Krapfenfreude in Osterdorf, Pappenheim und Bieswang
In Pappenheim, Osterdorf und Bieswang wird am Sonntag, den 8. Februar 2026, herzlich zum Krapfengottesdienst eingeladen. Dekanin Sonja Scherle-Schobel hält alle drei Gottesdienste.
Los geht es um 9.00 Uhr in der St.-Erhart-Kirche in Osterdorf. Im Anschluss lädt das Dorfgemeinschaftshaus zum Kirchenkaffee mit frischen Krapfen ein.
Weiter gefeiert wird um 10.15 Uhr im Gemeindezentrum in Pappenheim. Auch dort darf man sich nach dem Gottesdienst auf einen gemütlichen Kirchenkaffee mit Krapfen freuen.
Den Abschluss bildet der Gottesdienst um 18.00 Uhr in der St.-Martin-Kirche in Bieswang. Weil es dann schon spät ist, gibt es die süße Leckerei hier in handlicher Form: „Krapfen to go“ am Ausgang.
Herzliche Einladung an alle, die Gottesdienst und Gebäck in froher Runde verbinden möchten!
Vermeidbare Adrenalinstöße im Pappenheimer Stadtrat
Bei der ersten Sitzung des Pappenheimer Stadtrates im neuen Jahr ging es gleich zur Sache. Am 22. Januar 2026 stand ein Folgeantrag des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim e.V. (KuKuV) auf der Tagesordnung – konkret ging es um eine Verlängerung der städtischen Förderung in Höhe von jährlich 8.000 Euro. Was zunächst nach einem formalen Verwaltungsakt klang, entwickelte sich rasch zu einem adrenalingeladenen Schlagabtausch im Sitzungssaal. Im Rückblick könnte man meinen, dass das alles vielleicht vermeidbar gewesen wäre. Doch was war geschehen?
Mit Schreiben vom 7. Januar 2026 beantragte der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. eine Fortführung der städtischen Unterstützung in Höhe von jährlich 8.000 Euro für die Jahre 2026 bis 2030, um damit sowohl die Kulturarbeit als auch die Betriebskosten für der „Haus der Bürger“ in der Klosterstraße 14 zu decken. Zusätzlich bat der Verein schon vorsorglich um einen weiteren Zuschuss zur Finanzierung einer außenliegenden Rettungstreppe, die nach Änderung des Brandschutzkonzepts erforderlich geworden ist.
Die Sicht der Stadtverwaltung Wie aus der offiziellen Beschlussvorlage hervorgeht, handelt es sich bei der beantragten Förderung um sogenannte freiwillige Leistungen. Diese sind nur im Rahmen der Leistungsfähigkeit der Stadt möglich und müssen hinter Pflichtaufgaben zurückstehen. Da der Haushalt 2026 noch nicht beschlossen ist, kann aktuell keine verbindliche Aussage zur Finanzierbarkeit getroffen werden.
Bereits in früheren Stadtratsbeschlüssen – erstmals im Jahre 2016, zuletzt im März 2023 – war dem Verein nahegelegt worden, durch geeignete bauliche Maßnahmen zu erreichen, dass die kostspielige Brandmeldeanlage im Gebäude außer Betrieb genommen werden kann. Diese schlägt jährlich mit rund 4.000 Euro zu Buche. Ziel war es, die Unterhaltskosten des Gebäudes und damit auch den städtischen Zuschuss zu senken. Trotz wiederholter Aufforderungen sei der Verein dieser Empfehlung bislang nicht nachgekommen, stellte Bürgermeister Gallus bei einer zunächst sehr sachlichen Darstellung der Ereignischronologie fest.
Polizei und Feuerwehr werden Alarmiert, wenn die Brandmeldeanlage auslöst. Auch wie hier bei einem Fehlalarm
Im Dezember 2025 wurde dann ein Bauantrag des KuKuV eingereicht, der unter anderem den Bau einer Außentreppe beinhaltet. Bisher ist aber ungeklärt, ob durch dieses Treppenbauwerk die Brandmeldeanlage entfallen kann. Zudem sei der Antrag unvollständig – insbesondere fehle ein Stellplatznachweis und eine Abstandsflächenberechnung. Auch die geplante Nutzungsänderung eines Gebäudeteils zur Veranstaltungsfläche wird aus baurechtlicher Sicht kritisch bewertet.
