Neue Parkflächen für Autohaus Strobl in Zimmern

Der Pappenheimer Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung am 23.04.2026 mit der geplanten Neuanlage von Parkplätzen beim Autohaus Strobl im Ortsteil Zimmern befasst und dafür das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Konkret sollen westlich des bestehenden Betriebs insgesamt 73 befestigte Stellplätze entstehen.

Ein Teil der Fläche wird bereits seit Jahren als Parkplatz genutzt, eine entsprechende Genehmigung liegt seit Februar 2015 vor. Nun ist eine umfassendere und dauerhaft angelegte Lösung vorgesehen. Geplant ist eine Ausführung in Asphaltbauweise sowohl für die Fahrbahn als auch für die Stellplätze. Das anfallende Niederschlagswasser soll über eine sogenannte Muldenkette im westlichen Bereich versickern.

Baurechtlich liegt das Vorhaben im Außenbereich, womit es als sogenanntes sonstiges Vorhaben einzuordnen ist. Eine Genehmigung ist in diesem Fall möglich, sofern öffentliche Belange nicht beeinträchtigt werden und die Erschließung gesichert ist. Der Flächennutzungsplan weist für den Großteil des Areals bereits seit einer Änderung im Jahr 1998 eine gewerbliche Baufläche aus. Diese war seinerzeit ausdrücklich mit Blick auf eine mögliche Erweiterung des bestehenden Kfz-Betriebs vorgesehen. Gleichzeitig bestehen Vorgaben zum Schutz vor möglichen Immissionen in Richtung des nördlich angrenzenden Wohngebiets.

Besondere Aufmerksamkeit galt im Verfahren der Lage der Fläche im festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, wurden hierzu im Vorfeld Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt sowie der Naturschutzbehörde am Landratsamt durchgeführt. Außerdem liegt auch noch ein landschaftspflegerischer Begleitplan vor.

Am Ortseingang sollen die beiden bestehenden Bäume erhalten bleiben. Gleichzeitig ist eine neue Zufahrt vorgesehen, die wegen der zwischenzeitlichen Abstufung der früheren Staatsstraße in eine Ortsverbindungsstraße möglich ist. Die erforderliche Erlaubnis wird von der Stadt Pappenheim in einem gesonderten Verfahren erteilt.

Die Erschließung des Projekts erfolgt vollständig auf Kosten der Antragsteller. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Mit dem einstimmigen Beschluss hat Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für  dem Bauantrag erteilt.




Pappenheim widmet seinen Maibaum der TSG

Nach guter Tradition hat der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. auch in diesem Jahr am letzten Tag des April den Maibaum auf dem Marktplatz aufgestellt. Bereits im Vorfeld war spürbar, dass es sich diesmal um ein besonderes Exemplar handelt. Der Stamm präsentiert sich in den TSG-Farben Rot und Grün und verweist damit auf das 80-jährige Jubiläum der TSG Pappenheim, der der diesjährige Baum gewidmet ist. Kunstvolle Schnitzereien greifen dieses Thema zusätzlich auf und geben dem Maibaum eine ganz eigene Note.

Wie gewohnt wurde der Baum von den Vereinsmitgliedern auf den Schultern über die Altmühlbrücke bis auf den Marktplatz getragen. Dort erfolgte das Aufstellen in bewährter Weise mit Holzstangen, den sogenannten Schwalben, und viel Muskelkraft. Als der rund 20 Meter hohe Baum schließlich mit einem letzten gemeinsamen Kraftakt in die Senkrechte gebracht wurde, brandete großer Jubel unter den zahlreichen Besuchern auf. Geschmückt ist der Maibaum mit rot-grün bebänderten Kränzen, ergänzt durch das Pappenheimer Stadtwappen, das Wappen des gräflichen Hauses sowie die Zunftzeichen der Pappenheimer Unternehmer.

Schon lange vor der Ankunft des Maibaumes waren die Bierbänke auf dem Marktplatz fast voll besetzt. Bei Gegrilltem und Getränken stimmten sich die Gäste auf das Ereignis ein. Wie in den Vorjahren hatte die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. eine Café Bar eingerichtet und damit für ein zusätzliches Angebot gesorgt.

