Hilfen beim Älterwerden – Informationsnachmittag in Pappenheim

Wie kann Unterstützung aussehen, wenn das Älterwerden zunehmend Hilfe im Alltag erforderlich macht? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es am Dienstag, 6. Oktober 2026, im Europäischen Haus Pappenheim. Dort steht ein Vortrag über die Unterstützungsmöglichkeiten der Diakonie auf dem Programm.

„Älterwerden – aber nicht allein!“ lautet das Thema des Vortrags, zu dem der Pflegestützpunkt Altmühlfranken um 15 Uhr in das Europäische Haus Pappenheim in der Deisingerstraße 1 einlädt. Referent Ralph Uhlig wird anhand konkreter Beispiele Einblicke in die Arbeit der Fachstelle geben und dabei auch die Angebote der Beratungsstelle und der Diakonie vorstellen.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Was können wir für Sie tun?“, die sich mit unterschiedlichen Fragen rund um Pflege und Versorgung beschäftigt. Veranstaltet wird die Reihe vom Pflegestützpunkt Altmühlfranken in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung, der Gerontopsychiatrischen Fachstelle sowie den Alzheimer Gesellschaften Weißenburg und Gunzenhausen und Umgebung e. V.

Wer selbst mit Fragen rund um Pflege, Versorgung und Unterstützung konfrontiert ist, merkt häufig schnell, wie komplex das System der Pflege- und Krankenversicherung sein kann. Nicht ohne Grund ist dabei immer wieder vom „Pflegedschungel“ die Rede. Die Beraterinnen des Pflegestützpunktes Altmühlfranken kennen diese Schwierigkeiten aus ihrer täglichen Arbeit. Mit der Vortragsreihe sollen deshalb unterschiedliche Fragestellungen aufgegriffen und Informationen zu bestehenden Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten vermittelt werden.

Die einzelnen Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten im Landkreis sowie teilweise online statt. Mit dem nächsten Termin kommt die Reihe nun nach Pappenheim und bietet Interessierten vor Ort die Gelegenheit, sich über die Unterstützungsmöglichkeiten der Diakonie zu informieren.

Für den Vortrag am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 15 Uhr im Europäischen Haus Pappenheim ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe gibt es unter www.landkreis-wug.de/pflegestuetzpunkt sowie beim Pflegestützpunkt Altmühlfranken unter Telefon 09141 902-570 oder per E-Mail an pflegestuetzpunkt@landkreis-wug.de.

 




Berlin trifft Pappenheim im K14

Ein durchaus ungewöhnliches Kunstprojekt hält im Oktober Einzug in Pappenheim. Drei Berliner Künstlerinnen bringen Malerei, Fotografie, Mixed Media, Film und Musik unter ein Dach und verwandeln das Haus der Bürger K14 für einige Wochen in einen Ort zeitgenössischer Kunst. Auftakt ist am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr.

Unter dem Titel „Berlin meets Pappenheim“ starten der Kunst- und Kulturverein Pappenheim und die Firma PAPPENHEIMER von Stephan Lauterbach ein Experiment, das Ausstellung, Kurzfilm und Live-Musik miteinander verbindet. Zu Gast sind Judie Reinert, Hannah Elsche und Paula Horlamus. So unterschiedlich ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind, verbindet ihre Arbeiten doch ein gemeinsamer Blick auf eine von Krisen geprägte Gegenwart und die Frage, wie Menschen damit umgehen.

Judie Reinert und Paula Horlamus zeigen unter dem Titel „Going straight to the KO“ Eindrücke ihrer Reisen in den Kosovo zwischen 2023 und 2025. Malerei, Fotografie und Videocollagen erzählen dabei von Begegnungen und Erfahrungen in einem Land, das immer wieder von Krisen geprägt wurde.

Hannah Elsche widmet sich in „Still Fine“ den Spuren gesellschaftlicher Veränderungen im persönlichen Alltag. Malerei, Zeichnung, Druck und Collage treffen dabei auf ihr während der Coronapandemie begonnenes „Krisenkunstprotokoll“. Judie Reinert wiederum beschäftigt sich mit „The Great Escape“ mit dem Wunsch, dem Alltag und seinen Belastungen zeitweise zu entfliehen. Ihre Bilder suchen diesen Rückzugsraum vor allem in der Natur.

Zur Vernissage wird außerdem Reinerts Kurzfilm „Rock’n’Roll will never die?“ gezeigt. Eine Live-Performance der Band „The Love Rockets“, die auch im Film mitwirkt und Teile der Filmmusik beisteuert, rundet den Abend ab.

Eröffnet wird „Berlin meets Pappenheim“ am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr im Haus der Bürger K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim. Anschließend bleibt die Ausstellung bis zum 8. November während der sonstigen Veranstaltungen im K14 zugänglich. Der Eintritt ist frei, der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden für seine Arbeit.

 




Stadt Pappenheim fordert weitere Verkleinerung des Windkraftgebiets bei Bieswang

Das geplante Windkraftgebiet östlich von Bieswang ist bereits deutlich kleiner geworden. Der Stadt Pappenheim reicht das nicht. Sie sieht weiterhin Konflikte mit Wald- und Landschaftsschutz, einer Tiefflugzone und der möglichen Umzingelung Bieswangs.

