Neue Ideen für hohe Temperaturen beim Sonnwendfeuer in Pappenheim

Wenn am Samstag, 27. Juni 2026, auf der Pfarrwiese wieder das traditionelle Sonnwendfeuer entzündet wird, setzt der Pappenheimer Maibaum e.V. nicht nur auf Bewährtes. Angesichts der angekündigten sommerlichen Temperaturen hat sich der Verein für die diesjährige Veranstaltung einige Neuerungen einfallen lassen, die den Aufenthalt für die Besucher noch angenehmer machen sollen.

Ab 19 Uhr sind Gäste jeden Alters eingeladen, gemeinsam einen stimmungsvollen Sommerabend zu verbringen. Erstmals sorgt ein Zelt mit feinen Wasserdüsen für eine willkommene Erfrischung. Ergänzt wird das Angebot durch Sonnenschirme, die auf dem Festgelände zusätzliche schattige Plätze schaffen. Außerdem bietet der Verein den gesamten Abend über Wasser in der 0,5-Liter-Flasche zum Preis von einem Euro an, um auch bei hohen Temperaturen für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu sorgen.

Auch Familien mit Kindern dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Angebot freuen. Eine Hüpfburg lädt zum Austoben ein, während Slusheis für die passende Abkühlung sorgt.

Kulinarisch bleibt das Sonnwendfeuer seiner Linie treu. Neben fränkischen Grillspezialitäten werden auch frisch zubereitete Käsespätzle angeboten. An der Bar warten neben den bekannten Getränken erstmals auch sommerliche Neuheiten. Mit „Wildberry Lillet“ und „Frozen Eistee Korn“ erweitert der Verein sein Angebot um zwei erfrischende Getränkekreationen.

Das traditionelle Sonnwendfeuer auf der Pfarrwiese zählt seit vielen Jahren zu den festen Terminen im Pappenheimer Veranstaltungskalender. Mit den neuen Angeboten möchte der Pappenheimer Maibaum e.V. den Besucherinnen und Besuchern auch bei hochsommerlichen Temperaturen beste Voraussetzungen für einen angenehmen und geselligen Abend bieten.

 




Bernhard & Bernhard in ihren Ämtern angekommen

Der Stadtrat in Pappenheim nahm in seiner Sitzung am 18. Juni die neu gewählten Ortssprecher für die Ortsteile Zimmern und Göhren offiziell in ihr Amt auf.

Hintergrund ist die Kommunalwahl 2026. Da beide Ortsteile künftig nicht mehr durch ein gewähltes Stadtratsmitglied in dem Gremium vertreten sind, bestand die Möglichkeit, einen Ortssprecher zu wählen. Voraussetzung hierfür war, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Gemeindebürger des jeweiligen Ortsteils die Einberufung einer Ortsversammlung beantragt. Entsprechende Anträge waren bei der Stadtverwaltung wie schon berichtet eingegangen.

In den daraufhin einberufenen Ortsversammlungen wurden für die kommenden Jahre Bernhard Hecht als Ortssprecher für Zimmern sowie Bernhard Raithel als Ortssprecher für Göhren gewählt.

Die Ortssprecher werden nicht vereidigt wie Mitglieder des Stadtrats, sind jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie dürfen an öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrats sowie seiner Ausschüsse teilnehmen, haben dort beratende Funktion und besitzen ein Antragsrecht. Ein Stimmrecht steht ihnen jedoch nicht zu.

Mit der Wahl der Ortssprecher bleiben die Interessen der beiden Ortsteile auch künftig unmittelbar in die kommunalpolitischen Beratungen eingebunden.

 




Traditionsverein darf Pappenheimer Wappen weiterhin führen

Der Militär- und Reservistenkameradschaftsverein (MRK) 1856 Pappenheim darf das Stadtwappen auch künftig offiziell in seinem Vereinswappen führen. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 einem entsprechenden Antrag des Vereins zu.

