Pappenheim erwatet ein vielfältiges Kulturjahr 2026

Auch im Jahr 2026 zeigt sich der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. als tragende Säule des kulturellen Lebens in der Stadt und der Region. Mit einem breit gefächerten Veranstaltungsprogramm, regelmäßigen Treffpunkten und neuen Impulsen führt der Verein seine bewährte Arbeit fort – und setzt zugleich frische Akzente.

Kulturelle Nahversorgung mit Herz und Verstand
Ein Blick auf das erste Halbjahr 2026 zeigt: Der Verein versteht es, Menschen zusammenzubringen. Ob beim interkulturellen Kochen, dem Literaturkreis oder bei der Rockenstube – die Begegnung steht im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Angebot durch Bildungsformate wie die Deutsch-Lerngruppe mit Uschi Kreißl sowie qualifizierten Musikunterricht für Klavier und Geige.

Ein Novum im Angebot ist die Artothek im K14, die ab März Kunstwerke zur Ausleihe bereithält – eine charmante Idee, die Kunst in den Alltag bringt und den Zugang zur bildenden Kunst niederschwellig gestaltet.

Werkstattgespräche und Visionen für die Provinz
Ein zentrales Thema bleibt die „Vitalisierung der Provinz“. Aufbauend auf einer seit 2019 bestehenden Reihe geht es 2026 nun ganz konkret um Nutzungsideen für leerstehende Gebäude. Den Auftakt macht im Februar ein Werkstattgespräch zur Zukunft der ehemaligen Hoechstetter-Apotheke. Der Verein zeigt hier einmal mehr: Kulturarbeit ist in Pappenheim keine Nabelschau, sondern gesellschaftlich engagiert.

Film, Diskussion, Märchen und Musik
Die Veranstaltungen im ersten Halbjahr bieten eine bunte Palette. Viscontis Filmklassiker „Der Leopard“ eröffnet das Jahr am 31. Januar. Im März folgt eine Diskussion über Vertrauen in Medien mit Miriam Zöllich, gefolgt vom Flohmarkt „Frühlingserwachen“ am 15. März. Zwei sehenswerte Kunstausstellungen begleiten das Frühjahr und den Frühsommer: Herbert Brumm widmet sich dem Thema „Begegnungen“, während die Ausstellung „Mehr Meer“ Arbeiten von drei Künstlerinnen zeigt, darunter Objekte aus Glas, Acryl und Readymades.

Auch für Kinder wird gesorgt: Am 28. Mai lädt Elfriede Huber zum Märchennachmittag mit Mitmachangebot ein. Den musikalischen Sommerauftakt bildet die Band Combo Zeisig mit „Münchner Kraut Folk“ auf der Remise des K14, gefolgt vom Frühschoppen mit Dixieland-Klängen des Ensembles Alfred Maderer.

Ein Ort für Bürgerinnen und Bürger
Das K14 – Haus der Bürger ist nicht nur Veranstaltungsort, sondern kann auch privat gemietet werden. Ob für Seminare, Workshops oder Feiern – das denkmalgeschützte Haus bietet den passenden Rahmen.

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. bleibt auch 2026 ein Garant für lebendige Kulturarbeit im ländlichen Raum. Mit feinem Gespür für Themen und Bedürfnisse der Menschen schafft er Räume für Austausch, Kreativität und Gemeinschaft – mitten in Pappenheim und mitten im Leben.

 




Dachverein „dieosterdorfer e.V.“ blickt auf erfolgreiches Vereinsjahr zurück

 

Bei der Weihnachtsfeier des Dachvereins „dieosterdorfer e.V.“ zog Vorstand Walter Otters eine rundum positive Bilanz des vergangenen Jahres. In seinem Rückblick dankte er allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit Zeit, Ideen und Tatkraft ehrenamtlich für das Dorfleben einsetzen und damit das Miteinander in Osterdorf nachhaltig prägen.