Der Stadtrat hat sich am 24. September erneut mit der Windkraftplanung östlich von Bieswang beschäftigt. Hintergrund ist die Änderung des Regionalplans der Region Ingolstadt. Darin wird festgelegt, welche Flächen künftig vorrangig für Windenergie vorgesehen werden sollen.
Der Regionale Planungsverband Ingolstadt hat seine Windkraftplanung überarbeitet. Davon betroffen ist auch das Gebiet östlich von Bieswang auf Schernfelder Gemeindegebiet. Die ursprünglich vorgesehenen 1.114 Hektar wurden auf 386 Hektar reduziert.

Pappenheim hält die verbliebene Fläche dennoch für zu groß. Ein Grund ist der Wald: 99,6 Prozent des Gebietes sind bewaldet, die gesamte Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet. Zudem wird dem Wald eine hohe Bedeutung für die Erholung zugeschrieben. Für die Stadt passt das nicht zu dem Ziel der Regionalplanung, Rodungen für Windkraftanlagen möglichst gering zu halten.

Hinzu kommt eine militärische Tiefflugzone, in der das geplante Windkraftgebiet vollständig liegt. Dort können strahlgetriebene Kampfflugzeuge bis auf 76,2 Meter heruntergehen. Moderne Windräder erreichen dagegen Gesamthöhen von etwa 200 bis 300 Metern. Die Stadt sieht darin einen möglichen Konflikt, der in der Regionalplanung bislang nicht berücksichtigt worden sei.

Ein weiterer Einwand betrifft Bieswang selbst. Neben dem geplanten Windkraftgebiet im Osten gibt es bereits ausgewiesene Windkraftflächen westlich und nördlich des Ortes. Werden alle Flächen gemeinsam betrachtet, sieht die Stadt die Vorgaben gegen eine zu starke Umzingelung eines Ortes durch Windkraftgebiete überschritten. Nach ihren Berechnungen werden die vorgesehenen freien Bereiche zwischen den Windkraftflächen nicht überall eingehalten. Von zwei untersuchten Punkten am Ortsrand ergibt sich sogar eine Umfassung von mehr als 180 Grad.

Ganz verhindern lässt sich die Windkraftplanung östlich von Bieswang allerdings nicht mehr. Im südlichen Teil hat die Gemeinde Schernfeld bereits rechtskräftig ein Sondergebiet für Windenergie ausgewiesen. Eine Verkleinerung der Regionalplanfläche würde dort deshalb an der bestehenden Planung nichts ändern.

Pappenheim fordert daher, nur diese bereits von Schernfeld ausgewiesene Fläche in den Regionalplan zu übernehmen. Der übrige Teil des geplanten Windkraftgebietes soll entfallen. Damit sollen insbesondere zusätzliche Waldflächen und das Landschaftsschutzgebiet geschont und die mögliche Umzingelungswirkung für Bieswang verringert werden.

Der Stadtrat beschloss die entsprechende Stellungnahme einstimmig. Darin fordert die Stadt, das Windkraftgebiet östlich von Bieswang auf das bereits rechtskräftige Sondergebiet der Gemeinde Schernfeld zu beschränken. Als Gründe nennt sie insbesondere den Wald- und Landschaftsschutz, die Umzingelungswirkung für Bieswang und die bislang nicht berücksichtigte Tiefflugzone.

 




Sichere E-Mails vom und zum Landratsamt

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen führt zum 1. Oktober 2026 eine neue Möglichkeit für den sicheren Austausch von E-Mails ein. Wenn sensible oder persönliche Daten übermittelt werden sollen, können Nachrichten künftig verschlüsselt über das Nachrichtenportal „securemail“ ausgetauscht werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich zunächst nichts. Sie müssen selbst nicht tätig werden und können auch nicht von sich aus eine Nachricht über „securemail“ an das Landratsamt schicken. Ob das sichere Verfahren genutzt wird, entscheidet der zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt.

Wer eine solche Nachricht erhält, bekommt zunächst eine normale E-Mail als Hinweis. Darin steht, dass im sicheren Nachrichtenportal „securemail“ eine Nachricht des Landratsamtes bereitliegt. Der eigentliche Inhalt und möglicherweise beigefügte Dokumente befinden sich also nicht in dieser E-Mail, sondern im geschützten Portal.

Beim ersten Mal ist dort eine Registrierung notwendig. Wie diese funktioniert und wie die Nachricht anschließend abgerufen werden kann, wird in der Benachrichtigungs-E-Mail erklärt. Das einmal eingerichtete Benutzerkonto kann danach auch für weitere sichere Nachrichten des Landratsamtes verwendet werden.

Auch eine Antwort an das Landratsamt kann anschließend direkt über das Portal erfolgen. Die Nachrichten werden dabei verschlüsselt übertragen. Das Verfahren ist insbesondere für Mitteilungen gedacht, bei denen persönliche oder andere sensible Daten ausgetauscht werden.

Wichtig ist noch ein Hinweis des Landratsamtes: Dokumente, die über „securemail“ zur Verfügung gestellt werden, sollten nach dem Abruf auf dem eigenen Computer gespeichert werden. Das Portal ist lediglich für die sichere Übermittlung gedacht und nicht als dauerhaftes Archiv für Dokumente.

Mit dem neuen Verfahren will das Landratsamt die digitale Kommunikation sicherer machen und insbesondere persönliche Daten beim elektronischen Austausch besser schützen.

