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Falsche Verhalten nach Verkehrsunfall

Am Sonntag, 28.10.2018, gegen 06.45 Uhr, befuhr ein 24-jähriger Treuchtlinger mit seinem Pkw die Staatsstraße 2387 zwischen Bieswang und Zimmern. Wegen Straßenglätte nach Schneefall geriet das Fahrzeug, auf dem noch Sommerreifen montiert waren, in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab, beschädigte einen Leitpfosten und kam in einer Wiese zum Stehen.
Es entstand ein Sachschaden von ca. 1.500 EURO. Nachdem der 24 Jahre alte Mann erfolglos versucht hatte, seinen Pkw wieder auf die Straße zu fahren, verließ er die Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Gegen den Unfallverursacher wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle eingeleitet.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei erneut auf die Pflichten eines  Unfallbeteiligten nach einem Verkehrsunfall hin.




Biogasbesitzer tilgt die Schmach

 Fast ein Jahr musste die Freiwillige Feuerwehr Osterdorf warten, bis sie die Brotzeit bekam, die der Wehr nach den Cold Water Challenge-Regeln zustand.

„Die Cold Water Challenge ist zwar schon lange vorbei“, heißt es im Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf, „aber es stand immer noch die Brotzeit von der Freiwilligen Feuerwehr Kölburg aus“. Die Feuerwehr Kölburg, eine Ortsteilfeuerwehr von Monheim wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf nominiert. Da in Schwaben die Cold Water Challenge damals noch nicht bekannt war und Kölburg die Frist verstreichen ließ, war nach den Callenge Regeln eine Brotzeit für die Osterdorfer Wehr fällig.
Die Feuerwehr Kölburg  wollte aber die Brotzeit nicht ausgeben.

Jetzt ist es den Osterdorfern gelungen doch noch zu einem kulinarischen Event in Kölburg zu kommen. Denn Jürgen Eitel, ein guter Bekannter des Osterdorfer Schriftführers Dieter Mürl wollte diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen und lud die Osterdorfer Feuerwehr zu sich nach Kölburg ein. Nach der Besichtigung seiner Biogasanlage stiftete Jürgen Eitel dann die fällige Brotzeit.

Die ist vermutlich durch den langen Zeitablauf kräftig angewachsen und hatte sich zu einem „leckeren Schweinebraten mit allem drum und dran“ entwickelt, steht im Protokoll der Osterdorfer Feuerwehr. Laut Protokoll  gab auch noch Kaffee und Kuchen, sowie „Kalten Kaffee“ eine Osterdorfer Spezialität.




Verdienten Sieg der SG Sportfreunde Bieswang

Die SG Sportfreunde Bieswang hat auswärts beim SV Leerstetten III mit 2:1 gewonnen. Das Team um Trainer Wolfgang Schmidt bewies in der zweiten Hälfte seine Stärke und drehte das Spiel. Damit stehen die Sportfreunde wieder auf dem dritten Tabellenplatz.

Bei winterlichen Temperaturen mussten die Bieswangerinnen bereits um 10 Uhr morgens beim SV Leerstetten III ran. Der SV startete unerwartet stark, nachdem sie aus acht Spielen erst zwei Punkte holen konnten. Bieswang kam schwer ins Spiel und musste zunächst hauptsächlich defensiv agieren. In der 30. Minute konnte die Bieswanger Abwehr den Ball am eigenen Strafraum nicht richtig klären und Romina Trautnitz traf im Nachschuss zum 0:1 aus Sicht der Sportfreunde. Die beste Chance im ersten Durchgang hatte Christina Panzer für Bieswang. Nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld gelang der Ball zu Christina Panzer, die alleine auf das gegnerische Tor zulief, dann jedoch etwas zu überhastet abschloss und nur die SV-Keeperin anschoss.

In der zweiten Halbzeit war Bieswang heiß darauf, das Spiel zu drehen und ging energischer in die Zweikämpfe und zeigte schöne Kombinationen. In der 55. Minute legte Leonie Schmidt auf die mitgelaufene Katja Priborsky quer, die dann im Strafraum von der herauseilenden Torfrau von den Füßen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Leonie Schmidt sicher zum 1:1. Kurz darauf hatte Zoe Glatter die Führung auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Zwei Chancen der Gegner parierte Sabine Stettinger sehenswert. Drei Minuten vor Schluss brachte Leonie Schmidt ihr Team dann verdient in Führung, die die Sportfreunde dann nicht mehr aus der Hand gaben, als sie nach Vorarbeit von Anna-Lena Gruber den Ball von halblinks ins lange Eck versenkte.

