Drei Tage Festprogramm zum 170-jährigen Jubiläum des MRK in Pappenheim

Der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) feiern von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, ihr 170-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erwartet die Besucher auf dem Festplatz „Auf der Lach“ ein abwechslungsreiches Programm mit offiziellen Feierlichkeiten, musikalischen Highlights, einem Gottesdienst, einem Bauernmarkt sowie weiteren Veranstaltungen für die gesamte Bevölkerung. Das Jubiläum steht zugleich im Zeichen des Bezirksreservistentages Mittelfranken.

Der MRK blickt auf eine 170-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde er am 22. September 1856 als Veteranen- und Kriegerverein. Heute versteht sich die Gemeinschaft als moderner Verein, der Traditionspflege, Kameradschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet. Neben dem Schießsport und der Pflege und Wartung zweier Salutkanonen beteiligt sich der Verein regelmäßig am öffentlichen Leben in Pappenheim und wirkt seit Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen mit.

Feierlicher Auftakt am Freitag
Den Auftakt bildet am Freitagabend ein Festabend der Vereine. Erwartet werden zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Militär und Gesellschaft. Unter anderem haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der Schirmherr des Jubiläums Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein, Landrat Markus Gläser, Prinz Stanislaus von Bayern als Vertreter des Hauses Wittelsbach sowie Generalmajor a.D. Norbert Wagner ihr Kommen angekündigt.

Neben Ehrungen und Grußworten steht auch die Verleihung von Fahnenbändern auf dem Programm. Musikalisch eingerahmt wird der Abend von der Reservisten Big Band Baden-Württemberg.

Musikalischer Spaziergang und Festgottesdienst am Samstag
Der Samstag beginnt mit einem musikalischen Spaziergang durch die Pappenheimer Altstadt. Begleitet wird dieser von der Feuerwehrkapelle Langenaltheim. Startpunkt ist das Denkmal von Gottfried Heinrich in der Graf-Carl-Straße. Auf dem Weg zum Festzelt sind mehrere musikalische Stationen vorgesehen.

Anschließend folgt ein Festgottesdienst mit dem Pappenheimer Pfarrer Robert Rapljenovic sowie Pfarrer Wiendl von der Evangelischen Militärseelsorge am Bundeswehrstandort Neuburg. Dabei wird eine sogenannte Henkelmesse gefeiert, eine in der Region eher seltene Form des Gottesdienstes.

Parallel dazu findet auf dem Festgelände von 10 bis 16 Uhr eine Bauernmarktmeile statt, die zum Bummeln und Verweilen einlädt.

Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumswochenendes ist am Samstagnachmittag die Festrede des Bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. In diesem Rahmen soll dem Verein das Fahnenband des Freistaates Bayern überreicht werden.
In seinem Grußwort in der Vereinschronik würdigt Aiwanger die über viele Generationen gewachsene Vereinsgeschichte und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Der Verein habe sich über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt und zugleich seine Wurzeln bewahrt.

Am Abend wird es mit einem Open Air Auftritt der Dorfrocker einen weiteren Höhepunkt des Festwochenendes geben.

Schafkopfturnier und Seniorennachmittag am Sonntag
Am Sonntag startet das Programm mit einem Schafkopfturnier. Danach stehen ein Mittagstisch sowie musikalische Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim auf dem Programm.

Ab 14 Uhr lädt der Verein außerdem zu einem Seniorennachmittag ins Festzelt ein. Die Veranstaltung wird vom Jubelverein in Eigenregie organisiert und soll älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit zu einem geselligen Nachmittag bei Blasmusik bieten.

Der ursprünglich beantragte Zuschuss der Stadt für den Seniorennachmittag wurde nach Angaben des Vereins nicht bewilligt. Der Militärverein führt dies Veranstaltung für Seniorinnen und Senoren dennoch in eigener Regie durch. Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen kann das Angebot mit freiem Bustransfer, Freibier und einer Mahlzeit jedoch nicht im bisherigen Umfang erfolgen. Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen werden für 2,50 Euro angeboten

Einladung an Alle
Mit dem Jubiläumswochenende möchte der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim nicht nur auf seine lange Geschichte zurückblicken, sondern auch die Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern sichtbar machen. Das Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Feierlichkeiten mitzuerleben, historische Traditionen kennenzulernen und gemeinsam einige gesellige Stunden auf dem Festplatz zu verbringen.