Weiter Infos finden Sie bei:

www.landkreis-wug.de/impressum/elektronische-kommunikation-mit-dem-landratsamt/




TSG Pappenheim beweist Moral und holt einen Punkt

Die TSG Pappenheim hat sich beim SVN nach zweimaligem Rückstand ein 2 : 2-Unentschieden erkämpft. Nach einem schwierigen Start fanden die Altmühlstädter zunehmend besser ins Spiel und hatten in der Schlussphase sogar noch Möglichkeiten zum Sieg.

Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und gingen bereits in der dritten Minute durch M. Köhler mit 1 : 0 in Führung. Nur drei Minuten später lag der Ball erneut im Pappenheimer Tor, doch der vermeintliche zweite Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.
Danach fand die TSG besser in die Partie. Glöggler und Lupascu erspielten sich eine gute Abschlussmöglichkeit, konnten diese aber nicht nutzen. Wenig später war Mürl zur Stelle, nutzte einen Fehler des SVN-Torhüters und erzielte den 1 : 1-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Mannschaft von Trainer Stojanovic zunehmend die Initiative. Hoehne, Frey und Mürl hatten Möglichkeiten, die TSG erstmals in Führung zu bringen. Die Gastgeber blieben jedoch mit schnellen Gegenangriffen gefährlich. Bei einer dieser Situationen musste TSG-Schlussmann Palta eingreifen und parierte sicher.
Mitte der zweiten Halbzeit führte ein weiterer Konter des SVN zum erneuten Rückstand. J. Knaupp brachte die Gastgeber mit 2 : 1 in Führung. Doch die TSG ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, erhöhte noch einmal den Druck und wurde dafür belohnt. Mürl traf mit seinem zweiten Tor an diesem Tag zum 2 : 2.

In der Schlussphase hatten die Pappenheimer sogar noch Chancen auf den Sieg. Nach einem Zuspiel von Stojanovic kam Frey zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Auch G. Bajraktari verpasste nach Vorlage von Ljiko den möglichen Führungstreffer. Kurz vor dem Abpfiff wurde es auf der anderen Seite noch einmal gefährlich. Nach einem Konter der Gastgeber verhinderte Hodza mit einem starken Tackling eine gute Abschlussmöglichkeit.

So blieb es beim 2 : 2. Die TSG bewies nach dem frühen Rückstand und der erneuten Führung der Gastgeber zweimal Moral. Vor allem in der Schlussphase waren die Altmühlstädter dem Siegtreffer nahe, mussten sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.

TSG Pappenheim: Palta, A. Bajraktari, Mezzani, Thomas, Lupascu, Ljiko, Hoehne, Stojanovic, Mürl, Türk, Glöggler; eingewechselt: G. Bajraktari, Hodza, Frey.




Pappenheim stellt Weichen für die Zukunft der Kläranlagen

Auf die Stadt Pappenheim kommt in den nächsten Jahren eine der größten Investitionen ihrer Geschichte zu. Dabei geht es um ein Thema, das im Alltag kaum sichtbar ist, aber alle Bürger finanziell direkt betrifft. Die Rede ist wieder einmal von der Abwasserreinigung. Für die Kläranlagen in Pappenheim, Bieswang und Zimmern muss grundsätzlich geklärt werden, ob die bestehenden Anlagen technisch aufgerüstet oder durch eine neue Kläranlage ersetzt werden sollen.

Die derzeitigen Betriebserlaubnisse für die drei Kläranlagen laufen zum 31. Dezember 2035 aus. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach erwartet, dass die Abwasserbehandlung bis dahin auf den dann erforderlichen technischen Stand gebracht wird. Bereits bis Ende 2027 muss die Stadt deshalb eine Studie vorlegen, in der die verschiedenen Möglichkeiten untersucht und auch deren Kosten miteinander verglichen werden. Ohne diese Untersuchung würden für die drei Anlagen keine neuen Erlaubnisse erteilt.

Dabei geht es zunächst um eine grundsätzliche Frage ob es um eine Ertüchtigung oder einen Neubau gehen soll. Eine Ertüchtigung würde bedeuten, die vorhandenen Kläranlagen an ihren bisherigen Standorten zu erhalten und technisch so zu modernisieren, dass sie künftig wieder den gesetzlichen und technischen Anforderungen entsprechen.

Als Alternative soll untersucht werden, ob ein Neubau wirtschaftlicher und langfristig sinnvoller wäre. Denkbar wäre beispielsweise eine neue größere Kläranlage in Pappenheim, sofern dort ausreichend Platz vorhanden ist. Auch Zimmern kommt als möglicher Standort in Betracht. Eine solche zentrale Anlage könnte möglicherweise die Abwässer aus Pappenheim, Bieswang und Zimmern gemeinsam aufnehmen.

Ebenso sind Zwischenlösungen denkbar. So könnten einzelne bestehende Anlagen erhalten und modernisiert werden, während andere Standorte zusammengelegt werden. Erst die jetzt beauftragte Studie soll zeigen, welche Variante technisch machbar und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist.

