Sommerfest im „Haus Altmühltal“

Die Rummelsberger Diakonie lädt am Sonntag, 30. Juni 2019, zu ihrem traditionellen  Sommerfest im „Haus Altmühltal“ in Pappenheim ein. Von 10 bis 18 Uhr herrscht buntes Treiben im idyllischen Park an der Beckstraße.

Eröffnet wird das Fest um wie alle Jahre im 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Park, begleitet vom Pappenheimer Kirchenchor.

Ab 11 Uhr gibt es ein Kinderprogramm mit Spielmobil, Bastelaktion und Torwandschießen. An einem Stand der Talentschmiede Altmühltal verkaufen Mitarbeitende dekorative und nützliche Eigenprodukte aus Holz und Stoff. Es gibt Leckeres vom Grill und aus dem Topf, eine Hendlbraterei, eine Salatbar, Crêpes, Kaffee und Kuchen sowie Eis.

Ab 13 Uhr sorgen die Band „watership down“ und die Trommelgruppe „Taktlos“ für gute Stimmung. Außerdem ist ein Glücksrad aufgebaut.

Wer mehr über die Einrichtung der Rummelsberger Diakonie erfahren möchte, kann an einer Führung durch das „Haus Altmühltal“ um 14 oder 15 Uhr teilnehmen.




Städtebaufördermittel vom Freistaat

Der Freistaat Bayern unterstützt in diesem Jahr 47 Städte und Gemeinden in Mittelfranken mit insgesamt 19,6 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm. Auch Pappenheim bekommt für die Altstadt 200.000 Euro.
(Büro MdL Hauber) Die Mittel kommen insbesondere kleineren Städten und Gemeinden im ländlichen Raum zugute und helfen ihnen dabei, Gebäudeleerstände zu beseitigen und die Ortsmitten zu stärken. Rund 88 Prozent der Mittel aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm fließen in den ländlichen Raum, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bayerns lebt.

Wolfgang Hauber, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER aus Weißenburg und innenpolitischer Sprecher der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktion, ist über diese Förderung sehr erfreut: „Mit Gunzenhausen, Bechhofen, Dürrwangen, Pappenheim, Ornbau, Wilburgstetten und Wolframs-Eschenbach wurden einige Städte aus meinem Stimmkreis alleine mit insgesamt über 3, 6 Mio. Euro berücksichtigt. Das stärkt in der Tat die Attraktivität des ländlichen Raums und dessen Städte und Gemeinden.“

Weiter erklärt MdL Hauber: „Auch begrüße ich sehr, dass mit der Förderinitiative „Innen statt Außen“ der Flächenverbrauch reduziert wird und mit der Förderinitiative „Flächenentsiegelung“ innerörtliche Brachflächen neu geordnet und gestaltet werden können.“

Aus dem Stimmkreis 505 „Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen“ bekam die Stadt Pappenheim für Maßnahmen der Förderinitiative „Innen statt Außen“:  Fördermitteln in Höhe von 200.000 Euro.




Wie kommt das Glück nach Franken ?

Ein Musikalisches Kabarett mit dem Thema „Franken im Glück“  von und mit Ruth und Karl-Heinz Röhlin bietet der Kunst- und Kulturverein am Samstag, 29. Juli 2019 im Haus der Bürger an.

Samstag, 29. Juni 2019, 19 Uhr

Remise im Haus K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim.

Eintritt 12 Euro, für Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins 10 Euro, im Abendverkauf oder Kartenvorverkauf bei der Tourist-Info in Pappenheim am Marktplatz.

(KuKuV)Kaum zu glauben, aber durch Umfragen bestätigt: Seit Jahren führt der Glücksatlas der Deutschen Post die Franken in der Spitzengruppe der Glücklichen und liegt damit deutlich vor Oberbayern. Für die kabarettistischen Glücksforscher wirft das schwerwiegende Fragen auf: Wie kommt das Glück nach Franken und warum herrscht so ein gutes Lebensgefühl zwischen Frankenwald und Altmühl? Liegt das an den Franken selber und sind Fränkinnen vielleicht sogar noch glücklicher als ihre Männer? Der fränkische Kabarettist Karl-Heinz Röhlin alias Friedemann Felix wird diese Fragen und noch viel mehr mit seinem feinen Humor und psychologischen Blick beantworten.

Fühlen Sie sich an diesem Abend besonders glücklich und genießen Sie die musikalischen Glücksgefühle, für die Ruth Röhlin am Klavier und Bernd Aschmoneit am Saxophon sorgen werden. Mit dem kleinen Obulus für die Veranstalter machen Sie den Kunst- und Kulturverein an diesem Abend ebenso glücklich. Und wem das noch nicht zum eigenen Glücklichsein reicht, der kann sich sein Glück noch mit erfrischenden Getränken steigern.

