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Jahreshauptversammlung mit Ehrungen in Osterdorf

Osterdorf – Die Freiwillige Feuerwehr Osterdorf hat jetzt ihre Jahreshauptversammlung für die zurückliegenden beiden Jahre abgehalten. Dabei gab es auch Ehrungen durch Landrat Manuel Westphal.

Zu der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr begrüßte der 2. Vorstand Manuel Schleußinger die Mitglieder und als Ehrengäste ganz besonders Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandinspektor (KBI) Anton Brattinger, Kreisbrandmeister (KBM) Otto Schober, Stadtrat und Ehrenkommandant Friedrich Obernöder sowie den örtlichen Ehrenvorstand Edmund Just.

In ihren Grußworten hoben Landrat, Bürgermeister und KBI die besondere Bedeutung und Leistung der Ortsteilfeuerwehren für die Gesellschaft hervor, sicherten ihre Unterstützung zu und appellierten, Kinder und Jugendliche für den Dienst am Nächsten zu begeistern und an den Feuerwehrdienst heranzuführen. Landrat Manuel Westphal stellte fest, dass der Landkreis mit 127 Feuerwehren auch im Bereich der technischen Hilfeleistung gut aufgestellt ist. Dabei sei der Landkreis auf gut ausgerüstete Wehren und damit auch auf die Unterstützung der Kommunen angewiesen. Pappenheim sei in Punkto Feuerwehrwesen auf einem guten Weg, stellte der Landrat fest.

Immer wenn der Landrat zur Feuerwehr kommt, hat er die angenehme Pflicht, langjährige aktive Feuerwehrkräfte zu ehren. Dies war auch in Osterdorf nicht anders.

Für eine 40jährige aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr konnte Landrat Manuel Westphal Eckhard Halbmeyer, Emil Link und den Protokollanten Dieter Mürl auszeichnen.

Weitere Auszeichnungen erhielten:
Andreas Renner für 25 Jahre aktiven Dienst, Bernd Renner für 20 Jahre aktiven Dienst sowie Werner Pop und Lukas Wrede für 10 Jahre aktiven Dienst.

Für die Treue zum Verein erhielten Dank und eine Urkunde:

Karl Ahorn                         31 Jahre aktiven Dienst
Friedrich Obernöder     35 Jahre aktiven Dienst und 23 Jahre Kommandant
Johann Drießlein             35 Jahre aktiven Dienst

Für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit konnten Ludwig Loy (28 Jahre aktiven Dienst) und Wilhelm Gagsteiger (29 Jahre aktiven Dienst) ausgezeichnet werden.

Ein Fotobuch mit Fotos von Einsätzen, Feiern und Höhepunkten ihrer Feuerwehrkarriere erhielten die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Eckard Halbmeyer und Walter Otters.

Eckard Halbmeyer war 24 Jahre lang 2.Vorstand, 13 Jahre Gerätewart und 10 Jahre Fahnenträger.

Walter Otters hatte ab 1994 das Amt des Schriftführers acht Jahre lang inne und war danach 18 Jahre lang 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf. Drüber hinaus war er 46 Jahre aktiver Feuerwehrmann in Osterdorf.

Der Vorstand Stefan Just bedankte sich bei allen Kameraden, die beim Umbau des Feuerwehrhauses ehrenamtlich mitgeholfen haben. Immerhin seien bis jetzt schon 300 Helferstunden geleistet worden.

Florian Burggraf der erste Kommandant hatte von zwei Einsätzen der Osterdorfer Feuerwehr zu berichten, die beide trotz der coronabedingt geringen Übungsstunden beide souverän gemeistert wurden. In einem Einsatz ging es sich um die Absicherung eines Freileitungsschadens bei Schambach und in Geislohe war die Osterdorfer Wehr bei einer Personensuche mit im Einsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr Osterdorf zählt derzeit 35 aktive Einsatzkräfte und 34 passive Mitglieder.
Besonders erfreulich war es, dass ein Fördermitglied eine Geldspende und dazu noch eine Spende für eine Kiste Bier beim Kassier einzahlte. „Ich hoffe das dieser neue Trend sich fortsetzt!!!!“, hat der Protokollant im Versammlungsprotokoll vermerkt.