Zudem kritisierte Gallus, dass im aktuellen Förderantrag entgegen der vorausgegangenen Absprachen das Thema Brandmeldeanlage überhaupt nicht genannt ist.
Die Diskussion In ihrem Redebeitrag bedankte sich Stadträtin und Kulturreferentin Christa Seuberth (SPD) zunächst für die Unterstützung aus den finanziellen Mitteln der Stadt Pappenheim und betonte, dass sich der vormalige Vereinsvorstand und Architekt Clemens Frosch schon seit vielen Jahren mit der Brandschutzthematik beschäftige. „Wir brauchen den Brandschutz, weil Leute ein und aus gehen“, betonte Seuberth. Der Verein müsse nun aus Brandschutzgründen eine Außentreppe mit geschätzten Baukosten von 33.000 Euro bauen, wofür weitere Unterstützung der Stadt Pappenheim erbeten werde. Im Übrigen beklagte die Kulturreferentin, dass in den Ausführungen der Beschlussvorlage der Verein unbegründet „schlecht gemacht“ werde.
Diese Aussage brachte Bürgermeister Gallus offenbar auf die sprichwörtliche Palme. Denn in einem außergewöhnlich scharfen Ton und lauter Stimme betonte er, dass er den Sachverhalt „wertneutral“ vorgetragen habe. Es sei „dreist“, betonte Gallus, wenn im Antrag nicht mit einem Wort auf die vorherigen Absprachen eingegangen werde. Er schätze die Kulturarbeit des KuKuV für die Stadt Pappenheim sehr und bringe auch immer wieder seine persönliche Wertschätzung zum Ausdruck. Allerdings sei es ärgerlich, dass das Geld der Stadt Pappenheim nicht für Kunst und Kultur, sondern für Gebäudeunterhalt und Brandschutz ausgegeben werde. Zudem tue sich die Problematik der im Mai 2025 beschlossenen Stellplatzsatzung auf, deren Umsetzung den KuKuV mit einem fünfstelligen Betrag treffen werde. „Wir sind nach zehn Jahren immer noch am gleichen Sachstand“, stellte der Bürgermeister fest. „Mir ist wichtig, dass sich was tut.“
Auch Stadtrat Heiko Loy (CSU) kritisierte das Verhalten des Vereins mit deutlichen Worten. „Das ist Schlamperei“, führte er aus. Es gehe inzwischen schon um mehr als 80.000 Euro. „Ich stimme keinem weiteren Cent zu“, war seine Botschaft.
Walter Otters von den Freien Wählern, Fraktionsvorsitzender und 3. Bürgermeister, stellte klar, dass er keine Verlängerung der Zuwendungen bis 2030 möchte und brachte auch die Stellplatzproblematik noch einmal zur Sprache.
Stadtrat Roland Kiermeyer von der Bürgerliste formulierte das Problem, dass man die Unterstützung auch den anderen Vereinen „verkaufen“ müsse. Das Brandschutzproblem müsse dringend gelöst werden, und es werde Zeit, „dass die Vorstandschaft in die Pötte kommt“.
Die Position des Kunst- und Kulturvereins Auf Anfrage des Pappenheimer Skribenten führt der Kunst- und Kulturverein in seiner Mitteilung aus, dass seit Längerem an einer Lösung gearbeitet werde, um die hohen laufenden Kosten der Brandmeldeanlage zu senken. Wesentlich sei hierfür ein zweiter Rettungsweg, der nach eingehender Prüfung nun in Form einer Außentreppe realisiert werden soll.
In Zusammenarbeit mit einem Brandschutzgutachter habe sich gezeigt, dass andere Alternativen entweder mit höheren Kosten oder mit einer Einbindung der benachbarten städtischen Liegenschaft verbunden wären. Die Außentreppe sei die funktional und finanziell beste Lösung – wenn auch mit Eingriffen in die denkmalgeschützte Fassade.
Nach Gesprächen mit dem Landratsamt bestehe Aussicht auf Genehmigung, sofern der Denkmalschutz zustimme. Die notwendigen Schritte – aktualisierte Gebäudepläne, Kostenschätzungen, Abstimmungen – seien im Laufe des Jahres 2024 erfolgt. Im Frühjahr 2025 habe die Mitgliederversammlung schließlich beschlossen, das Projekt anzugehen – trotz finanzieller Belastung für den Verein.