Beantragt hatte die Genehmigung der Erste Vorsitzende Christian Schöppl. In seinem Schreiben verwies er darauf, dass der 1856 gegründete Verein das Pappenheimer Stadtwappen bereits seit seiner Gründung in seinem Vereinswappen verwendet. Das historische Stadtwappen findet sich unter anderem auf der Vereinsfahne, die im westlichen Treppenhaus des Rathauses ausgestellt ist.

Rechtlich ist die Verwendung kommunaler Wappen jedoch genehmigungspflichtig. Nach den einschlägigen Vorschriften dürfen Gemeindewappen von Dritten nur mit Zustimmung der jeweiligen Kommune genutzt werden. Der Stadtrat hatte bereits früher festgelegt, dass entsprechende Anträge nicht im Verwaltungsweg, sondern grundsätzlich durch einen Ratsbeschluss entschieden werden sollen.

Wie die Verwaltung erläuterte, nutzt der Verein das Stadtwappen in seinem Vereinslogo bereits seit vielen Jahren. Auch der Hinweis auf die lange Tradition des Vereins sei grundsätzlich zutreffend. Ein automatischer Rechtsanspruch auf die Nutzung des Stadtwappens lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. Deshalb war eine formelle Genehmigung erforderlich.

Mit seinem einstimmigen Beschluss erteilte der Stadtrat dem MRK 1856 Pappenheim die Genehmigung zur Verwendung des Stadtwappens.

 




Vorübergehende Einschränkungen bei E Mail und Homepage der Stadt Pappenheim

Die Stadtverwaltung Pappenheim informiert über eine technische Umstellung, die am Montag, 29. Juni 2026, erfolgt. Aufgrund eines Providerwechsels sind an diesem Tag sämtliche E Mail Adressen der Stadt Pappenheim sowie ihrer Nebenstellen vorübergehend nicht erreichbar.

Ebenfalls betroffen ist die Internetseite der Stadt Pappenheim. Diese kann während der Umstellung zeitweise nicht aufgerufen werden.

Nicht betroffen von den Einschränkungen ist die telefonische Erreichbarkeit. Die Stadtverwaltung und ihre Nebenstellen sind weiterhin wie gewohnt telefonisch erreichbar.

Die Stadt Pappenheim bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Nach Abschluss der technischen Arbeiten stehen die E Mail Kommunikation und die Internetseite wieder wie gewohnt zur Verfügung.




Pappenheim bewirbt sich um Bundesförderung für Freibadsanierung

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18. Juni beschlossen, am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Projektaufruf Schwimmbäder 2026“ teilzunehmen. Damit unterstützt das Gremium die Bewerbung um Fördermittel für eine umfassende Sanierung des Pappenheimer Freibads.

Hintergrund ist ein aktueller Förderaufruf des Bundes, mit dem Sanierungsmaßnahmen an Freibädern finanziell unterstützt werden sollen. Obwohl sich das Freibad im Eigentum der Stadtwerke Pappenheim GmbH befindet, kann die Stadt als alleinige Gesellschafterin die Förderung beantragen und die erforderliche Finanzierung darstellen.

Nach Angaben der Verwaltung beträgt der mögliche Fördersatz in Pappenheim bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Grundlage der Bewerbung ist ein mehrstufiges Sanierungskonzept, das dem Aufsichtsrat der Stadtwerke bereits vorgestellt worden war. Da die Bewerbungsfrist bereits am 19. Juni endete, wurde die Bewerbung vorsorglich eingereicht. Der nun gefasste Stadtratsbeschluss dient als notwendige formelle Grundlage und wird den Antragsunterlagen nachgereicht.

Ob Pappenheim tatsächlich in das Förderprogramm aufgenommen wird, ist derzeit noch offen. Wie die Verwaltung erläuterte, war der vorherige Förderaufruf 22-fach überzeichnet. Die Nachfrage nach den Bundesmitteln ist somit deutlich größer als das verfügbare Fördervolumen.

