Pappenheim öffnet die Augen für seine eigene Geschichte

Unter dem Motto „Mit offenen Augen durch Pappenheim“ lädt der diesjährige Weltgästeführertag dazu ein, Pappenheim neu zu entdecken. Es geht dabei nicht um große Inszenierungen, sondern um die leisen Zwischentöne, um Details am Wegesrand, die im Alltag oft übersehen werden. Wer sich darauf einlässt, wird Pappenheim mit anderen Augen sehen.

Drei Führungen machen sich am Sonntag, 22.02.2026 um 13.00 Uhr, vom Marktplatz aus auf den Weg. Unterschiedliche Routen, unterschiedliche Schwerpunkte, doch eine gemeinsame Idee verbindet sie: Geschichte dort aufzuspüren, wo man sonst vielleicht achtlos vorübergeht. Die Wege führen u.a. durch vertraute Straßen, über den historischen Kanonenweg hinauf zum Schlossberg und damit durch Räume, die vielen bekannt sind und doch immer wieder Neues bereithalten.

Stadtführerin Eva Schultheiß richtet den Blick auf die Geschäfte der Deisingerstraße und erzählt von ihrem Wandel. Erwin Knoll widmet sich den Grafen, den Mesnern und natürlich auch dem berühmten Sprichwort, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Bürgersfrau Renata Prusakow nimmt die Teilnehmenden mit zu Brücken und Kirchen, zur jüdischen Geschichte und zu sozialen Orten, die das Miteinander in Pappenheim geprägt haben. So entsteht kein starres Bild der Vergangenheit, sondern ein lebendiges Geflecht aus Geschichten, Erinnerungen und Perspektiven.

Nach einigen Jahren Pause belebt der Weltgästeführertag 2026 mit seinen Führungen die Stadt Pappenheim wieder. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass Stadtgeschichte nichts Abgeschlossenes ist, sondern weiterlebt, wenn man bereit ist, genauer hinzusehen.

Treffpunkt für alle Führungen ist um 13.00 Uhr am Marktplatz Pappenheim. Dort beginnen die Rundgänge und dort enden sie auch wieder. Im Café Lehner wird anschließend bewusst ein gemeinsamer Schlusspunkt gesetzt mit Gelegenheit zum Weiterreden und Austausch.

Die Führungen am Weltgästeführertag sind kostenfrei. Wir Pappenheimer freuen uns auf viele interessierte Gäste, die sich mit offenen Augen auf den Weg durch Pappenheim machen.




Neue Impulse für leerstehende Ladenflächen in Pappenheim

Wie lassen sich leerstehende Ladenflächen im Ortskern wieder mit Leben füllen? Dieser Frage widmete sich ein Werkstattgespräch des Kunst und Kulturvereins Pappenheim e.V., das am Freitag in der ehemaligen Hoechstetter Apotheke stattfand. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um ihre Vorstellungen einzubringen und gemeinsam über Perspektiven für die Zukunft nachzudenken.

Von Beginn an setzten die Organisatoren auf Beteiligung. Es ging nicht darum, fertige Konzepte zu präsentieren, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen zu entwickeln. Als Impuls dienten drei Beispiele aus der Region, die Mut machen sollen. Vorgestellt wurden die Pinselfabrik in Bechhofen, der Tante Anna Stadtteilladen in der Ansbacher Neustadt sowie das Zentrum für Austausch und Machen in Erlangen. Sie zeigen, wie unterschiedlich tragfähige Modelle heute aufgestellt sein können, ob als Verein, Genossenschaft oder unternehmerische Initiative.

Hauseigentümerin Fabiola Diehl zeigte sich offen für vielfältige Nutzungen. Als Buchbindemeisterin und Kunsthandwerkerin könne sie sich auch unkonventionelle Modelle vorstellen, sofern diese langfristig wirtschaftlich tragfähig seien.

Im Laufe des Abends entstand eine breite Sammlung an Vorschlägen. Genannt wurden Orte der Begegnung und des sozialen Austauschs ebenso wie kulturelle Projekte etwa ein Heimatmuseum oder eine Galerie für regionales Kunsthandwerk. Auch klassische Angebote der Nahversorgung fanden sich auf den Pinnwänden, vom Bioladen über ein Gesundheitszentrum bis hin zu einem Pop up Laden für Selbstständige und Start ups.