Ziel sei es, durch die bauliche Maßnahme eine Entlastung bei den laufenden Betriebskosten zu erreichen, die zuletzt durch die Inflation spürbar gestiegen seien. Der Bauantrag sei inklusive des Gutachtens im Dezember 2025 eingereicht worden; die Umsetzung sei für den Sommer 2026 geplant.
Ein Fazit ohne Schuldzuweisung Bei aller Unterschiedlichkeit der Blickwinkel lässt sich eines festhalten: In der Sache – also der Notwendigkeit eines zweiten Rettungswegs und einer tragfähigen Finanzierung der Kulturarbeit – bestehen zumindest grundsätzliche Übereinstimmungen. Die Differenzen scheinen vielmehr in der Kommunikation und der Geschwindigkeit der Abläufe zu liegen. Dass sich hier Missverständnisse auf beiden Seiten aufbauen konnten, ist bei einem so sensiblen Thema nicht ungewöhnlich. Umso wichtiger ist es nun, gemeinsam an klaren, lösungsorientierten Vereinbarungen zu arbeiten – zum Wohle des kulturellen Lebens in Pappenheim.
Zum Schluss der Beschluss Der Stadtrat der Stadt Pappenheim stellte in seinem Beschluss eine weitere Förderung des Kunst- und Kulturvereins grundsätzlich in Aussicht, knüpfte die endgültige Entscheidung jedoch an die Vorlage einer Baugenehmigung, aus der sich eine klare Aussage zur künftigen Notwendigkeit der Brandmeldeanlage ergibt. Diesem Beschlussvorschlag folgte das Gremium einstimmig.
Schneeglätte sorgt in Pappenheim für Verkehrsunfall auf der Bahnhofstraße
In den frühen Morgenstunden des Dienstags, 27.01.2026 kam es in der Bahnhofstraße in Pappenheim zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 53-jähriger Autofahrer leicht verletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei verlor der Mann in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, das infolge der Schneeglätte von der Fahrbahn abkam und gegen das ehemalige Getreidesilo prallte.
Durch den Aufprall zog sich der Fahrer Verletzungen an der rechten Hand zu. Eine ärztliche Versorgung war erforderlich. Der Pkw wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.
Da aus dem Fahrzeug Betriebsstoffe austraten, wurde die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim hinzugezogen, um die ausgelaufenen Flüssigkeiten zu binden. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und übernahm die Absicherung der Unfallstelle sowie die notwendigen Reinigungsmaßnahmen.
Im Zuge der polizeilichen Unfallaufnahme stellte sich zudem heraus, dass das Fahrzeug mit Sommerreifen unterwegs war – trotz der winterlichen Straßenverhältnisse. Gegen den Fahrer wurde deshalb ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Polizei mahnt in diesem Zusammenhang erneut zur wintergerechten Ausrüstung von Fahrzeugen und zur besonderen Vorsicht bei Glätte, insbesondere in den frühen Morgenstunden.
Foto: FFW Pappenheim
Feuerbeschau rückt jetzt auch in den Fokus der Stadt Pappenheim
Die Feuerbeschau ist auch in Pappenheim wieder in den Blickpunkt gerückt – nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines tragischen Brandereignisses in der Schweiz, das vielerorts für Nachdenklichkeit gesorgt hat. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Januar 2026 einstimmig beschlossen, eine externe Fachfirma aus Regensburg mit der Überprüfung ausgewählter Gebäude im Stadtgebiet zu beauftragen. Im Zentrum stehen dabei zunächst Einrichtungen, denen eine erhöhte Relevanz im Hinblick auf den vorbeugenden Brandschutz beigemessen wird. Für die erste Prüfphase wurde ein Budget von bis zu 5.000 Euro bewilligt.
Wie Amtsleiter Stefan Eberle im Gremium des Stadrates erläuterte, geht es ausschließlich um öffentliche Gebäude – viele davon verfügen bereits über aktuelle Brandschutznachweise. Die geplante Feuerbeschau versteht sich daher als Ergänzung zur bestehenden Dokumentation, mit dem Ziel, möglichen Sicherheitslücken frühzeitig zu begegnen.