Der Stadtrat hat dafür das Planungsbüro VNI aus Pleinfeld beauftragt. Von fünf angefragten Büros hatten drei ein Angebot abgegeben. VNI legte mit pauschal 23.800 Euro brutto das wirtschaftlichste Angebot vor. Die Kosten der Studie werden aus den Haushalten 2026 und 2027 getragen; eine Förderung dafür ist nach Angaben der Verwaltung nicht möglich.

Noch nicht unmittelbar Bestandteil dieser Untersuchung ist die Kläranlage Osterdorf. Sollte sich jedoch eine zentrale Lösung für die drei anderen Anlagen als sinnvoll herausstellen, dürfte sich anschließend auch die Frage stellen, ob Osterdorf dauerhaft als letzte eigenständige Kläranlage weiterbetrieben oder ebenfalls an eine größere Anlage angeschlossen werden soll.

Welche Lösung am Ende umgesetzt wird, ist derzeit völlig offen. Klar ist allerdings schon jetzt, dass unabhängig von der gewählten Variante Investitionen in Millionenhöhe zu erwarten sind. Damit könnte die Neuordnung der Abwasserbeseitigung zu einem der finanziell größten Projekte werden, die die Stadt Pappenheim bislang zu bewältigen hatte.

Die finanziellen Folgen einer solchen Millioneninvestition werden letztlich auch die angeschlossenen Grundstückseigentümer und Gebührenzahler betreffen. Denn die Kosten der öffentlichen Abwasserbeseitigung werden über Beiträge und Gebühren finanziert. Bei größeren Investitionen für die Erneuerung oder Verbesserung der Abwasseranlagen können deshalb zusätzliche Beiträge erhoben werden. In welcher Höhe die Bürger tatsächlich belastet werden, lässt sich allerdings erst beurteilen, wenn feststeht, welche Lösung umgesetzt wird und welche Kosten dafür entstehen.




Volksfest in Pappenheim wird neu aufgestellt

Das Pappenheimer Volksfest soll ab 2027 ein neues Gesicht bekommen. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das bisherige Volks- beziehungsweise Altmühlfest nicht mehr in der bisherigen Form mit Festzelt auf der Lach fortzuführen. Stattdessen soll für das traditionelle Kirchweihwochenende ein neues Festkonzept entwickelt werden. Dafür stellte das Gremium zunächst einen Kostenrahmen von 20.000 Euro in Aussicht.

Neuorientierung
Hintergrund für die Neuorientierung ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Nachdem der langjährige Festwirt Albrecht aus Suffersheim das Pappenheimer Volksfest aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weitergeführt hatte, unternahm die Stadt 2025 mit Festwirt Ferber aus Monheim und dem Altmühlfest einen Neustart. Im Jahr 2026 fand kein Volksfest statt und Ferber steht auch für das Fest 2027 nicht mehr zur Verfügung.

Der Pappenheimer Festausschuss befasste sich deshalb am 17. September mit der weiteren Zukunft dieses Traditionsfestes. Dabei kam die Mehrheit zu dem Ergebnis, dass auch ein erneuter Versuch mit einem anderen Festwirt wohl keine dauerhafte Lösung bringen würde. Hinzu kommt, dass bisherige Fahrgeschäfte wie beispielsweise der Autoscooter aus Zeitgründen inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach Einschätzung des Festausschusses ist zudem auch bei anderen Volksfesten und Kirchweihen im Landkreis ein rückläufiges Interesse festzustellen.

Als Alternative ist nun eine Art Straßenfest in der Deisingerstraße vorgesehen. Gefeiert werden soll möglichst von Freitagabend bis Sonntagnachmittag. Ein Festzelt ist nicht mehr geplant. Stattdessen sollen sich örtliche Vereine beteiligen und die Bewirtung überwiegend von der heimischen Gastronomie übernommen werden. Für Freitag ist bislang eine Stimmungsband angedacht, am Samstag ein gemütlicher Abend und am Sonntag ein Senioren- und Kindernachmittag. Auch das Feuerwerk soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Als Name ist auch „Pappenheim Live“ im Gespräch.

Ein Finanzierungskonzept
Bürgermeister Florian Gallus (CSU) erinnerte bei der Beratung daran, dass Pappenheim mit anderen Veranstaltungsformaten bereits gute Erfahrungen gemacht habe. Die BR-Radltour im vergangenen Jahr sei gut gemeistert worden und auch das frühere „Pappenheim Live“ der Werbegemeinschaft in der Deisingerstraße sei stets gut besucht gewesen. Die bislang genannten Programmpunkte seien allerdings lediglich erste Säulen. Das eigentliche Festprogramm müsse nun vom Festausschuss ausgearbeitet werden.

Dabei soll auch geklärt werden, welcher Programmpunkt welche Kosten verursacht. Der vorgesehene Rahmen von 20.000 Euro orientiere sich an den bisherigen Ausgaben. Zu den größeren Posten gehörten nach den Ausführungen des Bürgermeisters der Seniorennachmittag und der Ehrenamtsabend. Gallus betonte zudem, dass möglichst viel von dem eingesetzten Geld in Pappenheim bleiben solle. Örtliche Einzelhändler und Vereine sollen deshalb in das Fest eingebunden werden. Ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen könnten ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten.

„Wir wollten das Volksfest nicht ersatzlos streichen“, erklärte der Bürgermeister. Am Ende sprach auch er sich für die Forderungen aus dem Stadtrat aus, zunächst eine konkrete Kalkulation zu erstellen und diese anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.