Karl-Heinz Röhlin ist glücklich als Pfarrer und war vor etlichen Jahren als Landjugendpfarrer in Pappenheim tätig, Ruth Röhlin sucht ihr Glück als Seelsorgerin im Rummelsberger Stift St. Lorenz.

Titelfoto: KuKuV




Die Sichtweise eines Bieswanger Bürgers

Zu unserem Artikel „Bürgerinitiative hofft auf das Landratsamt“ hat uns Roland Kiermeyer einen Leserbrief zukommen lassen, der nachfolgend veröffentlicht wird.

Von den rund 60 Anliegern auf dem veröffenltichten Bild wohnen nicht alle in den beschriebenen Straßen und ein Teil ist erst gar nicht aus Bieswang. Aufgrund welcher Rechtsgrundlage hätte der Stadtrat anders entscheiden sollen? Die Firma Gegg hat doch alle entsprechenden Gutachten vorgelegt. Deshalb konnten unsere roten Gutmenschen im Stadtrat locker gegen die Mehrheit stimmen. Doch im Jahr 2002 stimmten auch diese, zumindest ein Herr Gronauer und eine Frau Seuberth dafür, dass die Firma Gegg den anliegenden Feldweg zur Anlieferung nutzen darf. Wobei sich die Anlieferung über diesen Feldweg erledigt hat, da unser Bürgermeister gegen diesen Beschluss das Schild “Lieferverkehr frei“ eigenmächtig entfernen ließ. Aber das ist bei unserer Stadt nichts neues, denn Ratsbeschlüsse sind hier eh nur als grober Anhalt zu betrachten.

Ich als Anwohner der Bgm. Rachinger Str. kann diesen Rummel nicht ganz nachvollzeihen und hier kann ich für einen Großteil dieser Straße sprechen. Sicher gibt es den ein oder anderen der sich Sorgen macht. Aber hier zu schreiben, dass bei allen Anwohnern das blanke Entsetzen ausgebrochen ist, ist schlicht und ergreifend gelogen. Hier hätte der Verfasser seine Hausaufgaben für eine unparteiische und unabhängige Berichterstattung besser machen müssen!

Zum Thema Verkehr kann ich nur sagen, es ist richtig das es in diesem Bereich der Straße teilweise keinen Gehweg gibt. Aber wenn es für Kinder zu gefährlich ist und diese leider nicht mehr vors Haus können, kann es nicht sein das Eltern den noch vorhandenen Gehweg für sich beanspruchen und mit ihren Fahrzeugen zuparken, weil in der Hofeinfahrt und in deren Garage eine Armada an abgemeldeten Fahrzeugen stehen (Ludolfs). Genauso die Aussage: „Wenn ein Lkw vorbeifährt wackelt das ganze Haus“ kann ich so in diesem Streckenabschnitt nicht ganz nachvollzeihen, denn wenn ich durch diesen Abschnitt fahre ist zu 75% die Straße halbseitig durch Kunden des Reiterhofes und der Pension blockiert. Jetzt muss man wissen das es für einen Lkw schon schwierig wird hier schneller als 20 km/h zu fahren. Abhilfe könnte man hier nur schaffen, wenn beide für ausreichend Parkplätze sorgen würden und eine 30km/h Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wird. Natürlich sollte man dann auch seinen Pferdeanhänger nicht auf diesen Plätzen parken.

Ich persönlich weise weder der   Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bieswang“ noch der Zimmerei Gegg die Schuld an dem momentanen Zustand zu, sondern der Stadt Pappenheim. Schon vor 15 Jahren war absehbar das sich hier ein junger Unternehmer etwas aufbaut und es nicht bei einem Zweimannbetrieb bleiben würde. Hat die Stadt dem jungen Unternehmer einmal ein entsprechendes Grundstück im Gewerbegebiet angeboten, bevor er sich durch Baumaßnahmen vergrößerte? Meines Wissens nicht! Wie auch? Die Stadt besitzt bis heute keine entsprechenden Flächen und auch wenn die Abbundanlage ins Gewerbegebiet ausgesiedelt werden würde, wer hätte dann den Verkehr? Die Hauptstraße und die Hutgasse! Durch diese Straßen, in denen übrigens auch Kinder wohnen, wird ein Gewerbegebiet mit ca. 200 Arbeitsplätzen versorgt. Darüber hat sich natürlich keiner derer, die auf dem Bild sind Gedanken gemacht. Hauptsache ich bin den Verkehr los! Viel Spaß den Anwohnern in der Hauptstraße und der Hutgasse. Das sind dann wieder einmal die Dummen. Denn die haben wirklich ein Verkehrsproblem und dort wackeln wirklich die Wände, wenn tonnenschwere Traktoren und Lkw´s in die Hutgasse einbiegen. Übrigens die Firma Gegg beschäftigt nicht einmal 10 Personen und wird hier als Industriebetrieb hochgespielt. Was sind da die Firmen Krause, Fensterbau Rachinger und die Metzgerei Wörlein? Industriekonzerne?