Die Veranstaltungen sind öffentlich. Besucher aus Pappenheim und der gesamten Region sind eingeladen, am Festwochenende teilzunehmen und das 170-jährige Bestehen des traditionsreichen Vereins mitzufeiern. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Titelbild: Plakatausschnitt MRK Pappenheim

Das Festprogramm im Überblick

Veranstaltungsort: Auf der Lach in Pappenheim

Freitag, 31. Juli 2026 ab 19:oo Uhr

        • Ab 19:00 Abend der Vereine und der Bevölkerung
        • Grußwort von Staatsminister Joachim Herrmann und weiterer Ehrengäste
        • Unterhaltung mit der Reservisten Bigband Baden-Württemberg

Samstag, 1. August 2026

        • 09:00 Uhr Musikalischer Spaziergang durch die Altstadt
        • 30 Uhr: Gottesdienst als Henkelmesse (mit Ausschank) im Festzelt
        • 00 Uhr: Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
        • Bauernmarktmeile zum Schlemmen und Einkaufen
        • 30 Uhr: Open-Air-Konzert mit den Dorfrockern, Einlass 18:30 Uhr

Sonntag, 2. August 2026

        • 00 Uhr: Großes Schafkopfturnier im Festzelt
          1.
          Preis: 600 Euro
          2.
          Preis: 400 Euro
          Startgeld: 15 Euro
        • anschließend Mittagstisch
        • ab 13:00 Uhr: Zünftige Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim

 




Anwohner und Bauausschuss beraten über den Ausbau der Charlotte-Nestler-Straße in Pappenheim

Seit fast einem Jahrzehnt beschäftigt der Ausbau der Charlotte-Nestler-Straße den Pappenheimer Stadtrat. Nachdem bereits 2018 ein Grundsatzbeschluss für den Vollausbau der rund 350 Meter langen Straße gefasst worden war, nahm der Stadtrat das Thema am 26. März dieses Jahres erneut auf. Damals wurde beschlossen, den Bauausschuss zu beauftragen, gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort die sinnvollste Ausbauvariante zu beraten und dem Stadtrat eine Empfehlung vorzulegen.

Genau dieser Auftrag stand nun im Mittelpunkt der ersten Sitzung des neu gebildeten Bauausschusses am 29.06.2026. Statt im Sitzungssaal begann die Beratung direkt in der Charlotte-Nestler-Straße. Rund zehn Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihre Anregungen und Bedenken unmittelbar einzubringen. Unterstützt wurde die Besichtigung von Reinhard Vulpius vom Ingenieurbüro VNI, der die planerischen Grundlagen sowie die verschiedenen Ausbauvarianten erläuterte.

Variante 3 bleibt die bevorzugte Lösung
Bereits zu Beginn der Beratung zeichnete sich ab, dass die sogenannte Variante 3 weiterhin die Grundlage der weiteren Planungen bilden soll. Diese war bereits 2018 vom Stadtrat beschlossen worden und wird auch weiterhin vom Ingenieurbüro empfohlen. Sie bietet nach Auffassung der Planer den besten Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Parkmöglichkeiten und den örtlichen Gegebenheiten.

Der vorgesehene Regelquerschnitt sieht vor:

Gehweg 1,30 Meter
Parkstreifen 1,80 Meter
Fahrbahn 4,25 Meter
gegenüberliegender Gehweg beziehungsweise Notgehweg rund 1,0 Meter

Nach Einschätzung des Ingenieurbüros genügt die Fahrbahnbreite weiterhin dem Begegnungsverkehr zweier Pkw bei angepasster Geschwindigkeit. Gleichzeitig vermindere der Querschnitt dieser Ausbauvariante das Risiko, dass Oberflächenwasser auf angrenzende Grundstücke läuft. Auch die vorgesehenen Längsparkplätze entsprächen dem heutigen Parkverhalten.

Die Fahrbahn der Charlotte-Nestler-Straße soll wie bisher mit einer Asphaltoberfläche ausgeführt werden. Zur Abgrenzung des Gehwegs ist ein drei Zentimeter hoher Granitbord vorgesehen, der den Straßenraum optisch gliedert, ohne eine größere Barriere zu bilden. Der Parkstreifen und der Gehweg sollen mit Betonpflaster gestaltet werden.