Diese Forderung zog sich durch die gesamte Diskussion über die Neuauflage des Festes. Jürgen Weizinger (Freie Wähler) begrüßte grundsätzlich, dass weiterhin eine Art Volksfest für Pappenheim veranstaltet werden soll. Als mögliches Vorbild nannte er die Fürther Straßenkirchweih und regte an, eher mehrere kleinere Bands als eine große Band einzusetzen. Vor einer Auszahlung städtischer Mittel müsse jedoch eine Kalkulation vorliegen. „Es soll am Ende des Tages eine gewinnbringende Veranstaltung werden“, forderte Weizinger. Sollte sich aus einer nachvollziehbaren Kalkulation ein höherer Finanzbedarf als 20.000 Euro ergeben, könne er sich auch damit abfinden.

Ähnlich argumentierte Roland Kiermeyer (Bürgerliste). Das gesamte Budget sollte nicht, wie 2025 geschehen, pauschal vergeben werden. „Wir sollten das Geld nicht verbraten“, stellte er fest. Zunächst müsse klar sein, wofür die Mittel benötigt werden. Außerdem müsse geregelt werden, wie mögliche Einnahmen und Gewinne unter den Beteiligten verteilt werden. Es dürfe nicht dazu kommen, dass einzelne Anbieter beispielsweise mit einem Barbetrieb „ihren Reibach machen“, während andere, die ebenfalls zum Gelingen des Festes beitragen, leer ausgehen. Auch Kiermeyer stellte klar, dass ein höherer Betrag für ihn nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei, wenn dafür eine schlüssige Kalkulation vorliege.

Für Anette Pappler, Fraktionsvorsitzende der SPD und langjährige Vorsitzende des Festausschusses, hat das Thema auch eine stark emotionale Komponente. Für sie ist die Abkehr vom bisherigen Volksfest mit Wehmut verbunden. Sie habe die Tradition des Festes als Begegnungsort für die Bevölkerung über viele Jahre schätzen gelernt. Deshalb falle ihr der Abschied vom bisherigen Konzept nicht leicht. Über Alternativen sei allerdings bereits seit längerer Zeit gesprochen worden. „Wir brauchen als Stadt Pappenheim ein zentrales Fest“, stellte Pappler grundsätzlich fest. Deshalb sehe sie neben dem Ende des bisherigen Formats auch die Chance für einen erfolgreichen Neuanfang.

Marcus Wurm (CSU), ebenfalls Mitglied des Festausschusses, berichtete von konstruktiven Beratungen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Verwendung des vorgesehenen Budgets transparent dargestellt werde.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, plädierte dafür, die 20.000 Euro zunächst lediglich in Aussicht zu stellen. Sobald eine Kalkulation vorliege, solle der Stadtrat über die tatsächlichen Kosten entscheiden und damit auch die Verantwortung für mögliche Gewinne oder Verluste übernehmen. Wie Weizinger und Kiermeyer mahnte er eine gerechte Regelung für die finanziellen Ergebnisse der beteiligten Akteure an.

Carola Lämmerer, Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, zeigte sich davon überzeugt, dass die Verantwortlichen für die weitere Planung einen Vertrauensvorschuss verdient hätten, den man ihnen auch geben sollte.

Der Beschluss
Unter dem Strich bestand im Stadtrat Einigkeit darüber, das Pappenheimer Traditionsfest nicht ersatzlos aufzugeben, sondern ihm ein neues Format zu geben. Vor allem aus den Reihen der Freien Wähler und der Bürgerliste wurde jedoch darauf gedrängt, die städtische Unterstützung diesmal nicht als Pauschalbetrag auszuzahlen. Grundlage für die endgültige Entscheidung über die Finanzierung soll vielmehr eine konkrete Kostenaufstellung sein.

Einstimmig beschloss der Stadtrat schließlich, für das neu konzipierte Fest einen Betrag von bis zu 20.000 Euro zunächst in Aussicht zu stellen. Verwaltung, Tourist Information und Festausschuss sollen nun das Konzept und eine entsprechende Kalkulation ausarbeiten. Auf dieser Grundlage wird sich der Stadtrat erneut mit dem Fest befassen und über die tatsächliche finanzielle Ausstattung entscheiden.




Sportfreunde verpassen verdienten Punktgewinn

Die Sportfreunde Bieswang mussten sich der DJK Preith trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause mit 1 : 2 geschlagen geben. Ein vergebener Elfmeter und eigene Fehler vor den beiden Gegentoren verhinderten am Ende einen durchaus möglichen Punktgewinn.

(SFB) Beide Teams mussten auf einige wichtige Akteure verzichten. In der ersten halben Stunde war das Spiel dann auch nicht wirklich mitreißend. Zwar war das Tempo und der Einsatzwille aller Spieler vorhanden, dennoch verstrickte man sich gegenseitig in ständige Zweikämpfe, der Spielfluss litt darunter entsprechend. In der 18. Minute gelang den Gästen die Führung. Die SF-Defensive ging nicht entscheidend dazwischen, Gästeangreifer Lukas Daum konnte von der Strafraumgrenze flach abziehen und der platzierte Schuss landete direkt im rechten unteren Toreck. Ende der ersten Hälfte wurde es dann interessant. Zunächst brachte die Störzer-Elf den Ball mehrfach hintereinander bei einem Wirrwarr im DJK-Strafraum nicht im Tor unter. Wenig später scheiterte zudem Niko Müller mit einem Elfmeter nach Foul an Lukas Störzer am Gästeschlussmann Maximilian Bayer, der den Ball unter sich begrub. Die Strafe folgte beim Gegenangriff. Wieder konnte ein an sich harmloser Ball nicht geklärt werden, das vom Pfosten zurückspringenden Leder beförderte erneut Lukas Daum aus 7 Metern über die Linie.