Noch ein Wort zum Signalhupen rückwärtsfahrender Stapler. Natürlich ist das hupen ab und an zu hören, aber nicht wie im Vorbericht beschrieben, dass dies Stunden lang der Fall ist. Wie oben bereits erwähnt wohne ich in der Bgm. Rachinger Str. ca. 200-220m von der Zimmerei entfernt (Luftlinie) und auch andere Nachbarn mit denen ich gesprochen habe können das bestätigen, dass dies nicht der Fall ist. Die Arbeiter haben etwas anderes zu tun als stundenlang mit dem Stapler rückwärts zu fahren. Die sind den ganzen Tag auf der Baustelle und müssen dort durch harte Arbeit ihr Geld verdienen.

Zu Guter Letzt möchte ich noch anfügen, dass ich mit keiner der hier betroffenen Personen ein persönliches Problem oder Streitigkeiten habe. Ganz im Gegenteil! Aber eine Diskussion sollte immer sachlich, fair und offen verlaufen. Nicht wie die momentan geführte Diskussion, bei der teilweise übers Ziel hinausgeschossen wird. Es kann nicht sein das Stadträte, die ein Ehrenamt ausüben, öffentlich beleidigt und aufgrund ihrer Meinung wirtschaftlich abgestraft werden. Wir sind doch hier nicht in einer Bananenrepublik.

Roland Kiermeyer
Bieswang

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

 




Drei Jahre keine Sondernutzungsgebühren

Als positives Signal für die Pappenheimer Geschäftsleute in der Innenstadt hat der Pappenheimer Stadtrat einstimmig beschlossen, dass für die nächsten drei Jahre keine Sondernutzungsgebühren erhoben werden.

Wer den öffentlich Raum über den Gemeingebrauch hinaus in Anspruch nimmt, bedarf einer Sondernutzungserlaubnis  nach dem Bayerischen Straßen und Wege Gesetz. Das betrifft vor allem Geschäftsleute, die auf den Gehwegen oder auf den Seitenstreifen in der Deisingerstraße eine gastronomisch Bestuhlung, Verkaufsständer oder auch Ruhebänke aufstellen.

Der Stadtrat hatte sich jüngst mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Dabei haben sich die Sprecher aller Fraktionen darauf geeinigt in den nächsten drei Jahren keine Gebühren für die Sondernutzung zu erheben. Allerdings war man sich im Stadtrat auch einig, dass der Stadtverwaltung eine Gestaltungsmöglichkeit bleiben muss. Will sagen, dass nicht jeder den öffentlichen Raum nach seinem Belieben zustellen oder gar zum Beispiel mit Plastikstühlen verschandeln darf. Deshalb ist auch bei der Stadtverwaltung eine entsprechende Genehmigung für die Sondernutzung einzuholen.




Friedrich Weickmann in den Ruhestand verabschiedet

Nach 38 Jahren bei der Rummelsberger Diakonie wurde Friedrich Weickmann in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige baute die Talentschmiede Altmühltal, wie die Werkstatt für Menschen mit Behinderung seit Kurzem heißt, in Pappenheim auf zeichnete dann für den  Umzug der Talentschmiede vom Standort Pappenheim nach Treuchtlingen verantwortlich.

Alle Redner würdigten die Leistungen und den Einsatz von Friedrich Weickmann. „Das große Engagement, die hohe Fachlichkeit und der lange Atem, mit dem Sie Ihre Aufgaben angegangen sind und sicherlich auch in Zukunft angehen werden, werden gerne übersehen, wenn man das Understatement erlebt, das Sie als Mensch auszeichnet“, sagte Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie. Er überreichte Weickmann für seinen Einsatz in all den 38 Jahren das goldene Kronenkreuz, die höchste Auszeichnung der Diakonie in Deutschland. Es sei zum großen Teil Weickmanns Verdienst, dass die Rummelsberger Diakonie in der Region einen guten Ruf genieße und als Partnerin geschätzt werde.“




Bürgerinitiative hofft auf das Landratsamt

Mehrere Generationen von Bieswanger Bürgern haben sich jetzt  mit einer öffentlichen Aktion im Genehmigungsverfahren der Abbundanlage bei der Zimmerei Gegg in Bieswang Gehör verschafft.