Gehweg kann die Straßenseite wechseln
Lebhaft diskutiert wurde während des Ortstermins insbesondere die Anordnung der Gehwege. Aus der Anwohnerschaft kam der Vorschlag, den 1,30 Meter breiten Gehweg nicht wie bislang geplant auf der Bergseite, sondern auf die Talseite zu verlegen.

Zur Begründung wurde angeführt, dass Fußgänger entlang der hohen Mauern auf der Bergseite schon heute kaum unterwegs seien. Stattdessen werde überwiegend die gegenüberliegende Straßenseite genutzt. Planer Reinhard Vulpius sowie Bürgermeister Florian Gallus zeigten sich für diese Anregung offen. Ein solcher Wechsel sei ohne Auswirkungen auf die Gesamtplanung möglich.

Ebenfalls angesprochen wurde die vorgesehene Begrünung. Dabei bestand unter den Beteiligten Einigkeit, dass zusätzliche Bäume zwar das Straßenbild aufwerten könnten, dies jedoch nicht zulasten dringend benötigter Parkflächen gehen sollte.

Ausbau umfasst weit mehr als die Straße
Deutlich wurde bei der Vorstellung der Planungen auch, dass der eigentliche Straßenbau nur einen Teil des Gesamtprojektes ausmacht. Voraussetzung für den Ausbau ist zunächst die Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur.

So soll entlang der gesamten Charlotte-Nestler-Straße ein neuer Regenwasserkanal entstehen. Er soll insbesondere bei Starkregen die großen Wassermengen aufnehmen, die vom Zimmerer Berg über den Bereich Dreilinden auf die Straße fließen. Das Regenwasser wird anschließend über die Bürgermeister-Oppel-Straße und den Helmut-Gollwitzer-Weg in Richtung Altmühl abgeleitet.

Im nördlichen Abschnitt ist darüber hinaus ein Anschlusskanal erforderlich. Über ihn soll künftig auch das Abwasser aus den Grafendörfern, das durch das Göhrener Tal verläuft, in Richtung Bürgermeister-Oppel-Straße geführt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Wasserleitung im gesamten Ausbaubereich vollständig zu erneuern.

Einbezogen in die Baumaßnahmen ist auch die Sanierung der Treppenanlage im südlichen Planungsbereich, welche die Charlotte -Nestler-Straße und die Bürgermeister-Oppel-Straße verbindet. „Diese Treppe widerspricht allen Sicherheitsregeln“, erklärte Reinhard Vulpuis dem Bauausschuss.

Fertigstellung frühestens 2029
Nach dem derzeitigen Planungsstand würden nach einem endgültigen Beschluss zunächst im Laufe des Jahres 2026 die Planunterlagen überarbeitet, die Kosten aktualisiert und die Ausschreibungen vorbereitet. Für 2027 wären der Bau der Abwasseranlagen und die Erneuerung der Wasserleitung vorgesehen. Die eigentlichen Straßenbauarbeiten könnten im günstigsten Fall 2028 beginnen und 2029 abgeschlossen werden. Für die Anlieger bedeutet dies nach Einschätzung des Ingenieurbüros eine Bauzeit von rund zwei Jahren mit teilweise erheblichen Beeinträchtigungen der Anwohner.

Bürgermeister Gallus machte allerdings deutlich, dass dieser Zeitplan unter dem Vorbehalt der finanziellen Möglichkeiten der Stadt steht. Maßgeblich sei letztlich die jeweilige Haushaltsplanung.

Kosten werden voraussichtlich steigen
Die derzeit vorliegenden Kostenberechnungen stammen noch aus dem Jahr 2018 und dürften angesichts der Preisentwicklung inzwischen deutlich höher ausfallen.

Damals wurden für den Straßenbau rund 985.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen etwa 520.000 Euro für den Kanalbau in der Charlotte-Nestler-Straße sowie rund 217.000 Euro für die erforderlichen Arbeiten in der Bürgermeister-Oppel-Straße. Im Zuge der weiteren Planung sollen diese Zahlen aktualisiert werden.

Einstimmige Empfehlung an den Stadtrat
Am Ende der Vor-Ort-Beratung sprach sich der Bauausschuss im Sitzungssaal einstimmig dafür aus, dem Stadtrat weiterhin die bereits 2018 beschlossene Variante 3 als Ausbaugrundlage zu empfehlen. Gleichzeitig soll jedoch die Anregung aus der Bürgerschaft in die Beschlussempfehlung aufgenommen werden, den breiteren Gehweg auf die gegenüberliegende Straßenseite zu verlegen. (Von der Beckstraße aus gesehen links statt rechts).