Zu Beginn würdigte Otters die Vielzahl an Engagierten in Vereinen, Gruppen und Initiativen, die über das gesamte Jahr hinweg Verantwortung übernehmen und durch Veranstaltungen sowie regelmäßige Angebote das Dorfleben bereichern. Ein besonderer Dank galt der Vorstandschaft des Dachvereins sowie den Vorständen und Vorstandschaften der angeschlossenen Vereine, die den Großteil der organisatorischen und koordinierenden Aufgaben tragen. Ebenso hervorgehoben wurde der Einsatz aller Helferinnen und Helfer rund um das Dorfgemeinschaftshaus – von Organisation, Reinigung und Reparaturen über Belegungsplanung und Ausschankdienst bis hin zu oft unscheinbaren, aber unverzichtbaren Tätigkeiten wie dem Bereitstellen der Mülltonnen.

Einen breiten Raum nahm der Dank für die Dorfweihnacht ein, die nur durch das Zusammenwirken vieler Helferinnen und Helfer möglich ist. Gewürdigt wurden die Beiträge von Musik- und Gesangsgruppen, ein Sketch, die Spenden für die Versteigerung, selbst gebackene Torten sowie der Einsatz beim Auf- und Abbau. Besondere Anerkennung erhielten jene, die das ganze Jahr über im Hintergrund wirken, selten im Rampenlicht stehen und dennoch unverzichtbare Aufgaben übernehmen – verbunden mit dem Hinweis, dass diese Leistungen leicht übersehen werden.

Im Rückblick auf die Projekte des Jahres nannte der Vorstand zunächst die erfolgreiche Plattenparty, deren Erlös einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Vereinsarbeit und der Dorfinfrastruktur leistete. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der umfangreiche Arbeitseinsatz im Dorfgemeinschaftshaus: An zwei Samstagen brachten rund 30 Helferinnen und Helfer das Gebäude nach sieben Jahren intensiver Nutzung wieder auf einen zeitgemäßen Stand. Die Arbeiten umfassten die gründliche Reinigung der Fußböden, das Streichen und Ausbessern der Wände, die Reinigung der Stühle sowie das Abschleifen und Neulackieren der Ruhebänke am Spielplatz und auf dem Vorplatz.

Besonders erfreulich war für die Vereine der Umzug der Kindergottesdienstkinder in einen neuen Raum. An diesem Projekt beteiligten sich auch die Kinder selbst tatkräftig beim Einrichten. Durch den Umzug entstand im Erdgeschoss zusätzlicher Lagerraum. Der Vorstand betonte, dass der Unterhalt des Gemeinschaftshauses ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Helferinnen und Helfer nicht möglich wäre.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Kirchweih vom 12. bis 15. September. Osterdorf präsentierte sich dabei erneut als lebendiges Dorf mit einem bewährten Programm. Neu war in diesem Jahr, dass der Ausschank erstmals vom Dachverein organisiert wurde. Den Verantwortlichen und allen Helferinnen und Helfern sprach der Vorstand hierfür besonderen Dank aus.

Auch im Bereich der Investitionen konnte der Dachverein auf ein starkes Jahr zurückblicken. Aus den überwiegend aus der Plattenparty stammenden Einnahmen wurden unter anderem eine neue Gläserspülmaschine, eine indirekte Beleuchtung für die Halle sowie zusätzliche Tische und Stühle für insgesamt rund 150 Personen angeschafft. Ergänzt wurden diese Maßnahmen durch weitere Ausstattungen, sodass sich das Investitionsvolumen auf über 30.000 Euro belief. Diese Mittel kamen – ganz im Sinne der Satzung und der Gemeinnützigkeit – direkt der Dorfgemeinschaft zugute.

Mit Blick auf das kommende Jahr verband Walter Otters den Rückblick mit einem klaren Appell: Damit das lebendige Dorf- und Vereinsleben erhalten bleibt, braucht es weiterhin Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, Verantwortung übernehmen und sich in Vorstandschaften einbringen. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die anstehenden Wahlen im Dachverein und in den angeschlossenen Vereinen, für die eine gute Beteiligung und neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewünscht werden.