Trotz der kühlen Witterung ließen es sich viele Besucher nicht nehmen, den Pappenheimer Maibaum 2026 bei flotter Musik von DJ Lux gebührend zu feiern. Damit der Baum auch am Morgen des 1. Mai noch sicher an seinem Platz steht, übernahm eine Wachmannschaft die nächtliche Aufsicht und begann in den frühen Morgenstunden bereits mit den ersten Aufräumarbeiten. So klang  wieder einmal ein rundum gelungenes Maibaumfest in Pappenheim in ruhigen Bahnen aus.




Wohnbau in Neudorf über den „Bauturbo“ geplant

Im Pappenheimer Ortsteil Neudorf könnte neuer Wohnraum entstehen. Der Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung am 23.04.26 mit einem Antrag auf Vorbescheid für den Abbruch bestehender Gebäude und den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt acht Wohneinheiten auf dem Grundstück Neudorf 79 zu befassen. Dabei spielte der sogenannte „Bauturbo“, ein neues Instrument im Bauwesen eine zentrale Rolle.

Geplant ist, das derzeit leerstehende Wohnhaus mit dem Nebengebäude abzureißen und die Fläche neu zu ordnen. Die Entwürfe sollen sich an der bestehenden Struktur des Ortskerns orientieren, der als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Deshalb sollen die neuen Gebäude die geplanten Gebäude typische Merkmale der Jura-Häuser aufgreifen.

Die baurechtliche Ausgangslage erweist sich jedoch als anspruchsvoll. Obwohl der Flächennutzungsplan ein Mischgebiet ausweist, wird ein Großteil des Grundstücks als Außenbereich bewertet. Eine klassische Bauleitplanung wäre daher eigentlich notwendig gewesen. Mit einem ergänzten Antrag wurde deshalb geprüft, ob das Vorhaben über den „Bauturbo“ realisiert werden kann.

Dieser Bauturbo ist im Baugesetzbuch verankert und soll vor allem eines erreichen: schneller Wohnraum schaffen. Wie Jana Link, die Leiterin des Städtischen Bauamtes bei der öffentlichen Sitzung erläuterte, verbirgt sich dahinter ein Bündel von Regelungen, die unter bestimmten Voraussetzungen Abweichungen vom üblichen Baurecht ermöglichen. So kann etwa im Innenbereich von der sonst erforderlichen strikten Anpassung an die nähere Umgebung abgewichen werden. Auch Befreiungen von Festsetzungen eines Bebauungsplans sind weitergehend möglich als bisher.

Besonders weitreichend ist die Regelung für den Außenbereich. Hier kann der Bauturbo unter bestimmten Bedingungen sogar eine Bauleitplanung ersetzen – allerdings nur befristet und als ausdrücklich gedachte Ausnahme. Voraussetzung bleiben stets, dass die öffentlichen Belange wie Natur-, Hochwasser- oder Denkmalschutz berücksichtigt werden und das Vorhaben grundsätzlich auch im Rahmen eines regulären Bebauungsplans denkbar wäre.

Im konkreten Fall Neudorf Nr. 79 kommen gleich mehrere dieser Regelungen zur Anwendung. Während eines der beiden neuen Wohngebäude dem Innenbereich zugeordnet wird und dort von den üblichen Einfügungsregeln abweichen kann, fällt der zweite Baukörper einschließlich der Stellplätze in den Außenbereich und wird über die entsprechende Bauturbo-Regelung ermöglicht.

Wichtig ist dabei auch die Rolle der Stadt: Anders als beim klassischen gemeindlichen Einvernehmen ist hier eine ausdrückliche Zustimmung des Stadtrats erforderlich, die zudem an Bedingungen geknüpft werden kann. Vorgesehen ist unter anderem ein städtebaulicher Vertrag, der den Bauherrn zu Ausgleichsmaßnahmen, zur Erschließung sowie zur Kostenübernahme verpflichtet. Auch eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren nach Genehmigung soll vereinbart werden

Heizhaus und Nachverdichtung
In der Aussprache verwies Stadtrat Karl Satzinger von der Bürgersliste auf den Standort des Heizhauses der Neudorfer Nahwärme, das in weniger als 100 Metern Entfernung in unmittelbarer Nähe des zweiten Wohnhauses liegt. Er regte an, im Genehmigungsbescheid einen entsprechenden Hinweis aufzunehmen.