Ein Aspekt der Beschlussfassung hat jedoch für vereinzelte Rückfragen gesorgt. Die zugrunde liegende Prioritätenliste mit den zu untersuchenden Objekten wurde dem Stadtrat als nichtöffentliche Anlage vorgelegt. Eine Veröffentlichung sei derzeit nicht vorgesehen, wie aus der Verwaltung mitgeteilt wurde. Begründet wird dies unter anderem damit, dass es sich um ein Arbeitspapier im Entwurfsstadium handle, das dem Gremium zunächst einen ersten Überblick über die Vielfalt und Tragweite der Aufgabe vermitteln solle. Bürgermeister Florian Gallus wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Liste noch im internen Abstimmungsprozess sei. Mit Blick auf die öffentliche Sicherheit sei zudem ein sensibler Umgang mit solchen Unterlagen geboten.
Gleichwohl stellt sich aus Sicht einiger Beobachter die Frage, wie viel Transparenz in einem solchen Verfahren möglich – und sinnvoll – ist. Welche Gebäude künftig überprüft werden sollen und nach welchen Kriterien die Einstufung erfolgt, bleibt bislang offen.
Ein Beispiel, das immer wieder genannt wird, ist der Schulungsraum im Pappenheimer Feuerwehrhaus. Gerade dort, wo regelmäßig Gruppen zusammentreffen und Ausbildungen stattfinden, dürfte dem vorbeugenden Brandschutz besondere Bedeutung zukommen. Ob das Feuerwehrhaus Bestandteil der anstehenden Begutachtung ist, ist aus den genannten Gründen nicht bekannt.
Hintergrund der Beauftragung einer Fachfirma ist unter anderem, dass die Stadt Pappenheim über kein eigenes Fachpersonal verfügt, das die Feuerbeschau in rechtssicherer Weise durchführen könnte. Dieses Problem betrifft nicht nur Pappenheim – laut Beschlussvorlage handelt es sich bayernweit um eine vielfach vernachlässigte Pflichtaufgabe. Für eine umfassende Überprüfung aller relevanten Objekte im Stadtgebiet wird ein Kostenrahmen von rund 100.000 Euro genannt – ein Betrag, der aktuell nicht zur Verfügung steht und deshalb eine stufenweise Umsetzung nahelegt.
Außerordentlichen Mitgliederversammlung des Turnvereins Pappenheim
Der Turnverein 1861 Pappenheim e.V. lädt seine Mitglieder herzlich zu einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Diese findet am Dienstag, den 10. Februar 2026, um 19:00 Uhr im Landgasthof zum Grünen Baum in Pappenheim statt.
Zentrales Thema des Abends wird wieder die geplante Sanierung der vereinseigenen und denkmalgeschützten Turnhalle „Auf der Lach“ sein. Die Vorstandschaft bittet alle Mitglieder um rege Teilnahme, da es im Zuge der Versammlung zu einer wichtigen Abstimmung kommen wird.
Tagesordnungspunkte der Versammlung:
Begrüßung
Sanierung der vereinseigenen, denkmalgeschützten Turnhalle
2.1 Vorstellung der weiteren Vorgehensweise der Turnhallensanierung
2.2 Vorstellung der Finanzierungskonzepte der Turnhallensanierung
2.3 Abstimmung über die Wahl eines der Finanzierungskonzepte
Anträge und Verschiedenes
Mitglieder, die eigene Anträge zur Diskussion stellen möchten, werden gebeten, diese spätestens bis zum 3. Februar 2026 schriftlich beim Ersten Vorstand Julian Sattler einzureichen.
Die Vorstandschaft dankt bereits im Vorfeld für das entgegengebrachte Interesse und hofft auf ein zahlreiches Erscheinen. Entscheidungen, die an diesem Abend getroffen werden, könnten für die Zukunft des Vereinsgebäudes und des Sportbetriebs richtungsweisend sein.
Historisches Stadtfest 2027 in Pappenheim bleibt vorerst Vision
Mit großer Leidenschaft und bürgerschaftlichem Engagement haben Angelika Starzl und Agnes Enderlein im Namen eines Organisationsteams einen umfangreichen Antrag zur Durchführung eines Historischen Stadtfestes 2027 vorgelegt. In diesem Jahr jährt sich die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Pappenheim zum 1225. Mal. Doch trotz aller Anerkennung für die ehrenamtliche Initiative wurde das Anliegen in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 22. Januar 2026 fast einstimmig abgelehnt.