Am kommenden Samstag, 3. November, spielen die Sportfreunde zuhause in Obereichstätt gegen die SG DJK Grafenberg. Anpfiff ist um 14 Uhr.

Es spielten:
Sabine Stettinger, Annalena Koderer, Tamara Kastenhuber, Carina Pöverlein, Zoe Glatter, Barbara Scholz, Hanna Schmidt, Anna-Lena Gruber, Leonie Schmidt, Christina Panzer, Katja Priborsky und Anna Biederer.




Polizei bittet um Hinweise zum Tankstellenüberfall

Zu dem Überfall auf eine Tankstelle in Pappenheim  (wir haben berichtet), gibt die Polizei jezt die Täterbeschreibungen bekannt:
Zwei noch unbekannte Täter überfielen am Freitagabend (26.10.2018) eine Tankstelle in Pappenheim. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen.

Die beiden Männer betraten gegen 20:20 Uhr die Tankstelle im Lachgartenweg. Unter Vorhalt einer Schusswaffe bedrohten sie die anwesende Angestellte und forderten die Herausgabe von Bargeld. Wenig später flüchteten sie mit einem geringen Geldbetrag aus der Tankstelle zu Fuß in Richtung Bahnhof. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Die Angestellte blieb zwar unverletzt, erlitt aber einen leichten Schock.

Beschreibung der Täter:

  1. Täter: ca. 20 Jahre alt, ca. 180 cm groß, kräftige Statur, bekleidet mit einem Arbeitsoverall mit schwarzer Hose, trug Handschuhe.
  1. Täter ca. 20 Jahre alt, ca. 170 cm groß, schlank, bekleidet mit schwarzer Hose, grauen Schuhen mit weißen Sohlen, blauem Blouson mitweißem Ärmelabschluss.

Vorsicht! Die Täter sind mit einer Schusswaffe bewaffnet.

Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der
Telefonnummer 0911 2112 – 3333.




Flottes und mitreißendes Konzert in Zimmern

Der Europäische Städtepartnerschaftsverein Pappenheim e.V. hat jetzt im Zimmerer Gasthaus zum Hollerstein mit dem Konzert der Klezmerband „Ej Ce Horo“ eine erfolgreiche Musikveranstaltung präsentiert. Mit Flotten Melodien, teilweise akrobatischen Tonfolgen  und fliegenden  Wechseln zwischen den  Tonarten und der Leitinstrumente konnten die Protagonisten ihr Publikum im voll besetzten Wirtshaussaal in Zimmern begeistern.

Der Wirtshaussaal im Gasthaus Hollerstein zu Zimmern hat sich schon öfters als geeigneter Veranstaltungsort für Musikveranstaltungen erwiesen. Und auch für die Klezmerband Ej Ce Horo fühlte sich bei ihrem Auftritt in Zimmern sichtlich wohl.

„Ich bin total überwältigt“, begrüßte Ludwig Schütz, der 1. Vorsitzende des Europäischen Städtepartnerschaftsvereins Pappenheim e.V.  die unerwartet vielen Zuschauer im voll besetzten Saal. Unter den Gästen konnte Schütz Landratstellvertreter Peter Krauß, Silvie Feja vom Büro für Regionalpartnerschaften bei der Bezirksverwaltung, sowie die Repräsentanten des Heimat- und Geschichtsvereins und des Kunst und Kulturvereins begrüßen.

Das Ensemble Ej Ce Horo kommt aus Frankreich und  weilt auf Einladung des Bezirks zu vier Konzerten in Mittelfranken. Damit soll die seit den 1970er Jahren bestehende Regionalpartnerschaft mit der französischen Region Limousin gestärkt und auch musikalisch zum Ausdruck gebracht werden. Der Europäische Städtepartnerschaftsverein Pappenheim befindet sich derzeit in der Erneuerungsphase und hat das Angebot des Bezirks für das erste Konzert mit Ej Ce Horo gerne angenommen. Dass dieses flotte und mitreißende Konzert stattfinden konnte, verdankt der Verein vielen Helfern im Hintergrund,  die den Saal geschmückt und den Kartenvorverkauf organisiert haben. Bei ihnen hat sich Ludwig Schütz auch herzlich bedankt. Ganz besonders bedankte er sich jedoch bei den Hauptsponsoren Autohaus Strobl, EDEKA-Markt Pfaller  und Haustechnik Felsner, die mit ihrer finanziellen Unterstützung eine solide Basis für das Konzert geschaffen haben.

