt, die das musikalische Spektrum erweitern und zusätzliche Akzente setzen.

Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro sind im Pfarramt Pappenheim sowie an der Abendkasse erhältlich.

Titelfoto: VICA Ensemble




Neuer Treffpunkt für Kinder in Ochsenhart

In Ochsenhart soll ein neuer Kinderspielplatz entstehen. Der Pappenheimer Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 23.04.2026 mit der Planung und Finanzierung des Projekts befasst und dafür grünes Licht gegeben. Damit rückt ein Vorhaben näher, das bereits seit einiger Zeit von der Dorfgemeinschaft gewünscht wird.

Die Grundlage dafür wurde schon Anfang 2025 gelegt, als der Stadtrat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fasste – unter der Voraussetzung, dass Fördermittel aus der Dorferneuerung fließen. Diese Zusage liegt inzwischen vor. Das Amt für Ländliche Entwicklung unterstützt das Projekt mit 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Die Planungen selbst tragen deutlich die Handschrift der Ochsenharter Bürger. In mehreren Treffen hat sich die Dorfgemeinschaft intensiv mit der Ausgestaltung auseinandergesetzt und verschiedene Varianten geprüft. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten eines Angebots der Firma Hags, das zwar etwas teurer ausfiel als ein Vergleichsangebot, dafür aber durch Qualität und Gestaltung überzeugte.

Entstehen soll der Spielplatz auf einer städtischen Fläche am Ortseingang von Ochsenhart aus Richtung Bieswang kommend. Der vorhandene Baumbestand bleibt erhalten und wird in die Planung integriert. Vorgesehen ist eine abwechslungsreiche Ausstattung, die verschiedene Altersgruppen anspricht. So zeigt der Plan eine Kombination aus Spielturm mit Rutsche und Kletterelementen, klassischen Schaukeln, einer Nestschaukel, Wippen sowie einer Tischtennisplatte. Ergänzt wird das Angebot durch Sitzmöglichkeiten und eine entsprechende Einfriedung.

Die Kosten für das Projekt werden insgesamt auf rund 45.000 Euro geschätzt. Ein Teil davon entfällt auf die Spielgeräte selbst, hinzu kommen Arbeiten für den Untergrund, Fallschutz, Montage sowie ergänzende Einrichtungen wie Sitzbereiche und Zaun. Die Umsetzung ist für das Jahr 2026 vorgesehen, entsprechende Mittel sollen im Haushalt eingeplant werden.

Am Ende der Beratungen fand Bürgermeister Florian Gallus deutliche Worte des Dankes. Er würdigte ausdrücklich das engagierte und hervorragende Wirken von Ortssprecher Martin Käfferlein. Durch dessen umfangreiche Vorarbeiten sei die Umsetzung des Projekts wesentlich erleichtert worden, so Gallus.




Radfahrer flüchtet nach Unfall in Solnhofen

Am Samstagnachmittag ist es auf dem Altmühltalradweg, in der Badstraße,  in Solnhofen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Radfahrer gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 30-jähriger Autofahrer gegenüber seines Wohnanwesens rückwärts einparken und überquerte hierzu die Fahrbahn.

Während das Fahrzeug bereits quer auf der Straße stand, näherte sich ein Rennradfahrer auf dem dort verlaufenden Radweg in Richtung Pappenheim. In der Folge kam es zum Zusammenstoß, bei dem der etwa 80 Jahre alte Mann mit seinem Rad in das Heck des Pkw fuhr und stürzte.

Der Senior zog sich dabei offenbar Verletzungen zu. Zudem entstand Sachschaden am Pkw. Dennoch setzte der Radfahrer seine Fahrt fort, ohne sich um die weitere Unfallaufnahme zu kümmern. Der Autofahrer verständigte daraufhin die Polizei.

Die Polizei Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer den Unfall beobachtet hat oder Angaben zum beteiligten Radfahrer machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Treuchtlingen zu melden.




Neue Parkflächen für Autohaus Strobl in Zimmern

Der Pappenheimer Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung am 23.04.2026 mit der geplanten Neuanlage von Parkplätzen beim Autohaus Strobl im Ortsteil Zimmern befasst und dafür das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Konkret sollen westlich des bestehenden Betriebs insgesamt 73 befestigte Stellplätze entstehen.