Deutlicher noch sprach Heiko Loy von der CSU das Thema an. Aus seiner Sicht sei das vordere Gebäude mit vier Wohneinheiten ausreichend. Das zweite Wohnhaus bereite ihm vor allem wegen der Lage im Außenbereich und der Nähe zum Heizhaus Sorgen. Sollten dort Auswärtige einziehen, seien Konflikte absehbar. Zudem gehe es darum, die Entwicklungsmöglichkeiten der Neudorfer Nahwärme nicht einzuschränken.

Walter Otters von den Freien Wählern begrüßte grundsätzlich die geplanten acht Wohneinheiten und sah darin eine Chance für Nachverdichtung. Im Vordergrund stehe jedoch der Ausbau von Bestandsgebäuden. Die Entscheidung des Stadtrates habe mit Blick auf die Nähe zum Heizhaus eine Signalwirkung. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage „Wie ist es künftig mit dem Immissionsrecht, wenn wir die Nachverdichtung machen“. Unverständlich blieb für ihn, warum das hintere Gebäude dem Außenbereich zugeordnet werde.

Stadträtin Christa Seuberth von der SPD merkte an, man müsse die daraus entstehenden Konsequenzen zugunsten der Nachverdichtung in Kauf nehmen.

Bürgermeister Florian Gallus von der CSU erinnerte an den Vitalitätscheck und stellte die zentrale Abwägung in den Raum „Welche Argumente lege ich in die Waagschale“. Es gehe darum, Argumente für und gegen das Vorhaben gegenüberzustellen und zu klären, ob die Nachverdichtung an dieser Stelle passe. „Ich finde das passt“, so Gallus. Zugleich fragte er „Sollen wir das alte Gelumpe stehen lassen, nur weil irgendwann einer ein Heizkraftwerk erweitern will“. Man könne vielmehr froh sein, dass hier jemand investieren und Wohnraum schaffen wolle. Für eine verträgliche Innenentwicklung brauche es, so Gallus abschließend, auch im ländlichen Raum städtebauliche Konzepte.

Der Stadtrat hat letztlich mit 12:4 Stimmen die Zustimmung zu dem Bauvorhaben in Aussicht gestellt und damit den Weg für das Vorhaben grundsätzlich frei gemacht. Mit dem Vorbescheid ist jedoch noch keine unmittelbare Baugenehmigung verbunden. Diese muss in einem weiteren Schritt beantragt werden.

 




Start der Turnhallensanierung in Pappenheim

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederbelebung der Turnhalle „Auf der Lach“ ist getan. Nach dem Abschluss der Ausschreibungen hat der Turnverein 1861 Pappenheim e.V. die ersten Aufträge vergeben und damit den Auftakt für die anstehenden Sanierungsarbeiten gesetzt. Für das traditionsreiche und denkmalgeschützte Gebäude, das seit April 2024 aufgrund akuter Probleme mit der Statik des Dachstuhls wegen Einsturzgefahr gesperrt ist, zeichnet sich damit erstmals konkret der Beginn der Sanierungsmaßnahmen ab.

Im Mittelpunkt steht dabei die umfassende statische Sanierung der Halle. Ziel ist es, die Nutzung langfristig zu sichern und den Sportbetrieb wieder aufnehmen zu können. Mit Blick auf das kommende Jahr gewinnt das Vorhaben zusätzlich an Bedeutung, denn dann steht das 120-jährige Bestehen der Halle an. Die Hoffnung, dieses Jubiläum wieder in der eigenen Turnhalle begehen zu können, rückt nun für den Turnverein ein Stück näher.

Bei der Umsetzung setzt der Verein bewusst auf regionale Fachbetriebe. Die Gerüstbauarbeiten übernimmt die Firma Kett Gerüstbau aus Böhmfeld, während die Zimmerei Riedl aus Übermatzhofen für die Zimmerer- und Spenglerarbeiten beauftragt wurde. Gerade die Arbeiten am Dachstuhl gelten als besonders anspruchsvoll. In der Vergangenheit hatte eine Fehlbelastung bereits Schäden am Mauerwerk verursacht; entsprechend sorgfältig muss nun stabilisiert werden.