Mit dem aktuellen Beschluss hat sich der Stadtrat noch nicht für die Umsetzung einer konkreten Sanierungsmaßnahme entschieden. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, werden sich Stadtrat und Stadtwerke erneut mit den finanziellen Auswirkungen und der möglichen Realisierung des Projekts befassen. Auch über die einzelnen Sanierungsschritte müsste dann gesondert entschieden werden.

Der Beschluss bedeutet daher zunächst vor allem eines: Pappenheim wahrt die Chance auf eine erhebliche finanzielle Unterstützung durch den Bund und hält sich damit die Möglichkeit offen, das Freibad mit Hilfe von Fördermitteln fit für die Zukunft zu machen.

 




Swingige Klänge beim Frühschoppen in Pappenheim

Musikalischer Genuss und geselliges Beisammensein stehen am Sonntag, 28. Juni 2026, auf dem Programm, wenn der Kunst- und Kulturverein Pappenheim zum Frühschoppen in die Remise am Haus der Bürger K14 einlädt. Beginn ist um 11 Uhr.

Für die passende musikalische Unterhaltung sorgt das Ensemble von Alfred Maderer aus Langenaltheim. Die Blechbläser haben sich weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf erspielt und begeistern seit Jahren mit ihrem vielseitigen Repertoire. Beim Frühschoppen in Pappenheim dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf schwungvolle Arrangements freuen, die von Dixieland und Jazz über Gospel bis hin zu Rock reichen.

Die Remise in der Klosterstraße verwandelt sich damit für einige Stunden in einen Ort voller mitreißender Rhythmen und entspannter Atmosphäre. Mitten in der historischen Altstadt und in unmittelbarer Nähe zur Altmühl bietet die Veranstaltung den idealen Rahmen, um einen Sommermorgen in geselliger Runde zu genießen.

Passend zur Musik werden erfrischende Getränke sowie ein klassisches Weißwurstfrühstück angeboten. Ganz nach bayerischer Tradition sollten die Weißwürste dabei vor dem Mittagsläuten verzehrt werden.

Der Eintritt ist frei. Über Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim freuen sich die Veranstalter.

Der Kunst- und Kulturverein lädt alle Interessierten herzlich ein, bei guter Musik, kulinarischen Schmankerln und angenehmen Gesprächen einige unbeschwerte Stunden in Pappenheim zu verbringen.

 




Von Frau zu Frau in der Weidenkirche Pappenheim

Unter dem Motto „Von Frau zu Frau“ lädt das Team der Dekanatsfrauen aus den Dekanaten Pappenheim und Weißenburg am Montag, 29. Juni 2026, zu einem besonderen Gottesdienst in die Weidenkirche Pappenheim ein. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Im Mittelpunkt des Abends steht ein Gefühl, das viele Menschen kennen und das dennoch oft nur schwer greifbar ist: Wut. Gemeinsam soll der Frage nachgegangen werden, welche unterschiedlichen Facetten dieses starke Gefühl hat und welche Impulse der christliche Glaube dazu bereithält.

Der Gottesdienst wird von bewegenden Gedanken, stimmungsvoller Musik und schönen Liedern geprägt sein. Zudem besteht für Besucherinnen die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen.

Im Anschluss sind die Teilnehmerinnen eingeladen, den Abend bei einem „Sundowner“ ausklingen zu lassen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bei ungünstiger Witterung wird der Gottesdienst in die Stadtkirche Pappenheim verlegt. Ob eine Verlegung notwendig ist, wird am Veranstaltungstag ab 16 Uhr auf der Internetseite www.dekanatsfrauentag.de bekannt gegeben.

 




TC Pappenheim stellt die Weichen für die Zukunft

Beim TC Pappenheim gibt es personelle Veränderungen in der Vorstandschaft. Ein Teil des bisherigen Teams führt seine Aufgaben weiter, gleichzeitig konnten neue Mitglieder für wichtige Funktionen gewonnen werden. Gemeinsam möchte die neue Vorstandschaft die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen und den Verein sowohl sportlich als auch gesellschaftlich weiterentwickeln.