Ein Teil der Fläche wird bereits seit Jahren als Parkplatz genutzt, eine entsprechende Genehmigung liegt seit Februar 2015 vor. Nun ist eine umfassendere und dauerhaft angelegte Lösung vorgesehen. Geplant ist eine Ausführung in Asphaltbauweise sowohl für die Fahrbahn als auch für die Stellplätze. Das anfallende Niederschlagswasser soll über eine sogenannte Muldenkette im westlichen Bereich versickern.

Baurechtlich liegt das Vorhaben im Außenbereich, womit es als sogenanntes sonstiges Vorhaben einzuordnen ist. Eine Genehmigung ist in diesem Fall möglich, sofern öffentliche Belange nicht beeinträchtigt werden und die Erschließung gesichert ist. Der Flächennutzungsplan weist für den Großteil des Areals bereits seit einer Änderung im Jahr 1998 eine gewerbliche Baufläche aus. Diese war seinerzeit ausdrücklich mit Blick auf eine mögliche Erweiterung des bestehenden Kfz-Betriebs vorgesehen. Gleichzeitig bestehen Vorgaben zum Schutz vor möglichen Immissionen in Richtung des nördlich angrenzenden Wohngebiets.

Besondere Aufmerksamkeit galt im Verfahren der Lage der Fläche im festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, wurden hierzu im Vorfeld Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt sowie der Naturschutzbehörde am Landratsamt durchgeführt. Außerdem liegt auch noch ein landschaftspflegerischer Begleitplan vor.

Am Ortseingang sollen die beiden bestehenden Bäume erhalten bleiben. Gleichzeitig ist eine neue Zufahrt vorgesehen, die wegen der zwischenzeitlichen Abstufung der früheren Staatsstraße in eine Ortsverbindungsstraße möglich ist. Die erforderliche Erlaubnis wird von der Stadt Pappenheim in einem gesonderten Verfahren erteilt.

Die Erschließung des Projekts erfolgt vollständig auf Kosten der Antragsteller. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Mit dem einstimmigen Beschluss hat Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für  dem Bauantrag erteilt.




Pappenheim widmet seinen Maibaum der TSG

Nach guter Tradition hat der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. auch in diesem Jahr am letzten Tag des April den Maibaum auf dem Marktplatz aufgestellt. Bereits im Vorfeld war spürbar, dass es sich diesmal um ein besonderes Exemplar handelt. Der Stamm präsentiert sich in den TSG-Farben Rot und Grün und verweist damit auf das 80-jährige Jubiläum der TSG Pappenheim, der der diesjährige Baum gewidmet ist. Kunstvolle Schnitzereien greifen dieses Thema zusätzlich auf und geben dem Maibaum eine ganz eigene Note.

Wie gewohnt wurde der Baum von den Vereinsmitgliedern auf den Schultern über die Altmühlbrücke bis auf den Marktplatz getragen. Dort erfolgte das Aufstellen in bewährter Weise mit Holzstangen, den sogenannten Schwalben, und viel Muskelkraft. Als der rund 20 Meter hohe Baum schließlich mit einem letzten gemeinsamen Kraftakt in die Senkrechte gebracht wurde, brandete großer Jubel unter den zahlreichen Besuchern auf. Geschmückt ist der Maibaum mit rot-grün bebänderten Kränzen, ergänzt durch das Pappenheimer Stadtwappen, das Wappen des gräflichen Hauses sowie die Zunftzeichen der Pappenheimer Unternehmer.

Schon lange vor der Ankunft des Maibaumes waren die Bierbänke auf dem Marktplatz fast voll besetzt. Bei Gegrilltem und Getränken stimmten sich die Gäste auf das Ereignis ein. Wie in den Vorjahren hatte die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. eine Café Bar eingerichtet und damit für ein zusätzliches Angebot gesorgt.

Trotz der kühlen Witterung ließen es sich viele Besucher nicht nehmen, den Pappenheimer Maibaum 2026 bei flotter Musik von DJ Lux gebührend zu feiern. Damit der Baum auch am Morgen des 1. Mai noch sicher an seinem Platz steht, übernahm eine Wachmannschaft die nächtliche Aufsicht und begann in den frühen Morgenstunden bereits mit den ersten Aufräumarbeiten. So klang  wieder einmal ein rundum gelungenes Maibaumfest in Pappenheim in ruhigen Bahnen aus.




Wohnbau in Neudorf über den „Bauturbo“ geplant

Im Pappenheimer Ortsteil Neudorf könnte neuer Wohnraum entstehen. Der Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung am 23.04.26 mit einem Antrag auf Vorbescheid für den Abbruch bestehender Gebäude und den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt acht Wohneinheiten auf dem Grundstück Neudorf 79 zu befassen. Dabei spielte der sogenannte „Bauturbo“, ein neues Instrument im Bauwesen eine zentrale Rolle.