Damit wurde deutlich, dass die Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner nicht nur ein formaler Schritt war. Mehrere Hinweise aus der Bürgerschaft flossen unmittelbar in die weiteren Überlegungen ein – ganz im Sinne des Auftrags, gemeinsam vor Ort nach der für alle Beteiligten bestmöglichen Lösung zu suchen.

 




Sommerfilm in Pappenheim auf der Remise

Der Kunst- und Kulturverein K14 lädt am Samstag, 4. Juli, um 20 Uhr wieder zum traditionellen Sommerfilm auf die Remise in der Klosterstraße 14 in Pappenheim ein. In stimmungsvoller Atmosphäre erwartet die Besucher ein ebenso ruhiger wie berührender Filmabend.

Im Mittelpunkt des Films steht der Rentner Alvin Straight, der sich ohne Führerschein mit seinem Rasenmäher auf eine rund 500 Kilometer lange Reise durch die amerikanische Provinz macht. Sein Ziel ist der Besuch seines schwer erkrankten Bruders, mit dem ihn eine lange Zeit des Schweigens verbindet. Die ungewöhnliche Fahrt wird zu einer Reise durch Erinnerungen, Gedanken und Begegnungen mit Menschen, die seinen Weg kreuzen.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und setzt bewusst auf leise Töne statt auf spektakuläre Action. Er erzählt von Versöhnung, Menschlichkeit und den kleinen Begegnungen am Wegesrand. Gerade die entschleunigte Erzählweise macht den Film zu einem besonderen Erlebnis und passt nach Einschätzung des Veranstalters ideal zu einem lauen Sommerabend auf der Remise an der Altmühl.

Der Eintritt ist frei. Der Kunst- und Kulturverein freut sich jedoch über Spenden zur Unterstützung seiner Vereinsarbeit. Für passende Erfrischungen ist gesorgt, sodass einem gemütlichen Filmabend in besonderer Atmosphäre nichts im Wege steht.




Turbulenter Sommerspaß in Pappenheim mit der fliegenden Bruchbude

Wenn die Theatergruppe Pappenheim zur Boarding-Ansage bittet, ist eines garantiert: Dieser Flug wird alles andere als gewöhnlich. Am 25. und 26. Juli verwandelt sich die Remise des K14 in eine ganz besondere Kabine, wenn das Ensemble mit seinem diesjährigen Sommertheater „Die fliegende Bruchbude – Turbulenzen in Takt und Ton“ startet.

Wer die großen Herbstproduktionen der Theatergruppe kennt, darf sich auch diesmal auf beste Unterhaltung freuen. Das Sommertheater ist zwar etwas kompakter und wird mit einem kleineren Ensemble auf die Bühne gebracht, steht den bekannten Aufführungen in Sachen Witz und Spielfreude aber in nichts nach.

Das Publikum begleitet einen Flug von Nürnberg nach Paris, bei dem garantiert nichts nach Plan läuft. Eine schlagfertige Crew, ein Pilot mit ganz eigenen Vorstellungen und jede Menge überraschender Pannen sorgen dafür, dass aus jeder Turbulenz eine Pointe wird. Gesang, Humor und skurrile Situationen wechseln sich in rasantem Tempo ab und versprechen einen ebenso unterhaltsamen wie kurzweiligen Theaterabend.

Für den musikalischen Schwung sorgt in diesem Jahr Annika Eggert, die das Ensemble live begleitet und der spritzigen Komödie eine zusätzliche Portion Charme verleiht.

Die Vorstellungen beginnen am Samstag, 25. Juli, und Sonntag, 26. Juli, jeweils um 19.30 Uhr in der Remise des K14. Der Eintritt ist frei, die Theatergruppe freut sich jedoch über Spenden. Da die Plätze begrenzt sind, gibt es ab dem 1. Juli kostenlose Eintrittskarten in der Tourist-Information. Eine Reservierung ist nicht möglich.

Wer also Lust auf einen humorvollen Sommerabend mit viel Musik, originellen Figuren und einer gehörigen Portion Flugchaos hat, sollte sich rechtzeitig eine Eintrittskarte sichern. Anschnallen ist ausdrücklich erwünscht – denn bei der „Fliegenden Bruchbude“ dürfte kein Auge trocken bleiben.

