Pedelec am Bahnhof in Pappenheim gestohlen

Ein bislang unbekannter Täter hat am Montag, 27.07.2026 am Bahnhof in Pappenheim ein Pedelec entwendet. Das Fahrrad war nach Angaben der Polizei am Fahrradabstellplatz abgestellt und mit einem Gliederschloss gesichert.

Der Eigentümer hatte das blaue Mountainbike der Marke Ghost gegen 5.20 Uhr dort abgestellt. Als er gegen 17.15 Uhr zurückkehrte, stellte er fest, dass das Pedelec verschwunden war. Der entstandene Schaden wird auf rund 2.600 Euro geschätzt.

Die Polizei Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Montag im Bereich des Fahrradabstellplatzes am Pappenheimer Bahnhof verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verbleib des Fahrrads machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 09142/9644-0 mit der Polizeiinspektion Treuchtlingen in Verbindung zu setzen.

 




Starker Tennisnachwuchs in Pappenheim

Mit einem abwechslungsreichen Sommerfest hat der TC Pappenheim seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit gefeiert. Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Familien verbrachten gemeinsam einen sportlichen Nachmittag auf der Tennisanlage, bei dem spannende Wettkämpfe, Spiel und Geselligkeit im Mittelpunkt standen.

Seit Mai 2024 verfügt der Tennisclub wieder über eine aktive Kinder- und Jugendabteilung, die sich seither erfreulich entwickelt hat. Inzwischen trainieren 38 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren regelmäßig in verschiedenen Trainingsgruppen. Ein weiterer Meilenstein gelang dem Verein in diesem Sommer mit der Meldung einer U9-Mannschaft – erstmals seit langer Zeit. Zudem unterstützen bereits drei Nachwuchsspielerinnen die aktive Damenmannschaft.

Das Sommerfest begann mit der Begrüßung durch Jugendwartin Anina van der Gang. Nachdem die Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr auf große Resonanz gestoßen war, wurde das sportliche Angebot in diesem Jahr erweitert. So standen sowohl ein Kleinfeldturnier für die jüngeren als auch ein Großfeldturnier für die älteren Kinder und Jugendlichen auf dem Programm.

Im Kleinfeldturnier traten neun Nachwuchsspieler zunächst in einer Gruppenphase gegeneinander an. Nach spannenden Begegnungen und einem zusätzlichen Stechen um den letzten Halbfinalplatz standen schließlich die Sieger fest. Den ersten Platz sicherte sich Leeven van der Gang vor Julius Ulbrich auf Rang zwei. Den dritten Platz belegte Nikolina Tolicki.

Auch das Großfeldturnier bot bis zuletzt Spannung. Fünf Teilnehmerinnen spielten im Modus „Jeder gegen jeden“ den Turniersieg aus. Da neben der Zahl der gewonnenen Spiele auch die Spieldifferenz über die Platzierungen entschied, blieb das Ergebnis bis zur Siegerehrung offen. Emma Hilitzer setzte sich am Ende mit 14 gewonnenen Spielen an die Spitze. Den zweiten Platz belegte Alena Drechsler, dicht gefolgt von Lelia Drechsler auf Rang drei.

Neben den Turnieren wartete das Sommerfest mit weiteren Aktionen auf. Bei einer Tombola zugunsten der Jugendarbeit fanden zahlreiche Sachpreise glückliche Gewinner. Insgesamt kamen dabei 300 Euro zusammen, die vollständig der Nachwuchsarbeit des Vereins zugutekommen. Kreativ wurde es beim gemeinsamen Gestalten einer neuen Kindersitzgruppe. Diese wurde mit den Namen aller Nachwuchsspieler verschönert und steht künftig im Terrassenbereich als kindgerechter Treffpunkt zur Verfügung.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Dank zahlreicher mitgebrachter Speisen der Eltern entstand ein abwechslungsreiches Buffet. Besonders die Zuckerwattemaschine erfreute sich bei den jungen Besucherinnen und Besuchern großer Beliebtheit.

Während auf den Turnierplätzen um Punkte gekämpft wurde, nutzten viele Familien die Gelegenheit, selbst zum Schläger zu greifen. Eltern und Kinder lieferten sich auf den freien Plätzen so manchen Ballwechsel und sorgten für zusätzliche Bewegung und gute Stimmung auf der Anlage.

Nach einer dreiwöchigen Sommerpause wird der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen und bis in den Herbst fortgesetzt. Auch in der kalten Jahreszeit soll das Training weitergehen. Bereits zum dritten Mal in Folge plant der TC Pappenheim ein Wintertraining in der Turnhalle des Evangelischen Bildungszentrums. Damit können die jungen Tennisspielerinnen und Tennisspieler ganzjährig trainieren – eine Kontinuität, die sich nach Einschätzung des Vereins bereits deutlich in den sportlichen Fortschritten des Nachwuchses bemerkbar macht.