Foto: FFW Osterdorf
Vordere Reihe v. l.: Ehrenvorstand Friedrich Obernöder, Ehrenvorstand Walter Otters, Emil Link, Eckard Halbmeyer, Dieter Mürl, Bgm. Florian Gallus
Hintere Reihe v. l.: Kreisbrandmeister Otto Schober, 1. Kommandant Florian Burggraf, Johann Drießlein, 1. Vorstand Stefan Just, Bernd Renner, Werner Pop, Kreisbrandinspektor Anton Brattinger, Landrat Manuel Westphal

 




Kirchweihkalender ist wieder wieder erhältlich

Seit Ende April können die Kirchweihen in Altmühlfranken wieder gebührend gefeiert werden. Damit niemand den Überblick über die rund 130 Kirchweihtermine im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verliert, gibt die Zukunftsinitiative altmühlfranken wie in den vergangenen Jahren wieder einen Kirchweihkalender im praktischen Hosentaschenformat heraus. Mit dem Kalender wird jedes Jahr auf Traditionen und Bräuche aufmerksam gemacht.

Die Kirchweihen in Altmühlfranken stehen hoch im Kurs. Vielerorts ist es eines der Highlights im Jahreskalender und Weggezogene kehren für die Kirchweih wieder zurück in die Heimat, um das Fest zu feiern. „Ich freue mich, dass die Kirchweihfeste dieses Jahr wieder stattfinden können. Sie sind nach langer Zeit wieder eine Gelegenheit zusammen zu kommen und das gesellschaftliche Leben wieder aufblühen zu lassen“, erklärt Landrat Manuel Westphal. Auch Traditionen, Brauchtümer und Besonderheiten erfahren zur Kirchweih große Bedeutung.

Dieses Jahr wird eine traditionelle Leckerei vorgestellt, die zur altmühlfränkischen Kirchweih nicht fehlen darf: Knieküchle! Mit einem Rezept der Landfrauengruppe Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen kann das süße Schmankerl ganz einfach selbst gebacken werden. Küchle sind ein traditionelles Gebäck der deutschen Küche und werden überwiegend in Franken zubereitet. Knieküchle tragen deshalb ihren Namen, weil die Bäckerinnen den Teig über ihr Knie ausgezogen haben. Angeblich durften früher nur Bäckerinnen-Jungfrauen den Küchleteig ausziehen, denn der Teig soll in der Mitte so dünn sein, dass man einen Liebesbrief lesen kann.

Der Kirchweihkalender 2022 ist ab sofort im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen (Bahnhofstraße 2, Weißenburg i. Bay., Tel. 09141 902-191) erhältlich. Er liegt ebenso bei Städten, Verwaltungsgemeinschaften und Gemeinden sowie in allen Tourist-Informationen in Altmühlfranken aus. Außerdem kann er online unter www.altmuehlfranken.de/kirchweih eingesehen werden. Dort finden sich auch Informationen zu allen bisher vorgestellten Bräuchen.

 




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 02.06.2022, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

 

1 Bauanträge
1.1 BA 24/2022 – Tektur zu BA 03/2022 – Wohnhaus-Neubau mit Garage, Fl.-Nr, 187/5, Gem. Neudorf, Neudorf 124

1.2 BA 21/2022 – Antrag auf Vorbescheid: Neubau eines Einfamilienhauses, Übermatzhofen 106, Fl.-Nr. 93/3, Übermatzhofen

1.3 BA 13/2022 – Neubau eines Einfamilienhauses in Holzfertigbauweise mit Doppelfertiggarage, Fl.-Nr. 341, Osterdorf

1.4 BA 19/2022 – Antragu auf Vorbescheid: Errichtung von zwei hinterliegenden Einfamilienhäusern, Fl.-Nr. 74, Gemarkung Neudorf

2 Feuerwehr
2.1 Feuerwehrwesen; Standortfestlegung des TSF-W

2.2 Feuerwehrwesen; Bestätigung der Feuerwehrkommandanten sowie deren Stellvertreter der Feuerwehren Bieswang und Ochsenhart