Die Frage der konkreten Umsetzung stand bewusst noch nicht im Vordergrund. Zunächst sollte gesammelt werden, was die Menschen bewegt und was sie in Pappenheim vermissen. Diese Offenheit sorgte für eine lebendige Diskussion. Zugleich wurde in der Auswertung deutlich, dass sich einige Teilnehmende eine stärkere Struktur und eine kompakte Bestandsaufnahme gewünscht hätten.

Der Verein versteht diese Rückmeldungen als hilfreichen Hinweis. Künftig solle zu Beginn eine Übersicht über vorhandene Angebote stehen und die Moderation klarer geführt werden. Insgesamt ziehen die Organisatoren dennoch eine positive Bilanz. Die rege Beteiligung und die engagierte Atmosphäre hätten gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit seien, Verantwortung für die Entwicklung ihrer Stadt zu übernehmen.

Inhaltlich knüpft das neue Format an den kürzlich abgeschlossenen Vitalitätscheck der Stadt Pappenheim an. Während dieser eine Bestandsaufnahme lieferte, sollen die Werkstattgespräche nun konkrete Handlungsmöglichkeiten ausloten und die Bürgerschaft aktiv einbinden.

Weitere Treffen sind geplant, sowohl in Pappenheim als auch in den umliegenden Ortschaften. Für die ehemalige Apotheke ist in den kommenden Wochen ein Folgetermin vorgesehen, bei dem einzelne Ideen vertieft werden sollen.

Eigentümer leerstehender Immobilien, die selbst Gastgeber eines Werkstattgesprächs werden möchten, können sich per Mail an k14.pappenheim@web.de wenden.

 




Feuerwehren rücken zu Kellerbrand am frühen Morgen aus

Am frühen Sonntagmorgen des 15. 02. 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Pappenheim und Zimmern kurz vor 6 Uhr zu einem Kellerbrand alarmiert. Auch die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst machten sich auf den Weg zur gemeldeten Einsatzstelle.

Vor Ort konnte rasch festgestellt werden, dass an der Ölheizung kein offenes Feuer mehr brannte. Dennoch war die Situation nicht unproblematisch. Messungen mit dem Mehrgasmessgerät der Feuerwehr ergaben das Vorhandensein von Kohlenstoffmonoxid im Gebäude. Das geruchlose Atemgift stellt eine erhebliche Gefahr dar und machte weitere Maßnahmen erforderlich.

Um die Belastung zu beseitigen, wurde ein Lüfter eingesetzt, um die betroffenen Räume zu belüften und das Kohlenstoffmonoxid aus der Wohnung zu entfernen. So konnte die Gefährdung reduziert werden.

Gegen 6.30 Uhr folgte schließlich die Entwarnung. Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen und Kontrolle der Räume konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Pappenheim mit allen Fahrzeugen, die Feuerwehr Zimmern, die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst.

Titelfoto: FFW Pappenheim




Pappenheim und der wilde Faschingsdienstag von 1826

Der Fasching hatte in Pappenheim seit jeher seinen festen Platz – meist in geordneten Bahnen, gelegentlich mit viel beachteten Umzügen und fröhlichem Miteinander. Dass es aber auch anders kommen konnte, davon erzählt ein bemerkenswertes Schriftstück aus dem Stadtarchiv. Es führt genau 200 Jahre zurück in das Jahr 1826 – in eine Zeit, als das Pappenheimer Land noch keine zwei Jahrzehnte zu Bayern gehörte und das Neue Schloss gerade einmal vier Jahre alt war. In den Akten trägt die Begebenheit die Überschrift: „Tumultuarische Exzesse am Faschingsdienstag

Bürgermeister war damals Johann Georg Jakob Seybold, jüdischer Hofbuchdruckereibesitzer, gewählt auf sechs Jahre. Der Chronist Georg Fleischmann würdigte ihn als tatkräftigen, energischen und zielbewussten Mann, als Zierde des Handwerkerstandes und des Bürgertums. Zahlreiche Schriftstücke zeugen von seiner Gewandtheit, seiner Sachkenntnis und seiner Vertrautheit mit der Geschichte der Stadt. Einer, der Pappenheims Rechte mit Entschiedenheit zu verteidigen wusste.