Der Antrag: Unterstützung in allen Bereichen Im Zentrum des Antrags des Organisationsteams stand die Bitte, dass die Stadt Pappenheim die offizielle Trägerschaft für das geplante Fest übernehmen solle. Diese sei notwendig, da das Organisationsteam als loses Personenbündnis nicht über eine eigene Rechtsform verfüge, um Verträge rechtswirksam abzuschließen.
Gewünscht war die Unterstützung durch die Stadt in nahezu allen organisatorischen und finanziellen Belangen – von der Schirmherrschaft über Genehmigungsverfahren, Werbung, Bühnen- und Stromversorgung bis hin zur vollständigen finanziellen Abwicklung inklusive Ausstellung von Spendenquittungen und Überweisung von Gagen. Die geschätzten Gesamtkosten wurden auf rund 24.000 Euro beziffert – ohne Berücksichtigung des städtischen Personalaufwands.
Lob für das Engagement In der Sitzung brachte Bürgermeister Florian Gallus seine Wertschätzung für das Vorhaben deutlich zum Ausdruck. Er sprach von einem „hohen ehrenamtlichen Engagement“, das viel Idealismus und Liebe zur Stadt erkennen lasse. Auch in einem vorausgegangenen Gespräch mit den Antragstellerinnen sei seitens der Stadtführung der Einsatz anerkannt und gewürdigt worden.
Auch die Kulturreferentin und 3. Bürgermeisterin Christa Seuberth lobte das Engagement und unterstrich, dass es schon charmant wäre, wenn nach dem Altmühlfest 2025, dem großen Jubiläumsfest des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim im Jahr 2027, ein Historisches Fest für Pappenheim stattfinden könnte. Besonders wertvoll bei der Idee sei, dass diese aus der Bevölkerung komme.
Stadt als Veranstalter? Ein zu großes Risiko Trotz des Respekts vor dem bürgerlichen Antrieb wurde in der Beratung deutlich, dass eine Umsetzung in der gewünschten Form aus Sicht der Stadtverwaltung nicht möglich sei. Da die Antragstellerinnen keine rechtsfähige Organisation darstellen, müsste die Stadt selbst als Veranstalter auftreten – mit allen damit verbundenen rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Konsequenzen.
Bürgermeister Gallus machte deutlich, dass insbesondere das städtische Büro für Tourismus und Veranstaltungen die mit einem solchen Fest verbundenen Aufgaben – wie Vertragsabschlüsse, Genehmigungen und technische Umsetzung – nicht leisten könne. Die personellen Ressourcen seien dafür schlicht nicht vorhanden.
Auch der finanzielle Spielraum fehlt Hinzu kommen gravierende finanzielle Hürden. Der städtische Haushalt kann derzeit nur durch Kredite ausgeglichen werden. Mit dem ebenfalls im Jahr 2027 anstehenden Volksfest, das bereits mit jährlich rund 25.000 Euro bezuschusst wird, bleibt kein Spielraum für eine zweite größere Veranstaltung. Rechnet man zusätzlich mit den internen Kosten für Personal, Logistik und Vorbereitung, könnte das Fest laut Verwaltung ein Defizit von bis zu 50.000 Euro verursachen. In vergleichbaren Kommunen lagen diese laut Erfahrungswerten sogar bei rund 100.000 Euro.
Auch 2. Bürgermeister Walter Otters von den Freien Wählern und Simon Schleußinger (CSU), Referent für Sport, Vereine, Jugend und Ehrenamt, brachten den Kostenpunkt als Grund für eine ablehnende Haltung vor. Man müsse mit dem Haushalt rechnen und dürfe sich nicht unter Druck setzen lassen. Allerdings kam auch deutlich zur Sprache, dass man für das Jahr 2027 neue Konzepte für das Auslaufmodell des einmalig durchgeführten Altmühlfestes finden könne. Durchaus denkbar, meinte Bürgermeister Gallus, dass man ab 2027 jedes Jahr ein neu konzipiertes Historisches Pappenheimer Stadtfest feiert.
Fast einstimmige Entscheidung des Stadtrates Am Ende der öffentlichen Sitzung war das Meinungsbild im Gremium eindeutig: Mit Ausnahme von Stadträtin Christa Seuberth lehnte der Stadtrat den Antrag von Angelika Starzl und Agnes Enderlein geschlossen ab. Auch wenn die Idee eines Historischen Stadtfestes zum 1225-jährigen Jubiläum grundsätzlich als würdig und charmant empfunden wurde, überwogen die praktischen und finanziellen Bedenken.