3 Vergaben:
3.1 Erschließung BG Gründlein Geislohe: Auftragsvergabe für Tief- und Straßenbauarbeiten

3.2 Erschließung BG Bügeläcker Osterdorf: Auftragsvergabe für Tief- und Straßenbauarbeiten

3.3 Straßenunterhalt: Auftragsvergabe für Sanierung der GV-Straße Geislohe-Flemmühle gemäß Straßensanierungsplan

3.4 Straßenunterhalt: Auftragsvergabe für Hangabfangung Bieswang Schulstr. gemäß Straßensanierungsplan

3.5 Auftragsvergabe für Rinnensanierung Neudorf gemäß Straßensanierungsplan

3.6 Dezentrale Belüftung Grundschule Pappenheim – Beauftragung weiterer Planungsleistungen

3.7 Kindergarten Neudorf: Auftragsvergabe für die Parkplatzerweiterung

3.8 Straßenunterhalt: Vergabe Auftrag Mulchen Straßen- und Wegeränder

3.9 Klärschlammentsorgung Kläranlage Pappenheim: Vergabe Auftrag

3.10 Kanalunterhalt: Vergabe Auftrag für Kanalspülung und Kamerabefahrung verschiedener Teilbereiche im Stadtgebiet

4 Widmung eines Teilstücks der Fl.-Nr. 702, Gemarkung Bieswang, als Ortsstraße

5 Bekanntgaben

 




Forellen entwendet

Pappenheim – Aus einem abgeschlossenem Grundstück in der Brunnmühlgasse wurden in der
Nacht vom 21.05.22 auf den 22.05.22 zahlreiche Forellen entwendet. Der Entwendungsscha-
den beläuft sich auf ca. 70 Euro. Die Polizei Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Eventuelle Zeugen werden gebeten, sich unter der 09142/96440 zu melden.




VRmobil für die Kita „Unterm Regenbogen“

Die Raiffeisenbank Weißenbure-Gunzenhausen eG hat kürzlich für die die evangelische KiTa „Unterm Regenbogen“ in Pappenheim einen VRmobil Kinderbus gespendet. Das mit einem Elektromotor ausgestattete Fahrzeug kann bis zu sechs Kinder befördern und ist eine große Erleichterung bei Ausflügen und dem Ekunden der Umgebung, freut sich Miriam Stöhr, die Leiterin der Kita zusammen mit ihrem Team. Jürgen Lang Leiter der Raiffeisenzweigstell in Bieswang hat das VRmobil zur großen Freude der Kinder und Betreuerinnen mitgebracht. Kinder und das Team sind gleichermaßen begeistert und bedanken sich ganz herzlich für die großzügige Spende.

Foto: Kita “Unterm Regenbogen”




Aktiver Helferkreis Ukraine in Pappenheim und Solnhofen

Aus der Ukraine sind in den vergangenen drei Monaten im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen 1.400 geflüchtete Menschen angekommen. Davon leben derzeit 35 Personen in Pappenheim. 25 von ihnen, die im vormaligen Gästehaus Dengler in der Deisingerstraße als Kleinfamilien wohnen, suchen dringend Wohnungen im Bereich Pappenheim – Solnhofen.

Aktiver Helferkreis
Um den vor dem Krieg geflüchteten Menschen zur Seite zu stehen, hat sich im März 2022 der Helferkreis Ukraine für Pappenheim und Solnhofen gegründet. Dieser ist aus dem Helferkreis Asyl für Pappenheim und Solnhofen hervorgegangen, der in den Jahren 2015 bis 2018 unter der Leitung von Ellen Glöggler vielen Menschen helfen konnte.

Nun haben sich die Helferinnen und Helfer zusammen mit ihrer Koordinatorin erneut aufgestellt um den Menschen zu helfen, die aus ihrer zerstörten ukrainischen Heimat wegen des Krieges flüchten mussten.

Im März kamen die ersten ukrainischen Flüchtlinge auch nach Pappenheim, wo einige von ihnen in privaten Wohnungen unterkamen. Mitte März erklärte sich das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ) bereit im Jugend-Gästehaus 25 Personen bis Ende April 2022 aufzunehmen. Diese von zahllosen Problemen verschiedener Art und Dimension geprägte Situation wurde vom Helferkreis Ukraine für Pappenheim und Solnhofen mit viel Engagement und dem notwendigen Einfühlungsvermögen begleitet.