Doch Seybold hatte einen mächtigen Gegenspieler: den gräflichen Regierungsrat und Herrschaftsrichter Johann Christoph Bunte. Zwischen Stadtmagistrat und Herrschaftsgericht knirschte es gewaltig. Das Gemeindeedikt von 1818 hatte den Städten neue Rechte eingeräumt – von der Ausübung der Polizeigewalt bis hin zur Zunftaufsicht und der Erteilung von Gewerbegerechtigkeiten. Doch vieles davon war umstritten. Das Herrschaftsgericht machte Ansprüche geltend, der Magistrat pochte auf seine Befugnisse. Ein Ringen um Zuständigkeiten – und um Einfluss.

Mitten in diese Spannungen platzte der Faschingsdienstag des Jahres 1826.

Ohne Anmeldung bei der Lokalpolizeibehörde formierte sich am 7. Februar ein Zug aus 20 bis 25 Bürgersöhnen und Handwerksburschen. Gegen drei Uhr zog der „ganze Schwarm“, wie Seybold später schrieb, ins Schwanenwirtshaus, von dort über den Markt und die Brücke in die Vordere Vorstadt zum Goldenen Löwen. Kreischende, „verstimmt disharmonische“ Instrumente kündigten das Kommen an, begleitet von einer Horde lärmender Kinder.

Eine Stunde später ging es unter lautem Getöse zurück in die Stadt, am gräflichen Schloss vorbei zum Hirschenwirtshaus. Für Bürgermeister Seybold war das Maß erreicht. Einen solchen „ordnungswidrigen, allen Anstand ausschließenden“ Aufzug könne er nicht dulden, notierte er. Er schickte den Polizeidiener Pöbel mit der klaren Ansage, man möge sich ruhig ins Wirtshaus begeben und Lärm auf der Straße unterlassen – andernfalls drohe Arrest.

Die Reaktion fiel anders aus. Statt Nachachtung brach der Haufen in brüllendes Gelächter aus, verhöhnte den Polizeidiener, schnitt Grimassen und steigerte das Gejauchze zu einem „wehrhaft tumultarischen Geschrei“. Neugierige strömten zusammen. Das polizeiliche Ansehen, so klagte Seybold, sei mit frivolem Übermut mit Füßen getreten worden. Jeder weitere Schritt hätte nur zu „folgereichsten ärgerlichsten Tätlichkeiten“ geführt.

In dieser Lage ließ Seybold mündlich Bericht erstatten und bat um höhere Einschreitung beim gräflichen Herrschaftsgericht. Doch von dort kam eine ganz andere Botschaft. Gerichtsdiener Friedrich Wiesner ließ im Auftrag des Regierungsrats Bunte ausrichten, die Leute sollten sich nur recht vergnügen. Daraufhin trank der Zug unter Schall und Getöse auf die Gesundheit des Herrn Regierungsrats.

Unterstützung durch die dem Herrschaftsgericht unterstellte Gendarmerie blieb aus. Das bunte Treiben verlagerte sich in die Wirtshäuser und dauerte bis spät in die Nacht. Seybold beschwerte sich beim Herrschaftsgericht und beim Königlichen Bezirksamt über das Verhalten von Gerichtsrat Bunte.

Was bleibt, ist mehr als eine launige Episode. Der Vorfall zeigt, wie sehr es in jener Zeit um Zuständigkeiten, Autorität und das Selbstverständnis der Stadt ging. Zwischen Rathaus und Herrschaftsgericht prallten unterschiedliche Auffassungen aufeinander – und der Fasching wurde zur Bühne eines handfesten Kompetenzstreits.

So erinnert der wilde Faschingsdienstag von 1826 daran, dass närrische Tage in Pappenheim nicht nur ausgelassene Freude, sondern mitunter auch politischen Zündstoff mit sich brachten. Und dass selbst kreischende Instrumente und fröhliche Handwerksburschen ihren Platz in der Pappenheimer Stadtgeschichte haben.

Das Titelfoto entstand bei einem Pappenheimer Rosenmontagszug in den 1950er Jahren.




Geburtstagsgeschenk vom Stadtrat überreicht

Einen besonderen Moment hielt die jüngste Sitzung des Pappenheimer Stadtrates am 12. Februar 2026 bereit. Bürgermeister Florian Gallus nutzte die Zusammenkunft, um Stadtrat Jürgen Weizinger aus Übermatzhofen noch einmal offiziell zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren und ihm im Namen aller Kolleginnen und Kollegen die besten Wünsche zu überbringen.