Geplant ist, das derzeit leerstehende Wohnhaus mit dem Nebengebäude abzureißen und die Fläche neu zu ordnen. Die Entwürfe sollen sich an der bestehenden Struktur des Ortskerns orientieren, der als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Deshalb sollen die neuen Gebäude die geplanten Gebäude typische Merkmale der Jura-Häuser aufgreifen.

Die baurechtliche Ausgangslage erweist sich jedoch als anspruchsvoll. Obwohl der Flächennutzungsplan ein Mischgebiet ausweist, wird ein Großteil des Grundstücks als Außenbereich bewertet. Eine klassische Bauleitplanung wäre daher eigentlich notwendig gewesen. Mit einem ergänzten Antrag wurde deshalb geprüft, ob das Vorhaben über den „Bauturbo“ realisiert werden kann.

Dieser Bauturbo ist im Baugesetzbuch verankert und soll vor allem eines erreichen: schneller Wohnraum schaffen. Wie Jana Link, die Leiterin des Städtischen Bauamtes bei der öffentlichen Sitzung erläuterte, verbirgt sich dahinter ein Bündel von Regelungen, die unter bestimmten Voraussetzungen Abweichungen vom üblichen Baurecht ermöglichen. So kann etwa im Innenbereich von der sonst erforderlichen strikten Anpassung an die nähere Umgebung abgewichen werden. Auch Befreiungen von Festsetzungen eines Bebauungsplans sind weitergehend möglich als bisher.

Besonders weitreichend ist die Regelung für den Außenbereich. Hier kann der Bauturbo unter bestimmten Bedingungen sogar eine Bauleitplanung ersetzen – allerdings nur befristet und als ausdrücklich gedachte Ausnahme. Voraussetzung bleiben stets, dass die öffentlichen Belange wie Natur-, Hochwasser- oder Denkmalschutz berücksichtigt werden und das Vorhaben grundsätzlich auch im Rahmen eines regulären Bebauungsplans denkbar wäre.

Im konkreten Fall Neudorf Nr. 79 kommen gleich mehrere dieser Regelungen zur Anwendung. Während eines der beiden neuen Wohngebäude dem Innenbereich zugeordnet wird und dort von den üblichen Einfügungsregeln abweichen kann, fällt der zweite Baukörper einschließlich der Stellplätze in den Außenbereich und wird über die entsprechende Bauturbo-Regelung ermöglicht.

Wichtig ist dabei auch die Rolle der Stadt: Anders als beim klassischen gemeindlichen Einvernehmen ist hier eine ausdrückliche Zustimmung des Stadtrats erforderlich, die zudem an Bedingungen geknüpft werden kann. Vorgesehen ist unter anderem ein städtebaulicher Vertrag, der den Bauherrn zu Ausgleichsmaßnahmen, zur Erschließung sowie zur Kostenübernahme verpflichtet. Auch eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren nach Genehmigung soll vereinbart werden

Heizhaus und Nachverdichtung
In der Aussprache verwies Stadtrat Karl Satzinger von der Bürgersliste auf den Standort des Heizhauses der Neudorfer Nahwärme, das in weniger als 100 Metern Entfernung in unmittelbarer Nähe des zweiten Wohnhauses liegt. Er regte an, im Genehmigungsbescheid einen entsprechenden Hinweis aufzunehmen.

Deutlicher noch sprach Heiko Loy von der CSU das Thema an. Aus seiner Sicht sei das vordere Gebäude mit vier Wohneinheiten ausreichend. Das zweite Wohnhaus bereite ihm vor allem wegen der Lage im Außenbereich und der Nähe zum Heizhaus Sorgen. Sollten dort Auswärtige einziehen, seien Konflikte absehbar. Zudem gehe es darum, die Entwicklungsmöglichkeiten der Neudorfer Nahwärme nicht einzuschränken.

Walter Otters von den Freien Wählern begrüßte grundsätzlich die geplanten acht Wohneinheiten und sah darin eine Chance für Nachverdichtung. Im Vordergrund stehe jedoch der Ausbau von Bestandsgebäuden. Die Entscheidung des Stadtrates habe mit Blick auf die Nähe zum Heizhaus eine Signalwirkung. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage „Wie ist es künftig mit dem Immissionsrecht, wenn wir die Nachverdichtung machen“. Unverständlich blieb für ihn, warum das hintere Gebäude dem Außenbereich zugeordnet werde.