Die Verantwortlichen übernehmen dabei ein breites Aufgabenspektrum. Neben der Organisation des Spielbetriebs gehören die Förderung des Nachwuchses, die Pflege der Tennisanlage sowie die Planung und Durchführung zahlreicher Vereinsaktivitäten zu ihren Aufgaben. „Gerade in einer aktiven Tennissaison mit vielen sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen ist eine engagierte Vorstandschaft ein wichtiger Baustein für das Miteinander im Verein“, heißt es in einer Mitteilung des TC Pappeneim.

Die Verantwortlichen blicken optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben und freuen sich darauf, gemeinsam mit den Mitgliedern die Zukunft des Vereins aktiv zu gestalten.

Die Vorstandschaft des TC Pappenheim setzt sich wie folgt zusammen:

  • Dr. Ingo Ehrlicher, 1. Vorstand
  • Holger Wenzel, 2. Vorstand
  • John Meister, Sportwart
  • Anina Van der Gang, Jugendwartin
  • Michael Stadelbauer, Kassier
  • Joanna Ruff, Beisitzerin
  • Sibel Mecdi-Topcu, Schriftführerin
  • Ernst Gruber, Platzwart

‚Titelfoto: TC Pappenheim

 




Manege frei für den Zirkus PaSoGalli in Pappenheim

Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pappenheim-Solnhofen wird im Juli ein ganz besonderes Projekt Wirklichkeit. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren kann die Schule in diesem Schuljahr erneut ein eigenes Zirkusprojekt durchführen.

Möglich wurde das Vorhaben durch Spenden örtlicher Banken, Firmen und Organisationen. Einen wichtigen Beitrag leisteten auch die Eltern der Grundschulkinder, die den Benefizlauf der Schule tatkräftig unterstützten und mit ihren Spenden zum Gelingen des Projekts beitrugen. Die Schulfamilie bedankt sich dafür herzlich bei allen Unterstützern.

Eine besondere Herausforderung stellte die Organisation der Proben dar. Aufgrund der räumlichen Situation an der Schule mit zwölf Klassen und rund 250 Schülerinnen und Schülern wurden zusätzliche Übungsräume benötigt. Hier sprang die Stadt unterstützend ein und stellte mehrere Räumlichkeiten sowie den Kronensaal für die Projekttage zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Lediglich die Reinigungskosten in Höhe von 100 Euro wurden berechnet. Auch hierfür spricht die Grundschule ihren ausdrücklichen Dank aus.

Unter dem Namen „Zirkus PaSoGalli“ werden die Kinder in den kommenden Wochen verschiedene Kunststücke und Darbietungen einstudieren und schließlich in einem echten Zirkuszelt auf der Pfarrwiese in Pappenheim präsentieren. Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, bei dem die jungen Artistinnen und Artisten ihr Können zeigen werden.

Die Vorstellungstermine

Mittwoch, 8. Juli

  • 17 Uhr Erste Vorstellung der Gruppe B

Donnerstag, 9. Juli

  • 13 Uhr Erste Vorstellung der Gruppe A
  • 17 Uhr Zweite Vorstellung der Gruppe B

Freitag, 10. Juli

  • 17 Uhr Zweite Vorstellung der Gruppe A

Die Grundschule Pappenheim-Solnhofen freut sich auf zahlreiche Besucher und darauf, gemeinsam mit Kindern, Eltern, Familien und Freunden einige unvergessliche Stunden in der Manege zu erleben.

 




Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart gehen in die nächste Runde

Der Stadtrat beschäftigte sich in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 mit den Plänen der Firma Südwerk für Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei Bieswang und Ochsenhart. Einstimmig sprach man sich dafür aus, die notwendigen Bauleitplanverfahren grundsätzlich weiterzuverfolgen.