Es ist im Gremium eine schöne Tradition, zu runden Geburtstagen zusammenzulegen. Die Sitzungsgelder werden in solchen Fällen gesammelt, um dem Jubilar eine gemeinsame Aufmerksamkeit zu überreichen. Auch diesmal kam so ein „Flachgeschenk“ zustande, das Bürgermeister Gallus mit anerkennenden Worten überreichte.

Jürgen Weizinger weiß bereits, wofür er die Zuwendung verwenden möchte. Ein Brotbackofen soll angeschafft werden und einen Teil des Betrags will für Übermatzhofener Dorfgemeinschaft spenden und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen.




Turnhallensanierung in Pappenheim kurz vor der Zielgeraden

Es war eine Versammlung mit Gewicht. Und mit einer Entscheidung, die für den Turnverein 1861 Pappenheim von großer Tragweite ist. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben gut 30 Mitglieder dem Darlehensangebot der Sparkasse Mittelfranken Süd zugestimmt. Damit ist der Verein seinem Ziel, die vereinseigene Turnhalle wieder nutzen zu können, ein entscheidendes Stück nähergekommen. Die Ausschreibung der Bauarbeiten soll, so der aktuelle Fahrplan, Ende Februar 2026 erfolgen.

Zu Beginn der Versammlung begrüßten die beiden Vorstände Timo Ernst und Julian Sattler die Mitglieder und machten noch einmal deutlich, weshalb Handlungsbedarf besteht. Das Dach der Turnhalle ist einsturzgefährdet. Wie mehrfach berichtet, haben sich die Dachlasten verschoben und drücken seitlich auf die Außenwände. Die Folgen sind deutlich sichtbar. Risse und Senkungen von bis zu 30 Zentimetern im Dachgebälk sind entstanden. Im April 2026 werden es zwei Jahre sein, dass die Halle nicht mehr genutzt werden kann.

Trotz dieser einschneidenden Situation ist es dem Verein gelungen, den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten. In alternativen Sportstätten wurde trainiert und organisiert, was möglich war. Doch das Ziel blieb stets klar. Die Rückkehr in die eigene Halle.

Nach unermüdlicher und akribischer Arbeit der Vorstandschaft, insbesondere der Kassenwartin Regine Halbmeyer, konnte nun ein tragfähiges Finanzierungskonzept erarbeitet werden. Der letzte und entscheidende Baustein war nun die Bereitstellung eines Bankkredits in Höhe von 490.000 Euro. Der Verein hatte hierfür die drei ortsansässigen Banken angefragt und von zwei Banken konkrete Angebote erhalten.

Der Kredit dient der Zwischenfinanzierung, bis die in Aussicht gestellten Fördergelder ausgezahlt werden. Allerdings war die Kreditbereitschaft der Banken an eine klare Bedingung geknüpft. Gefordert wurde eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 300.000 Euro. Diese Bürgschaft hat die Stadt Pappenheim übernommen und damit den Weg für die Finanzierung geebnet.

Eine zentrale Rolle spielte dabei Stadtrat Marcus Wurm, der den Verein engagiert und mit fachlicher Kompetenz beratend begleitet. In der Versammlung erläuterte Wurm die Darlehensangebote der beiden Banken im Detail. Er wies darauf hin, dass der Kredit angeboten wurde, wobei ein Betrag in Höhe von 190.000 Euro ohne Sicherung bleibt. Die Laufzeit der Zwischenfinanzierung ist bis Ende des Jahres 2028 vorgesehen. Zurückgezahlt werden soll das Darlehen mit den zugesagten Fördergeldern.

Dabei verschwieg Marcus Wurm auch die Risiken nicht. Mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Entwicklungen sagte er, dass beispielsweise aufgrund der finanzpolitischen „Großwetterlage“ die Zinsen explodieren könnten. Sollte der Verein in einem solchen Fall die Raten nicht mehr bedienen können, drohe im schlimmsten Fall die Zwangsversteigerung der Turnhalle. Zugleich warb er dafür, nicht vom Schlimmsten auszugehen und positiv zu denken. Deutlich formulierte er aber auch „ohne Risiko für den Verein geht es nicht“.

Nach Abwägung aller Aspekte fasste die Mitgliederversammlung schließlich einen klaren Beschluss. Einstimmig wurde entschieden, das Darlehensangebot der Sparkasse Mittelfranken Süd anzunehmen.