Finanziell gesichert
Auch finanziell steht das Projekt inzwischen auf einer tragfähigen Grundlage. Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bilden das Fundament. Einen entscheidenden finanziellen Beitrag brachte zudem eine Fraktionsinitiative aus dem Bayerischen Landtag in Höhe von 465.000 Euro, die maßgeblich vom Abgeordneten Wolfgang Hauber angestoßen wurde. Durch diese Unterstützung kann der Verein auf einen Kredit des BLSV verzichten, was die finanzielle Abwicklung deutlich entspannt.

Ergänzt wird die Finanzierung durch die Stadt Pappenheim, die das Vorhaben sowohl mit einer Ausfallbürgschaft über 300.000 Euro als auch mit einem direkten Zuschuss von 100.000 Euro begleitet. Dieses Zusammenspiel verschiedener Fördergeber schafft die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Bauabschnitte.

In den nächsten Wochen wird mit dem Aufbau der Gerüste gerechnet. Damit wird nun sichtbar, was lange vorbereitet wurde. Für den Turnverein und viele Bürgerinnen und Bürger ist dies mehr als nur ein Bauprojekt. Es geht um den Erhalt eines prägenden Ortes des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in Pappenheim.

 




Für den MRK 1856 Pappenheim auf Spurensuche im Hausarchiv der Wittelsbacher

Im Jubiläumsjahr des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) richtet sich der Blick nicht nur zurück auf 170 Jahre Vereinsgeschichte, sondern auch tief hinein in die Archive der bayerischen Geschichte. Für die geplante Vereinschronik hat sich Philipp Engeler aus Zimmern auf Spurensuche begeben und dabei einen besonderen Ort aufsuchen dürfen, der selbst vielen Geschichtsinteressierten verschlossen bleibt.

Am 21. und 22. April führte ihn seine Recherche in das Geheime Hausarchiv der Wittelsbacher nach München. Der Zugang zu diesem traditionsreichen Archiv ist an besondere Voraussetzungen gebunden. Die erforderliche Genehmigung wurde durch Seine Königliche Hoheit Herzog Franz als Chef des Hauses Wittelsbach erteilt, ermöglicht durch die Empfehlung von Dr. Albrecht Graf von undzu Egloffstein. Ein Umstand, für den sich Philipp Engeler außerordentlich dankbar ist.

Im Mittelpunkt der Nachforschungen standen die Grafen zu Pappenheim, die sowohl dem Militärwesen als auch dem Königshaus eng verbunden waren. In einem ausführlichen Gespräch mit Archivdirektor Dr. Gerhard Immler zeigte sich, dass der Name Pappenheim im Hausarchiv Wittelsbach durchaus Gewicht besitzt. In der Folge erhielt Engeler Zugang zu einer außergewöhnlich umfangreichen königlichen Bildersammlung.

Dabei bot sich ihm eine seltene Gelegenheit. Er konnte originale Fotoalben der bayerischen Könige einsehen und eigenständig nach Spuren der Pappenheimer Grafen durchsuchen. Eine Aufgabe, die selbst erfahrene Historiker mit Respekt angehen. Für einen Nicht-Historiker bedeutete dies nicht nur große Verantwortung, sondern auch eine gewisse Anspannung. Hinzu kam die Herausforderung, historische Handschriften zu entziffern, die ein geübtes Auge verlangen.

Die Mühe blieb nicht ohne Ergebnis. Engeler gelang es, Bildbelege zu finden, die die Grafen von Pappenheim im Umfeld ihrer königlichen Dienstherren zeigen und damit ihre besondere Stellung bei Hof dokumentieren. Ergänzt werden diese Funde durch Schriftstücke, darunter Briefe von König Ludwig I. an Graf Carl, sowie eindrucksvolle Aufnahmen aus dem höfischen Umfeld.

Das Geheime Hausarchiv selbst gilt als eine der zentralen Quellen zur Geschichte Bayerns. Gegründet im Jahr 1799, vereint es heute Dokumente aus mehr als 800 Jahren. Neben offiziellen Akten umfasst es auch persönliche Nachlässe, Briefe und Tagebücher der Wittelsbacher. Trotz seines Namens handelt es sich weniger um ein verborgenes als vielmehr um ein historisch gewachsenes Familienarchiv mit besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die entstehende Chronik verbindet Engeler seinen Bericht auch mit einem Anliegen. Gesucht werden weiterhin Bilder und Dokumente aus Pappenheimer Besitz, die zur Vervollständigung der Vereinsgeschichte beitragen können. Jede bislang unentdeckte Aufnahme könnte ein weiteres Puzzlestück sein, das die lange Tradition des Militärvereins lebendig werden lässt.