Im zweiten Abschnitt waren die Bieswanger präsenter, übten Druck auf das Preither Gehäuse aus. Prompt fiel der Anschlusstreffer, als der agile und spielfreudige Lukas Störzer einen Freistoß aus rd. 23 Metern wunderschön ins linke obere Toreck versenkte (52.). Die gute Phase der SFB´ler hielt an, allerdings hätte man in dieser auch wenigstens einen weiteren Treffer erzielen müssen. So hatte man auf der Gegenseite auch Glück, dass die Gäste mit ihren zwei bis drei nennenswerten Chancen nicht nachlegten. Die Uhr lief immer mehr gegen Bieswang und man schaffte es letztlich trotz aller Bemühungen nicht, zumindest den Ausgleich zu erzielen und einen Punkt mitzunehmen.

Nach dem Spiel war man auf Bieswanger Seite enttäuscht, punktlos aus dem Spiel gegangen zu sein. Ein Unentschieden wäre, auch nach Ansicht der Gäste, ein gerechtes Ergebnis gewesen. Doch im Fußball zählen die Tore, und Bieswang hat eben nur eines an diesem Spieltag erzielt. Im Nachgang muss man einsehen, dass man durch eigene Fehler keinen Punktgewinn oder gar einen Sieg realisieren konnte.

Kommenden Sonntag ist man beim SV Marienstein II zu Gast. Anstoß im Eichstätter Stadtteil ist allerdings erst um 16 Uhr. Die Bezirksliga-Reserve belegt aktuell Platz neun und ist im hinteren Mittelfeld platziert.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Jonas Schramm, Sebastian Hüttinger, Lukas Störzer, Tim Schwenk, Dominik Dietrich, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Marius Mack, Jakob Käfferlein, Florian Kraft, Simon Gerstner




Vielfalt in Pappenheim

Seit mehr als drei Jahren steht am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg in Pappenheim eine Stützwand aus großformatigen Betonsteinen, die nach dem Prinzip von Legosteinen aufeinandergesetzt sind. Mit der Zeit hatten Schmutz und Moos deutliche Spuren hinterlassen. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim griff deshalb die Idee auf, die zunehmend unansehnlich gewordene Mauer nicht nur zu reinigen, sondern sie zum Träger eines Kunstwerks zu machen.

Entstanden ist dort jetzt „THE WALL 2.0“ – ein großflächiges Graffiti, dessen zentrale Botschaft schon von weitem ins Auge fällt: „VIELFALT“.

Der stark stilisierte Schriftzug zieht sich in Weiß- und hellen Grautönen über einen großen Teil der Mauer. In der Graffiti-Sprache wird eine solche aufwendige Buchstabengestaltung als „Piece“ bezeichnet. Dunkle Konturen heben die Buchstaben von einem farbintensiven Hintergrund ab, in dem Grün, Gelb, Rot, Pink, Blau und Violett ineinander übergehen. Geschwungene und spiralförmige Elemente ergänzen die Gestaltung.

Im oberen rechten Bereich findet sich in schwarzer Schrift der Projektname „THE WALL 2.0“, am rechten Ende die Jahreszahl 2026. Auch ein kleines Logo des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim wurde in die Gestaltung aufgenommen.

An dem Werk beteiligten sich acht Graffiti-Künstler aus Pappenheim, Solnhofen und Eichstätt. Die künstlerische Betreuung des Projekts übernahmen Christoph Ottinger und Patrick Hitschfel aus Solnhfoen . Mit Wladimir Barantschikov wirkte zudem ein in Gunzenhausen lebender Künstler mit, der seine jahrzehntelange Erfahrung als Maler und seine Ausbildung im Bereich der dekorativen Monumentalmalerei einbrachte.

Bevor die Sprühdosen zum Einsatz kommen konnten, war allerdings einige Vorarbeit notwendig. Uwe Graf und Helmut Seuberth reinigten die Betonsteinwand in der vergangenen Woche gründlich und versahen sie mit einer Grundierung. Damit schufen sie die Voraussetzung für die anschließende künstlerische Gestaltung.

Initiiert und begleitet wurde die Aktion vom Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. Der Verein kümmerte sich während der Arbeiten auch um die Verpflegung der beteiligten Künstler mit Brotzeit und Getränken sowie einem gemeinsamen Mittagessen im K14.

Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung gab es bereits vor der Genehmigung der Kunstaktion. Dabei musste zunächst geklärt werden, dass der für das Werk vorgesehene Begriff „VIELFALT“ in Pappenheim nicht als politische Botschaft zu verstehen ist. Erst nachdem diese Bedenken ausgeräumt waren, stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. An der Mauer ist „VIELFALT“ nun das, was die Künstler daraus gemacht haben. Das zentrale Thema eines gemeinschaftlich geschaffenen Kunstwerks.