Wie es nun weitergeht, erläuterte Marcus Wurm nach Rücksprache mit dem Architekten Clemens Frosch. Das Projekt Turnhallensanierung liege im Zeitplan. Die Prüfstatik stehe kurz vor dem Abschluss. Ende Februar 2026 soll die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen.

Die derzeit veranschlagte Bausumme beläuft sich auf 777.000 Euro. Timo Ernst stellte den Mitgliedern hierzu eine detaillierte Kostenaufstellung vor und machte transparent, wie sich die Summe zusammensetzt.

Am Ende der Versammlung wurde deutlich, welch langen und dornigen Weg die Verantwortlichen bereits zurückgelegt haben. Was anfangs nahezu aussichtslos erschien, ist nun greifbar nah. Die Turnhallensanierung steht, so der Tenor des Abends, kurz vor der Zielgeraden. Für den Turnverein 1861 Pappenheim ist es ein wichtiger Schritt zurück in die eigene Halle – und ein starkes Signal für den Zusammenhalt im Verein und in der Stadt.

Rat und Unterstützung von ehrenamtlichen Experten gesucht
Gerade in der nun anstehenden Bauphase setzt der Turnverein 1861 Pappenheim weiterhin auf Transparenz, Sachverstand und ein gutes Miteinander. In Ergänzung zur Arbeit des beauftragten Architekten Clemens Frosch wäre es für die Vorstandschaft eine wertvolle Unterstützung, wenn sich fachlich versierte Bauexperten aus der Region mit ihrem Rat und ihrer Erfahrung einbringen würden. Ziel ist es ausdrücklich nicht, bestehende Planungen in Frage zu stellen, sondern den eingeschlagenen Weg mit zusätzlicher Expertise konstruktiv zu begleiten und mögliche Herausforderungen frühzeitig im Blick zu behalten. Wer über entsprechende Kenntnisse verfügt und bereit ist, den Verein in dieser entscheidenden Phase ehrenamtlich zu unterstützen, ist eingeladen, auf die Vorstandschaft zuzugehen. Jede fachliche Rückmeldung kann dazu beitragen, dass die Turnhalle in Pappenheim auf ein dauerhaft solides Fundament gestellt wird.




Einladung zum besonderen Ostererlebnissen

Die Evangelischen Jugenden der Dekanate Pappenheim, Gunzenhausen und Weißenburg in den Landkreisen Eichstätt und Weißenburg Gunzenhausen machen in den kommenden Osterferien zwei Angebote, die Gemeinschaft und Glauben auf unterschiedliche Weise erlebbar machen. Für beide Veranstaltungen sind derzeit noch Plätze frei.

Eine Reise führt vom 29. März bis 5. April 2026 ins französische Taizé. Eingeladen sind junge Erwachsene ab 18 Jahren, nach Rücksprache ist eine Teilnahme auch für etwas Jüngere möglich. Die Woche steht im Zeichen internationaler Begegnungen, meditativer Gesänge und des Austauschs über Fragen des Glaubens. Das gemeinsame Osterfest in Taizé wird von vielen Teilnehmenden als besonders prägend beschrieben. Die Kosten liegen bei etwa 200 bis 250 Euro. Anmeldeschluss ist der 20. Februar unter ej-altmuehlfranken.de termine.

Für Kinder der zweiten bis fünften Klasse gibt es vom 6. bis 10. April 2026 eine Osterfreizeit in Stockheim. Unter dem Thema Tiere in der Bibel erwartet die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit Geschichten, Spielen, Kreativaktionen und viel gemeinsamer Zeit. Die Teilnahme kostet 150 Euro.

Für beide Angebote gilt, dass die letzten Plätze noch verfügbar sind. Eine Anmeldung ist bis Ende Februar unter:  https://ej-altmuehlfranken.de/termine/




Glaskugel, Gaudi und klare Worte im Pappenheimer Rathaus

Seit mehr als einem halben Jahrhundert besuchen am „Unsinnigen Donnerstag“ die Frauen des Pappenheimer Weiberfaschings den Pappenheimer Stadtrat. Zu diesem Ereignis wurde die Sitzung wie jedes Jahr vom Bürgersaal im Haus des Gastes in den historischen Rathaussaal verlegt.In diesem Jahr, gut drei Wochen vor der Kommunalwahl, waren es 15 Wahrsagerinnen zusammen mit ihrem Stimmungsmusikanten Jörg Felsner, die den Rathaussaal stürmten und dem Stadtrat nach einem Blick in die Glaskugel so manches zu erzählen hatten. Auch einen ganzen Parcours an Geschicklichkeits- und Wissenstests hatte der Stadtrat zu bestehen.