Rund 60 Anlieger aus den beeinträchtigten Straßenzügen stellten sich in der Rosengasse mit Transparenten auf. „Der Stadtrat hat total versagt“, heißt es aus den Reihen der Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Bieswang, jetzt müssen wir auf das Landratsamt vertrauen.

Wie berichtet hat die Pappenheimer Stadtratsverbindung aus Bürgersliste, CSU und Freien Wählern kürzlich der Abbundanlage in einer Halle der Bieswanger Zimmerei Gegg das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die umstrittene Entscheidung hatte bei den Anwohnern insbesondere der Rosengasse und der Bürgermeister-Rachinger-Straße blankes Entsetzen und teilweise sogar Existenzängste ausgelöst.

Obwohl alle Mitglieder des Stadtrates in  mehreren Schreiben der Bürgerinitiative und einzelner Betroffener über die Einschränkungen und Beeinträchtigungen der Lebensqualität,  Sicherheit und  Gesundheit der Anwohner in den betroffenen Anliegerstraße umfassend informiert wurden, seien die Belange der betroffenen Bürger von den Stadträten, von einer Ausnahme abgesehen,  nicht einmal ansatzweise in der Debatte des Stadtrats zur Sprache gekommen. Vielmehr habe man den Eindruck gewonnen, dass die entscheidenden Redner im Stadtrat mit zum Teil ordinären und zynischen Reden die Belange der Bürgerinitiative mit Füßen getreten hätten.

Wir haben auch Gespräche mit vielen Stadträten geführt, „aber die haben alle geblockt“, heißt es aus den Reihen der Bürgerinitiative.

Dabei vermitteln die an der Zusammenkunft beteiligten Männer und Frauen nicht den Eindruck der klassischen „Wutbürger“. Vielmehr stehen ihnen die Sorgen ins Gesicht geschrieben. „Ich wollte ja immer Ruhe im Dorf“, sagt eine Seniorin. „Aber so geht das überhaupt nicht“.

Konkret  meint sie die damit, dass bei einem Betrieb der geplanten Abbundanlage durch die Rosengasse, einer engen Anliegerstraße, in Spitzenzeiten 120 Fahrzeuge und davon bis zu 40 LKW fahren. Diese Straße, die teilweise ohne Gehweg ist, ist auch der Schulweg meiner Kinder meldet sich eine Mutter zu Wort. Hinzu komme, dass die Autos hier viel zu schnell durchfahren, sodass die Kinder jetzt schon aus Sicherheitsgründen nicht mehr vors Haus können. „Wenn ein Lkw vorbeifährt wackelt das ganze Haus“, sagt eine andere Anwohnerin.

Ein weiter Punkt ist die Geräuschentwicklung die durch die Signalhupen rückwärtsfahrender Stapler, die nicht nur durch Mark und Bein, sondern auch durch Wände und mehrfachverglaste Fenster dringen, versichert uns ein Anwohner der 180m entfernt in der Bürgermeister-Rachinger-Straße sein Unternehmen hat. .

Viele hätten sich  wegen der Ruhe und der ländlichen Idylle in Bieswang sesshaft gemacht. Für mich war entscheidend, dass es hier ein erweiterbares Industriegebiet außerhalb des Ortes gibt. Damals war der Gegg noch ein Bauernhof,  aus dem später ein kleiner Zimmereibetrieb mit 2 Mitarbeitern geworden war, das hat mich nicht gestört“, sagt ein Anwohner aus der Nähe.

Ziel der Bürgerinitiative ist es, dass die Abbundanlage im Bieswanger Industriegebiet angesiedelt wird. Der Zimmereibetrieb so wie er ist, könne bleiben. „Das wäre eine Win-win-Situation, meint Georg Finger, der seine Agentur für Managementberatung aufgeben müsste, wenn die Abbundanlage in Betrieb ginge. Ähnlich sieht es auch Ute Zippel, für ihre Pension in der Rosengasse. „Viele unser Gäste kommen seit Jahren um bei uns Ruhe und Erholung zu finden“ sagt sie, das sei mit einem Betrieb in der Nachbarschaft, der von 6 Uhr früh bis nachts 10 Uhr arbeitet nicht möglich. Gleiches gilt für den Rosenhof von Sabine Dier in der unmittelbaren Nachbarschaft der Zimmerei. Der weit über die Region hinaus bekannte Heilpädagogische Reitbetrieb wurde auch schon von den Sternstunden des Bayerischen Rundfunks und von der Aktion Mensch unterstützt. Zuletzt erfuhren Sabine Dier und die Bürgerinitiativeprominente Unterstützung von  „Dahoam is Dahoam“- Autor und Schauspieler Michael Seyfried.  (Siehe gesonderter Bericht).