Fotos: TC Pappenheim




Musik in Pappenheimer Gärten

Ein lauer Sommerabend, stimmungsvolle Livemusik und ein idyllischer Garten als Veranstaltungsort – der Kunst- und Kulturverein Pappenheim lädt am Sonntag, 2. August, von 18 bis 21 Uhr wieder zu seiner beliebten Veranstaltungsreihe „Musik in Pappenheimer Gärten“ ein. Wo das Konzert stattfindet, bleibt bis zum Schluss ein gut gehütetes Geheimnis. Erst vom gemeinsamen Treffpunkt auf dem Marktplatz aus geht es bei einem kleinen Spaziergang zum privaten Garten, der für diesen Abend zur außergewöhnlichen Konzertkulisse wird.

Für die musikalische Gestaltung sorgt in diesem Jahr das Trio Tea for Three. Die drei Musiker Hartmut Betz (Klarinette und Saxofon), Johannes Schmauch (Bass und Gesang) sowie Ottmar Breitenhuber (Klavier) stehen für abwechslungsreiche Arrangements, Improvisationen und eine Mischung aus Jazz-Standards aus dem American Songbook sowie traditionellen und modernen Stücken. In lockerer Atmosphäre dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf einen entspannten Sommerabend mit Livemusik freuen.

Passend dazu werden Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten. Statt eines klassischen Bühnenkonzerts mit fester Bestuhlung erwartet die Gäste ein ungezwungenes Open-Air-Erlebnis, bei dem Musik, Natur und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen.

Da der Veranstaltungsort nur begrenzten Platz bietet, ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist bis Mittwoch, 29. Juli, bei Uschi Kreißl unter Telefon 09143/6586, bei Christa Seuberth unter 09143/6228 oder per E-Mail an k14.pappenheim@web.de möglich.

Treffpunkt ist spätestens um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Pappenheim. Parkmöglichkeiten bestehen unter anderem auf der Insel bei den Stadtwerken sowie auf dem Areal Pappenheim Nord an der Bürgermeister-Rukwid-Straße. Der Eintritt ist frei. Über eine angemessene Spende zur Unterstützung der kulturellen Arbeit freut sich der Kunst- und Kulturverein Pappenheim.

 




Ein turbulenter Flug sorgt in Pappenheim für beste Unterhaltung

Besser hätte der Termin kaum gewählt werden können. Ausgerechnet am Wochenende, an dem das Pappenheimer Volksfest ausgefallen ist, sorgte die Theatergruppe Pappenheim mit zwei Aufführungen in der Remise des K 14 für beste Unterhaltung. Das unter der Regie von Anette Pappler einstudierte Stück schenkte den Besucherinnen und Besuchern einen Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Von Anfang an wurden die Gäste zu Fluggästen einer ganz besonderen Flugreise. Von Nürnberg sollte es mit der französischen Fluglinie „Jet-Baguette“ nach Paris gehen. Doch bereits die ersten Durchsagen machten deutlich, dass dieser Flug alles andere als gewöhnlich verlaufen würde. „Diese Flugzeug ist absolut sischer. Solange es nischt geht in die Luft“, beruhigte die Crew ihr Publikum – und hatte die Lacher von Beginn an auf ihrer Seite.

Die beiden französischen Flugbegleiterinnen Babette (Barbara Mürl), Jeanette (Verena Wenzel) und ihre Flubi-Azubi Colette (Anette Pappler) führten mit viel Charme, Witz und perfektem Timing durch einen Flug, bei dem wirklich alles schiefging, was nur schiefgehen konnte. Der betrunkene Kapitän Jean-Pierre Sarkozy (Holger Wenzel) verlor die Orientierung, das Bordessen wurde knapp, Fallschirme sorgten ebenso für Verwirrung wie ein plötzlich auftauchender Schwangerschaftstest, und auch das marode Flugzeug – eine uralte Tupolew – machte ihrem Ruf alle Ehre.

Mit schlagfertigen Dialogen, feinem schwarzen Humor und einer beeindruckenden Spielfreude meisterten die Darstellerinnen jede noch so absurde Situation. Ein Malheur folgte auf das nächste, doch Babette, Jeanette und Colette hatten für jede Panne eine ebenso originelle wie musikalische Lösung parat. Ihr „Unter’altungsprograaam“ lenkte immer wieder gekonnt von den Turbulenzen ab und sorgte dafür, dass die Zeit tatsächlich wie im Flug verging.

Einen besonderen Reiz erhielt die Inszenierung durch die zahlreichen live gesungenen Musikstücke. Bekannte Titel unter anderem von den Beatles, Reinhard Mey, Gitte Hænning, Daliah Lavi und Tracy Chapman fügten sich harmonisch in die Handlung ein und machten den Theaterabend zu einer unterhaltsamen Mischung aus Schauspiel, Musik und Gesang. Musikalisch begleitet wurde die Aufführung vom Trio unter der Leitung von Annika Eggert von Musikunterricht Eggert, gemeinsam mit Linus Lauterbach und Holger Wenzel.

Immer wieder wechselten sich pointierte Dialoge, überraschende Wendungen und musikalische Einlagen in rasantem Tempo ab. Selbst als Triebwerkausfall, Notwasserung und Absturzgefahr im Raum standen, blieb die Stimmung an Bord bestens. Kurz vor der drohenden Notwasserung sorgte Babette mit der Ankündigung „Ihr Leben wird vergehen wie im Flug“ noch einmal für einen jener Momente, in denen sich schwarzer Humor und Situationskomik auf besondere Weise verbanden. Zwischen all dem Humor fanden am Ende sogar nachdenkliche und lebensbejahende Botschaften ihren Platz – ein gelungener Abschluss eines außergewöhnlichen Theaterstücks.