Die Antragstellerinnen hatten bereits im Vorfeld Verständnis für eine mögliche Ablehnung signalisiert und baten lediglich um eine zeitnahe Entscheidung – diese ist nun gefallen.
Schäferfest 2026 in Übermatzhofen abgesagt
Das traditionsreiche Schäferfest, das im kommenden Jahr 2026 wieder in Übermatzhofen stattfinden sollte, wurde überraschend abgesagt. Veranstalter des Festes wäre wie in den vergangenen Jahren der Landschaftspflegeverband Mittelfranken gewesen.
Wie nun bekannt wurde, fällt die Veranstaltung aufgrund einer internen Jubiläumsfeier des Verbandes zum 40-jährigen Bestehen aus. Zudem ist für den Pfingstsonntag der Altmühltaler Lamauftrieb geplant – eine zentrale Veranstaltung, an der sich die Schäfer beteiligen und die terminlich mit dem Schäferfest kollidiert.
Die Entscheidung zur Absage wurde nach Angaben des Landschaftspflegeverbands bereits vor Weihnachten intern getroffen. Eine direkte Information der beteiligten örtlichen Akteure sei offenbar unterblieben, was vor Ort für Unverständnis sorgt, zumal erste Absprachen bereits im Herbst 2025 getroffen worden waren.
Für die Mitwirkenden bedeutet die kurzfristige Absage nun, dass geplante Programmpunkte wie das kirchliche Rahmenprogramm und die Bewirtung nicht weiterverfolgt werden.
Weitere Spende für die Turnhalle in Pappenheim
Der Turnverein Pappenheim hat für die Sanierung seiner historischen Turnhalle einen weiteren wichtigen Baustein zur Finanzierung erhalten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt das Projekt mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro. Überreicht wurde der symbolische Spendenscheck von Alexander Ruthardt vom Kuratorium fränkischer Stadtbaumeister im Namen der DSD an den Vereinsvorsitzenden Julian Sattler.
Mit einem kleinen Sektempfang feierte der Turnverein die Spendenübergabe direkt in der Turnhalle. Die Vorstandschaft mit Regine Halbmeyer, Julian Sattler, Carlo Enser und Timo Ernst zeigte sich dabei gut gelaunt und zuversichtlich. Als Zeichen der Wertschätzung für das große Engagement des Vereins waren auch Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Gallus sowie Stadtrat Marcus Wurm anwesend. Letzterer fungiert seit Herbst 2025 als ausgewiesener Experte und wichtiges Bindeglied zwischen dem Turnverein und der Stadt Pappenheim, die bekanntermaßen eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 300.000 Euro für den Verein übernommen hat.
Ebenfalls zur Spendenübergabe gekommen waren Kreisheimatpfleger Werner Somplatzki sowie Architekt Clemens Frosch, der die laufenden Sanierungsarbeiten am Dach der Turnhalle betreut.
Wie bereits mehrfach berichtet, war der Turnverein durch die akute Einsturzgefahr des Turnhallendaches und die damit verbundene Sperrung der Halle zunächst in eine nahezu ausweglose Situation geraten, die sogar die Existenz des Vereins bedrohte. Dem unermüdlichen Einsatz, der Übersicht und der akribischen Arbeit von Kassenwartin Regine Halbmeyer ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Verein heute wieder mit Zuversicht auf die Sanierung der Turnhalle blicken kann. Die Spendenübergabe am Freitag, 23. Januar 2026, stellt dabei einen weiteren wichtigen Meilenstein dar.
In seiner Rede erläuterte Alexander Ruthardt die Beweggründe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die Förderung des Projekts. Die Stiftung sei die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland und setze sich seit 1985 bundesweit für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Jährlich würden rund 600 Projekte unterstützt – ausgewählt würden dabei nur Vorhaben von besonderer kultureller, historischer und gesellschaftlicher Bedeutung.
Die Turnhalle des Turnvereins Pappenheim erfülle diese Kriterien in besonderer Weise. Das 1907 errichtete Gebäude stelle als nahezu vollständig erhaltene historische Turnhalle ein bedeutendes Baudenkmal dar. Hervorgehoben wurden insbesondere die technisch anspruchsvolle Dachkonstruktion, die architektonischen Elemente des ländlichen Jugendstils sowie der außergewöhnlich hohe Anteil an original erhaltener Bausubstanz. Zudem handele es sich um einen heute nur noch selten erhaltenen Bautyp, der für die frühe Geschichte des Vereinssports von großer Bedeutung sei.