 




Pappenheimer Stadtrat lehnt längere Betriebszeiten im Steinbruch ab

Der Stadtrat Pappenheim hat die beantragte Ausweitung der Betriebszeiten im Steinbruch an der Kappel abgelehnt und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Das Steinbruchunternehmen hatte beantragt, einen abgegrenzten Teil des Steinbruchs künftig von 5 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts betreiben zu dürfen. Bisher gilt für die betreffenden Maschinen eine Betriebszeit von 6 bis 20 Uhr.

Von der Erweiterung der Betriebszeiten wären eine Kettenschrämmsäge, zwei Schrämmtraktoren und ein Radlader betroffen. Damit würde sich die mögliche tägliche Betriebszeit von bisher 14 auf 21 Stunden erhöhen. Erstmals wäre auch ein Betrieb während der Nachtzeit möglich gewesen. Lkw-Verkehr, Materialabtransport, Verladung sowie der Betrieb von Brecher-, Sieb- oder Förderanlagen waren für diese zusätzlichen Zeiten nicht vorgesehen.

Dem Beschluss des Stadtrats ging eine umfangreiche und gründliche Prüfung durch die Stadtverwaltung voraus. Dabei wurden die Antragsunterlagen und das vorgelegte Lärmgutachten mit bestehenden Genehmigungen und den örtlichen Festsetzungen abgeglichen. Dabei stellte die Stadtverwaltung mehrere Unstimmigkeiten fest.

So wird im Lärmgutachten für die Spalthalle eine Betriebszeit bis 22 Uhr genannt, obwohl nach den vorliegenden Genehmigungsunterlagen lediglich ein Betrieb bis 20 Uhr zulässig ist. Auch für eine Seilsäge wird ein Betrieb während der Nachtzeit beschrieben, obwohl hierfür ebenfalls nur eine Genehmigung bis 20 Uhr vorliegt. Abweichungen stellte die Verwaltung zudem bei den angegebenen Zeiten für Sprengungen fest.

Auch im vorgelegten Lärmgutachten stellte die Stadtverwaltung mehrere Ungereimtheiten fest. So bezogen sich die Berechnungen teilweise bereits auf eine geplante Erweiterung des Steinbruchs um rund neun Hektar. Diese Erweiterung ist jedoch nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens, bei dem es ausschließlich um längere Betriebszeiten geht. Deshalb ließ sich aus dem Gutachten zunächst nicht eindeutig erkennen, welche zusätzliche Lärmbelastung allein durch den Betrieb bis in die Nachtstunden entstehen würde.

Nur zwei Tage vor der Stadtratssitzung ging bei der Stadt am 22. September ein überarbeitetes Lärmgutachten ein. Auch dieses wurde von der Verwaltung kurzfristig geprüft. Dabei fiel unter anderem auf, dass ein Anwesen „Am Auer Bichel“ nun als Mischgebiet eingestuft wird. Die Stadt verweist aber auf eine Ortsvorschrift aus dem Jahr 1953, nach der das Siedlungsgebiet als reines Wohngebiet ausgewiesen ist. Außerdem wurde der Bereich „Am Hals“, wo die Geräusche des Steinbruchs nach Angaben von Anwohnern ebenfalls deutlich wahrgenommen und als störend empfunden werden, auch im überarbeiteten Lärmgutachten nicht berücksichtigt.

Gerade aus den Wohnbereichen Am Hals, Am Auer Bichel und Am Weinberg sind bei der Stadt seit 2021 regelmäßig Beschwerden über Lärm aus dem Steinbruch eingegangen. Genannt wurden dabei unter anderem Geräusche von Schotterbrechern, Hydraulikhämmern und Radladern sowie Rückfahrwarner.

Nicht nachvollziehbar war für die Verwaltung außerdem die vorgesehene Lärmminderung durch die Nutzung vorhandener Geländeabschirmungen und einen Betrieb auf tiefer gelegenen Abbausohlen. Der für die verlängerten Betriebszeiten vorgesehene Arbeitsbereich befindet sich nach den Planunterlagen nahezu am höchsten Punkt des nordöstlichen Steinbruchbereichs und damit in Richtung der dortigen Wohnbebauung.

Neben den Fragen zum Lärmschutz führte die Verwaltung auch baurechtliche Gründe gegen das gemeindliche Einvernehmen an. Der Flächennutzungsplan weist das betreffende Grundstück als Fläche für die Forstwirtschaft aus. Zudem liegt der gesamte Bereich im Landschaftsschutzgebiet.

Der Stadtrat folgte der ausführlich begründeten Verwaltungsvorlage und verweigerte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für die beantragte Betriebszeit von 5 Uhr bis 2 Uhr des Folgetages.

Die Entscheidung des Stadtrats bedeutet allerdings noch nicht das endgültige Aus für den Antrag. Für das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ist das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen zuständig. Es trifft letztlich die Entscheidung über die beantragte Änderung der Betriebszeiten.

 




Jugendliche gestalten Lego-Betonsteinwand in Pappenheim

Jugendliche gestalten Lego-Betonsteinwand in Pappenheim

Eine graue Betonsteinwand unterhalb der Pappenheimer Burg soll am Samstag, 26. September 2026, zum Kunstprojekt werden. Ab 9 Uhr gestalten Jugendliche die Wand am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg mit Graffiti. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat die Aktion „THE WALL 2.0“ organisiert.