Die Flächen waren bereits im Herbst 2025 Gegenstand einer ersten Beratung im Stadtrat. Damals wurden mehrere Anträge für Freiflächen-Photovoltaikanlagen anhand des kommunalen PV-Kriterienkatalogs geprüft. Während der Antrag für den Solarpark in Ochsenhart die Vorgaben erfüllte und zur weiteren Prüfung vorgesehen wurde, bestanden beim damals ebenfalls vorgestellten Projekt „Bieswang Ost“ noch Abweichungen von den festgelegten Flächenkriterien. Inzwischen liegt ein überarbeiteter Antrag vor, der nach Angaben der Verwaltung die Vorgaben des Kriterienkatalogs erfüllt.

Grundlage für die aktuelle Beratung war deshalb nicht mehr die grundsätzliche Eignung der Flächen, sondern die Frage, ob die erforderlichen Bauleitplanverfahren für die nun konkret ausgearbeiteten Vorhaben eingeleitet werden sollen.

Geplant ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf insgesamt drei Teilflächen. In Bieswang soll auf rund 4,1 Hektar eine Anlage mit einer Leistung von 5,3 Megawattpeak entstehen. Die erwartete Stromproduktion liegt bei etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Nach Angaben des Vorhabenträgers könnten damit rechnerisch rund 130 durchschnittliche Haushalte versorgt und jährlich etwa 3.300 Tonnen CO₂ eingespart werden.

In Ochsenhart sind auf zwei weiteren Flächen mit zusammen rund 6,18 Hektar Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 8 Megawattpeak vorgesehen. Die prognostizierte Stromerzeugung beträgt rund 8,2 Millionen Kilowattstunden jährlich. Die CO₂-Einsparung wird mit etwa 4.900 Tonnen pro Jahr angegeben.

Nach den vorgelegten Unterlagen ist eine Betriebsdauer von zunächst 20 Jahren vorgesehen. Eine Verlängerung um weitere zehn Jahre wäre möglich. Der Baubeginn ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Erschließung soll über bestehende Feld-, Flur- und Ortsverbindungsstraßen erfolgen.

Für die Umsetzung des Vorhabens sind die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Die Verwaltung erläuterte in der Sitzung, dass die vorgesehenen Flächen die Kriterien des städtischen Kriterienkatalogs erfüllen. Die Firma Südwerk erklärte sich bereit, die Kosten der Planungsverfahren zu übernehmen. Die Planungshoheit verbleibt jedoch bei der Stadt.

Der Stadtrat hatte die laufenden Bauleitplanungen bereits zuvor priorisiert. Das Vorhaben wurde dabei hinter vier anderen Verfahren eingestuft. Dennoch kündigte der Vorhabenträger an, die Zeit bis zu einem späteren Aufstellungsbeschluss für vorbereitende Untersuchungen und notwendige Gutachten zu nutzen.

Im Rahmen der Vorstellung verwies Südwerk zudem auf mögliche finanzielle Auswirkungen für die Kommune. Nach Unternehmensangaben könnten über die Laufzeit der Anlagen rund 840.600 Euro an Einnahmen in die Stadtkasse fließen. Außerdem wurden verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität vorgestellt.

Damit beschloss der Stadtrat zunächst lediglich die weitere Verfolgung der Planungen. Bis zu einer möglichen Umsetzung sind noch zahlreiche Verfahrensschritte einschließlich der Beteiligung von Öffentlichkeit und Fachbehörden erforderlich.

 




Neue Perspektive für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Fünf Jahre nach der Schließung des Georg-Nestler-Hauses könnte für das markante Gebäude in der Pappenheimer Beckstraße am Fuße des Weinbergs eine völlig neue Zukunft beginnen. In der Stadtratssitzung am 18. Juni wurde mit dem Projekt „Pappenheim 2030“ bereits das fünfte Konzept vorgestellt, das dem seit 2021 leerstehenden Gebäude wieder Leben einhauchen soll. Anders als frühere Ansätze setzt die von der LandLiving GmbH mit Sitz in Augsburg entwickelte Idee jedoch nicht auf eine klassische Pflegeeinrichtung, sondern auf ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebensmodell für ältere Menschen mit starker Einbindung in das gesellschaftliche Leben der Stadt.