Zum Abschluss seiner Ausführungen kehrte der Vorstand zum eigentlichen Anlass des Abends zurück – der gemeinsamen Weihnachtsfeier. Er wünschte allen Anwesenden eine schöne Feier, eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit sowie frohe Weihnachten für sie und ihre Familien. Verbunden war dieser Wunsch mit der Hoffnung, dass das Miteinander im Dorf auch im neuen Jahr von Gemeinschaftssinn, Solidarität und Freude am Engagement geprägt sein wird.

 




Pappenheim begrüßt das Jahr der Jubiläen und des Gedenkens

Mit drei kräftigen Böllerschüssen hat der Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) das neue Jahr begrüßt – eine Tradition, die auch am Neujahrstag 2026 wieder ihren angestammten Platz auf der Turnierwiese unterhalb der Pappenheimer Burg fand. Der symbolträchtige Kanonendonner markierte nicht nur den Beginn eines neuen Kalenderjahres, sondern auch den Auftakt in ein ganz besonderes Jahr für die Stadt Pappenheim und ihre Ortsteile. Denn 2026 steht ganz im Zeichen mehrerer Vereinsjubiläen und eines besonderen Gedenkens.

Der MRK selbst kann in diesem Jahr auf stolze 170 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Gefeiert werden soll dieses markante Jubiläum im August – und das nicht nur im Rahmen eines internen Vereinsfestes, sondern als offizielle Veranstaltung, die den Pappenheimer Festkalender um einen besonderen Höhepunkt bereichern wird. Als Schirmherr fungiert Johannes Graf von und zu Egloffstein, der gemeinsam mit einer stattlichen Zahl geladener Gäste auch der Neujahrsfeier des Vereins beiwohnte.

In seiner Ansprache betonte der 1. Vorsitzende des MRK, Christian Schöppl, dass man sich unter den Schutz der Heiligen Barbara stelle, um mit Mut und Gemeinschaftsgeist ins neue Jahr zu starten. Die traditionellen drei Böllerschüsse, so Schöppl, sollten – ganz dem überlieferten Brauch entsprechend – die bösen Geister und Hexen aus Pappenheim vertreiben und dem Jahr 2026 einen ebenso guten Verlauf bescheren wie dem zurückliegenden. Abgefeuert wurden die Salutschüsse von Carola Lämmerer der zertifizierten Kanonierin des MRK.

Doch nicht nur der MRK begeht 2026 ein besonderes Jubiläum. Auch andere Pappenheimer Vereine haben Anlass zum Feiern. Die Freiwillige Feuerwehr Neudorf etwa blickt in diesem Jahr auf 150 Jahre ihres Bestehens zurück. Das stolze Jubiläum wird vom 8. bis 10. Mai mit einem dreitägigen Fest begangen. Die Freiwillige Feuerwehr Zimmern, gegründet am 30. Juni 1901 im damaligen Gasthaus von Friedrich Schlaf – dem heutigen Gasthof „Zum Hollerstein“ – kann auf ihre 125-jährige Geschichte zurückblicken. Und auch die TSG Pappenheim wird den Sommer 2026 nutzen, um ihr 80-jähriges Vereinsjubiläum zu begehen.

Erinnerungen an die „Tulipomania“ 2011 – Die Kinder der Kindergärten biringen der Schirmherrin der Veranstaltung Blumen

Einen besonders würdevollen Akzent im Pappenheimer Jahresverlauf wird der 9. April setzen. An diesem Tag jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Ursula Gräfin zu Pappenheim – einer Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Stadt mitgeprägt hat. Ihr Wirken, ihr feines Gespür für die Belange der Menschen und ihre große Wertschätzung in der Bürgerschaft machen sie bis heute unvergessen. Mit Blick auf dieses runde Gedenkjahr wird Pappenheim auch innehalten und danken – in ehrender Erinnerung an eine Frau, die über ihren Tod hinaus in vielerlei Hinsicht präsent geblieben ist.

So beginnt das Jahr 2026 in Pappenheim mit lautem Kanonendonner und stiller Erinnerung zugleich – ein Jahr, das Vielfalt, Gemeinschaft und Geschichte in besonderer Weise miteinander verbindet.