Das Publikum dankte es den Mitwirkenden mit herzlichem Applaus, begeistertem Mitklatschen bei vielen Liedern und stehenden Ovationen zum Schluss. Wer an Bord dieses ungewöhnlichen Fluges war, dürfte zwar keine Flugangst, dafür aber ordentlich beanspruchte Lachmuskeln mit nach Hause genommen haben.

Zum Abschluss bedankte sich die Vorsitzende der Theatergruppe Pappenheim e. V., Barbara Mürl, herzlich bei allen, die hinter den Kulissen zum Gelingen der Aufführungen beigetragen hatten. Ihr Dank galt Lili Mürl für die Maske, Jörg Gerber für die Beleuchtung, Pia Brunnenmeier als Souffleuse und für die Tontechnik sowie Marianne Pappler als gute Seele im Backstage-Bereich. Ebenso dankte sie Annika Eggert für die musikalische Vorbereitung sowie dem Kunst- und Kulturverein für die Bewirtung und die Bereitstellung der Remise im K 14.

Mit diesen beiden Vorstellungen hat die Theatergruppe Pappenheim erneut eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig und vielseitig das kulturelle Leben in der Stadt sein kann. Der geschickt gewählte Termin am Wochenende des ausgefallenen Volksfestes erwies sich dabei als echter Glücksgriff und bot vielen Menschen einen wunderbaren Ersatz. Die Begeisterung im Publikum machte deutlich, dass dieser Theaterabend weit mehr war als eine gelungene Aufführung – er war ein echtes Gemeinschaftserlebnis, das Lust auf die nächste Vorstellung der Theatergruppe im Herbst dieses Jahres macht.

 




Stadtrat signalisiert Verkaufsbereitschaft für das Georg Nestler Haus in Pappenheim

Mit einem weiteren Grundsatzbeschluss hat der Pappenheimer Stadtrat den nächsten Schritt für die Zukunft des Georg-Nestler-Hauses eingeleitet. Nachdem im Juni das von der LandLiving GmbH entwickelte Konzept „Georg-Nestler-Haus 2030“ grundsätzlich auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden soll, erklärte der Stadtrat nun seine grundsätzliche Bereitschaft, die städtische Immobilie zur Realisierung des Projekts auch zu verkaufen. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf ist damit jedoch ausdrücklich noch nicht verbunden.

Was bisher geschah
Bereits in der Sitzung vom 18. Juni hatte LandLiving ein völlig neues Nutzungskonzept vorgestellt. Anders als die zuvor diskutierten Ansätze soll in dem ehemaligen Krankenhaus und späteren Seniorenheim keine klassische Pflegeeinrichtung entstehen. Vorgesehen ist vielmehr ein generationenübergreifendes Wohn- und Gemeinschaftsprojekt, das Wohnen, Begegnung und gesellschaftliches Leben miteinander verbindet. Geplant sind barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsflächen, ein öffentlich zugängliches Café sowie Räume für Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten. Ziel ist es, dem seit 2021 leerstehenden Gebäude nach mehreren erfolglosen Anläufen wieder eine dauerhafte Perspektive zu geben.

Verkauf oder Erbpacht?
Nach den Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung und Projektinitiator Dr. Carsten Witt wurde deutlich, dass dieses Konzept nach Einschätzung der Projektgesellschaft nur dann wirtschaftlich umgesetzt werden kann, wenn das Gebäude in das Eigentum der Projektgesellschaft übergeht. Die Finanzierung soll auf privaten Investoren, Fördermitteln, Bewohnerbeteiligungen und langfristigen Nutzungserlösen beruhen. Für die Gewinnung der erforderlichen Investoren sei der Eigentumserwerb Voraussetzung. Die Varianten Erbbaurecht oder langfristige Verpachtung böten hierfür nach Angaben der Projektgesellschaft keine ausreichende Finanzierungssicherheit.

Für die Stadt hätte ein Verkauf ebenfalls Vorteile. Sie würde einen Verkaufserlös erzielen und wäre künftig nicht mehr für die erheblichen Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen verantwortlich. Gleichzeitig würden klare Eigentumsverhältnisse geschaffen, die dem Investor die notwendige Planungssicherheit geben. Dem steht gegenüber, dass die Stadt ihr Eigentum dauerhaft aufgibt und ihre Einflussmöglichkeiten auf die spätere Nutzung deutlich geringer werden. Zwar könnten vertragliche Sicherungen, etwa eine Zweckbindung oder Rückfallregelungen, vereinbart werden, dennoch verliert die Kommune einen Teil ihrer Steuerungsmöglichkeiten. Auch im Insolvenzfall ergeben sich unterschiedliche Risiken, je nachdem ob verkauft, verpachtet oder ein Erbbaurecht bestellt wird. Gerade diese Punkte hatte die Verwaltung dem Stadtrat im Vorfeld ausführlich gegenübergestellt.