Titelbild: Plakatausschnitt Theatergruppe Pappenheim

 




Graffiti im Stadtpark Pappenheim: Polizei bittet um Hinweise

Im Unteren Stadtpark in Pappenheim haben Unbekannte am Samstagabend drei Parkbänke und ein Hinweisschild mit Graffiti beschmiert. Die Bänke stehen entlang des Fußwegs zwischen dem Altmühlsteg zur Lach und der Staatsstraße in Richtung Zimmern. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Sachbeschädigung zwischen etwa 21.30 Uhr und 23.30 Uhr.

Der oder die Täter verwendeten magenta- und lilafarbene Sprühfarbe. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 550 Euro geschätzt.

Die Polizei Treuchtlingen bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer den Vorfall beobachtet hat oder Angaben zu den bislang unbekannten Tätern machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 09142 96440 bei der Polizeiinspektion Treuchtlingen zu melden.

Beschmierte Parkbank aus dem Jahre 2024

Bereits im Mai vor zwei Jahren hatte es auf demselben Fußweg solche Schmierereien gegeben. Damals wurde dieselbe oder eine ähnliche Farbe verwendet. Betroffen waren die Parkbänke damlas zwischen EBZ und dem Altmühlsteg.

 




Bieswang startet mit frischem Schwung in die neue Saison

Mit neuem Trainer, vielen motivierten Spielern und klaren Zielen sind die Sportfreunde Bieswang in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit gestartet. Trotz hochsommerlicher Temperaturen überwog zum Trainingsauftakt die Aufbruchsstimmung. Die Rückkehr in die A-Klasse bietet die Chance, sich wieder dauerhaft zu etablieren und gemeinsam den Grundstein für eine erfolgreiche Saison zu legen.

(SFB) Unter der Leitung des neuen Trainers Freddy Störzer haben die Sportfreunde Bieswang die Vorbereitung auf die neue Saison am Freitagabend, 26. Juni, aufgenommen. Dieser konnte erfreulicherweise 22 Spieler begrüßen, dabei auch einige Neuzugänge und ehemalige Spieler, die es vielleicht nochmals unter dem neuen Coach wissen wollen. Es war brütend heiß und von den äußeren Umständen alles andere als einladend. Doch die Spieler bissen sich durch, machten aus den Gegebenheiten das Beste. Zum Einstand gab es nach dem Training auch eine Brotzeit und ein 30 Liter Fass. Freddy Störzers erklärtes Ziel ist, neuen Schwung ins Team zu bringen und die Kameradschaft zu pflegen. „Sie sollen untereinander kommunizieren, ein enges Verhältnis pflegen und sich auch pushen“, so der neue Coach, der dann noch ergänzt: „Ich will soweit kommen, dass man ohne Abstiegsdruck in der A-Klasse bestehen und sich wieder vollends etablieren kann“. Alles Komponenten, die besonders in den unteren Amateurligen oftmals ein Rezept für eine erfolgreiche Zeit waren. „Jetzt steht aber erstmals das Erreichen eines bestimmten Levels in der Grundlagenausdauer auf dem Programm. Die Spieler müssen fit werden“, so der Neudorfer in Reihen der SF Bieswang. Bis zum Saisonstart am 09. August bleibt noch genügend Zeit dafür. In diesem Zeitfenster stehen Vorbereitungsspiele gegen den SV Möhren (zuhause, 08.07., 19 Uhr), beim Ligarivalen VfB Mörnsheim (12.07., 15 Uhr) und drei Spiele im Totopokal in der Woche vom 26.07. bis 02.08. auf dem Vorbereitungsplan. Am 18. Juli werden die Leinen losgelegt bei der Kanufahrt auf der Altmühl.

Der Coach bezeichnet die Möglichkeit, in der kommenden Saison doch wieder in der A-Klasse zu spielen, als eine „hervorragende Sache“. Möglich wurde dies durch die komplexe Relegation im Fussballkreis Neumarkt/Jura sowie der Aufstockung der A-Klasse von bisher 13 Mannschaften auf die Sollstärke von 14. Davon profitiert hat auch Türk Gücü Eichstätt, die als Nachrücker von der B-Klasse das Aufstiegsrecht genießen.