Ziel des Europäischen Städtepartnerschaftsvereins ist es, dem europäischen Gedanken in Pappenheim Leben zu verleihen und da sei das Feiern eine gute Basis für ein europäisches Miteinander, meinte Ludwig  Schütz. Eine lebendige Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Coussac-Bonneval wird in Pappenheim seit 1986 gepflegt. Und im Oktober kam mit der ungarischen Stadt Iszkaszentgyörgy eine weitere Partnerschaft zustande. Letztere lebt auch durch die enge Verbindung der Feuerwehren beider Städte. Erst kürzlich, so konnte Ludwig Schütz berichten, sei eine Pappenheimer Abordnung in Iszkaszentgyörgy gewesen um dort mit weiteren Delegationen aus Frankreich, Rumänien und Estland die europäische Freundschaft  hochleben zu lassen.

Und die europäische Vielfalt  fand auch in den musikalischen Beiträgen der fünf Klassemusiker seinen Niederschlag. Etwa als das Ensemble aus Frankreich im deutschen Zimmern den ungarischen  Csárdás des italienischen Komponisten Vittorio Monti mit Kontrabass Gitarre und Violine in hervorragender Weise intonierten. Beim letzten Stück kam mit dem  Säbeltanz des russischen Komponisten Aram Chatschaturjan eine weitere Nation ins Spiel.

Bei ihrem Konzert erhielten Sylvain Brousse, Anthony Picard sowie Samuel Tardin an den Gitarren und am Kontrabass, sowie Amelie Boubenec und Maelle Bousquet an Violine und Klarinette viel Szenenapplaus und Jubelrufe.  Da war es klar, dass sie nicht von der Bühne gelassen wurden bevor sie zwei Zugaben gespielt hatten.

Die nächste Begegnung mit dem Europäischen Städtepartnerschaftsverein wird es am Pelzmärtelmarkt in Pappenheim vom 09.bis 11.11. geben. Dort wird der Verein einen Stand bewirtschaften und europäische Köstlichkeiten anbieten.




Überfall auf Tankstelle in Pappenheim

Am gestrigen Freitag, 26.10.2018 kurz vor 20:30 Uhr wurde in Pappenheim die Tankstelle am Lachgartenweg von zwei Männern überfallen. Diese flüchteten  nach der Tat zu Fuß in Richtung Bahnhof. Erbeutet wurde bei dem Überfall ein niederer dreistelliger Betrag.

Unter Vorhalt einer Schusswaffe forderten zwei bislang unbekannte Männer von der Kassiererin im Tankstellenshop Bargeld.
Nach Erhalt der Beute flüchteten beide Männer in Richtung Bahnhof. Die Täter werden  als ca. 20 Jahre alt bzw. jünger beschrieben.  Einer der Täter war mit einem Arbeitsoverall bekleidet der andere trug eine schwarze Hose und eine blaue Jacke.

Trotz  einer sofortigen Fahndung mit einem Großaufgebot der Polize konnten die flüchtigen Täter bisher nicht gefunden werden.

Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach geführt.




Nach „Spiegelklatscher“ weitergefahren

Die Polizei sucht den flüchtigen Fahrer eines schwarzen SUV, der zwischen Bieswang und Schönau im Begegnungsverkehr den Rückspiegel eines entgegenkommenden Pkw beschädigt hat.

Am Donnerstagabend, gegen 21.15 Uhr, befuhr ein 28-jähriger Mann aus einem Pappenheimer Ortsteil mit einem Lkw die Staatsstraße 2387 von Schönau in Richtung Bieswang. In einer Linkskurve kam ihm ein schwarzer SUV teilweise auf seiner Fahrbahnseite entgegen, wodurch sich die beiden Außenspiegel streiften. Der schwarze Geländewagen, von dem nichts Weiteres bekannt ist, setzte seine Fahrt fort. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Hundert EURO. Hinweise werden an die PI Treuchtlingen unter Telefon 09142/9644-0 erbeten.




Schutz des Trinkwassers genießt Vorrang

Helmuth Regler aus Pappenheim hat uns zu dem Artikel „Trinkwasserqualität darf nicht in Gefahr geraten“ einen Leserbrief zukommen lassen der nachfolgend veröffentlicht wird.

Asbestdeponie-Befürchtungen des Stadtrates Pappenheim

Alle Achtung, dass der Stadtrat  an einem Strang  zieht. Der Schutz des Trinkwassers gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben von Politik und Verwaltung und  genießt Vorrang! Es ist auch nicht gut, wenn aus mehreren Regierungsbezirken in Bayern die Asbestabfälle zu Frankenschotter nach Treuchtlingen-Pappenheim kommen. Respekt, dass dem Druck widerstanden wird. Daneben sei noch bemerkt, dass der Arbeitslärm der Fa. Frankenschotter immer näher und  kräftiger an den Luftkurort Pappenheim heranrückt.