In diesem Jahr hatte man an alles gedacht, und so war neben medizinischem Personal auch die Generalität des Pappenheimer Weiberfaschingsvor Ort, die ein wachsames Auge auf das närrische Treiben im Rathaussaal hatte.

Nachdem Bürgermeister Gallus von seinem Chefsessel entführt und als Zauberer verkleidet zurückgebracht worden war, brachte Barbara Mürl, assistiert von Esmeralda (Britta Schober), nach einem Blick in die Glaskugel so manches vor, was die Pappenheimer bewegte.

In ihrem diesjährigen Faschingsauftritt nahmen die „Wahrsagerinnen“ des Pappenheimer Weiberfaschings den Stadtrat mit auf eine augenzwinkernde Reise durch Vergangenheit und Zukunft Pappenheims. In Reimform blickten sie auf die großen und kleinen Themen des Jahres und ließen dabei auch deutliche Akzente nicht aus.

Die Suche nach Lösungen im Rathaussaal

In der Glaskugel erschien zunächst der Bürgermeister mit der Feststellung: „Es gibt nur drei Themen in diesem Rat“, woraufhin Kinder, Kläranlage und Kanal humorvoll als Dauerbrenner identifiziert wurden. Deutlich wurde der Appell mit Blick auf das weiterhin leerstehende Georg-Nestler-Haus, denn: „So wird in der Zukunft Altwerden in Pappenheim schwer.“ Auch die Entwicklungen in den Planungsgebieten Pappenheim Nord, in Neudorf II und im Gründlein Geislohe wurden aufgegriffen, inklusive der Diskussion mit dem Landratsamt, bei der aus dem Rat zu hören war: „Wir sind hier nicht zu träumen.“ Kritische Töne fanden sich beim Zustand mancher Gebäude im Stadtgebiet sowie beim Professorium, für die einsturzgefährdeten Mauer am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg. Der Vitalitätscheck und der schleppende Umgang mit Bürokratie wurden ebenso thematisiert wie der nun startende Glasfaserausbau, zu dem der zweite Bürgermeister im Rat zitiert wurde: „Mit Planung und Arbeit haben wir viel Zeit verbracht. Vom Juni 2024 bis heute gesehen – Glasfaser muss nun endlich bestehen.“ Neben politischen Inhalten würdigten die Wahrsagerinnen auch das Gemeinschaftsleben und lobten die gelungene Zusammenarbeit bei der BR-Radltour.

Als Neuling im Stadtrat begrüßten die Wahrsagerinnen Adelheid Wenninger und überreichten ihr, wegen ihrer noch kurzen Amtszeit eine provisorische Narrenkappe.

Von den anwesenden Ratsmitgliedern werden im kommenden Stadtrat Christa Seuberth, Karl Satzinger und Mattias Strobl nicht mehr vertreten sein. Sie erhielten die traditionelle „Ente für Ausscheider“, die zur lebenslangen Teilnahme an der Faschingssitzung im Pappenheimer Stadrat berechtigte.

Die Prüfungen in diesem Jahr für die vier zusammengelosten Gruppen waren wieder mit viel Ideenreichtum ausgedacht. So war mit Spielkarten Wohnungsbau zu betreiben, Seifenblasen mussten gefangen und der gordische Knoten gelöst werden. Auch als „Kartenschieber“ mussten sich die Ratsmitglieder bewähren.

Jörg Felsner hielt mit seinem Akkordeon die Stimmung ständig mit dem Weiberfaschingshit und anderen Faschingsliedern am Leben. Mit sicherem Gespür für Tempo und Takt begleitete er die Wortbeiträge der Wahrsagerinnen, setzte musikalische Akzente und sorgte mit schwungvollen Zwischenspielen immer wieder für neuen Schwung im Saal. Ob Schunkelrunde oder Mitsingpassage – Jörd Felsner hatte das Publikum fest im Griff und trug wesentlich zur ausgelassenen Atmosphäre im historischen Rathaussaal bei.