So unterstützte der Helferkreis bei der Einschulung der Kinder und betreut auch einen Deutschkurs in Pappenheim, der zweimal in der Woche im Europäischen Haus für alle Interessierten stattfindet. Bei diesen Kursen wird noch Unterstützung für die Sprachübungen gesucht. Nach wie vor geht es auch darum, die geflüchteten Menschen beim Zugang zu einem gesellschaftlichen Leben und dem Eintritt in das Berufsleben zu unterstützen.

Wohnungen und Hausaufgabenhilfen werden dringend gesucht
Seit dem 21. April hat das Landratsamt in Pappenheim das vormalige Gästehaus Dengler angemietet in dem derzeit 25 Personen eine vorübergehende Unterkunft gefunden haben.

Um die Selbständigkeit der Flüchtlinge zu fördern werden vom Helferkreis dringend Wohnungen für Kleinfamilien gesucht. Bei Bezug einer neuen Wohnung steht der Helferkreis stets unterstützend als Bindeglied zwischen dem Vermieter und den Flüchtlingen zur Seite.

Dringend gesucht werden auch Personen, die die ukrainischen Schüler bei der Bearbeitung ihrer Hausaufgaben helfen möchten.

Werden Sie Mitglied im Helferkreis
Alle, die gerne helfen sind eingeladen beim Helferkreis Ukraine für Pappenheim und Solnhofen ehrenamtlich und zwanglos mitzuwirken. Dabei geht es nicht um große Verpflichtungen die zugewiesen werden. Jeder kann nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten eigenbestimmt seine Unterstützung einbringen. Es ist auch hilfreich, Initiativen und Ideen vorzuschlagen. Die Kommunikation findet in einer WhatsApp Gruppe statt, wobei die Aufnahme in die Gruppe freiwillig ist.

Wer mitmachen möchte kan sich bei der Koordinatorin Ellen Glöggler telefonisch melden unter der Handy-Nummer 0160 – 91546802




Ein dickes Lob des Niederlandts

Der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. ist kürzlich bei der „Vantastischen Begegnung“ in der Pappenheimer Stadtvogteigasse zu ganz besonderen Ehren gekommen. Wie berichtet hat der Verein den Maibaum 2022 der Vereinigung Allniederlandt zu deren 150jährigen Bestehen gewidmet. Die Baumspitze ist mit Bändern in den Niederländterfarben verziert und in den Stamm ist sogar ein Lindlingswurmb, das Schutz- und Wappentier des Niederlandts geschnitzt.

Dafür hat sich Grootmynheere oder wie die Jugend vielleicht besser versteht, der „Van-Chef“ ganz herzlich beim Vereinsvorstand Simon Schleußinger bedankt. „Das Niederlandt hat sich sehr über diesen freundlichen Empfang gefreut besonders nach einer zweijährigen Abstinenz“, versicherte der Grootmynheere.




Mensch und Natur sind keine Gegensätze

Pappenheim – Am späten Vormittag am vergangenen Sonntag, kurz nachdem die Niederländter mit Pauken und Trompeten durch die Klosterstraße zur Burg gezogen sind, eröffnete der Kunst- und Kulturverein Pappenheim eine feine, aber gar nicht so kleine Ausstellung mit Werken von Friederike Caroline Bachmann. Zur Eröffnung spielte hier das Jazz-Duo Stefanie Tornow und Beat Baumli. Sie führten das Publikum mit ihren atmosphärischen Stücken hinüber in die fein gesponnene Welt der Künstlerin.