Helmuth Regler
Pappenheim

Auf diesen Leserbries schreibt Stephan Kienzle folgende Antwort:

Sehr geehrter Hr. Regler,

sicherlich gehört der Schutz des Trinkwassers zu den Aufgaben der Politik, und genau deswegen sollten sie sich nicht gegen eine sichere Deponierung wehren sondern eher sogar befürworten.

Denn in Bayern besteht eine sog. Andienungspflicht für asbesthaltige Abfälle, d.h. es werden nur die asbesthaltigen Abfälle aus diesem Landkreis eingebracht, ggf. schließen sich auch 2-3 Landkreise zusammen aber es wird nie zu einer Einlagerung aus ganz Bayern kommen wie sie fälschlicherweise behaupten! Panikmache hilft einer sachlichen Diskussion überhaupt nicht!

Und da es sich nunmal um genau das Material handelt dass momentan unkontrolliert Asbest ins Trinkwasser abgibt (Stichwort Wellasbestdächer) ist eine sichere Deponierung aus meiner Sicht auf jeden Fall vorzuziehen.

Stephan Kienzle
Asbestsachverständiger
Nürnberg

 

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

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Keine Punkte im Verfolgerduell

 Die SG Sportfreunde Bieswang hat zuhause in Obereichstätt mit 2:4 im Verfolgerduell gegen die SG FV Röthenbach verloren. Damit rutschen die Bieswangerinnen vorläufig auf den fünften Tabellenplatz ab.

(SFB) In der achten Minute brachte Lena Schmidt ihr Team früh in Führung. Anna-Lena Gruber hatte sich den Ball erkämpft, sich gegen drei Gegenspielerinnen durchgesetzt und auf die rechts mitgelaufene Lena Schmidt abgelegt, die mit einem satten Schuss ins lange Eck abschloss. Doch nur drei Minuten drauf konnte Röthenbach ausgleichen. Nur weitere fünf Minuten später gelang es den Gästen, das Spiel zu drehen, als ein Fernschuss von Libero Tamara Kastenhubers Gesicht abgefälscht und so für die SF-Keeperin Sabine Stettinger unhaltbar wurde. Den Sportfreunden blieb kaum Zeit zum Durchatmen, denn kurz darauf wurde die SG erneut überrannt und lag bereits nach 21 Minuten mit 1:3 zurück. Bieswang hatte kaum Zugriff zum Spiel, war zu zaghaft in den Zweikämpfen und ließ Röthenbach viel Platz zum Kombinieren.

Im zweiten Durchgang wirkten die Sportfreunde wie ausgewechselt, nahmen die Zweikämpfe an und versuchten selbst das Spiel zu gestalten. Bieswang warf nun alles nach vorne und machte hinten weiter auf. In der 65. Minute wurde Bieswang dadurch ausgekontert und eine Röthenbacher Spielerin tauchte alleine vor der guten Torfrau Sabine Stettinger auf und ließ diese mit ihrem Abschluss ohne Chance. Jedoch versuchten die Sportfreundinnen trotzdem alles, um weiter nach vorne Druck zu machen. Zehn Minuten später versenkte Lena Schmidt einen Freistoß direkt im gegnerischen Tor. Bieswang lag dann mehrfach noch das 3:4 auf dem Fuß, jedoch scheiterte es bei den Sportfreunden am Abschluss.

Am kommenden Sonntag, 28. Oktober, spielen die Sportfreude auswärts beim SV Leerstetten III. Anpfiff ist bereits um 10:00 Uhr.

Es spielten:
Sabine Stettinger, Annalena Koderer, Tamara Kastenhuber, Anna Leitmayr, Lena Schmidt, Barbara Scholz, Lucia Winhard, Marie Wittmann, Hanna Schmidt, Christina Panzer, Anna-Lena Gruber, Jessica Oberschmid.




Trinkwasserqualität darf nicht in Gefahr geraten

Die Firma Franken-Schotter will ihre bestehenden Monodeponie für asbesthaltige Abfälle, die sich in dem Steinbruchareal auf Pappenheimer Gemeindegebiet befindet, deutlich erweitern. Zur Entwässerung ist eine Einleitung von Sickerwasser aus dieser Deponie in die Altmühl vorgesehen. In Rahmen des Genehmigungsverfahrens hat die Stadt Pappenheim jetzt als Träger öffentlicher Belange mit einem Stadtratsbeschluss die beabsichtigte ungefilterte Einleitung des Sickerwassers, wie schon im Dezember 2017, strikt abgelehnt und fordert eine Vorklärung des Sickerwassers. Wasserwirtschaftsamt und Wasserversorgungs-Zweckverband links der Altmühl stimmen der ungefilterten Einleitung zu.