Beim Landratsamt liegen jetzt die Hoffnungen der betroffenen Bewohner der Anliegerstraßen, das wird auch auf einem Transparent deutlich auf dem zu lesen ist: „ Landratsamt sei stark!  Wir brauchen Deine Hilfe!“.

Zunächst hofft man, dass vom Landratsamt die Anzahl der bisher 4 Verfahrensbeteiligungen deutlich erweitert wird. Man ist zuversichtlich, dass es zu einer Genehmigung der Abbundanlage an dem geplanten Ort nicht kommen wird. Solle es aber soweit kommen, wollen die Beteiligten den Rechtsweg beschreiten.




Michael Seyfried unterstützt Bürgerinitiative

Prominenten Besuch gab es in Bieswang am Pfingstmontag.  „Dahoam is Dahoam“- Autor und Schauspieler Michael Seyfried  war in Bieswang und erfuhr von der aktuellen Situation vor Ort.
(BILB) Den Bieswanger Bürgern soll in nächster Nähe ein lauter Industriebetrieb in Form einer Abbundanlage mit bis zu 120 Fahrten von LKW´s, Transportern (und Pkw´s) durch´s Wohngebiet zugemutet werden.

Er besichtigte u.a. den Rosenhof, den bayernweit bekannten therapeutischen Reit- und Ferienbetrieb und sprach mit betroffenen Anwohnern.

Originalzitate von M. Seyfried:

„Ich unterstütze zu 100 % die Forderungen der betroffenen Bürger nach Ablehnung dieser industriellen Abbundanlage im schönen Bieswang am Rand des Wohngebiets!

Der Schutz der Anwohner, der Kinder und älteren Menschen muss doch vorrangig sein!

Der Rosenhof mit seinen Pferden auf den Koppeln liegt ja in direkter Nachbarschaft zu diesem geplanten Industriebetrieb. Unfassbar, dass so eine „Perle“ für behinderte und gesunde Kinder, wie der Rosenhof ins existentielle „Aus“ gestürzt werden soll!

Und wo bleibt der Schutz der benachbarten Betriebe wie einer anderen Ferienpension hier und die im Fortbildungs- und Beratungssektor bekannte Firma Finger & Partner, die in allernächster Hörnähe ihren Firmensitz hat?

Finger & Partner müsste aufgrund der durchdringenden stressauslösenden Rückfahrsignale der großen Gabelstapler der Firma Gegg, die die Firma stundenlang von früh bis spät bombardieren würden, seinen Betrieb in Bieswang aufgeben und fortziehen. Ist so etwas gerecht?

Man darf die wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Betriebes nicht über die Rechte der Anwohner auf Verkehrssicherheit, Lebensqualität und ausreichende Ruhe stellen!

Liebe Bieswanger, lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmen!

Wir in Lansing würden uns auch unserer Haut wehren und würden uns für unser schönes Dorf stark machen!

 Ich drücke euch Allen die Daumen!„




Holzstapel in Brand gesetzt

Am Mittwoch, 12.06.2019, gegen 00.30 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass in Übermatzhofen ein Bauwagen brennen würde. Der Bauwagen, der von Jugendlichen als „Treff“ genutzt wird, steht neben einem landwirtschaftlichen Gebäude. Der neben dem Gebäude gelagerte Holzstapel wurde vermutlich vorsätzlich in Brand gesetzt, wodurch eine Mauer erheblich und der Bauwagen leicht beschädigt wurden.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 5.000 Euro,  Personen wurden nicht verletzt. Die Freiwilligen Feuerwehren Übermatzhofen und Langenaltheim waren mit 25 Einsatzkräften vor Ort und hatten den Brand schnell gelöscht.

Hinweise zu der Brandlegung werden an die PI Treuchtlingen unter Telefon 09142/9644-0 erbeten.




Tolle Preise bei Aktion der Werbegemeinschaft

Die Werbegemeinschaft Pappenheim hatte den Besuchern des Pappenheimer  „Frühlingserwachens“ in ein Preisausschreiben angeboten, bei dem es tollen Preisen zu gewinnen gab. In den Räumen der Anton Schindler e.K.  konnten kürzlich 32 Gewinner ihre Preise in Empfang nehmen.
So freuten sich Regina Schramm, Frau Simone Rohn und Herr Karl-Heinz Schramm über die Hauptpreise des Gewinnspiels – einen Sonnenschirm von der Firma Anton Schindler e.K., ein Dirndl von Päckert´s Landhausmoden und eine Farbberatung im Atelier FRAUENSACHE – LEIDENSCHAFT FÜR SCHÖNES.