Stadträtin Christa Seuberth von der SPD merkte an, man müsse die daraus entstehenden Konsequenzen zugunsten der Nachverdichtung in Kauf nehmen.

Bürgermeister Florian Gallus von der CSU erinnerte an den Vitalitätscheck und stellte die zentrale Abwägung in den Raum „Welche Argumente lege ich in die Waagschale“. Es gehe darum, Argumente für und gegen das Vorhaben gegenüberzustellen und zu klären, ob die Nachverdichtung an dieser Stelle passe. „Ich finde das passt“, so Gallus. Zugleich fragte er „Sollen wir das alte Gelumpe stehen lassen, nur weil irgendwann einer ein Heizkraftwerk erweitern will“. Man könne vielmehr froh sein, dass hier jemand investieren und Wohnraum schaffen wolle. Für eine verträgliche Innenentwicklung brauche es, so Gallus abschließend, auch im ländlichen Raum städtebauliche Konzepte.

Der Stadtrat hat letztlich mit 12:4 Stimmen die Zustimmung zu dem Bauvorhaben in Aussicht gestellt und damit den Weg für das Vorhaben grundsätzlich frei gemacht. Mit dem Vorbescheid ist jedoch noch keine unmittelbare Baugenehmigung verbunden. Diese muss in einem weiteren Schritt beantragt werden.

 




Start der Turnhallensanierung in Pappenheim

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederbelebung der Turnhalle „Auf der Lach“ ist getan. Nach dem Abschluss der Ausschreibungen hat der Turnverein 1861 Pappenheim e.V. die ersten Aufträge vergeben und damit den Auftakt für die anstehenden Sanierungsarbeiten gesetzt. Für das traditionsreiche und denkmalgeschützte Gebäude, das seit April 2024 aufgrund akuter Probleme mit der Statik des Dachstuhls wegen Einsturzgefahr gesperrt ist, zeichnet sich damit erstmals konkret der Beginn der Sanierungsmaßnahmen ab.

Im Mittelpunkt steht dabei die umfassende statische Sanierung der Halle. Ziel ist es, die Nutzung langfristig zu sichern und den Sportbetrieb wieder aufnehmen zu können. Mit Blick auf das kommende Jahr gewinnt das Vorhaben zusätzlich an Bedeutung, denn dann steht das 120-jährige Bestehen der Halle an. Die Hoffnung, dieses Jubiläum wieder in der eigenen Turnhalle begehen zu können, rückt nun für den Turnverein ein Stück näher.

Bei der Umsetzung setzt der Verein bewusst auf regionale Fachbetriebe. Die Gerüstbauarbeiten übernimmt die Firma Kett Gerüstbau aus Böhmfeld, während die Zimmerei Riedl aus Übermatzhofen für die Zimmerer- und Spenglerarbeiten beauftragt wurde. Gerade die Arbeiten am Dachstuhl gelten als besonders anspruchsvoll. In der Vergangenheit hatte eine Fehlbelastung bereits Schäden am Mauerwerk verursacht; entsprechend sorgfältig muss nun stabilisiert werden.

Finanziell gesichert
Auch finanziell steht das Projekt inzwischen auf einer tragfähigen Grundlage. Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bilden das Fundament. Einen entscheidenden finanziellen Beitrag brachte zudem eine Fraktionsinitiative aus dem Bayerischen Landtag in Höhe von 465.000 Euro, die maßgeblich vom Abgeordneten Wolfgang Hauber angestoßen wurde. Durch diese Unterstützung kann der Verein auf einen Kredit des BLSV verzichten, was die finanzielle Abwicklung deutlich entspannt.

Ergänzt wird die Finanzierung durch die Stadt Pappenheim, die das Vorhaben sowohl mit einer Ausfallbürgschaft über 300.000 Euro als auch mit einem direkten Zuschuss von 100.000 Euro begleitet. Dieses Zusammenspiel verschiedener Fördergeber schafft die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Bauabschnitte.

In den nächsten Wochen wird mit dem Aufbau der Gerüste gerechnet. Damit wird nun sichtbar, was lange vorbereitet wurde. Für den Turnverein und viele Bürgerinnen und Bürger ist dies mehr als nur ein Bauprojekt. Es geht um den Erhalt eines prägenden Ortes des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in Pappenheim.