Für Bürgermeister Florian Gallus ist das Vorhaben weit mehr als eines der bisherigen Nutzungskonzepte. Bereits im Vorfeld der öffentlichen Sitzung wurde deutlich, dass ihn die Idee zutiefst überzeugt hat. Beim Pressegespräch am Vormittag vor der Sitzung sprach er offen darüber, dass ihn das Konzept der LandLiving GmbH „schon bei den ersten Gesprächen abgeholt“ habe. Der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Generationen entspreche genau den Bedürfnissen, die ihm in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern immer wieder begegnet seien.

Fünf Jahre Suche nach einer Lösung
Als Florian Gallus im Mai 2020 sein Amt als Bürgermeister antrat, erhielt er bereits zwei Wochen später die Nachricht, dass die Rummelsberger Dienste das Georg-Nestler-Haus nicht weiter betreiben würden. Pünktlich zum 31. Mai 2021 war das Gebäude schließlich geräumt und der Erbpachtvertrag ging an die Stadt zurück.

Seitdem blieb das ehemalige Seniorenheim eines der meistdiskutierten Themen in Pappenheim.

Es werden zwar immer weniger Pappenheimer, die persönliche Erinnerungen an das vormalige Krankenhaus haben, dennoch haben sich private und politische Initiativen seit dem Leerstand bemüht, das Gebäude mit dem markanten Namen seines Stifters wieder mit Leben zu erfüllen. Die geringe Zahl möglicher Pflegeplätze machte jedoch alle bisherigen Überlegungen wirtschaftlich schwierig. Vier Konzepte wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, ohne dass daraus ein konkreter Ansatz für eine Umsetzung entstand.

Mit dem nun vorgestellten Ansatz soll ein neuer Weg eingeschlagen werden.

Gemeinschaft statt Pflegeheim
LandLiving-Geschäftsführer Dr. Carsten Witt stellte das Projekt zusammen mit der Geschäftsführerin Christa Grotepaß vor und betonte mehrfach, dass das Projekt kein Pflegeheim werden soll. Im Mittelpunkt stehe vielmehr eine aktive Gemeinschaft von Menschen, die möglichst lange selbstbestimmt leben möchten.

Geplant sind 17 Wohnungen für rund 35 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Apartments fallen bewusst kompakt aus und haben im Durchschnitt etwa 22 Quadratmeter Wohnfläche. Das Konzept setzt dabei auf eine optimale Nutzung der vorhandenen Räume. Durch eine durchdachte Möblierung und intelligente Grundrisse soll auch auf vergleichsweise kleiner Fläche ein komfortables Wohnen möglich werden.

Vorgestellt wurde dieses Raumkonzept bei der Sitzung des Stadtrates von Lidia Teister, die als Expertin für Microliving und Service Apartments gilt. Die Gewinnerin des Design Awards 2024 zeigte auf, wie sich auch begrenzte Wohnflächen funktional, komfortabel und gleichzeitig ansprechend gestalten lassen. Dabei steht die optimale Nutzung jedes Quadratmeters im Mittelpunkt.

Die geplanten Wohneinheiten verbinden private Rückzugsräume mit einer hochwertigen Ausstattung und den umfangreichen Gemeinschaftsbereichen des Projekts.

Den eigentlichen Schwerpunkt bilden die gemeinschaftlich genutzten Bereiche. Vorgesehen sind unter anderem Räume für Begegnung, gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Darüber hinaus soll ein gastronomisches Angebot mit Frühstück, Mittag- und Abendessen entstehen. Ein Café soll auch Besucherinnen und Besuchern sowie der Öffentlichkeit offenstehen.

Unterstützt werden soll das Zusammenleben durch eine digitale Hilfs-App, über die beispielsweise Fahrten zum Arzt, Einkäufe oder andere Unterstützungsangebote innerhalb der Gemeinschaft organisiert werden können.