Aber auch die weiteren  Gewinner konnten sich über schöne Preise der Pappenheimer Geschäfte freun. Unter anderem stiftete die Firma Haustechnik Felsner eine Spültischarmatur, Zweirad Schleußinger beteiligte sich mit einem hochwertigen Fahrradhelm samt Shirt und Flip Flops und von  Frisuren und Trends Knoll gab es einen Gutschein für eine Wimpernlaminierung.
Des Weiteren gab es für die Gewinner ein Tee-Service vom  Atelier PicoBello, Sevice-Gutscheine vom Autohaus Strobl, Einkaufsgutscheine der Hoechstätter-Apoheke und vom  Edeka-Markt Pfaller und eine Pflegeserie der Schloss-Apotheke, eine „Männerhandtasche“ von  Hecht-Bräu Zimmern und eine Umhängetasche vom Schreibwarengeschäfts Windisch. Die Altmühltaler Werkstätten stifteten ein Vogelhäuschen, der HGV ein ein Büchlein über Pappenheim, und die Stadtbücherei mehrere Bücher. All das konnte  an die Gewinner des „Frühlingserwachen“ Gewinnspiels weitergegeben werden.

Da aber auch die auswärtigen Aussteller schöne Preise für die Verlosung bereitstellten, gab es für die Gewinner noch eine wunderschöne Holzstehle von OAK Carving, Schmuck von Kreatives für dich, Gutscheine der Firmen Miche Bag und Lumara, ein Nackenkissen der Fa. Energetix, ein Kräuterset der Marke Kreative Natur sowie Ernährungsgutscheine für Tiere von Frau Mayinger.

Durch diese vielen Präsente wurde die Übergabe zu einem schönen Ereignis und lässt freudig und erwartungsfroh auf das „Frühlingserwachen 2020“ blicken unter dem Motto

 -Dein Pappenheim- herzlichlich & fein –

Foto: Werbegemeinschaft Pappenheim




Der Höhepunkt des Festjahres

Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim hat im historischen Ahnensaal auf der Pappenheimer Burg im Kreise der Feuerwehrmitglieder und ihrer Angehörigen, zusammen mit geladenen Ehrengästen ihr 150jähriges Gründungsfest gefeiert. Otto Schober wurde zum Ehrenkommandant ernannt und gleichzeitig für 40-jährigen Feuerwehrdienst geehrt. Stadtpfarrer Jürgen Poppe und Bergpfarrer Gerd Schamberger weihten in der Burgkapelle die neue Standarte und die Theatergruppe Pappenheim veranschaulichte in einem Einakter die schwierige Gründungsphase der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim vor über 150 Jahren.

Sieben Jahre lang dauerten die Geburtswehen, bis durch die nachhaltigen Aktivitäten des 1861 gegründeten Turnvereins Pappenheim am 2. November 1868 die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim aus der Taufe gehoben werden konnte. Aber die freiwilligen Brandbekämpfer hatten damals zunächst kein gutes Ansehen. Der Argwohn des Magistrats, persönliche Eitelkeiten und Flügelkämpfe in der Gesellschaft beeinträchtigten auch damals in Pappenheim schon ein friedliches Miteinander. Ludwig Graf und Herr zu Pappenheim war es dann, der  ein halbes Jahr nach der Gründung  das Ansehen der Freiwilligen Feuerwehr enorm stärkte. Nach dem Brand in der Gräflichen Brauerei  ließ er der Feuerwehr ein Dankschreiben zukommen, indem er seine „höchsteigenen Gefühle inniger Dankbarkeit gegen die hiesige freiwillige Feuerwehr wegen der bei dem jüngsten Brandunglück von ihr geleisteten ersprießlichen Dienste“ zum Ausdruck brachte und der Feuerwehr ein Darlehen von 500 Gulden zur Anschaffung notwendiger Gerätschaften zukommen ließ.

Da hat es durchaus historische Substanz, wenn die Freiwillige Feuerwehr Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein zum Schirmherrn ihres Jubiläums auswählt.

Dieser hat die Schirmherrschaft im November 2018 sehr gerne angenommen (wir haben berichtet). Zum Festabend hat der Schirmherr mit seiner Familie der Freiwilligen Feuerwehr die Ehre gegeben, wobei sein Sohn, Johannes Graf von und zu Egloffstein, der auch Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, eigens für das Jubiläum aus London angereist ist.

Unter den Ehrengästen befanden sich auch die Geistlichen beider Konfessionen, Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn zusammen mit dem Feuerwehrreferenten Florian Gallus, Landrat Gerhard Wägemann, Bundestagsabgeordneter Arthur Auernhammer und  Landtagsabgeordneter Manuel Westphal. Aus der Führungsriege der Landkreisfeuerwehr waren Kreisbrandrat Werner Kastner, die Kreisbrandinspektoren Volker Satzinger und Eduard Ott, sowie Kreisbrandmeister OttoSchober gekommen.