Titelfoto: Sportfreunde Bieswang

 




Kirchweih in Pappenheim – 550 Jahre Stadtkirche

Ein besonderes Jubiläum steht der evangelischen Kirchengemeinde Pappenheim bevor. Am 18. und 19. Juli 2026 wird Kirchweih gefeiert und zugleich an die Fertigstellung der heutigen Stadtkirche im Jahr 1476 erinnert. Damit blickt eines der markantesten Bauwerke der Stadt auf 550 Jahre Geschichte zurück.

Die spätgotische Marienkirche entstand zwischen 1452 und 1476 auf den Fundamenten einer älteren Kapelle, deren Ursprünge vermutlich bis ins 12. Jahrhundert reichen. Mit der Einführung der Reformation um 1539 beziehungsweise 1540 wurde sie zur evangelischen Pfarr- und Stadtkirche. Im Laufe der Jahrhunderte prägten zahlreiche Veränderungen das Erscheinungsbild des Gotteshauses. Dazu gehören die Emporen und Patronatslogen der Grafen von Pappenheim, der barocke Altar und die Kanzel sowie der bis heute weithin sichtbare Turm mit seinen grün glasierten Dachziegeln. Im Inneren erinnern kunsthistorisch bedeutende Grabplatten und Epitaphien der Reichserbmarschälle von Pappenheim an die wechselvolle Geschichte des Ortes. Eine Besonderheit ist zudem der mittelalterliche Wehrgang unter dem Chor, der einst Teil der Stadtbefestigung war.

Das Jubiläumswochenende verbindet Geschichte, Glaube und Begegnung. Den Auftakt bildet am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit historischen Erzählungen, einer szenischen Lesung des Theatervereins, musikalischer Begleitung der Sunnasänger sowie einer Taschenlampenführung durch die Stadtkirche. Am Sonntag stehen der Festgottesdienst, zahlreiche Führungen, Musik, Angebote für Kinder, Ausstellungen und gemeinsames Feiern rund um die Stadtkirche im Mittelpunkt. Die Kirchengemeinde lädt die Bevölkerung herzlich ein, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Titelbild: Plakatauschnitt evang. Kirchengemeinde Pappenheim

Festprogramm

Samstag, 18. Juli 2026

Kirchweihauftakt im Kircheninnenhof (bei schlechtem Wetter im Gemeindezentrum)

Ab 19.00 Uhr
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Musikalische Begleitung durch die Sunnasänger
Taschenlampenführung mit Erwin Knoll
Weinbar und Auswahl an belegten Broten

Sonntag, 19. Juli 2026

Jubiläumsfest unter dem Motto „Jetzt ist Kirchweih“

10.00 Uhr
Begrüßung am Marktplatz mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel

10.15 Uhr
Einzug in die Stadtkirche

10.20 Uhr
Festgottesdienst mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel, Team, Kirchenchor und Posaunenchor

11.30 Uhr
Grußwort von Bürgermeister Florian Gallus

12.00 bis 17.00 Uhr
Verpflegungsangebote mit Weiß- und Wienerwürsten, Grillgerichten, Kässpatzen, Kaffee und Kuchen, Crêpes, Getränken und Spritzbar
Fotoausstellung von Peter Prusakow

13.00 bis 14.00 Uhr
Vorführungen der KiTA und Vorstellung der neuen KiTa-Leitung

14.00 bis 17.00 Uhr
Kinderprogramm mit Schminken, Spielen, Märchenerzählerin, Wasserspielen, Menschenkicker und Fußballdart

14.00 und 15.00 Uhr
Orgelführung mit Sven Bergdolt

14.15 und 15.15 Uhr
Turmführung mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

14.30 und 15.30 Uhr
Kinder entdecken die Kirche mit Brigitte Durner

14.00 bis 16.00 Uhr
Kirchenquiz mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Pfarrer Gerd Schamberger
Fotoecke mit historischen Kostümen des Theatervereins und Manfred Walter

14.30 bis 15.30 Uhr
Musik mit Lisa Pfister, Friedemann Hennings und Thorsten Abel

14.45 und 15.45 Uhr
„Vasa sacra und ihre Bedeutung“ im Grasmahlsaal mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

15.00 bis 15.15 Uhr
Versteigerung von Fundsachen zugunsten der Kirchenrenovierung mit Pfarrer Gerd Schamberger