Wohnen mit Verantwortung
Dr. Witt machte deutlich, dass LandLiving nicht einfach Wohnungen vermieten möchte. Ziel sei eine Gemeinschaft, in der sich die Bewohner aktiv einbringen.

Dazu ist vorgesehen, dass Interessenten sich finanziell an der Gesamtanlage beteiligen. Sie werden dadurch Miteigentümer des Projekts, erwerben jedoch weder eine Wohnung noch ein Wohnrecht. Die Wohnungen bleiben Mietobjekte und gehen später nicht als Eigentum auf Erben über. Die Finanzierung des Projekts, so machen die Initiatoren immer wieder deutlich, soll maßgeblich von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden.

Als Rechtsform ist eine GmbH & Co. KG vorgesehen.

Begleitet werden soll das gemeinschaftliche Leben durch eine soziale Moderation. Hier bringt insbesondere Christa Grotepaß ihre Erfahrungen und ihr Engagement ein. Gemeinsam mit Dr. Carsten Witt gehört sie zu den prägenden Köpfen des Projekts. Bei der Vorstellung wurde deutlich, wie viel Begeisterung und Herzblut beide in die Entwicklung des Konzepts investiert haben.

Begeisterung für Pappenheim
Die Verbindung zwischen Pappenheim und Dr. Carsten Witt entstand Ende 2025. Bereits bei einem ersten Besuch im November erkannte er nach eigenen Angaben das Potenzial des Gebäudekomplexes und des dazugehörigen Areals. Seine Begeisterung für die Stadt war auch beim Pressegespräch deutlich spürbar.

Um Pappenheim besser kennenzulernen, hat sich Witt sogar vor Ort einquartiert. Auch nach der Stadtratssitzung suchte er gemeinsam mit seinem Team den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern bei einer Gesprächsrunde in einem Pappenheimer Gasthaus. Dort wurde mit den Bürgerinnen und Bürgern, welche die Stadtratssitzung besucht hatten, weiter über Chancen, Erwartungen und Perspektiven des Projekts gesprochen.

Pilotprojekt mit Strahlkraft
Bürgermeister Gallus sieht in dem Vorhaben eine große Chance für die Stadt. „Hier kann ein Pilotprojekt gegen Alterseinsamkeit entstehen. Möglicherweise installieren wir hier ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis“, erklärte er.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Projekt den Wunsch nach einem Pflegeangebot in Pappenheim nicht ersetzt. „Das ist der erste Zwischenschritt auf dem Weg zur Pflege von Senioren. Wir brauchen einen Pflegestandort, das ist mir klar“, sagte Gallus.

Noch stehen zahlreiche Entscheidungen bevor. Viele Details müssen ausgearbeitet, rechtliche Fragen geklärt und weitere Beschlüsse gefasst werden. Die Stadt selbst diskutiert derzeit weder über finanzielle Beteiligungen noch über Investitionen.

Dennoch wurde bei der Vorstellung deutlich, dass die Verantwortlichen von LandLiving und der Bürgermeister in dem Konzept eine realistische Chance sehen, dem Georg-Nestler-Haus wieder eine Zukunft zu geben. Für Pappenheim könnte damit ein Projekt entstehen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit auf sich zieht und neue Antworten auf die Herausforderungen des Älterwerdens im ländlichen Raum gibt.