Die Erweiterung der Monodeponie zur Entsorgung von zementgebundenen asbesthaltigen Abfällen (Asbestzement- oder auch Eternitplatten), im Steinbruchgebiet der Firma Frankenschotter, war schon im Dezember 2017 auf der Tagesordnung im Pappenheimer Stadtrat.

Durch die massive Erweiterung der Deponie will man die Entsorgung zementgebundener asbesthaltiger Abfälle in der Region für weitere 25 Jahre sicherstellen.

Zur Entwässerung des Deponiebereichs ist die Einleitung von Sickerwasser über Sickerbecken und Sickergraben  aus dem Erweiterungsbereich der Monodeponie zusammen mit dem Sickerwasser aus der nördlichen angrenzenden Deponie (Deponieklasse 0= unbelasteter Erdaushub) in die Altmühl geplant.

Angesichts der geplanten Einleitung von ungefiltertem, asbesthaltigem Sickerwasser in die Altmühl, schrillten nicht nur bei Stadtrat Rusam (SPD), der auch technischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und Versorgungs-GmbH ist, die Alarmglocken. Rusam wies bereits bei der Stadtratssitzung am 07. Dezember 2017 darauf hin, dass die Altmühl als Quelle für das Pappenheimer Trinkwasser diene, weshalb man einer Einleitung von asbesthaltigem Sickerwasser nicht zustimmen dürfe. Ähnlich bedenklich sahen dies damals auch der CSU-Fraktionsvorsitzende Florian Gallus und Friedrich Obernöder (CSU), die darauf hinwiesen, dass die Trinkwasserqualität Vorrang habe.

Deshalb lehnte der Stadtrat im Dezember 2017einstimmig die Einleitung des Niederschlagswassers der erweiterten Asbestdeponie in das Grundwasser der Stadt Pappenheim strikt ab. Maßgeblich für die Entscheidung  waren damals auch die ablehnenden Stellungsnahmen der Wasserversorgung GmbH Pappenheim und des Wasserzweckverbandes links der Altmühl.

Gefahr für die Trinkwasserqualität?
Nun stand das Thema im Oktober wieder zur Beratung und Beschlussfassung im Stadtrat an. Denn inzwischen, hat die Firma Franken-Schotter hat von einem unabhängigen Institut die voraussichtlichen Auswirkungen der Sicherwasser-Einleitung in die Altmühl wissenschaftlich begutachten lassen. Das 25-seitige Gutachten bewertet die Einleitung des Sicherwassers in die Altmühl als unbedenklich, weil die Grenzwerte der für die zulässige Anzahl von Asbestfasern im Grund- und Trinkwasser deutlich unterschritten wird.

Unter der Maßgabe, dass die Anzahl der Asbestfasern nicht überschritten werden dürfen, stimmt das Wasserwirtschaftsamt der ungefilterten Einleitung in die Altmühl zu. Das Wasserwirtschaftsamt stellt in einem eignen Guten dar, dass keine schädlichen Gewässerveränderungen zu erwarten seien. Wörtlich heißt es in dem Gutachten: „Die Einleitung des Abwassers steht den Bewirtschaftungszielen an diesem Gewässer nicht entgegen. Eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität aus den Versorgungsanlagen im Umfeld der Abwassereinleitung ist nicht anzunehmen.“

Auf Grund der Gutachten bestehen beim Zweckverband zur Wasserversorgung links der Altmühl zwischenzeitlich keine Bedenken mehr gegen die Einleitung des Sickerwassers in die Altmühl.
Diese Haltung ist für Stadtrat Günther Rusam (SPD) völlig unverständlich, denn  die Gutachten bringen aus seiner Sicht keine neuen Erkenntnisse. Als Technischer Geschäftsführer sieht er die drohende Gefahr für das besonders hochwertige Trinkwasser Pappenheims nicht ausgeräumt. Denn nirgends stehe, dass eine Beeinträchtigung des Pappenheimer Trinkwassers ausgeschlossen ist. Die Wassergewinnungs- und Versorgung GmbH sei der drittgrößte Trinkwasserversorger und das Wasser aus den Brunnen in Pappenheim und Eßlingen kann ohne Aufbereitungen an die Verbraucher weitergegeben werden und bestehe fast zur Hälfte aus Uferfiltrat der Altmühl. In einem Schreiben schätzen Rusam als technischer Geschäftsführer und Franz Altenburger, der kaufmännischer Geschäftsführer der Pappenheimer Wasserversrgungs GmbH  die Auswirkunge für die Trinkwasserversorgung in Pappenheim als höchst bedenklich ein.