Titelbild: Geheimes Hausarchiv Wittelsbach
v.l: Dr. Gerhard Immler, Aruchivleiter und Philipp Engeler bei seinen Rechercehn




Maibaumfest bringt Pappenheim zusammen

Wenn in Pappenheim der Maibaum aufgestellt wird, ist das weit mehr als ein fester Termin im Kalender. Am 30. April lädt der Pappenheimer Maibaum e.V. wieder dazu ein, gemeinsam auf dem Marktplatz den Beginn des Wonnemonats zu feiern – offen, gesellig und ganz im Sinne gelebter Tradition.

Los geht es bereits um 17 Uhr mit der Bewirtung. In entspannter Atmosphäre können sich die Besucherinnen und Besucher auf ein Angebot freuen, das bewusst auf Regionalität setzt. Frisch zubereitete Bratwürste und Steaks gehören ebenso dazu wie Kaffee und Kuchen. Letzteren übernimmt in bewährter Weise die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. (PSG), die damit seit Jahren ein fester Bestandteil des Festes ist.

Der eigentliche Höhepunkt folgt um 18 Uhr, wenn der Maibaum in traditionell mit sogenannten „Schwalben“ mit Muskelkraft in festlichem Rahmen aufgestellt wird. Dieser Moment steht sinnbildlich für Brauchtum und Gemeinschaft und zieht Jahr für Jahr viele Schaulustige an. Im Anschluss geht das Fest nahtlos in einen geselligen Abend über. Ab 19 Uhr sorgt DJ Lux für die passende musikalische Begleitung und hält die Stimmung auf dem Marktplatz lebendig.

Dem Pappenheimer Maibaum e.V. ist es dabei als Veranstalter ein besonderes Anliegen, das Maibaumfest für alle Generationen zugänglich zu gestalten. Faire Preise bei Speisen und Getränken sollen dazu beitragen, dass Familien, junge Leute und ältere Besucher gleichermaßen unbeschwert mitfeiern können.

So verbindet das Pappenheimer Maibaumfest Tradition mit zeitgemäßer Ausrichtung und ist nun schon seit vielen Jahren ein fester Treffpunkt für die Stadt und ihre Gäste. Der Pappenheimer Maibaum e.V. freut sich auf zahlreiche Besucher und einen stimmungsvollen Abend mitten im Herzen Pappenheims.

 




Pappenheim zeigt seine Geschichte in vielen Facetten

Auch im Jahr 2026 laden die Gästeführer in Pappenheim wieder zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das die Geschichte und das Leben in der ehemaligen Residenzstadt auf anschauliche Weise näherbringt. Neben den klassischen Stadtführungen stehen zahlreiche thematische Rundgänge auf dem Plan, die gezielt einzelne Aspekte beleuchten.

Die öffentlichen Stadtführungen durch das historische Zentrum finden jeweils sonntags um 10.30 Uhr statt. Termine sind der 31. Mai, 28. Juni, 26. Juli, 2. August, 9. August, 16. August, 23. August, 30. August sowie der 27. September. Im Mittelpunkt stehen dabei, die besonderen baulichen Merkmale der Pappenheimer Altstadt, eingebettet in zu Erläuterungen der Geschichte Pappenheims als frühere Residenzstadt.

Grafschaft, Gewerbe und Kirchen
Ergänzend dazu werden Themenführungen angeboten, die überwiegend samstags um 14.00 Uhr beginnen. Den Auftakt macht am 1. August die Führung „So schön ist Pappenheim …“, die besondere Perspektiven der Stadt in den Blick nimmt. Am 8. und 22. August folgt „Auf den Spuren der Grafschaft“, bei der die Geschichte des Hauses Pappenheim im Mittelpunkt steht. Am 15. August widmet sich die Führung „Einzelhandel und Gewerbe“ dem wirtschaftlichen Leben der Stadt, während am 29. August unter dem Titel „Kirchen in Pappenheim“ die sakralen Bauwerke und ihre Entwicklung thematisiert werden.