Wortmeldungen und Beschluss
In der anschließenden Diskussion gab es zu dem vorgestellten Konzept grundsätzlich positive Rückmeldungen aus dem Stadtrat. SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Pappler verwies darauf, dass die Schaffung von Wohnraum für Senioren bereits im Seniorenpolitischen Gesamtkonzept von 2022 verankert sei. Den besonderen Charme des Projekts sehe sie darin, dass in Pappenheim nicht bei null begonnen werden müsse. Mit der Nachbarschaftshilfe und dem aktiven Vereinsleben seien bereits wichtige Strukturen vorhanden. Für sie sei das Vorhaben ein „erfrischend positiver Ansatz“ und eine gute Idee, die es wert sei, weiterverfolgt zu werden. Im Erfolgsfall könne das Projekt der Stadt sogar ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/Bürgerliste, begrüßte, dass das neue Konzept „mal etwas anderes“ sei. Gleichzeitig betonte er, dass es in der aktuellen Sitzung zunächst nur um die weitere Prüfung des Vorhabens gehe. Dabei müssten insbesondere die Finanzierung, die praktische Umsetzbarkeit sowie der tatsächliche Bedarf und das Interesse möglicher Bewohner sorgfältig untersucht werden. Eine Vorfestlegung dürfe es aus seiner Sicht nicht geben. Vielmehr sollten auch die bislang vorliegenden Konzepte sowie mögliche weitere Ideen weiterhin offen betrachtet werden.

Ähnlich äußerte sich CSU-Stadtrat Marcus Wurm. Er wolle LandLiving die Chance geben, das Konzept weiterzuentwickeln, sprach sich jedoch ebenfalls dafür aus, die bisherigen Überlegungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Am Ende beschloss der Stadtrat, die Umsetzbarkeit des vorgestellten Projekts für eine Nutzung des ehemaligen Krankenhauses und Seniorenheims in der Beckstraße 19 als generationsübergreifendes Wohnprojekt näher zu prüfen. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung ist damit noch nicht verbunden. Vielmehr markiert der Beschluss den Einstieg in einen weiteren Prüfungs- und Entwicklungsprozess.




Reservisten aus Bieswang meistern Marsch in der Eifel

Vier Reservisten der SRK 1899 Bieswang haben am vergangenen Wochenende unter der Führung ihres Vorsitzenden Reinhard Schwenk am Zweitagesmarsch der Reservistenkameradschaft Arzfeld in Rheinland-Pfalz teilgenommen. Die Veranstaltung führte die Teilnehmer auf zwei jeweils rund 15 Kilometer langen Strecken durch die landschaftlich reizvolle, zugleich aber auch anspruchsvolle Umgebung der Eifel.

Rund 30 Marschteilnehmer waren bei der Veranstaltung unterwegs und bewältigten dabei mehr als 300 Höhenmeter. Die abwechslungsreichen Routen rund um den Heimatort der Reservistenkameradschaft Arzfeld verlangten den Teilnehmern einiges ab. Alle Reservisten erreichten jedoch wohlbehalten und innerhalb der vorgegebenen Zeit das Ziel.

Neben den sportlichen Herausforderungen spielte auch die Kameradschaft eine wichtige Rolle. Die beiden Veranstaltungstage klangen jeweils im Vereinsheim der Gastgeber bei guter Verpflegung und zahlreichen Gesprächen aus. Die Reservisten aus Arzfeld bereiteten ihren Gästen aus Mittelfranken einen herzlichen Empfang.

Dabei wurde auch bereits der Blick auf kommende Begegnungen gerichtet. Die Kameraden aus der Eifel haben ihre Teilnahme am traditionellen Altmühltal-Marsch der SRK Bieswang am 12. September 2026 zugesagt. Entsprechende Unterkünfte wurden bereits reserviert.

Für die Bieswanger Reservisten war der Besuch zugleich Anlass, weitere Aktivitäten in der Region ins Auge zu fassen. Die rund 500 Kilometer lange Anreise nehme man gerne in Kauf, heißt es aus den Reihen der SRK. Neben den Marschveranstaltungen bieten insbesondere die militärhistorischen Stätten der Eifel interessante Ziele. Dazu zählen die ehemaligen Bunker- und Verteidigungsanlagen des Westwalls sowie die Schlachtfelder im Hürtgenwald und in den Ardennen, die nur wenige Kilometer entfernt liegen. Für die kommenden Jahre sind hierzu bereits weitere Vorhaben geplant.