Bürgermeister Florian Gallus machte deshalb während der Beratung deutlich, dass die aktuelle Entscheidung noch keinen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses bedeutet. „Die heutige Beschlussfassung stellt ausdrücklich noch keine Entscheidung über den Verkauf der Immobilie dar.“ Der Stadtrat entscheide derzeit ausschließlich über die Fortführung des Projekts, die grundsätzliche Verkaufsbereitschaft und die Einholung eines Verkehrswertgutachtens. Erst nach Vorliegen aller Entscheidungsgrundlagen werde über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und den notariellen Kaufvertrag gesondert beschlossen.

Der Zeitplan
Bis zu einer endgültigen Entscheidung wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Zunächst soll im August oder September ein aktuelles Verkehrswertgutachten erstellt werden, das als Grundlage für die Kaufpreisverhandlungen dient. Diese sind nach den Planungen der Stadt für den Herbst vorgesehen. Ebenfalls im Herbst soll der Stadtrat dann über den ausgearbeiteten Kaufvertrag und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden. Kommt es zu einer Zustimmung, könnte der notarielle Vertragsabschluss nach derzeitiger Planung im Frühjahr 2027 erfolgen.

Zwei Meinungen
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte das gewählte Verfahren. Sie freue sich auf das Konzept von LandLiving.
Eine andere Reihenfolge der Entscheidungen hätten sich dagegen die Grünen gewünscht. Dabei machten sowohl Lisa Pfister als auch Astrid Weddige deutlich, dass sich ihre Kritik nicht gegen einen möglichen Verkauf oder gegen das Projekt selbst richtet, sondern gegen den Zeitpunkt der Beschlussfassung.
Nach den Ausführungen von Lisa Pfister von den Grünen sei es „zu früh für diesen Beschluss“. Man habe noch keine Idee, ob das Projekt angenommen werde. Sie könne sich die Beschlussfassung eher vorstellen, wenn man diesbezüglich bereits mehr wisse.
Astrid Weddige teilte diese Einschätzung. Aus ihrer Sicht müsse zunächst das Verkehrswertgutachten vorliegen, bevor ein so weitreichender Grundsatzbeschluss gefasst werde. „Wir würden nichts verlieren, wenn wir den Verkauf erst nach Vorliegen des Gutachtens beschließen“, erklärte Weddige im Stadtrat.

Am Ende folgte die Mehrheit des Stadtrates jedoch der Empfehlung des Bürgermeisters. Der Grundsatzbeschluss zur Verkaufsbereitschaft wurde gegen die beiden Stimmen der Grünen gefasst. Mit der Entscheidung ist der Weg für die weiteren Verhandlungen geebnet. Zunächst soll nun das Verkehrswertgutachten erstellt werden. Erst danach wird der Stadtrat über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden.

 




Pappenheim nimmt Abschied von Pfarrer Robert

Sechs Jahre lang prägte Pfarrvikar Dr. Robert Rapljenovic das kirchliche Leben in der Pfarreiengemeinschaft Treuchtlingen-Pappenheim. In Pappenheim allerdings war er für die meisten schlicht „Pfarrer Robert“. Nicht zuletzt deshalb, weil sein Nachname für viele eine kleine sprachliche Herausforderung war. Vor allem aber, weil seine herzliche und unkomplizierte Art schnell dafür sorgte, dass aus dem Geistlichen ein vertrauter Ansprechpartner wurde.

Mit einem festlichen Sonntagsgottesdienst verabschiedete die Pfarreiengemeinschaft nun am Sonntag, 19.07.2026  den langjährigen Pfarrvikar und seine Familie. Künftig wird Dr. Robert Rapljenovic als Vizerektor und Leitender Repetitor am ostkirchlichen Priesterseminar Collegium Orientale in Eichstätt tätig sein.

In einem bewegenden Abschiedsgruß blickt Pfarrer Robert dankbar auf seine Zeit in der Region zurück. Vier Jahre lang trug er gemeinsam mit Pfarrer Härteis die besondere Verantwortung für die Pfarrei Pappenheim und die Kuratie Solnhofen. Die Jahre seien reich gewesen an Begegnungen, gemeinsamen Erfahrungen und vielen schönen Momenten des Glaubens.

Besonders am Herzen lagen ihm die Ministrantinnen und Ministranten. Die vielen festlichen Gottesdienste, die sie gemeinsam gefeiert hätten, würden ihm ebenso in Erinnerung bleiben wie deren Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Freude am Dienst.

Sein Dank gilt darüber hinaus den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Aus einer Gemeinde sei für ihn eine Familie geworden, schreibt er. Er bedankt sich bei seinen Mitbrüdern im pastoralen Dienst, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen, Lektorinnen und Lektoren, Organistinnen und Organisten sowie den Mesnerinnen und Mesnern. Auch jene, die inzwischen verstorben sind und das Gemeindeleben mitgeprägt haben, schließt er ausdrücklich in seinen Dank ein.

Der Wechsel nach Eichstätt bedeutet für ihn eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe, auf die er mit Freude und Neugier zugehe. Gleichzeitig falle der Abschied schwer. Das gelte nicht nur für ihn selbst, sondern ebenso für seine Frau Ivana sowie die beiden Söhne Konstantin und Emilian, die als Mesnerin, Lektorin beziehungsweise Ministranten ebenfalls fest in das Gemeindeleben eingebunden waren. Die Familie habe sich in Pappenheim zuhause gefühlt und viele wertvolle Freundschaften geschlossen.