16.00 bis 17.00 Uhr
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Preisverleihung des Kirchenquiz mit Pfarrer Gerd Schamberger
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm

17.00 Uhr
Abschluss, Dank und Segen mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel




Neue Ideen für hohe Temperaturen beim Sonnwendfeuer in Pappenheim

Wenn am Samstag, 27. Juni 2026, auf der Pfarrwiese wieder das traditionelle Sonnwendfeuer entzündet wird, setzt der Pappenheimer Maibaum e.V. nicht nur auf Bewährtes. Angesichts der angekündigten sommerlichen Temperaturen hat sich der Verein für die diesjährige Veranstaltung einige Neuerungen einfallen lassen, die den Aufenthalt für die Besucher noch angenehmer machen sollen.

Ab 19 Uhr sind Gäste jeden Alters eingeladen, gemeinsam einen stimmungsvollen Sommerabend zu verbringen. Erstmals sorgt ein Zelt mit feinen Wasserdüsen für eine willkommene Erfrischung. Ergänzt wird das Angebot durch Sonnenschirme, die auf dem Festgelände zusätzliche schattige Plätze schaffen. Außerdem bietet der Verein den gesamten Abend über Wasser in der 0,5-Liter-Flasche zum Preis von einem Euro an, um auch bei hohen Temperaturen für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu sorgen.

Auch Familien mit Kindern dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Angebot freuen. Eine Hüpfburg lädt zum Austoben ein, während Slusheis für die passende Abkühlung sorgt.

Kulinarisch bleibt das Sonnwendfeuer seiner Linie treu. Neben fränkischen Grillspezialitäten werden auch frisch zubereitete Käsespätzle angeboten. An der Bar warten neben den bekannten Getränken erstmals auch sommerliche Neuheiten. Mit „Wildberry Lillet“ und „Frozen Eistee Korn“ erweitert der Verein sein Angebot um zwei erfrischende Getränkekreationen.

Das traditionelle Sonnwendfeuer auf der Pfarrwiese zählt seit vielen Jahren zu den festen Terminen im Pappenheimer Veranstaltungskalender. Mit den neuen Angeboten möchte der Pappenheimer Maibaum e.V. den Besucherinnen und Besuchern auch bei hochsommerlichen Temperaturen beste Voraussetzungen für einen angenehmen und geselligen Abend bieten.

 




Bernhard & Bernhard in ihren Ämtern angekommen

Der Stadtrat in Pappenheim nahm in seiner Sitzung am 18. Juni die neu gewählten Ortssprecher für die Ortsteile Zimmern und Göhren offiziell in ihr Amt auf.

Hintergrund ist die Kommunalwahl 2026. Da beide Ortsteile künftig nicht mehr durch ein gewähltes Stadtratsmitglied in dem Gremium vertreten sind, bestand die Möglichkeit, einen Ortssprecher zu wählen. Voraussetzung hierfür war, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Gemeindebürger des jeweiligen Ortsteils die Einberufung einer Ortsversammlung beantragt. Entsprechende Anträge waren bei der Stadtverwaltung wie schon berichtet eingegangen.

In den daraufhin einberufenen Ortsversammlungen wurden für die kommenden Jahre Bernhard Hecht als Ortssprecher für Zimmern sowie Bernhard Raithel als Ortssprecher für Göhren gewählt.

Die Ortssprecher werden nicht vereidigt wie Mitglieder des Stadtrats, sind jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie dürfen an öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrats sowie seiner Ausschüsse teilnehmen, haben dort beratende Funktion und besitzen ein Antragsrecht. Ein Stimmrecht steht ihnen jedoch nicht zu.

Mit der Wahl der Ortssprecher bleiben die Interessen der beiden Ortsteile auch künftig unmittelbar in die kommunalpolitischen Beratungen eingebunden.

 




Traditionsverein darf Pappenheimer Wappen weiterhin führen

Der Militär- und Reservistenkameradschaftsverein (MRK) 1856 Pappenheim darf das Stadtwappen auch künftig offiziell in seinem Vereinswappen führen. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 einem entsprechenden Antrag des Vereins zu.

Beantragt hatte die Genehmigung der Erste Vorsitzende Christian Schöppl. In seinem Schreiben verwies er darauf, dass der 1856 gegründete Verein das Pappenheimer Stadtwappen bereits seit seiner Gründung in seinem Vereinswappen verwendet. Das historische Stadtwappen findet sich unter anderem auf der Vereinsfahne, die im westlichen Treppenhaus des Rathauses ausgestellt ist.