Nach der launigen Begrüßung durch den Zweiten Bürgermeister Walter Otters, den die Wiederaufnahme des Kunst- und Kulturbetriebs nach der langen Corona-Zeit sichtlich erfreute, führte die Pappenheimer Künstlerin Renate Gehrcke in das Leben und Wirken von Friederike Caroline Bachmann ein, die sie schon vor über dreißig Jahren auf einer Kunstmesse kennen und schätzen gelernt hat.
Die Offenbacherin war schon mehrmals bei Kunstaktionen in der Region aktiv, hat 1991 den Kunstpreis der Stadt Treuchtlingen erhalten und war an der heute immer noch unvergessenen Ausstellung FREILUFT in den ehemaligen Liegehallen der Lungenheilanstalt in Pappenheim beteiligt.
Einatmen und Ausatmen war damals ihr Thema, Einatmen und Ausatmen ist auch ein Motiv der diesjährigen Pappenheimer Ausstellung, der sie den Titel HOMOSPHÄRE gegeben hat.
Darunter versteht sie durchmischte Luft, die für das menschliche Atmen unverzichtbar ist und wie alles menschliche Tun zu einem ständigen Kreislauf beiträgt. Diese scheinbaren Gegensätze – Einatmen und Ausatmen – bedingen sich gegenseitig und diese Gegenseitigkeit – nicht Gegensätzlichkeit – will sie auch mit ihren Werken zum Sprechen bringen. Und das auch hier im wahrsten Sinn des Wortes, sie liest in der Vernissage aus ihren Schriftbändern ausschnittsweise vor, die sie aus einer Glasschale zufällig zieht. Schreiben ist für sie ein meditativer und künstlerischer Akt – aber offensichtlich auch das Vortragen ihrer Gedanken, ihrer Assoziationen, ihrer Ängste und deren Überwindung.
Ihre Bilder zeigen einen vergrößerten Ausschnitt der Natur, schattenwerfende Kreise oder Linien, heller und dunkler werdend. Diese endlos laufenden Linien wirken zwar als Grenze, sind aber als Mittler zwischen innen und außen gedacht und die dabei entstehenden Flächen als Luft und als Materie zu verstehen, sie bedingen sich gegenseitig.

Das an der Wand hängende Papiergewebe vergrößert ins Riesenhafte das menschliche Lungengewebe –
Einatmen, Ausatmen, Einatmen, Ausatmen. Ihr Anliegen ist es, mit ihren Bildern und Objekten einen Ausschnitt der Natur bewusst zu machen, sei es durch ihre Zeichnungen wie dem Lungenbaum oder dem Menschenwald, sei es, tote Zweige aus den umliegenden Wäldern von Pappenheim mit farbigem Garn zu umspinnen und sie so wieder zum Leben zu bringen – zumindest für uns Menschen. Zweige sind ein Teil der Bäume, Bäume bilden Luft zum Atmen, Menschen sind auf Bäume angewiesen. Friederike Caroline Bachmann schließt daraus: „Bäume können ohne den Menschen sein, aber wir nicht ohne Bäume“. So möchte sie auch ihre Kunst als Ausdruck der Gegenseitigkeit sehen.
Albrecht Bedal

Die Ausstellung im Museum an der Stadtmühle in Pappenheim ist bis einschließlich 24. Juli 2022 an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet, also auch an den Feiertagen um Pfingsten.

Der Eintritt ist frei.




Der Brunnen schwebte zum Lämmermannplatz

Mit der Platzierung des Brunnensteins ist der Lämmermannplatz wieder ein Stück mehr fertig geworden. Am Vormittag, des 24.05.2022 hat ein Autokran der Firma Felleiter den sieben Tonnen schweren Natursteinquader an seinen Bestimmungsort gehoben.

Zwei riesige Fahrzeuge waren in der Deisingerstraße unterwegs, um den Brunnenstein für den Pappenheimer Lämmermannplatz von einem Lkw auf die vier Fundamente auf dem Lämmermannplatz zu haben. Da schon lange vor Ankunft des Autokrans und des Transport-Lkw der Seitenstreifen abgesperrt war, kam es bei der Schwerlastoperation im Herzen der Stadt zu keinen nennenswerten Verkehrsstörungen.

Wie mehrfach berichtet sehen die Planungen des Architekturbüros Frosch auf dem Lämmermannplatz als Abgrenzung zur Herrenschmiedgasse hin einen gewaltigen Dolomit Block als Brunnenelement vor. Dieser wurde bereits im Sommer des Vorjahres ganz in der Nähe, nämlich im Dietfurter Steinbruch gebrochen, den Winter über ausgetrocknet und als Brunnen bearbeitet. Das bedeutet, dass der 3,50 m lange 1,5 m breite und 50 cm hohe Steinblock mit fünf Löchern bestückt wurde durch die das Wasser in Fontänen nach außen plätschern wird. Nachts werden die Fontainen sogar beleuchtet sein.