Zum Abschied erinnert Pfarrer Robert an die Worte des Apostels Paulus: „Ich trage euch in meinem Herzen.“ Diese Verbundenheit bleibe auch über die räumliche Entfernung hinaus bestehen. Zugleich lädt er die Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft ein, ihn am Collegium Orientale in Eichstätt zu besuchen. Die Türen stünden jederzeit offen.

Wer Pfarrer Robert erlebt hat, wird ihn nicht nur als engagierten Seelsorger in Erinnerung behalten. Viele verbinden mit ihm seine offene Art, seinen Humor und seine Bereitschaft, jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Eigenschaften, die ihn in Pappenheim schnell bekannt und beliebt gemacht haben und die nun vielen fehlen werden. Sein Abschiedsgruß endet schlicht und herzlich mit einem Wort, das gut zu ihm passt: „Ade!“

Wie ich Pfarrer Robert kennenlernte
Manche Begegnungen bleiben im Gedächtnis, obwohl sie ganz unspektakulär beginnen. So war es bei mir mit Pfarrer Robert.
Es war während der Coronazeit. An einem winterlichen Abend befand ich mich auf dem Heimweg. Es war bereits dunkel, doch die Pappenheimer Nichtlichtzeit hatte sich noch nicht über die Stadt gelegt. Schon von Weitem fiel mir in der Bahnhofstraße eine Person auf, die neben einem Fahrrad auf der Fahrbahn lag. Mein erster Gedanke war, möglichst schnell dorthin zu kommen, um zu helfen und den Gestürzten aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
In diesem Moment näherte sich von stadtauswärts ein Fahrzeug. Kaum hatte es angehalten, sprang ein wendiger Mann mit großem Bart heraus. Ohne zu zögern kümmerte er sich um den Radfahrer, dem deutlich anzumerken war, dass er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte.
Als der bärtige Helfer den Gestürzten aufrichten wollte, musterte dieser ihn zunächst misstrauisch und fragte im Pappenheimer Dialekt: „Wer bischt na du überhabts?“ Die Antwort kam ruhig und freundlich: „Ich bin der neue katholische Pfarrer Robert.“
„Aha“, erwiderte der Mann und ließ sich aufhelfen. Dann fügte er mit ernster Miene hinzu: „Ich bin aber evangelisch.“
Pfarrer Robert lächelte und antwortete in seiner ihm eigenen herzlichen Art: „Das spielt doch keine Rolle. Wir sind doch alle Brüder, wenn wir anderen helfen können.“

Genau in diesem Augenblick wusste ich, wen ich da gerade kennengelernt hatte. Nicht zuerst den neuen katholischen Pfarrer von Pappenheim, sondern einen Menschen, für den Mitmenschlichkeit wichtiger ist als Konfessionen. Eine kurze Begegnung am Straßenrand, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.




Pappenheim und ILE-Altmühltal starten Förderaufruf für Kleinprojekte

Vereine, Initiativen, Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in der ILE-Region Altmühltal können sich ab sofort mit Ideen für das Regionalbudget 2027 bewerben. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Altmühltal hat den offiziellen Förderaufruf veröffentlicht und plant, beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken erneut Fördermittel in Höhe von bis zu 75.000 Euro zu beantragen. Voraussetzung ist allerdings zunächst die Bewilligung des Regionalbudgets.

Gefördert werden sogenannte Kleinprojekte mit förderfähigen Gesamtausgaben zwischen 500 und 20.000 Euro. Ziel ist es, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Die Vorhaben müssen im Gebiet der ILE-Region Altmühltal liegen und einen Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts leisten.

Die Bandbreite möglicher Projekte ist groß. Unterstützt werden unter anderem Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, der Öffentlichkeitsarbeit, der Grundversorgung sowie der örtlichen Infrastruktur. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Verkaufsautomaten für Direktvermarkter, Lastenräder für den öffentlichen Verleih, Verbesserungen an Wander- und Radwegen, Geräte zur Obstbaumpflege oder Projekte zur Aufwertung von Ortskernen gefördert.

Die Förderung beträgt bis zu 70 Prozent der tatsächlich entstandenen Nettoausgaben, maximal jedoch 8.000 Euro je Projekt. Förderfähig sind ausschließlich Vorhaben, mit deren Umsetzung noch nicht begonnen wurde.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine eigens eingerichtete Projektarbeitsgruppe. Bewertet werden die eingereichten Vorhaben unter anderem nach ihrem Nutzen für die Region, ihrer Nachhaltigkeit, ihrem Innovationsgrad, dem bürgerschaftlichen Engagement sowie ihrem Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Identität. Einen besonders hohen Stellenwert hat dabei der öffentliche Nutzen des Projekts.

Weitere Informationen und Ansprechpartner
Das ausführliche Merkblatt mit allen Fördervoraussetzungen, Hinweisen zur Antragstellung sowie den erforderlichen Unterlagen steht im Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter der Rubrik „Antragstellung ILE“ beziehungsweise „Antragstellung Kleinprojektträger“ zum Download bereit unter:

https://www.stmelf.bayern.de/foerderung/regionalbudget/index.html

 

Die Antragsformulare sind außerdem über die Stadt Pappenhiem erhältlich.
Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Maria König. Sie ist per E-Mail an ile-altmuehltal@futour.com oder telefonisch unter 0155 – 67365632 erreichbar.