„So eine Situation haben wir noch nicht gehabt, das war noch nie da. Da kann niemand abschätzen wie die Auswirkungen dann tatsächlich sind“, äußerte sich Günther Rusam. Deshalb habe er bereits im Januar 2918 schriftlich einen „Runden Tisch“ mit Vertreten der Regiertun, des Landratsamtes und des Wasserwirtschaftsamtes angeregt. „So kenne ich das, wenn es Probleme gibt, die gemeinsam ausgeräumt werden müssen“ sagt der technische Geschäftsführer. Auf seine schriftliche Anregung habe er nicht einmal ein Antwort bekommen. Sein Vorschlag wäre, das Abwasser in die Kläranlage Treuchtlingen einzuleiten. Dort wäre dann einen kontrollierte Aufbereitung des Wassers möglich.

„Wir können unser Trinkwasser nur einmal kaputt machen“, meinte auch Stadtrat Karl Satzinger (BGL) dem die Prognosen in den Gutachten nicht greifbar und konkret genug sind.

Nur mit einer kontrollierten Klärung könne man wissen, was da wirklich eingeleitet wird, stellte Walter Otter (FW) fest.

Wir wolle das Vorhaben der Firma Franken-Schotter nicht verhindern, meinte Friedrich Obernöder. Aber eine Vorreinigung sei hier schon angebracht.

Neudorfs Ortssprecher Heiko Loy, meinte dass man die Trinkwasserqualität nicht den Wirtschaftlichen Interessen einer Firma opfern dürfe. Diese breche erst  die Steine heraus und fülle das dann mit Müll auf. Diese Formulierung brachte Thomas Herrscher, Betriebsleiter bei der Firma Franken-Schotter in Rage. Als Zuhörer protestierte er im Sitzungssaal lautstark gegen den Begriff „Müll“ und handelte sich damit einem Ordnungsruf des Bürgermeisters ein.

Bei einem Gespräch stellte Thomas Herrscher seine Sicht der Dinge klar und argumentierte, dass die Asbestphastern jetzt in unkontrollierter Menge von den Asbestplattendächern  in die Altmühl gelangen. In der Deponie sind die Platten in Folien verpackt und in möglichst undurchlässige Erdschichten eingelagert. Im Übrigen sei Asbest nur gesundheitsschädlich, wenn die Fasern eingeatmet werden. Im Trinkwasser gebe es bisher keine Hinweise auf eine Gesundheitsschädlichkeit.

Mit zwei Gegenstimmen die hat der Pappenheimer Stadtrat in seinem Beschluss die ungefilterte Einleitung des Sickerwassers in die Altmühl strikt abgelehnt. Im Beschlusstext wird unter anderem das gesamte Genehmigungsverfahren infrage gestellt, weil bei der Anhörung die Wasserversorgungs GmbH Pappenheim nicht als Träger öffentlicher Belange in das Anhörungsverfahren eingebunden war.

Das Landratsamt hat nun im Genehmigungsverfahren zu abwägen, ob die Bedenken der Stadt Pappenheim wegen der Gefährdung des Trinkwassers ihren Niederschlag finden oder nur zur Kenntnis genommen werden.




Ein Wagen für Waldentdecker

Pappenheim – Einen Wagen voller Gerätschaften für Waldentdecker jeden Alters hat jetzt die  Forstbetriebsgemeinschaft Pappenheim-Weißenburg e.V. (FBG) in Pappenheim vorgestellt. Der Wagen ist die Basis des innovativen Projekts „Waldhüpfer“, der Spaß, Abwechslung und interessante Informationen über den Wald vermitteln soll. In einem Auswahlverfahren wurde das Pappenheimer „Waldhüpfer“-Projekt vom Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten als eines von bayernweit 17 Projekten als besonders förderungswürdig eingestuft.

„Waldhüpfer“ steht auf den großen Plakaten, die an einem Wagen angebracht sind, der im Herbstwald mitten auf dem Osterdorfer Kirchenweg steht. Der Anhänger, der problemlos von einem Pkw gezogen werden kann, ist eines von 17 Projekten, das  im bayernweiten Wettbewerb um regionale Waldattraktionen mit 80 Prozent gefördert wird. Idee, Planung und Ausführung des Waldhüpfer-Projektes wurde von der FBG Pappenheim-Weißenburg auf die Beine gestellt.