Ihnen allen galt ein herzliches Willkommen des 1. Vorsitzenden Maximilian Löffler und des 1. Kommandanten Martin Veitengruber.

Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein betonte in seiner Festrede erneut, dass er die Schirmherrschaft mit großer Freude angenommen habe, weil ihm die hervorragende Bedeutung der Feuerwehr in der Gesellschaft sehr bewusst sei. Darüber hinaus sei es der Grafschaft von alters her ein Anliegen das Allgemeinwohl zu fördern.

Die nun fast ein dreiviertel Jahrhundert andauernde Friedenszeit sei in der 1.000jährigen Geschichte des Landes etwas Einzigartiges und  ganz besonderes. „Trotzdem lässt die Entwicklung in unserem Land an Vielem zweifeln und große Befürchtungen aufkommen“, betonte der Schirmherr.
Umso mehr sei es deshalb zu unterstreichen, dass die Feuerwehren, welche die anspruchsvollste Form des Einsatzes für die Allgemeinheit in Friedenszeiten leisten hier ein sehr deutliches positives Gegenzeichen zum allgemeinen Trend setzen.
Umso unverständlich und in keiner Weise akzeptabel sei es  daher, dass für berechtigten Wünsche der Feuerwehren die verantwortlichen Personen und Gremien „viel zu oft eine mehr als knausrige Haltung zeigen“, legte der Schirmherr den Finger in die Wunde.
Auch dass Einsatzkräfte blockiert, behindert, beschimpft und sogar angegriffen werden bezeichnete er als besonders ekelhaft und niederträchtig.
Aber – so machte Graf Egloffstein den Einsatzkräften zum Schluss seiner Rede Mut : „Seien Sie versichert, dass die große, leider viel zu oft schweigende Mehrheit in unserem Lande Ihre Arbeit zu schätzen weiß, sie achtet und überaus dankbar ist.“

Landrat Gerhard Wägemann lobte die Freiwilligen Feuerwehren als  Nothelfer ohne deren unbezahlbare ehrenamtliche Hilfe „die Wahrung der öffentlichen Sicherheit nicht im Geringsten so gegeben wäre, wie sie es ist.“ Darüber hinaus seien die Feuerwehren fester Bestandteil im kulturellen Leben der Kommunen. Er wünschte der Jubelwehr noch ein gutes Gelingen im Festjahr und eine Sogwirkung des Kreisjugendfeuerwehrtages 2019 in Pappenheim für die Jugendarbeit der Pappenheimer Wehr. Als Anerkennung des Landkreises hatte er für die Jubelwehr ein im Kuvert verpacktes Geschenk mitgebracht.

„Würde es heute noch gelingen eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen? Heute, wo alles nach dem Staat schreit? “ Fragte Arthur Auernhammer bei seinem Grußwort. Er verwies auf die ständig wachsenden Herausforderungen und beglückwünschte die Pappenheimer Wehr auch zu der Entscheidung einen Festabend in einem Rahmen zu veranstalten, bei dem die eigenen Mitglieder ihr Jubiläum auch selbst feiern können.

Neben dem  bergen, schützen, retten sei es auch die Kameradschaft beim Einsatz und beim Feiern die eine Feuerwehr ausmacht, betonte Manuel Westphal in seinem Grußwort. Er begrüßte es sehr, dass die Pappenheimer Wehr eine intakte Jugendfeuerwehr und einen  beachtlichen Frauenanteil habe. „Da müssen andere Wehren noch dran arbeiten“ meinte Westphal.

Für die Stadt Pappenheim überbrachte Bürgermeister Uwe Sinn die besten Wünsche und verknüpfte den Dank an die Einsatzkräfte auch mit dem Dank an deren Angehörige.  Mitgebracht hatte Bürgermeister Sinn auch  Nadine Gempel, die für die Sparkasse Mittelfranken Süd die Filiale Pappenheim leitet. Sie übergab an die Pappenheimer Wehr einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.

Die Grüße und Glückwünsche überbrachte Kreisbrandrat Werner Kastner von der Landkreisfeuerwehr und auch im Namen aller weiteren 126 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises. Pappenheim sei eine wichtige Stützpunktfeuerwehr im Landkreis und  der Kreisbrandrat dankte der Stadt für die Unterstützung der Feuerwehren. Allerdings forderte Kastner erneut, für diese wichtige Feuerwehr in Pappenheim ein neues Feuerwehrhaus zu planen und zu verwirklichen. Der momentane Zustand des Feuerwehrhauses sei nicht mehr zeitgemäß.

Ehrungen, Ernennungen und Ausbildung

In diesem würdigen Rahmen in den 1000 Jahre alten Mauern der Burg  wurde  Susanne Lampmann, die erste Frau in den Reihen der aktiven Feuerwehrkräfte und Günter Hanke für eine 25-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet.