Mit dem Brunnen wird eine der Ideen des Pappenheimer Architekten Clemens Frosch für die Platzgestaltung umgesetzt. „Die Platzgestaltung liegt mir sehr am Herzen“, betont der Architekt, der bei dem ersten Gestaltungswettbewerb vor mehr als 10 Jahren schon die Idee einbrachte inmitten der Stadt durch den Abbruch der Lämmermannhäuser einen Platz zu schaffen.

Bei der Brunnengestaltung geht es Clemens Frosch darum mit dem Dietfurter Dolomit auf die natürliche Verbindung von Stein und Wasser in der Stadt hindeuten.

Gestaltet und technisch umgesetzt wird die Brunnenlage von der Firma Josef Gajek aus Georgensgmünd. Der Steinmetzmeister ist mit seinen Brunnen weltweit unterwegs und seine Brunnen stehen in Dubai, Florida und Australien genauso wie in Kasachstan und allen EU-Ländern.

Der Brunnen in Pappenheim ruht vier Fundamten über einer Brunnenstube, in der sich die Pumpen Filteranlagen und der Wasserbehälter mit einem Kubikmeter Brunnen-Betriebswasser befindet. Bevor das Wasser aus dem Stein sprudelt, wird es von allen Mineralien befreit, damit es keine Ablagerungen auf dem Brunnenstein gibt. Außerdem wird der Brunnenfachmann beobachten, ob sich Bakterien und Algen bilden, die das Aussehen des Brunnens beeinträchtigen. Auch diese werden dann mit chemischen Zusätzen aus dem Wasser entfernt.

 




Das nachgeholte Jubiläum des Niederlandts

Pappenheim – Die Vereinigung Allniederlandt hat am Wochenende ihre 115. „Grosz Weltumbseglung bis gen Pappinheimb“ (GWU) begangen. Drei Tage lang erfüllten die Mynheers mit ihrem Wahlspruch froh Gemüt geschickte Hand Pappenheim mit buntem Treiben und guter Laune. Der neue Schultheiß Florian Gallus wurde vom Niederlandt kraft seines Amtes herzlich aufgenommen und hieß seinerseits beim Festabend die Niederländter in Pappenheim willkommen. Der vormalige Schultheiß Uwe Sinn ist inzwischen getäufter Niederländer bei der Sozietät der Treekschuyten in Nürnberg mit einem zungenbrecherischen Niederländternamen.

Das Niederlandt ist ein Männerbund, in dem die Kunst in jeder Form, die Freundschaft und insbesondere das gesellige Beisammensein zu Hause sind. Deshalb haben auch alle Niederländter sehr darunter gelitten, dass es in den vergangenen zwei Jahren keine Maienfahrt in Pappenheim gab und vor allem das 2020 geplante 150-jährige Gründungsfest nicht stattfinden konnte. Es hat daher allen gut getan, dass die 155. GWU in diesem Jahr bei bestem Wetter in alter Tradition stattfinden konnte.

Schon am Freitag, Punkt 12:00 Uhr kündigte Kanonendonner von der Burg die Machtübernahme des Niederlandts in Pappenheim an. Auf dem Burgturm wurde zum Zeichen der Besitzergreifung die orange-blaue Niederländterfahne gehisst, wobei diese längere Zeit auf Halbmast stand. Gerade als sich die aufmerksamen Pappenheimer anfingen sich Sorgen zu machen, fuhr die Fahne schließlich doch bis zur Mastspitze hoch. Dies war auch für Bürgermeister Florian Gallus ein besonderer Moment, denn mit der vorübergehenden Herrschaft des Niederlandts bekam er als Schulheiß als Zeichen der Zugehörigkeit kraft Amtes einen weißen Kragen verpasst.

Am Freitagnachmittag gab es im Gasthof Zum Grünen Baum die Koordinierungsstelle für die Quartiernahme und beim „Historisch Fürabend“ kam es in den Pappenheimer Gasthäusern zu ersten geselligen Zusammenkünften der Myneers, Ratsherren und Lumpen aus dem Niederlandt.