Die Wand wurde vor mehr als zwei Jahren errichtet, um die Durchfahrt hinauf auf den Hals zu sichern. Die dahinterliegende denkmalgeschützte historische Bruchsteinmauer an dieser Stelle war schadhaft geworden; ihre Sanierung wird voraussichtlich noch dauern. Der Kunst- und Kulturverein möchte die Betonfläche deshalb gemeinsam mit Jugendlichen gestalten.

Die Wand wurde bereits gereinigt, damit die Farbe gut haftet und zur Geltung kommt. Ein Vorentwurf trägt den Titel „Vielfalt“. Wie die Jugendlichen das Thema umsetzen, entwickeln sie unter der künstlerischen Betreuung von Christoph Ottinger und Patrick Hirsch.

Interessierte können die Aktion vor Ort verfolgen. Die Durchfahrt bleibt während der Arbeiten geöffnet, kann aber erschwert sein. Nach Angaben des Vereins sind auf der dort als Spielstraße ausgewiesenen Straße keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen für die Aktion erforderlich.

 




Drei Wasserverbände stärken ihre Zusammenarbeit

Drei Wasserverbände stärken ihre Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Verbandsgrenzen hinweg hat sich bei der Wasserversorgung entlang der Altmühl in den vergangenen Jahren bewährt. Bei einer gemeinsamen Versammlung der drei Zweckverbände Links der Altmühl, Rechts der Altmühl und der Wettelsheimer Gruppe wurde nun Bilanz gezogen. Zugleich standen personelle Veränderungen an der Spitze zweier Verbände im Mittelpunkt.

Seit 2019 arbeiten die drei Wasserversorger eng zusammen. Ein wesentlicher Baustein ist der gemeinsame Bereitschaftsdienst, der rund um die Uhr für alle drei Versorgungsgebiete zur Verfügung steht. Bei Störungen oder besonderen Ereignissen können dadurch die verfügbaren Kräfte gebündelt und kurzfristig eingesetzt werden. Für die Beschäftigten bringt die Kooperation zugleich den Vorteil, dass sich die Bereitschaftsdienste auf mehrere Schultern verteilen.

Nach den bisherigen Erfahrungen soll es dabei nicht bleiben. Die Verantwortlichen waren sich bei der Gemeinschaftsversammlung einig, die bestehende Zusammenarbeit fortzusetzen und sie in ausgewählten Bereichen weiter zu intensivieren.

Wechsel an der Spitze zweier Verbände

Mit der Versammlung ging zugleich eine langjährige Ära zu Ende. Alfred Maderer wurde als Vorsitzender des Zweckverbands Rechts der Altmühl verabschiedet. Insgesamt gehörte er dem Verband 18 Jahre als Verbandsrat an, sechs Jahre davon als Vorsitzender.

Noch länger war Erwin Knoll für den Zweckverband Links der Altmühl tätig. Er gehörte ihm insgesamt 30 Jahre an und stand 18 Jahre an dessen Spitze. Beide bisherigen Vorsitzenden wurden im Rahmen der Versammlung für ihr langjähriges Engagement gewürdigt und offiziell verabschiedet.

Die Nachfolge ist bereits geregelt. Martin Wufka wurde zum neuen Vorsitzenden des Zweckverbands Links der Altmühl gewählt, Jürgen Weizinger übernimmt den Vorsitz beim Zweckverband Rechts der Altmühl. Bei der Wettelsheimer Gruppe gibt es dagegen keinen Wechsel. Matthias Hüttinger, der dieses Amt seit 2014 ausübt, bleibt Vorsitzender.

Rund 3.350 Anschlüsse in vier Landkreiskommunen und darüber hinaus

Die Größenordnung der gemeinsamen Aufgabe wird beim Blick auf die Versorgungsgebiete deutlich. Der Zweckverband Links der Altmühl versorgt rund 1.050 Anschlüsse. Dazu gehören Bieswang, Geislohe, Göhren, Neudorf, Ochsenhart, Osterdorf und Zimmern im Gemeindegebiet Pappenheim sowie Haardt, Heuberg und Rothenstein bei Weißenburg, Dietfurt bei Treuchtlingen, Eßlingen und Hochholz bei Solnhofen sowie Gut Lohrmannshof in der Gemeinde Schernfeld.

Der Zweckverband Rechts der Altmühl kommt auf rund 1.600 Anschlüsse. Sein Versorgungsgebiet umfasst Langenaltheim, Büttelbronn, Rehlingen und Übermatzhofen sowie Rögling und Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries.

Weitere rund 700 Anschlüsse entfallen auf die Wettelsheimer Gruppe. Sie versorgt Bubenheim, Falbenthal, Wettelsheim und Windischhausen im Treuchtlinger Gemeindegebiet sowie Großholz bei Markt Berolzheim.

Damit verbindet die seit 2019 praktizierte Zusammenarbeit drei eigenständige Wasserversorger mit unterschiedlichen Versorgungsgebieten. Der gemeinsame Bereitschaftsdienst zeigt dabei bereits ganz praktisch, wie sich vorhandene Strukturen miteinander verzahnen lassen. Nach dem Willen der Verantwortlichen soll dieser eingeschlagene Weg nun weitergeführt werden.

Titelfoto: Marion Pietruske