Kradfahrer bei Unfall in Pappenheim leicht verletzt

Ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Pappenheim ist am Mittwochvormittag , 22.07.2026 bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich an der Einmündung des Lachgartenwegs zur Zufahrt Richtung Staatsstraße 2230.

Nach Angaben der Polizei wollte eine 55-jährige Autofahrerin aus Dollnstein vom Lachgartenweg nach links auf die Staatsstraße einbiegen. Dabei übersah sie den vorfahrtsberechtigten Kradfahrer, der auf der Staatsstraße unterwegs war. Die Front des Pkw touchierte das Motorrad, woraufhin der 60-Jährige stürzte.

Der Pappenheimer zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 2.000 Euro.

 




Haushalt 2026 in Pappenheim mit Blick auf große Investitionen

Mit einem Haushaltsvolumen von knapp 17,8 Millionen Euro hat der Stadtrat den Haushalt der Stadt Pappenheim für das Jahr 2026 verabschiedet. Kämmerin Katharina Krach stellte den Haushaltsplan vor und führte das Gremium durch die wichtigsten Einnahmen, Ausgaben und Investitionen des kommenden Jahres. Bemerkenswert dabei ist, dass sie den umfangreichen Haushalt nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit und inzwischen mit reduzierter Arbeitszeit ausgearbeitet hat.

Der Verwaltungshaushalt umfasst Einnahmen und Ausgaben von 11,36 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt schließt mit 6,44 Millionen Euro ab. Neue Kredite sind im Haushalt 2026 nicht vorgesehen. Die Stadt plant, ihre Investitionen zunächst aus vorhandenen Mitteln zu finanzieren.

Bei ihrer Vorstellung machte Katharina Krach deutlich, dass die Stadt erneut ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt hat. Der größte Einzelposten entfällt mit rund 1,89 Millionen Euro auf die Abwasserbeseitigung. Weitere 1,81 Millionen Euro sind für den Breitbandausbau der Ortsteile vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem 365.000 Euro für den Umbau des Bauhofs, 341.000 Euro für die Dorferneuerung in Bieswang, 271.800 Euro für Investitionen bei den Feuerwehren sowie 218.000 Euro für Straßensanierungen. Darüber hinaus sind Mittel für die Investitionsumlage der Senefelder-Schule, die Städtebauförderung und erste Planungen für die Marktplatzsanierung eingeplant.

Auch die Entwicklung der städtischen Finanzen erläuterte die Kämmerin. Die allgemeinen Rücklagen werden nach den Planungen von 3,864 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 1,213 Millionen Euro zum Jahresende sinken. Einschließlich der Sonderrücklagen verringert sich das Rücklagenvermögen von 4,370 Millionen Euro auf 1,830 Millionen Euro. Gleichzeitig soll sich der Schuldenstand von derzeit 5,241 Millionen Euro auf 5,025 Millionen Euro reduzieren.

Bei den Einnahmen rechnet die Stadt mit einer Normalisierung der Steuereinnahmen. Während die Gewerbesteuer nach dem starken Vorjahr mit 1,5 Millionen Euro deutlich niedriger angesetzt ist als 2025 mit 2,31 Millionen Euro, bleiben die Anteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer mit rund 2,1 Millionen Euro stabil. Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B werden für 2026 mit rund 630.000 Euro veranschlagt.

Nach der Vorstellung des Zahlenwerks ordnete Bürgermeister Florian Gallus den Haushalt aus seiner Sicht ein. Mit Blick auf die Vielzahl der vorgesehenen Maßnahmen erklärte er: „Entweder wir müssen die Maßnahmen anders priorisieren oder wir nehmen ein Darlehen auf.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass sich die Stadt trotz des ambitionierten Investitionsprogramms ihre finanziellen Handlungsmöglichkeiten erhalten müsse.

Zur Entwicklung der Verschuldung sagte Gallus: „Der Schuldenstand soll nicht mehr werden, aber wir sind nicht hoch verschuldet.“

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister Kämmerin Katharina Krach ausdrücklich für ihre Arbeit. Nach ihrer Elternzeit und trotz reduzierter Arbeitszeit habe sie einen ausgewogenen Haushalt erarbeitet. Sein Dank galt ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie dem Stadtrat für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Anerkennung des Gremiums zeigte sich anschließend in lang anhaltendem Applaus für die Kämmerin.




Grundkonzept für neuen Marktplatz in Pappenheim

Der Marktplatz in Pappenheim soll ein neues Gesicht erhalten. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag die ersten Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner aus Buttenwiesen zur Kenntnis genommen und das gestalterische Grundkonzept mehrheitlich beschlossen. Lediglich die beiden Stadträte der Grünen stimmten gegen die Gestaltung mit polygonalen Grünflächen und äußerten deutlich Bedenken gegen die Gestaltung.