Das Abschlusslied war diesmal auf die Melodie des ABBA-Songs „Gimme! Gimme! Gimme!“ gereimt und führte im Text auf Pizza und ins Bräustüberl hin. Mit einem bunten Zug ging es schließlich zum Weiterfeiern ins „Bräu“, wo bis nach Mitternacht getanzt, gelacht und Gaudi gemacht wurde.




Pappenheim feiert Fasching in der Altstadt

Am unsinnigen Donnerstag hat in der Pappenheimer Altstadt wieder das närrische Treiben Einzug gehalten. Rund 100 Kinder aus den Pappenheimer Kindergärten versammelten sich zunächst auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses. Dort wurde geschunkelt, gelacht und sich auf den gemeinsamen Zug eingestimmt. Kleine Käfer, Pilze, Zwerge, Feuerwehrmänner und Polizisten sorgten schon beim Auftakt für ein farbenfrohes Bild. Beteiligt haben bei dem bunten Treiben die Kindergärten
„St. Martin“ und „Unterm Regenbogen“.

Von dort aus setzte sich die bunte Schar in Bewegung. Auf dem Marktplatz wurden die jungen Närrinnen und Narren von Bürgermeister Florian Gallus sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung herzlich empfangen. Ein Bonbonregen ließ die Kinderaugen leuchten. Für die erwachsenen Begleitpersonen standen Sekt und Orangensaft bereit. Zu bekannten und aktuellen Faschingshits zog die fröhliche Gruppe singend und tanzend weiter durch die Deisingerstraße. Die ansässigen Geschäfte zeigten sich dabei großzügig und verteilten Süßigkeiten, Popcorn und sogar frische Faschingskrapfen.

Am Ende der Deisingerstraße löste sich der Zug schließlich auf. Zuvor bedankte sich Karin Liebald, Leiterin des Kindergartens St Martin, ausdrücklich bei Polizei und Feuerwehr für die Begleitung und die verlässliche Absicherung des Zuges.




Glasfaserausbau in Pappenheim nur mit Vertrag

Seit Montag, 9.Februar 2026 werden in der Pappenheimer Kernstadt sogenannte Informationsgespräche zum geplanten Glasfaserausbau angeboten. Dabei zeigt sich immer wieder, dass das Interesse groß ist – und die Verunsicherung mitunter ebenso. Viele Bürgerinnen und Bürger stellen ähnliche Fragen, etwa zu Kosten, Fristen oder zur Förderfähigkeit einzelner Adressen.

Die Stadt Pappenheim hat deshalb reagiert und die wichtigsten Punkte gebündelt. Auf der Internetseite der Stadt wurden ausführliche und allgemein verständliche FAQs veröffentlicht, die den aktuellen Stand rund um den Glasfaserausbau in der Kernstadt sowie in den Grafendörfern darstellen.

Die Ausführen der Stadt Pappenheim finden Sie hier …

https://pappenheim.de/stadt-ortsteile/aktuelles/breitbandausbau/

Darin wird unter anderem erläutert, weshalb zwischen Kernstadt und Ortsteilen unterschieden wird. Hintergrund sind unterschiedliche Förderkulissen. Nicht jede Adresse ist förderfähig, die Voraussetzungen hierfür legt der Gesetzgeber im Rahmen einer sogenannten Markterkundung fest. Die Stadt selbst hat darauf keinen Einfluss.

Für die Kernstadt Pappenheim gilt derzeit klar: Ein kostenloser Hausanschluss ist nur in Verbindung mit einer Tarifbuchung möglich. Wird der Glasfaseranschluss nicht bis etwa Mitte 2026 beauftragt, fällt bei einem späteren Anschluss eine Investitionszuschusspauschale in Höhe von aktuell 999,95 Euro zusätzlich zu den Tarifkosten an.

Ein weiterer Punkt, der viele beschäftigt: Derzeit können Glasfasertarife ausschließlich direkt über die Telekom gebucht werden. Andere Anbieter wie etwa 1&1 sollen voraussichtlich in den kommenden Jahren folgen. Wer die genannte Pauschale vermeiden möchte, muss aktuell einen Tarif bei der Telekom abschließen und kann diesen nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gegebenenfalls wechseln.