Bei der traditionellen „Vanthastische Begegnung“ zwischen dem Niederlandt und der Pappenheimer Bevölkerung am Samstagnachmittag gab es eine Stunde lang mit humorvoll-sinnigen Gedichten und Musikvorträgen, Kostproben von der Kunstfertigkeit die dem Niederlandt innewohnt.
Weil Essen und Trinken bekanntlich Leib und Seele zusammenhalten, versorgte die Theatergruppe Pappenheim traditionsgemäß die vielen Zuschauer mit Schnittchen und reichlich Wurmbier. Als Hommage an die Gäste aus dem gesamten Bayrischen Raum, aus Landau und Königswinter bei Bonn, trug auch die Theatergruppe mit einem Gedicht und einem Liedchen zum bunten Nachmittagsprogramm bei.

Beim abendlichen Festbankett, dass seit Schließung der Krone mehrere Jahre schon in der Turnhalle des EBZ stattfindet, gab es diesmal ein Programm, das von Einzelbeiträgen mehrerer Sozietäten getragen war.

Wie es üblich ist ergriff nach dem feierlichen Einzug der Grootmynheere das Wort und bedankte sich insbesondre bei Ina Strunz als wertvolle Perle, die mit viel Engagement, Können, Nachsicht und Geduld die zuweilen etwas quengeligen Mynheers, wie schon viele Jahren zuvor, in den Pappenheimer Quartieren unterbrachte. Vorgestellt werden vom Grootmynheere auch stets die seit der letzten GWU „getäuften“ und damit neu aufgenommen Niederländter. Aus Pappenheim waren dies Uwe Graf vom Trawt Nest in Pappenheim, der jetzt als Uitkrasser van Groenling im Schatzkästlyn des Niederlandts registriert ist und Uwe Sinn der bei den Treeksschuyten in Nürnberg am 09.10.2020 auf den Niederländtisch Namen Uitschroef van Steenpaddestoel getauft wurde.

Bei diesem Festbankett bekam auch der Schultheiß Florian Gallus erstmals die Gelegenheit zu den versammelten  Niederländtern zu sprechen. Recht souverän überbrachte er in Reimen den Willkommensgruß der Stadt Pappenheim sowie seiner Bürgerinnen und Bürger und betonte dabei, dass in Pappenheim der Frühling erst beginnt, wenn die Niederländter da sind.

Das dreistündige Festbankett war geprägt von launig- sinnreichen Text-, Lied- und Musikvorträgen, dem Festspiel „Die Meistersinger vom Niederlandt“ von der „Fähr“ aus Neuburg und Bildpräsentationen aus der 150-jährigen Geschichte Allniederlandts. Es war in leichten Abänderungen das Programm, das im Mai 2020 bei der Feier zum 150-jähringen Gründungsjubiläum des Niederlandts vorgesehen war.

Am Sonntag fand wie von je her der traditionelle Marsch vom Marktplatz durch die Stadt zur Burg statt. Vorher aber gab es auf dem Marktplatz eine Gratulationskur und so manches Ständchen für den Schulheiß Florian Gallus, der an diesem Tag seinen 40. Geburtstag feierte.

Aus 20 Sozietäten haben 300 Niederländter mit fröhlichen VAN-Rufen zu den Klängen der Feuerwehrkapelle Langenaltheim den Marsch zur Burg angetreten. Abgesichert haben den langen Tross Allniederlandts wie immer die Kräfte der Polizeiinspektion Treuchtlingen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei ist es gute Tradition, dass der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen höchst persönlich, zusammen mit dem Verkehrsmitarbeiter nach Pappenheim kommt um für die Sicherheit des Niederlandts zu sorgen. In diesem Jahr feierte der Treuchtlinger Polizeichef Klaus Ziegler, der seit Jahresbeginn die Polizeiinspektion Treuchtlingen leitet, sein Niederländer- Debüt in Pappenheim und zeigte sich an dem Treiben der bunten Schar recht interessiert.

Auf der Burg angekommen kam es dann bei der bunten Gesellschaft, die durch Freundschaft, Kunst und Frohsinn seit 150 Jahren ungebrochen in der traditionellen Form besteht, zu einem besinnlichen Innehalten. Am Ehrenmal des Niederlandts legten die Mynheers Blumen nieder und der Chor sang das Lied von den drei Lilien zum Gedenken und zu Ehren ihres Urmynheern und Gründers Adrian van Os. Nachdem der Grootmynhere die seit 150 Jahren bestehenden Maximen des Niederlandts hochleben ließ, wurde der verstorbenen Mynheers gedacht, die „zur ewig Tafelrundt eingerucket sind“.