Vorgestellt wurden die Planungen von Franziska Burlefinger und Verena Hurler vom Fachbüro für Stadtplanung Herb und Partner. Die Entwürfe sind das Ergebnis mehrmonatiger Vorarbeiten und bilden die Grundlage für den nächsten Planungsschritt.
Sollte das Projekt wie vorgesehen weitergeführt werden, erstellt das Büro nun einen Vorentwurf einschließlich Kostenschätzung. Dieser umfasst auch den Bereich der Stadtvogteigasse.

Der Marktplatz steht unter denkmalpflegerischem Ensembleschutz. Mit Ausnahme des Sparkassengebäudes sind sämtliche Gebäude rund um den Platz Einzeldenkmäler. Dies stellte für die Planerinnen einen wichtigen Rahmen bei der Entwicklung des Konzepts dar.

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität
Ausgangspunkt der Überlegungen war die heutige Situation. Der Marktplatz weist bislang keinerlei Grünflächen auf, parkende Fahrzeuge prägen das Erscheinungsbild und unterschiedliche Beläge aus Betonplatten, Kleinsteinpflaster und Asphalt sorgen für ein uneinheitliches Bild. Hinzu kommt, dass mehrere Zugänge zu den Gebäuden bislang nicht barrierefrei sind.

Der Entwurf sieht deshalb eine deutliche Aufwertung des Platzes vor. Geplant sind polygonale Grüninseln und Pflasterflächen mit Juraplatten mit insgesamt acht Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie ein Wasserspiel mit Armtauchbecken vor dem Rathaus. Vier Bäume sollen im Bereich von Rathaus und Sparkasse gepflanzt werden, zwei weitere vor der Schlossapotheke und zwei vor dem Neuen Schloss.

Außerdem sollen neue Rampen einen barrierefreien Zugang zum Rathaus, zur Sparkasse, zur Tourist-Information, zur Schlossapotheke sowie zur Terrasse des Gasthofs „Zum Goldenen Hirschen“ ermöglichen. Noch offen ist die Frage, ob Bäume in Schirm- oder Säulenform gepflanzt werden.

Weniger Parkplätze auf dem Marktplatz
Mit der Umgestaltung wird sich auch die Parksituation verändern. Während derzeit auf dem Marktplatz 21 Pkw geparkt werden können, sollen künftig noch zwölf Stellplätze, darunter zwei Behindertenparkplätze, zur Verfügung stehen.

Das wirkt sich insbesondere auf den Wochenmarkt aus. Fahrzeuge können künftig nicht mehr direkt vor oder neben den Marktständen parken.

Für den Maibaum ist künftig ein zentraler Standort vorgesehen. Allein der dafür notwendige Maibaumständer wird nach Angaben von Franziska Burlefinger rund 22.000 Euro kosten.

Auch die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen spielte bei den Planungen eine wichtige Rolle. Beim Pelzmärtelmarkt können nach den vorgestellten Entwürfen künftig insgesamt 20 Verkaufsbuden aufgestellt werden. Davon sind acht vor dem Neuen Schloss, fünf vor der Schlossapotheke und sieben vor dem Rathaus vorgesehen. Außerdem bietet der neugestaltete Platz nach Angaben der Planer Raum für rund 40 Bierzeltgarnituren.

Kostenschätzung und hohe Förderung möglich
Nach einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Neugestaltung des Marktplatzes ohne den Vorplatz des Hotels Krone auf rund 258.500 Euro, mit Einbeziehung dieses Bereichs auf etwa 330.000 Euro. Für die Neugestaltung der Stadtvogteigasse werden rund 72.600 Euro veranschlagt.

Für die Finanzierung gibt es gute Aussichten. Nach Angaben der Stadt kann die Städtebauförderung das Projekt voraussichtlich mit 90 Prozent statt der üblichen 60 Prozent fördern. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schwerpunkt auf einer klimagerechten Innenentwicklung liegt. Vorgesehen sind deshalb unter anderem eine möglichst umfangreiche Entsiegelung, die unterirdische Vernetzung der Grünflächen sowie der Einbau einer Rigole.

„Es ist noch nicht in Stein gemeißelt“
Bürgermeister Florian Gallus betonte, dass in den Planungen die Vorgaben der Regierung hinsichtlich Wasser, Grüngestaltung und Barrierefreiheit berücksichtigt worden seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es sich um einen ersten Entwurf handle. „Es ist noch nicht in Stein gemeißelt.“
Ein wichtiges Anliegen sei ihm außerdem, den Bereich neben dem Hotel Krone ebenfalls in die Gestaltung einzubeziehen. Hier seien allerdings noch Gespräche mit dem Eigentümer erforderlich.
Mit Blick auf die künftig geringere Zahl an Stellplätzen sagte Gallus: „Das tut mir auch weh.“ Bisher habe sich bewährt, dass Besucher des Wochenmarktes direkt neben den Verkaufsständen parken konnten. Nach der Neugestaltung werde dies nicht mehr möglich sein. Man müsse diesbezüglich einfach Federn lassen.