Die Ausstattung des Wagens reicht von einfachen Gerätschaften bis zu modernster Medientechnik, die durch neuartige und innovative Formen der Wissensvermittlung den Wald in einer besonderen Weise erlebbar machen sollen.

Und das ist den Projektentwicklern bestens gelungen, wie sich bei der Vorstellung des „Waldhüpfers“ zeigte, zu der Eckhard Freist als 1. Vorsitzender der FBG eingeladen hatte. Zunächst galt sein Dank und Gruß Desiré Gräfin von und zu Egloffstein, die als Vertreterin der Waldbesitzerin der Veranstaltung zugestimmt und auch den Parkplatz für den Friedwald zur Verfügung gestellt hatte.

Als tragendes Mitglied der FBG begrüßte Eckhard Freist Carl Fürst von Wrede mit Sohn Carl Christian Fürst von Wrede und dessen Gattin Katalin Fürstin von Wrede. Dabei zeigte sich Freist überzeugt, dass der „Waldhüpfer“ bei den vielen interessanten Aktivitäten des Fürstenhauses immer wieder zum Einsatz kommen wird. Von der Politik wurden Landratstellverteter Robert Westphal und Pappenheims 1. Bürgermeister Uwe Sinn begrüßt. Für die Projektunterstützung dankte Freist Forstdirektor Jürgen Stemmer, vom Amt Ernährung Landwirtschaft und Forsten. Der Geschäftsführer des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Hans Ludwig Körner war  aus München gekommen und als Vertreter der privaten Forstwirtschaft wurde Alfred Maderer, 2. Vorstand der FBG Franken Süd begrüßt.

Unter den Ehrengästen waren auch  Jürgen Schweininger, 1. Vorsitzender der Jägervereinigung Weißenburg und Marc Schmidtkonz ,1. Vorsitzender der Jagd-Angliederungsgenossenschaft Pappenheim.

„Für das gesamte Team ist heute ein toller Tag“, stellte der Eckard Freist fest. Schon seit Jahren habe man bei der FBG Pappenheim-Weißenburg die Idee eines Waldwagens diskutiert. Da kam es sehr gelegen, dass das  bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Sommer 2017 einen Wettbewerb zum Thema „Regionale Waldattraktionen“ ausschrieb. Mit den Forstleuten wurde eine Projektgruppe errichtet, der Jenifer Plabst, Anne-Dore Chomiak, Bernhard Leidl und Pappenheims Revierförster Roland Ott angehören. Unterstützt wurde das Team vom Büroteam der Pappenheimer FBG. Nach einer intensiven Entwicklungsarbeit konnte man sich schließlich im Januar 2018 über den Förderbescheid freuen, der allerdings die sportliche Aufgabe beinhaltete, das Projekt bis zum 31.10. 2018 fertigzustellen.

Als „etwas Wunderbares für den Landkreis“ lobte Landratsstellvertreter Robert  Westphal in seinem Grußwort das waldpädagogische Projekt der LBG Pappenheim-Weißenburg. Schon seit Jahren ist  der Landkreis bestrebt, die Schönheiten und Besonderheiten unserer Region ins Bild zu setzen und dem Nächsten nahe zu bringen. Der Waldhüpfer sei ein Projekt, bei dem dies in eindrucksvoller Weise gelungen sei. Viele Projekte blieben leider im Stadium der Ideen stecken, meinte Robert Westphal. Deshalb sei das Besondere am heutigen Projekt auch  die tatsächliche Umsetzung, worüber er sich ganz besonders freue.

Auch Bürgermeister Sinn lobte das Projekt als wichtiges Konzept, Kindern und Erwachsenen die Natur nahe zu bringen und beglückwünschte die Arbeitsgruppe zu ihrem Erfolg. Nachdem er das Projekt  theoretisch bestens kenne, sei er jetzt auf die praktische Umsetzung gespannt.
Und darauf musste er gar nicht langen warten. Denn an drei vorbereiteten Stationen wurden den Gästen vorgeführt was der  „Waldhüpfers“ alle hat und alles kann.

Da gab es einen Erdspieß zur Entnahme von Bodenproben, einen Kasten mit  Entdeckerwerkzeugen, wobei es die Becherlupen den Kindern es ganz besonders angetan hatten. Erweitert wird das Entdeckersortiment noch um eine Endoskop Kamera, mit der man dann auch Spechthöhlen und Mauslöcher von innen besichtigen kann.