Rechtlich ist die Verwendung kommunaler Wappen jedoch genehmigungspflichtig. Nach den einschlägigen Vorschriften dürfen Gemeindewappen von Dritten nur mit Zustimmung der jeweiligen Kommune genutzt werden. Der Stadtrat hatte bereits früher festgelegt, dass entsprechende Anträge nicht im Verwaltungsweg, sondern grundsätzlich durch einen Ratsbeschluss entschieden werden sollen.

Wie die Verwaltung erläuterte, nutzt der Verein das Stadtwappen in seinem Vereinslogo bereits seit vielen Jahren. Auch der Hinweis auf die lange Tradition des Vereins sei grundsätzlich zutreffend. Ein automatischer Rechtsanspruch auf die Nutzung des Stadtwappens lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. Deshalb war eine formelle Genehmigung erforderlich.

Mit seinem einstimmigen Beschluss erteilte der Stadtrat dem MRK 1856 Pappenheim die Genehmigung zur Verwendung des Stadtwappens.

 




Vorübergehende Einschränkungen bei E Mail und Homepage der Stadt Pappenheim

Die Stadtverwaltung Pappenheim informiert über eine technische Umstellung, die am Montag, 29. Juni 2026, erfolgt. Aufgrund eines Providerwechsels sind an diesem Tag sämtliche E Mail Adressen der Stadt Pappenheim sowie ihrer Nebenstellen vorübergehend nicht erreichbar.

Ebenfalls betroffen ist die Internetseite der Stadt Pappenheim. Diese kann während der Umstellung zeitweise nicht aufgerufen werden.

Nicht betroffen von den Einschränkungen ist die telefonische Erreichbarkeit. Die Stadtverwaltung und ihre Nebenstellen sind weiterhin wie gewohnt telefonisch erreichbar.

Die Stadt Pappenheim bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Nach Abschluss der technischen Arbeiten stehen die E Mail Kommunikation und die Internetseite wieder wie gewohnt zur Verfügung.




Pappenheim bewirbt sich um Bundesförderung für Freibadsanierung

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18. Juni beschlossen, am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Projektaufruf Schwimmbäder 2026“ teilzunehmen. Damit unterstützt das Gremium die Bewerbung um Fördermittel für eine umfassende Sanierung des Pappenheimer Freibads.

Hintergrund ist ein aktueller Förderaufruf des Bundes, mit dem Sanierungsmaßnahmen an Freibädern finanziell unterstützt werden sollen. Obwohl sich das Freibad im Eigentum der Stadtwerke Pappenheim GmbH befindet, kann die Stadt als alleinige Gesellschafterin die Förderung beantragen und die erforderliche Finanzierung darstellen.

Nach Angaben der Verwaltung beträgt der mögliche Fördersatz in Pappenheim bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Grundlage der Bewerbung ist ein mehrstufiges Sanierungskonzept, das dem Aufsichtsrat der Stadtwerke bereits vorgestellt worden war. Da die Bewerbungsfrist bereits am 19. Juni endete, wurde die Bewerbung vorsorglich eingereicht. Der nun gefasste Stadtratsbeschluss dient als notwendige formelle Grundlage und wird den Antragsunterlagen nachgereicht.

Ob Pappenheim tatsächlich in das Förderprogramm aufgenommen wird, ist derzeit noch offen. Wie die Verwaltung erläuterte, war der vorherige Förderaufruf 22-fach überzeichnet. Die Nachfrage nach den Bundesmitteln ist somit deutlich größer als das verfügbare Fördervolumen.

Mit dem aktuellen Beschluss hat sich der Stadtrat noch nicht für die Umsetzung einer konkreten Sanierungsmaßnahme entschieden. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, werden sich Stadtrat und Stadtwerke erneut mit den finanziellen Auswirkungen und der möglichen Realisierung des Projekts befassen. Auch über die einzelnen Sanierungsschritte müsste dann gesondert entschieden werden.

Der Beschluss bedeutet daher zunächst vor allem eines: Pappenheim wahrt die Chance auf eine erhebliche finanzielle Unterstützung durch den Bund und hält sich damit die Möglichkeit offen, das Freibad mit Hilfe von Fördermitteln fit für die Zukunft zu machen.