Breite Zustimmung im Stadtrat
Die vorgestellten Pläne stießen im Stadtrat überwiegend auf Zustimmung.
Anette Pappler (SPD) hob die Bedeutung von Barrierefreiheit und Wasser hervor. Sie erinnerte daran, dass gerade das Thema Wasser bei den ersten Überlegungen zur Marktplatzgestaltung im Jahr 2014 noch für heftige Diskussionen gesorgt habe. Die Umgestaltung der Stadtwerkeinsel habe inzwischen aber gezeigt, dass Wasser ein attraktives Gestaltungselement sein könne. Wichtig sei ihr außerdem, dass der Marktplatz weiterhin als Veranstaltungsort funktioniere.
Marcus Wurm bezeichnete den Marktplatz als „das Gesicht der Stadt“ und regte an, das Wasserspiel bei Bedarf abdecken zu können.
Auch Stadtrat Weizinger zeigte sich mit den ersten Planungen zufrieden. Angesichts der geringeren Zahl an Parkplätzen werde der Platz allerdings insgesamt deutlich beengter.
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte den Entwurf ebenfalls. Sie sprach sich jedoch dafür aus, an den barrierefreien Rampen entsprechende Absturzsicherungen vorzusehen.

Grüne lehnen polygonale Formen ab
Deutlich kritischer äußerte sich Astrid Weddige von den Grünen. Zwar begrüßte sie ausdrücklich die vorgesehenen Bäume auf dem Marktplatz, mit den polygonalen Grünflächen konnte sie sich jedoch nicht anfreunden. Diese passen nach ihrer Ansicht nicht zum historischen Ambiente des Platzes. Zudem befürchte sie, dass durch die geplanten Rampen für die Barrierefreiheit die denkmalgeschützten Gebäude, die den Marktplatz prägen, in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.

Der Stadtrat stimmte deshalb eigens über die polygonalen Formen ab. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, diese wie vorgestellt beizubehalten. Gegen den Erhalt der polygonalen Grünflächen stimmten die beiden Stadträtinnen der Grünen.

Nur abgehärtetes Personal
Für einen heiteren Moment sorgte schließlich Erich Neulinger. Er äußerte die Sorge, dass der Betrieb des geplanten Wasserspiels vor dem Rathaus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerbüro bei ihrer Arbeit stören könnte.
Bürgermeister Gallus nahm die Bemerkung mit Humor und entgegnete schmunzelnd: „Im Bürgerbüro arbeitet nur abgehärtetes Personal.“

Am Ende nahm der Stadtrat die Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner zur Kenntnis und beschloss, die polygonförmigen Grünanlagen wie in der Präsentation vorgesehen beizubehalten. Damit kann nun der Vorentwurf mit einer detaillierten Kostenschätzung ausgearbeitet werden.

Alle Bilder: Planskizzen Herb& Partner




Urlaub der Arztpraxis Dr. Hamulka im Pappenheim

Die allgemeinmedizinische Arztpraxis von Dr. Daniela Hamulka in Pappenheim, Bürgermeister-Rukwid-Straße 3 macht Urlaub von

Montag, den 03.08.2026 bis einschließlich
Freitag, den 21.08.2026.

Ab Montag, den 24.08.2026 ist das Praxisteam wieder für Sie da!

Die Vertretung übernimmt:
Praxis Filipski/Pappenheim;

Dr. Gedon/Solnhofen;
KV Bereitschaftspraxis/Weißenburg

 

 




Pappenheim wird wieder ein Stück bunter

Mit viel Kreativität, Fantasie und vor allem jeder Menge Gemeinschaftssinn entsteht in Pappenheim erneut ein Kunstprojekt, das das Stadtbild verschönern soll. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim setzt gemeinsam mit dem katholischen Kindergarten St. Martin und der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Rummelsberger Diakonie die in den vergangenen Jahren erfolgreiche Aktion auch heuer fort.

Zum Auftakt trafen sich die Vorschulkinder des Kindergartens gemeinsam mit sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern der OBA sowie dem Organisationsteam im Haus der Bürger im K14 des Kunst- und Kulturvereins. Dort wurde das diesjährige Projekt vorgestellt. In vorgefertigte Holzrahmen, die von der Behindertenwerkstatt in Treuchtlingen gefertigt wurden, entstehen in den kommenden Tagen fantasievoll gestaltete Mobiles.

Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Mit Fäden, Zapfen, Schneckenhäusern, bemalten Holzscheiben und farbigen Bespannungen gestalten die Gruppen ihre ganz persönlichen Kunstwerke. Die gemeinsame Arbeit steht dabei im Mittelpunkt. Sie macht allen Beteiligten mehr Freude als das Basteln allein und fördert zugleich den Austausch zwischen den Generationen und Menschen mit und ohne Behinderung.

Ein kleiner Wettbewerb um das schönste Motiv gehört ebenfalls dazu. Am Ende soll es aber keine Verlierer geben. Vielmehr zählt die gemeinsame Teilnahme und das Ziel, einen Ort in Pappenheim mit den entstandenen Werken zu verschönern.

Ausgesucht wurde dafür das beliebte Kneipp-Becken an der Altmühlbrücke. Dort werden die bunten Mobiles künftig aufgehängt und für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Nach getaner Arbeit wartet auf alle Beteiligten außerdem eine gemeinsame Brotzeit als verdiente Belohnung.

Wer die kleinen Kunstwerke bestaunen möchte, ist herzlich zur Präsentation am Freitag, 24. Juli, ab 9 Uhr am Kneipp-Becken eingeladen.