„Bewegung im Wald“ war das Thema einer weiteren Station. Hier konnte man über eine gesicherte  Slackline balancieren, auf  Kletterelementen Bäume ersteigen und einen sensiblen Bewegungsablauf an einem aufgebauten Spinnennetz trainieren.

Größtes Interesse erweckte allseits die Drohne, die gleich mit zwei Kameras ausgestattet werden kann. Eine normale Kamera mit Videofunktion kann angebracht werden und dazu noch eine Wärmebildkamera, mit der man nach Wild in Wiesen vor dem Mähen und nach Wildschweinen im Mais suchen kann. Übertragen werden die Bilder der Kamera live auf einen Großmonitor. Foto und Videokamera lassen sich bei der Beobachtung der Baumwipfel bestens einsetzen, etwa um  Baumschäden festzustellen oder den Unterschied zwischen Tanne- und Fichtenzapfen vor Ort zu zeigen.

Damit die teuren Gerätschaften auch sicher bedient werden, mussten die Piloten der Drohnen eine besondere Ausbildung hinter sich bringen. Aus der Hand von Hans Ludwig Körner dem Geschäftsführer des Waldbesitzerverbandes konnten Eckhard und Janik Freist, Benedikt Krug und Christian Schlund die entsprechenden Zertifikate entgegennehmen.

Mit einer Spende über 400 Euro überraschte Marc Schmidtkonz, der 1. Vorsitzender der Jagd-Angliederungsgenossenschaft Pappenheim das Projektteam. Es sei aus Sicht der Jägerschaft wichtig, den Menschen Wild und Wald näher zu bringen. Das sei mit dem „Waldhüpfer“ bestens gelungen, meinte Schmidtkonz und lobte das Engagement des Projektteams, das seine Aktivitäten neben dem intensiven Tagesgeschäft geleistet habe.

Der „Waldhüpfer“ wird bei Kosten von rund 70.000 Euro im Rahmen des Staatlichen Förderprogramms vom Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten  mit 80 Prozent  unterstützt. Durch seine leichte Beweglichkeit ist der „Waldhüpfer“ räumlich sehr flexibel und kann in der gesamte Region insbesondere bei Schulen und Kindergärten aber auch Vereinen und sonstigen Gruppen  zum Einsatz kommen. Über die Einsatzmöglichkeiten berät Sie die Forstbetriebsgemeinschaft Pappenheim-Weißenburg unter Telefon Nr. 09143-6660 sehr gerne.




Zwei Löschgruppen erfolgreich im Leistungstest

Zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Neudorf haben unter Leitung der beiden Kommandanten Matthias Geck und Alexander Knoll am Freitag den 19. Oktober 2018 erfolgreich die Leistungsprüfung in der der Kategorie „Die Gruppe im Löscheinsatz“ abgelegt.

Als Schiedsrichter fungierten Kreisbrandmeister Otto Schober, Manfred Zolnhofer und Uwe Lampmann. Nach abgelegter Leistungsprüfung attestierte KBM Otto Schober den Löschgruppen einen fehlerfreien und schnellen Ablauf der Prüfungsdurchgänge und gratulierte den Kameraden zur bestandenen Prüfung.

Unter den zahlreichen Zuschauern befanden sich als Vertreter der Stat Pappenheim  Neudorfs Ortssprecher Heiko Loy, Erster Bürgermeister Uwe Sinn sowie Stadtrat und Feuerwehrreferent Florian Gallus. Auch Bürgermeister Sinn gratulierte in seinem Grußwort zur Bestandenen Leistungsprüfung und dankte für das ehrenamtliche Engagement der jungen Mannschaft. Er zeigte sich beeindruckt vom Leistungs- und Wissendstand der Wehr

Der erfolgreiche Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen im Feuerwehrhaus Neudorf gemütlich aus.

Folgende Stufen wurden abgelegt:

Stufe 2 (Silber) Dominik Dietrich, Andreas Hoyer, Christian Schwenk
Stufe 3 (Gold) Tamara Dörntlein, Florian Knoll, Stephan Hoyer
Stufe 5 (Gold-Grün) Karl Hüttinger, Jörg Krämer, Daniel Schwegler
Stufe 6 (Gold-Rot) Marco Daum, Thomas Knoll

Als Ergänzer (Stufe 6 bereits in den Vorjahren abgelegt) ergänzten Matthias Geck, Alexander Knoll und Jochen Dörntlein die beiden Gruppen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Neudorf