 




Für den MRK 1856 Pappenheim auf Spurensuche im Hausarchiv der Wittelsbacher

Im Jubiläumsjahr des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) richtet sich der Blick nicht nur zurück auf 170 Jahre Vereinsgeschichte, sondern auch tief hinein in die Archive der bayerischen Geschichte. Für die geplante Vereinschronik hat sich Philipp Engeler aus Zimmern auf Spurensuche begeben und dabei einen besonderen Ort aufsuchen dürfen, der selbst vielen Geschichtsinteressierten verschlossen bleibt.

Am 21. und 22. April führte ihn seine Recherche in das Geheime Hausarchiv der Wittelsbacher nach München. Der Zugang zu diesem traditionsreichen Archiv ist an besondere Voraussetzungen gebunden. Die erforderliche Genehmigung wurde durch Seine Königliche Hoheit Herzog Franz als Chef des Hauses Wittelsbach erteilt, ermöglicht durch die Empfehlung von Dr. Albrecht Graf von undzu Egloffstein. Ein Umstand, für den sich Philipp Engeler außerordentlich dankbar ist.

Im Mittelpunkt der Nachforschungen standen die Grafen zu Pappenheim, die sowohl dem Militärwesen als auch dem Königshaus eng verbunden waren. In einem ausführlichen Gespräch mit Archivdirektor Dr. Gerhard Immler zeigte sich, dass der Name Pappenheim im Hausarchiv Wittelsbach durchaus Gewicht besitzt. In der Folge erhielt Engeler Zugang zu einer außergewöhnlich umfangreichen königlichen Bildersammlung.

Dabei bot sich ihm eine seltene Gelegenheit. Er konnte originale Fotoalben der bayerischen Könige einsehen und eigenständig nach Spuren der Pappenheimer Grafen durchsuchen. Eine Aufgabe, die selbst erfahrene Historiker mit Respekt angehen. Für einen Nicht-Historiker bedeutete dies nicht nur große Verantwortung, sondern auch eine gewisse Anspannung. Hinzu kam die Herausforderung, historische Handschriften zu entziffern, die ein geübtes Auge verlangen.

Die Mühe blieb nicht ohne Ergebnis. Engeler gelang es, Bildbelege zu finden, die die Grafen von Pappenheim im Umfeld ihrer königlichen Dienstherren zeigen und damit ihre besondere Stellung bei Hof dokumentieren. Ergänzt werden diese Funde durch Schriftstücke, darunter Briefe von König Ludwig I. an Graf Carl, sowie eindrucksvolle Aufnahmen aus dem höfischen Umfeld.

Das Geheime Hausarchiv selbst gilt als eine der zentralen Quellen zur Geschichte Bayerns. Gegründet im Jahr 1799, vereint es heute Dokumente aus mehr als 800 Jahren. Neben offiziellen Akten umfasst es auch persönliche Nachlässe, Briefe und Tagebücher der Wittelsbacher. Trotz seines Namens handelt es sich weniger um ein verborgenes als vielmehr um ein historisch gewachsenes Familienarchiv mit besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die entstehende Chronik verbindet Engeler seinen Bericht auch mit einem Anliegen. Gesucht werden weiterhin Bilder und Dokumente aus Pappenheimer Besitz, die zur Vervollständigung der Vereinsgeschichte beitragen können. Jede bislang unentdeckte Aufnahme könnte ein weiteres Puzzlestück sein, das die lange Tradition des Militärvereins lebendig werden lässt.

Titelbild: Geheimes Hausarchiv Wittelsbach
v.l: Dr. Gerhard Immler, Aruchivleiter und Philipp Engeler bei seinen Rechercehn




Maibaumfest bringt Pappenheim zusammen

Wenn in Pappenheim der Maibaum aufgestellt wird, ist das weit mehr als ein fester Termin im Kalender. Am 30. April lädt der Pappenheimer Maibaum e.V. wieder dazu ein, gemeinsam auf dem Marktplatz den Beginn des Wonnemonats zu feiern – offen, gesellig und ganz im Sinne gelebter Tradition.

Los geht es bereits um 17 Uhr mit der Bewirtung. In entspannter Atmosphäre können sich die Besucherinnen und Besucher auf ein Angebot freuen, das bewusst auf Regionalität setzt. Frisch zubereitete Bratwürste und Steaks gehören ebenso dazu wie Kaffee und Kuchen. Letzteren übernimmt in bewährter Weise die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. (PSG), die damit seit Jahren ein fester Bestandteil des Festes ist.

