Kein Punkte am Osterwochenende

(SFB) Nach der Heimniederlage am Gründonnerstag gelang es der Blischke-Elf auch am Ostermontag nicht, den Heimvorteil gegen die SpVgg Wellheim in Punkte umzuwandeln.

SF Bieswang : SpVgg Wellheim 1 : 3

Ferenz Fuchs hatte auf Bieswanger Seite die erste Möglichkeit, der Schlussmann der Gäste konnte klären. Auf der anderen Seite hatte Bieswang bei einer „Doppelaktion“ im Strafraum Glück, beide Male konnte mit letztem Einsatz geklärt werden. Nach 19 Minuten hieß es 1 : 0 für Bieswang, Ferenz Fuchs spielte Samuel Hilgart frei, der überlegt einschob. Eine Gelb-Rote Karte wenig später sollte den Gastgebern in die Karten spielen, doch die Blau-Weißen verstanden es nicht, daraus Kapital zu schlagen. Weitere Chancen für Wellheim und Bieswang (durch einen Kopfball von Thomas Rachinger) folgten bis zur Pause.

Mit einem Doppelschlag (54./57.) gingen die Wellheimer im zweiten Abschnitt in Führung. Den Treffern gingen halbherzige Klärungsversuche voraus. Nutznießer waren Alexander Rathei und Thomas Gomez.  Ferenz Fuchs (per Freistoß) und Thomas Rachinger (dessen Kopfball wurde auf der Linie geklärt wurde) hatten den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Nachdem das Spiel immer härter wurde, dezimierten sich die Sportfreunde unnötigerweise noch selbst (Gelb-Rote Karten für Max Pfaller und Andreas Renner). Mit dem Schlusspfiff gelang der SpVgg durch einen Kopfballtreffer von Alexander Rathei noch das 1 : 3.

Zusammengefasst: zwei Heimspiele an Ostern, zweimal mit zwei Toren Unterschied verloren, null Punkte. Die Folge: die Abstiegsplätze rücken näher. Bieswang muss in den nächsten Spielen den Schalter umlegen und punkten, ohne Wenn und Aber.

SF Bieswang:
Johannes Straßner, Andreas Renner, Stefan Wiedemann, Thomas Rachinger, Anusorn Sachse, Florian Schwenk, Thomas Schwenk, Bogdan Taranishen, Julian Seegmüller, Ferenz Fuchs, Samuel Hilgart.
eingewechselt: Alexander Reitlinger, Max Pfaller, Tobias Gruber




Der Pappenheimer Untergrund

Beim historischen Stammtisch des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. erläuterte der Mittelarchäologe Wolfgang Steeger seine Funde im Bereich der Grabungen für den Kanal in der Deisingerstraße. Dem interessierten Publikum erklärte Steeger den Zusammenhang der Funde mit Rückschlüssen auf die Besiedelung der Deisingerstraße.

Weit über 100 Funde hat der Mittelalterarchäologe Wolfgang Steeger schon aus den Erdschichten im Untergrund der Deisingerstraße gesichert, beschrieben und dokumentiert. „Es ist nichts spektakuläres dabei“, erklärt Steeger, aber es habe doch wesentlich mehr Funde ergeben als er erwartet habe. Dabei handelt es sich nicht um eine Ausgrabung, sondern lediglich um eine Suche in den unberührten Erdschichten im Randbereich des Kanalgrabens. Es ist ein aufwändiges Geschäft, denn die Funde werden mit  Geodaten eingemessen und vor Ort fotografiert, bevor sie teilweise in Bruchstücken gesichert werden.

Interessant ist die Tatsache, dass es insbesondere im Bereich der Einmündung Bauhofstraße Hinweise und auch entsprechende Funde gab, die auf eine Eisenverhüttung in der vorchristlichen Keltenzeit hindeuten. „Dann ist 1.000 Jahre nichts passiert“ stellt Steeger fest, denn die nächsten Funde weisen auf das Hochmittelalter (12.bis 13. Jahrhundert) hin. Grund hierfür könnte sein, dass der Verlauf des Altmühlufers bis an den Burgberg heranreichte. Aus der Zeit des Mittelalters  finden sich Reste von Bauten und handwerklichen Anlagen. „Die Deisingerstraße könnte das erste Industriegebiet in Pappenheim gewesen sein“, vermutet Steeger. Allerdings bräuchte es hier noch genauere Untersuchungen und vor allem Grabungserweiterungen um hier konkrete Ergebnisse zu bekommen. Derzeit hat der Archäologe neben Fundstücken aus der vorchristlichen Eisenverhüttung  mehrere Pfosten von baulichen Anlagen, Keramik- und Glasstücke, sowie Profile von Lehmöfen gefunden. Die Funde werden nach der Erfassung und Beschreibung an das Landesamt für Denkmalpflege zur Begutachtung übersandt. Dann kommen die Funde nach Pappenheim zurück, denn sie sind Eigentum der Stadt Pappenheim. „Es ist ein toller Befund, weil wir was über die Stadt herausgefunden haben. Damit hätte ich nicht gerechnet“, stellte Steeger bei seinem Vortag fest.
Nach dem Vortrag konnten die Besucher einige  Fundstücke  genauer betrachten, dem Experten auch die eine oder andere Frage stellen.