Jüdisches Leben in Pappenheim
Eine besondere Reihe bilden die Führungen zum jüdischen Leben in Pappenheim. Sie finden jeweils freitags um 14:00 Uhr statt, und zwar am 12. Juni, 24. Juli, 21. August sowie am 18. September, und eröffnen einen differenzierten Blick auf dieses Kapitel der Stadtgeschichte.

Treffpunkt für sämtliche Führungen ist die Tourist-Information am Marktplatz. Damit bietet sich über die Sommermonate hinweg eine Vielzahl an Gelegenheiten, Pappenheim aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen.

 




Bläsermusik über den Dächern von Pappenheim

Am Sonntag, 3. Mai, um 11:00 Uhr werden in Pappenheim wieder festliche Bläserklänge zu hören sein. Die Pappenheimer Burgbläser musizieren auf dem Schlossberg unterhalb der Burgmauer am sogenannten Pulverturm und lassen ihre frischen Maiklänge über die Dächer der Altstadt schweben.

Das siebenköpfige Ensemble setzt sich aus Musikerinnen und Musikern aus Bieswang, Dietfurt, Göhren, Pappenheim und Treuchtlingen zusammen. Unter der Leitung von Bernhard Raithel aus Göhren hat sich die Gruppe in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Auftritten einen guten Namen gemacht.

So dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf einen stimmungsvollen musikalischen Moment freuen, der die besondere Atmosphäre in der Pappenheimer Altstadt noch mehr zur Geltung bringt.

 




Kurzfristige Sperrung in Pappenheim

Ganz kurzfristig kommt es in Pappenheim zu einer Vollsperrung am Zubringer von der Bahnhofstraße in Richtung Staatsstraße St2230 und weiter zur B2. Wie aus einer verkehrsrechtlichen Anordnung der Stadt hervorgeht, ist ein Teilbereich auf Höhe des Anwesens Am Hals 31 betroffen.

Grund für die Maßnahme sind notwendige Tiefbauarbeiten der Stadtwerke. Nach einem Wasserrohrbruch wird der Straßenbelag wiederhergestellt. Die Sperrung erfolgt im Zeitraum vom 28. bis 30. April, wobei die Arbeiten an zwei Tagen innerhalb dieses Zeitfensters stattfinden.

Eine Umleitung ist eingerichtet und führt über die sogenannte „Nachtmannschleife“, Kreisstraße WUG 9 sowie die Staatsstraße St 2230.




Zimmern feiert neuen Spielplatz

Mit einem fröhlichen Fest hat die Dorfgemeinschaft von Zimmern ihren neuen Spielplatz im westlichen Bereich zwischen Siedlung und dem Gasthaus zum Hollerstein eingeweiht. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um gemeinsam mit Ortssprecher Matthias Strobl, Bürgermeister Florian Gallus und Bauhofleiter Stefan Pfahler diesen besonderen Moment zu begehen.

Dass der neue Treffpunkt für Kinder und Familien nun Wirklichkeit geworden ist, war über viele Jahre hinweg alles andere als selbstverständlich. In seiner Ansprache erinnerte Ortssprecher Matthias Strobl daran, dass insbesondere die Standortsuche und verschiedene Auflagen immer wieder Geduld erforderten. Am Ende aber habe sich gezeigt, was mit Ausdauer, Engagement und guter Zusammenarbeit möglich ist. Der neue Spielplatz sei nun ein Ort der Begegnung, der Freude und des Miteinanders für das ganze Dorf.

Strobl nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten zu danken. Sein Dank galt dem örtlichen Helferkreis für den tatkräftigen Einsatz, der Stadtverwaltung – stellvertretend Werner Rachinger – für die Unterstützung sowie dem Stadtrat für die richtungsweisende Entscheidung. Besonders hob er auch die großzügige Spende von Dr. Bücker sowie die Familie Rottler hervor, die das Grundstück kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.