Der eigentliche Höhepunkt folgt um 18 Uhr, wenn der Maibaum in traditionell mit sogenannten „Schwalben“ mit Muskelkraft in festlichem Rahmen aufgestellt wird. Dieser Moment steht sinnbildlich für Brauchtum und Gemeinschaft und zieht Jahr für Jahr viele Schaulustige an. Im Anschluss geht das Fest nahtlos in einen geselligen Abend über. Ab 19 Uhr sorgt DJ Lux für die passende musikalische Begleitung und hält die Stimmung auf dem Marktplatz lebendig.

Dem Pappenheimer Maibaum e.V. ist es dabei als Veranstalter ein besonderes Anliegen, das Maibaumfest für alle Generationen zugänglich zu gestalten. Faire Preise bei Speisen und Getränken sollen dazu beitragen, dass Familien, junge Leute und ältere Besucher gleichermaßen unbeschwert mitfeiern können.

So verbindet das Pappenheimer Maibaumfest Tradition mit zeitgemäßer Ausrichtung und ist nun schon seit vielen Jahren ein fester Treffpunkt für die Stadt und ihre Gäste. Der Pappenheimer Maibaum e.V. freut sich auf zahlreiche Besucher und einen stimmungsvollen Abend mitten im Herzen Pappenheims.

 




Pappenheim zeigt seine Geschichte in vielen Facetten

Auch im Jahr 2026 laden die Gästeführer in Pappenheim wieder zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das die Geschichte und das Leben in der ehemaligen Residenzstadt auf anschauliche Weise näherbringt. Neben den klassischen Stadtführungen stehen zahlreiche thematische Rundgänge auf dem Plan, die gezielt einzelne Aspekte beleuchten.

Die öffentlichen Stadtführungen durch das historische Zentrum finden jeweils sonntags um 10.30 Uhr statt. Termine sind der 31. Mai, 28. Juni, 26. Juli, 2. August, 9. August, 16. August, 23. August, 30. August sowie der 27. September. Im Mittelpunkt stehen dabei, die besonderen baulichen Merkmale der Pappenheimer Altstadt, eingebettet in zu Erläuterungen der Geschichte Pappenheims als frühere Residenzstadt.

Grafschaft, Gewerbe und Kirchen
Ergänzend dazu werden Themenführungen angeboten, die überwiegend samstags um 14.00 Uhr beginnen. Den Auftakt macht am 1. August die Führung „So schön ist Pappenheim …“, die besondere Perspektiven der Stadt in den Blick nimmt. Am 8. und 22. August folgt „Auf den Spuren der Grafschaft“, bei der die Geschichte des Hauses Pappenheim im Mittelpunkt steht. Am 15. August widmet sich die Führung „Einzelhandel und Gewerbe“ dem wirtschaftlichen Leben der Stadt, während am 29. August unter dem Titel „Kirchen in Pappenheim“ die sakralen Bauwerke und ihre Entwicklung thematisiert werden.

Jüdisches Leben in Pappenheim
Eine besondere Reihe bilden die Führungen zum jüdischen Leben in Pappenheim. Sie finden jeweils freitags um 14:00 Uhr statt, und zwar am 12. Juni, 24. Juli, 21. August sowie am 18. September, und eröffnen einen differenzierten Blick auf dieses Kapitel der Stadtgeschichte.

Treffpunkt für sämtliche Führungen ist die Tourist-Information am Marktplatz. Damit bietet sich über die Sommermonate hinweg eine Vielzahl an Gelegenheiten, Pappenheim aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen.

 




Bläsermusik über den Dächern von Pappenheim

Am Sonntag, 3. Mai, um 11:00 Uhr werden in Pappenheim wieder festliche Bläserklänge zu hören sein. Die Pappenheimer Burgbläser musizieren auf dem Schlossberg unterhalb der Burgmauer am sogenannten Pulverturm und lassen ihre frischen Maiklänge über die Dächer der Altstadt schweben.

Das siebenköpfige Ensemble setzt sich aus Musikerinnen und Musikern aus Bieswang, Dietfurt, Göhren, Pappenheim und Treuchtlingen zusammen. Unter der Leitung von Bernhard Raithel aus Göhren hat sich die Gruppe in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Auftritten einen guten Namen gemacht.

So dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf einen stimmungsvollen musikalischen Moment freuen, der die besondere Atmosphäre in der Pappenheimer Altstadt noch mehr zur Geltung bringt.