Ein weiterer ausschlaggebender Grund für die Förderung sei das außergewöhnlich hohe persönliche Engagement der Vereinsführung. Der Turnverein habe trotz schwieriger Ausgangslage Verantwortung übernommen, ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet und die Maßnahmen eng mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. Nicht zuletzt würdigte Ruthardt die zentrale gesellschaftliche Rolle des Turnvereins für das öffentliche Leben in Pappenheim. Die Turnhalle sei weit mehr als ein Sportgebäude – sie sei ein identitätsstiftender Ort für Generationen von Bürgerinnen und Bürgern.
Mit der Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist ein weiterer wichtiger Schritt zur dauerhaften Sicherung und Sanierung der historischen Turnhalle gelungen – und ein starkes Signal für den Erhalt eines bedeutenden Baudenkmals in Pappenheims.
Neuer Zaun für den Schulgarten in Neudorf
Im Neudorfer Schulgarten tut sich was. Der Obst- und Gartenbauverein Neudorf plant, das Areal mit einem neuen Zaun auszustatten. Der geplante Staketenzaun aus Holz soll das rund 800 Quadratmeter große Grundstück am südwestlichen Ortsrand von Neudorf einrahmen und nicht nur für Ordnung sorgen, sondern auch das Gesamtbild der wunderschönen Anlage aufwerten – und das möglichst rechtzeitig vor dem Feuerwehrfest im Mai.
Der Antrag auf Errichtung wurde dem Stadtrat Pappenheim in der Sitzung am 22. Januar 2026 zur Entscheidung vorgelegt. Der Zaun soll eine Höhe von 1,50 Metern haben und aus naturbelassenem Rundholz bestehen. Der Zaun wird entlang der Grundstücksgrenzen verlaufen, ohne dabei bestehende Sträucher, Obstbäume oder das Gartenhaus zu beeinträchtigen.
Der Schulgarten in Neudorf ist nicht nur ein Ort des Gärtnerns, sondern vor allem auch ein Ort des Lernens. Hier bringen Mitglieder des Vereins Kindern aus dem Ort und der Umgebung die Grundlagen des Gartenbaus näher. In kleinen Projekten lernen die jungen Gärtnerinnen und Gärtner, wie Gemüse angebaut, Obstbäume gepflegt oder Kräuter geerntet werden. Der Garten erfüllt damit eine wichtige pädagogische Aufgabe im Dorfleben und trägt zur naturnahen Bildung bei.
Aus rechtlicher Sicht steht dem Bauvorhaben nichts im Wege. Zwar liegt das Grundstück im Außenbereich und fällt somit unter die Regelungen des § 35 Baugesetzbuches, doch wurden keine öffentlichen Belange festgestellt, die dem Vorhaben entgegenstehen könnten. Die Erschließung gilt als gesichert, sodass der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt hat.
Kläranlagen in Neudorf und Göhren werden technisch nachgerüstet
Der Pappenheimer Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 22. Januar 2026 einstimmig beschlossen, die Kläranlagen in den Ortsteilen Neudorf und Göhren durch gezielte bauliche Nachrüstungen zu verbessern. Trotz der erst vor wenigen Jahren erfolgten Umbauten hatten sich im laufenden Betrieb Schwachstellen gezeigt, die nun durch entsprechende Maßnahmen behoben werden sollen.
Sandfang in Neudorf überfordert In der Kläranlage Neudorf sorgt vor allem der stark abschüssige Zulauf aus dem nördlichen Ortsteil für Probleme. Bei Regenfällen rauscht das Abwasser mit ungebremster Geschwindigkeit in den Sandfang vor der Anlage und spült dort angesammelten Sand und Schmutz weiter in die Kläranlage. Das belastet die Pumpwerke und erhöht den Verschleiß.
Um diesem Effekt entgegenzuwirken, sollen zwei Maßnahmen umgesetzt werden: Der Einbau einer sogenannten „Trockenwetterbrücke“, die den Sandfang besser reguliert, sowie ein zusätzlicher Sandfang im Beckenboden, der Sand gezielt an einer Tiefstelle sammelt. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei rund 20.000 Euro brutto.