Auch Bürgermeister Florian Gallus schloss sich den Worten des Dankes an und würdigte die engagierte Mitwirkung der Dorfgemeinschaft und auch der schon genannten Unterstützer. Mit einem Augenzwinkern verwies er zudem auf die überdachte Sitzgruppe, die er scherzhaft als „Aperol-Hütte“ für die Aufsichtspersonen bezeichnete.

Der modern gestaltete Spielplatz bietet vielfältige Möglichkeiten zum Spielen und Bewegen. Neben Sandkasten und Schaukel sorgen ein Kletterturm mit Rutsche und Schwingbrücke, eine Seilrutsche sowie ein Drehteller für Abwechslung. Vor allem die jüngsten Besucher nahmen die neuen Angebote sofort begeistert in Besitz.

Für sein langjähriges Engagement erhielt Ortssprecher Matthias Strobl zum Abschluss ein besonderes Dankeschön aus der Dorfgemeinschaft – einen Honigschnaps aus der örtlichen Brennerei.

Nach mehr als zehn Jahren Planung und Vorbereitung ist in Zimmern damit ein lebendiger Treffpunkt entstanden, der sicherlich das Dorfleben bereichert – ganz im Sinne der Kinder, denen Strobl in seiner Rede vor allem eines wünschte: Viele unbeschwerte und sonnige Stunden auf ihrem neuen Spielplatz.

Mit einem reich bestückten Büfett aus Kuchen, kleinen Snacks und Getränken aller Art wurde der Sonntagnachmittag in geselliger Runde zu einem Dorffest, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.




Rückschlag im Abstiegskampf für die Sportfreunde

Im richtungsweisenden Kellerduell der A-Klasse Süd mussten die Sportfreunde Bieswang einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Bei der zweiten Mannschaft des SV Marienstein unterlag die Kiermeyer-Elf trotz kämpferischer Leistung mit 1:3 und gerät im Abstiegskampf zunehmend unter Druck. Verletzungspech, eine angespannte Personalsituation und späte Gegentore besiegelten letztlich die Niederlage in einer Partie, die lange Zeit offen gestaltet werden konnte.

(SFB) Bereits vor Beginn der Partie war festzustellen, dass die Gastgeber „ziemlich gut“ aufgestellt waren, die Sportfreunde hatten viele Ausfälle zu beklagen (Urlaub, Verletzungen, Krankheit). Den besseren Start erwischte der SVM. Er bedrängte mit schnellen Angriffen das SF-Gehäuse und Bieswang war fast nur defensiv beschäftigt. In der 11. Minute köpfte Jonathan Burkert völlig freistehend eine Ecke zur 1 : 0 für die Oberbayern ein. In der ansonsten chancenarmen ersten Hälfte konnte SF-Keeper Thomas Pihale einen von Florian Jäkisch getretenen Foulelfmeter bravourös festhalten. In Hälfte zwei kam beiderseits mehr Schwung in die Partie. Eine Direktabnahme von SF-Spielgestalter Janik Jakob konnte gerade noch zur Ecke abgeblockt werden. Mitte der zweiten Hälfte verdrehte sich Thomas Pihale ohne Fremdeinwirkung sein Knie, Marco Schnitzlein hütete fortan das Gehäuse. Zuvor musste schon Florian Störzer nach einem Zusammenprall benommen ausgetauscht werden. Glück hatten die SFB, als ein weiterer Foulelfmeter nicht geben wurde. Gut zehn Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit erzielte der agile Boris Bosnjak aus dem Gewühl heraus den 1 : 1 – Ausgleich. Nur zwei Zeigerumdrehungen später landete der Ball bei Maximilian Becker, der diesen gekonnt an Marco Schnitzlein zur neuerlichen Führung vorbeibugsierte. Anton Mayer, der viel Schwung für seine Farben in die Partie brachte, krönte seine starke Leistung bei einem Konter mit dem 3 : 1 in den Schlussminuten. Am Ende stand eine verdiente und bittere Niederlage für die Kiermeyer-Elf fest. Die Luft im Abstiegskampf wird für die Sportfreunde immer dünner, zumal die Konkurrenz wieder mal kräftig punktete.