Nachdem sich alle mit Würsten und Bier versorgt hatten, bildete die Maienpredigt des Fabian van Koreman vom Veldtlager aus Ingolstadt den krönenden Abschluss. Mit der Einholung der Niederländterfahne vom Burgturm endete schließlich die 115. Groß Weltumbseglung bis gen Pappinheimb mit der Hoffnung, dass im nächsten Mai alle wieder zusammen in ihrem Freundschaftsbund feiern können. Nun leiten wieder ein ganzes Jahr lang die Stadtverwaltung und das gräfliche Haus die Geschicke Pappenheims.




Punktgewinn der Sportfreunde im letzten Saisonspiel

Bieswang – Im letzten Spiel der Saison (nächsten Sonntag ist man spielfrei) musste sich der Spitzenreiter und designierte Meister der B-Klasse Süd 2, die DJK Pollenfeld II, in einem interessanten Vergleich mit einem 2 : 2 – Unentschieden zufrieden geben.

(SFB) Das über die gesamte Spielzeit ausgeglichene Spiel konnte die rd. 80 Zuschauer am Bieswanger Sportplatz zufrieden stimmen. Die Gastgeber vergaben in der Anfangszeit einen Foulelfmeter. DJK-Goalgetter Terry Eze fing nach einer halben Stunde einen Querpass ab, umkurvte SF-Keeper Philipp Heger und schob zum 1 : 0 ein. Im zweiten Abschnitt landete ein schön vorgetragenen Angriff der Sportfreunde bei Boris Bosnjak, der zum Ausgleich vollendete. Doch die Oberbayern legten mit dem 2 : 1 durch Julius Schreiner nach. Bieswang gab nicht auf, zeigte eine tolle Moral und wurde mit dem Ausgleich durch Tom Matzelt für die Mühen belohnt.

Letztlich war es eine gerechte Punkteteilung sowie ein gelungener Saisonabschluss für die Elf von Thomas Schwenk. In der Rückrundentabelle ist man weit vorne dabei. Das sollte dem jungen Team die Kraft und Hoffnung geben, in der nächsten Saison wieder voll anzugreifen und vorne mitzuspielen.

SF Bieswang: Philipp Heger, Florian Kraft, Stefan Wiedemann, Anusorn Sachse, Sebastian Hüttinger, Tom Matzelt, Tim Schwenk, Dominik Dietrich, Niko Müller, Boris Bosnjak, Janik Jakob, Jakov Rusic, Simon Gerstner, Matthias Rachinger, Florian Hajek




Ganz besondere Geburtstagsgratulanten

Pappenheims Bürgermeister Florin Gallus feiert heute am 22.05.2022 seinen 40. Geburtstag. Eine Gratulationsmöglichkeit gab es am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz wo der Jubilar die Glückwünsche von Pappenheimer Bürgern und rund 300 Niederländtern entgegen nahm. Letztes sangen ihm sogar das eine oder andere Ständchen. Beim Niederländtertreffen, der GWU oder auch Niederländtisch Maienfahrt genannt spielte er am Tag seines Wiegenfestes als Schultheiß eine ganz besondere Rolle und durfte auch an der Spitze des Umzuges Schulter an Schulter mit dem Grotmynheere marschieren. Das Bild zeigt den Jubilar, der gerade die Glückwünsche des Groortmynheers entgegennimmt.

Florian Gallus ist bei der Kommunalwahl 2014 erstmals politisch tätig geworden und hat gleich nach seiner Wahl den Vorsitz in der CSU-Fraktion übernommen. Von vorherien hat er es verstanden, als zentrale Figur im Pappenheimer Stadtrat Allianzen mit den Freien Wählern und der Bürgerliste zu schmieden. Bei der Kommunalwahl 2020 hat er sich als Bürgermeisterkandidat gegen den Amtsinhaber Uwe Sinn durchsetzen können.

Bei seinem Amtsantritt war Florian Gallus mit 38 Jahren der zweitjüngste Bürgermeister in der Geschichte der Stadt Pappenheim. Jüngster Bürgermeister war  Bürgermeister Josef Nachtmann (ebenfalls CSU) bei seiner Wahl zum Bürgermeister im Jahre 1966. Damals war Nachtmann 36 Jahre.