In den Ortsteilen Göhren und Neudorf sind alle Anwesen förderfähig. Dort ist ein kostenloser Hausanschluss auch ohne Tarifbuchung möglich, ein unmittelbarer Handlungsbedarf für Eigentümer besteht aktuell nicht. Im Ortsteil Geislohe wiederum ist die Förderfähigkeit nur teilweise gegeben. Für bestimmte, in der Übersicht aufgelistete Adressen ist der Hausanschluss ebenfalls ohne Tarifbuchung kostenfrei, für andere gilt – wie in der Kernstadt – die Regelung mit Tarifabschluss .

Der Ausbau in der Kernstadt soll nach derzeitiger Planung im April 2026 starten. In den Grafendörfern ist der Ausbau ebenfalls für 2026 vorgesehen, ein konkreter Termin steht dort noch nicht fest.

Die vollständigen FAQs mit weiterführenden Informationen, Kontaktdaten sowie Hinweisen zum Förderverfahren sind auf der Homepage der Stadt Pappenheim abrufbar unter

https://pappenheim.de/stadt-ortsteile/aktuelles/breitbandausbau/




Pappenheim und die neue Grundsteuer

Die Anpassung der Grundsteuerhebesätze für das Jahr 2026 hat in den vergangenen Wochen für zahlreiche Rückfragen und Gesprächsbedarf gesorgt. Auf mehrfachen Wunsch aus der Bürgerschaft erfolgt die Veröffentlichung der Hintergründe nun nachträglich auch im Pappenheimer Skribent, um die Entscheidungsfindung des Stadtrates transparent nachzuzeichnen.

Hintergrund ist die bundesweite Grundsteuerreform, deren Umsetzung auch die Stadt Pappenheim vor erhebliche Herausforderungen stellt. Bereits für das Haushaltsjahr 2025 hatte der Stadtrat die Hebesätze so angepasst, dass das Steueraufkommen insgesamt möglichst aufkommensneutral bleibt. Diese Zielsetzung erwies sich jedoch als schwierig, da die vom Finanzamt neu festgesetzten Grundsteuermessbeträge teils stark von den bisherigen Werten abweichen und bis heute noch nicht für alle Grundstücke vorliegen.

Die Stadtverwaltung ist bei der Erhebung der Grundsteuer strikt an diese Messbescheide gebunden und hat keinen Einfluss auf die individuelle Bewertung einzelner Grundstücke. Infolge der Anpassung der Hebesätze im Jahr 2025 sanken die Grundsteuereinnahmen der Stadt von ursprünglich rund 600.000 Euro auf etwa 500.000 Euro jährlich. Vor diesem Hintergrund empfahl die Verwaltung, gegenzusteuern, um weitere Einnahmeausfälle zu vermeiden.

Der Stadtrat beschloss daher in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2025 einstimmig die neuen Hebesätze für das Jahr 2026. Diese sehen für die Grundsteuer A einen Hebesatz von 600 Prozent vor, bislang lag dieser bei 450 Prozent. Der Hebesatz für die Grundsteuer B wurde von 180 auf 215 Prozent angehoben. Sollte sich in den kommenden Jahren durch noch ausstehende Bewertungen wieder ein höheres Steueraufkommen ergeben, schloss der Stadtrat eine erneute Anpassung ausdrücklich nicht aus.

In der Sitzung wurde zudem betont, dass die vielfach empfundene Unzufriedenheit nicht auf kommunale Entscheidungen zurückzuführen sei. Als Ursache für die aktuelle Situation wurde vielmehr die Finanzverwaltung des Landes benannt. Aufkommensneutralität bedeute dabei nicht, dass jeder einzelne Grundstückseigentümer gleich belastet werde, sondern dass die Gesamteinnahmen der Kommune stabil bleiben.

 




Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 9 bei Pappenheim

Zu einem Verkehrsunfall kam es am frühen Montagabend, 9. Februar 2026, auf der Kreisstraße 9 zwischen Langenaltheim und Pappenheim. Eine 19-jährige Autofahrerin aus Langenaltheim war mit ihrem Pkw in Richtung Pappenheim unterwegs, als sie aus bislang ungeklärter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Beim Versuch gegenzulenken verlor die junge Frau die Kontrolle über ihr Fahrzeug. In der Folge geriet der Pkw nach links von der Straße und prallte dort gegen einen Baum. Die Fahrerin zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Vorsorglich wurde sie zur weiteren Behandlung in das Klinikum Altmühlfranken gebracht.

Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro. Die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen war im Einsatz, um ausgelaufenes Öl zu binden und die Unfallstelle abzusichern.