Im Vorfeld legte man auf Bieswanger Seite viel Konzentration in die wichtige Partie. Man will keine Ausreden suchen, aber die Mariensteiner konnten einfach aus einem viel größeren Pool ihre Spieler herausnehmen und waren eigentlich schon vor dem Anpfiff im Vorteil. Diesen nutzten sie dann auch rigoros aus. Das gefällige Spiel der Einheimischen kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, um drei eminent wichtige Punkte verbuchen zu können. Es wird weiter spannend im Tabellenkeller der A-Klasse Süd bleiben. Es sind noch drei Spieltage zu absolvieren, neun Punkte werden noch vergeben. Um nicht abzusteigen, muss aber endlich wieder Zählbares herausschauen.

Für die Bieswanger Sportfreunde gilt es nun, in den letzten Spielen (die allesamt auswärts stattfinden) die Kräfte zu bündeln. Vom Programm her steht nächsten Sonntag der Vergleich bei der SG Langenaltheim/Solnhofen (aktueller Zweiter) an. Sechs Tage später (bereits am Samstag) wird man gegen die DJK Preith spielen, ein Team, das auch noch um den Klassenerhalt kämpft. Der Saisonabschluss 2025/2026 wird dann bei der Zweitvertretung der SpVgg Kattenhochstatt erfolgen.
Danach wird man wissen, ob es auf SF-Seite mit dem Saisonziel „Klassenerhalt“ geklappt hat oder nicht.

SF Bieswang: Thomas Pihale, Jan Matzelt, Florian Kraft, Dominik Dietrich, Robin Krause, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Florian Störzer, Marco Schnitzlein, Anusorn Sachse, Boris Bosnjak, Stefan Kiermeyer, Stefan Wiedemann, Matthias Bieberle

Titelfoto: SF Bieswang

 




Pappenheim sichert Ausstattung der Feuerwehren

Die Stadt Pappenheim setzt auch im Jahr 2026 auf eine solide Ausstattung ihrer Feuerwehren. In der jüngsten Sitzung befasste sich der Stadtrat mit der Jahresbestellung und traf dabei wichtige Entscheidungen für die Ausstattung der Feuerwehren in Pappenheim und in den Ortsteilen.

Grundlage für die die Jahresbestellung sind die Bedarfsmeldungen der örtlichen Feuerwehrkommandanten, die im Vorfeld bei der Stadt eingegangen waren. Gemeinsam mit Feuerwehrreferent und Stadtrat Michele Eckerlein sowie dem künftigen Feuerwehrsachbearbeiter bei der Stadtverwaltung Pappenheim Matthias Geck wurden diese durch die Verwaltung gesichtet, strukturiert und mit einem ersten Kostenrahmen versehen. Bei der jährlichen Kommandantenversammlung Mitte April wurden die anstehenden Beschaffungen zusätzlich abzustimmen.

Insgesamt belaufen sich die aktuell absehbaren Kosten auf rund 41.000 Euro. Den größten Anteil nimmt dabei die allgemeine Jahresbestellung mit etwa 20.000 Euro ein. Hinzu kommen unter anderem Ausgaben für den schrittweisen Austausch von Helmen aufgrund geltender Sicherheitsvorschriften, für Schläuche sowie für den Bereich Atemschutz. Auch bereits vorgezogene Bestellungen und erste Ausgaben sind in die Kalkulation eingeflossen.

Im Haushaltsplan waren ursprünglich 45.000 Euro vorgesehen. Da erfahrungsgemäß im Laufe des Jahres weitere Kosten entstehen und die Preise im Bereich der Feuerwehrbeschaffung zuletzt spürbar gestiegen sind, empfiehlt die Verwaltung eine Anpassung. Künftig sollen insgesamt 50.000 Euro eingeplant werden, um ausreichend Spielraum zu behalten.

Der Stadtrat nahm die Kostenübersicht zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, entsprechende Vergleichsangebote einzuholen und auszuwerten. Bürgermeister Gallus wurde zugleich ermächtigt, die notwendigen Aufträge zu vergeben.

Hinter diesen Zahlen steht die klare gesetzliche Verpflichtung, denn die Ausstattung der Feuerwehren zählt zu den Pflichtaufgaben der Kommune. Sie muss im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit sicherstellen, dass die Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleistet ist. Vor diesem Hintergrund sind die regelmäßigen Investitionen weniger eine freiwillige Leistung als vielmehr ein kontinuierlicher Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung in Pappenheim und seinen Ortsteilen.