Beckenreinigung in Göhren künftig einfacher Auch beim Regenüberlaufbecken bei Göhren besteht Handlungsbedarf. Nach stärkeren Regenereignissen verbleiben größere Mengen Sand und Dreck am Boden des Regenüberlaufbeckens. Eine automatische Reinigung ist wegen des fehlenden Stromanschlusses nicht möglich, ein Wasseranschluss ist jedoch vorhanden.
Der Stadtrat hat deshalb den Einbau einer zusätzlichen Ableitung vom Becken direkt in den Hauptkanal beschlossen. Künftig kann das Klärpersonal den Schmutz über diese Leitung gezielt in Richtung Pappenheimer Hauptkläranlage spülen, wo das Material sinnvoll weiterverarbeitet werden kann. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf etwa 18.000 Euro.
Haushaltsmittel bereitgestellt Für beide Vorhaben werden im Haushalt 2026 bis zu 50.000 Euro eingestellt, einschließlich eines finanziellen Puffers sowie der Honorare für das Ingenieurbüro. Die Verwaltung und Bürgermeister Florian Gallus wurden vom Stadtrat ermächtigt, nach Abschluss der Ausschreibungen die Aufträge zu vergeben.
Mit den beschlossenen Nachrüstungen sollen die Anlagen in Neudorf und Göhren nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger betrieben werden können.
E-Scooterfahrt in Pappenheim endet mit Blutentnahme
Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle im Stadtgebiet von Pappenheim hat die Polizei einen E-Scooterfahrer gestoppt, bei dem sich schnell der Verdacht auf einen vorangegangenen Drogenkonsum erhärtete.
Der 37-jährige Mann zeigte nach Einschätzung der Beamten typische Ausfallerscheinungen, wie sie nach dem Konsum von Cannabis auftreten können. Auf entsprechende Nachfrage räumte der Fahrer ein, kurz vor Fahrtantritt tatsächlich Marihuana konsumiert zu haben.
Die Weiterfahrt wurde dem Mann daraufhin untersagt. Zudem veranlassten die Polizeikräfte eine Blutentnahme zur genaueren Feststellung der Substanzen.
Den Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.
Filmabend mit Meisterwerk der Filmgeschichte in Pappenheim
Ein cineastisches Glanzlicht erwartet Filmfreundinnen und Filmfreunde am Samstag, 31. Januar, im Haus der Bürger K14 in Pappenheim. Auf dem Programm steht mit „Der Leopard“ (Il Gattopardo) von Luchino Visconti einer jener Filme, die nicht nur durch ihre künstlerische Kraft, sondern auch durch ihre beeindruckende Länge in Erinnerung bleiben. Knapp drei Stunden Leinwandkunst entfalten sich in opulenten Bildern und großer Schauspielkunst – eine Pause zur Stärkung ist selbstverständlich eingeplant.
Der Film aus dem Jahr 1963, eine italienisch-französische Produktion, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa und erzählt vom Niedergang der sizilianischen Aristokratie im Zuge der Umwälzungen im 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht Fürst Salina – dargestellt von Burt Lancaster – der sich, melancholisch und mit stillem Stolz, dem Wandel der Zeit beugt. An seiner Seite glänzen Claudia Cardinale als Angelica und Alain Delon als Tancredi.
Visconti, selbst aus adligem Hause, hat mit „Der Leopard“ ein Werk geschaffen, das bis heute in Filmkreisen höchste Anerkennung genießt. Insbesondere die festlich inszenierte Ball-Sequenz mit einer Länge von über 40 Minuten gilt als Meilenstein der Filmgeschichte.
Die Vorführung beginnt bereits um 18 Uhr im Barocksaal des K14. Aufgrund der begrenzten Sitzplatzanzahl im Winterbetrieb ist eine Anmeldung erforderlich – telefonisch unter 09143/6586 oder per E-Mail an k14.pappenheim@web.de. Der Film ist für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben.
Bereits am Vortag, Freitag, 30. Januar, von 16 bis 18 Uhr, lädt der Literaturkreis des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim zur vertiefenden Auseinandersetzung mit dem zugrunde liegenden Roman ein. Giuseppe Tomasi di Lampedusa, selbst Spross eines sizilianischen Adelsgeschlechts, schrieb mit Il Gattopardo sein einziges Werk – zunächst ohne Verlagserfolg. Erst posthum wurde es zum Welterfolg.
Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden zur Unterstützung seiner Arbeit.