Kreisbrandmeister Otto Schober, der bis Dezember letzten Jahres 29Jahre lang Kommandant der Pappenheimer Feuerwehr war bekam die Auszeichnung für 40 Jahre aktiven Feuerwehdienst.

Zu seiner großen Überraschung bedachte ihn die Vorstandschaft mit dem Amt des Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim.

Mit Beförderungen und der Übergabe von Zeugnissen erinnerte 1. Kommandant Martin Veitengruber bei dem Festabend auch an die dienstlichen Angelegenheiten.

So erhielt der 2. Kommandant Michele Eckerlein die Ernennung zum Oberlöschmeister. Timor Razakov hat den Maschinistenlehrgang für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge erfolgreich abgeschlossen und Moritz Herzner hat den Grundkurs als Motorsägenführer absolviert.

Ihre Urkunden für das Basismudul 1 bei der Modularen Truppmannausbildung erhielten

Luisa Bronkorsky, Anna Maria Burzler, Maleen Lampmann und  Till Leinweber.

Standarte eingeweiht

Zum 150. Gründungsfest hat sich die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim eine Standarte angeschafft, die bei einer feierlichen Andacht in der Burgkapelle von Stadtpfarrer Poppe und Pfarrer Schamberger geweiht und gesegnet wurde. Das neue Prachtstück ziert bereits ein prunkvolles Fahnenband, das der Schirmherr gestiftet hat. Und auch an den Anschaffungskosten will sich Graf Egloffstein beteiligen.

Gelebte Geschichte

Zum Abschluss es offiziellen Teils gab es einen Einakter, den Anette Pappler für die Theatergruppe Pappenheim nach Auswertung historischer Aufzeichnungen inszeniert und organisiert hat. In dem Stück zeigten die Turner Holger Wenzel, Lutz Arnold, Fabian Schober, Maximilian Löffler, Thomas Henle und Manfred Walter, wie es bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim vor 150 Jahren zugegangen sein mag. Die historisch belegten Personen sind Bürgermeister Rukwid (Günther Kleber), Bezirkstierarzt Wilhelm Deisinger (Daniel Enderlein) und Notar Schöntag (Benedikt Herzog).




Gemeindliches Einvernehmen durchgedrückt

Die Pappenheimer Stadtratsmehrheit aus CSU, Freien Wählern und Bürgersleute hat gegen die Stimmen der SPD-Minderheit wieder einmal eine umstrittene Entscheidung zugunsten der Zimmerei Gegg in Bieswang durchgedrückt. Nachträglich hat der Stadtrat damit für die beantragte Abbundanlage das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Vor fast einem Jahr war diese noch mit 7:8 Stimmen knapp abgelehnt worden. Die Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Bieswang ist vom Verhalten einiger Stadtratsmitglieder entsetzt.

Wenn es im Pappenheimer Stadtrat zu Beratungen kommt, bei der die Zimmerei Gegg eine Rolle spielt, ist das immer etwas Besonderes. Zum einen sind volle Zuschauerränge im Rathaussaal gesichert. Wie auch kürzlich als rund 40 Mitglieder der Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bieswang“, hören wollten, was ihre Bürgervertreter im Stadtrat zu den Bedenken der Beürgerinitiative so alles von sich geben.

Und auch die Fabel “Von Hase und Igel“ könnte einem bei diesem Thema in den Sinn kommen, denn einige Genehmigungsobjekte konnten schon vor dem daher eilenden  Genehmigungsverfahren von sich sagen: „Ich bin schon da.“

Zu Dritten kann man sich fast sicher sein, dass es beim Auftauchen von verfahrensrechtlichen Hürden im Zusammenhang mit den genannten Sachverhalten  im Stadtrat zu der inzwischen legendären 11:6 Entscheidung zugunsten des Antragsstellers kommt. Aber halt nur fast. Insoweit kann man wohl die 7:8-Entscheidung, mit der das gemeindliche Einvernehmen am 04.Juli 2018 für die Halle mit der Abbundanlage abgelehnt worden war als eine Art Betriebsunfall betrachten. Aber in der jüngsten Stadtratssitzung haben die Mehrheitsinhaber im Stadtrat diese Scharte wieder ausgewetzt.

In der Sache geht es um eine ursprünglich 958 Quadratmeter große Überdachung auf dem Betriebsgelände der Bieswanger Zimmerei Gegg, die vom Landratsamt im Dezember 2016 im vereinfachten Genehmigungsverfahren baurechtlich genehmigt worden ist.

In einem Veränderungsantrag (Tektur) Ende 2017 war diese Überdachung dann von 958,88 m² auf 1.029,78 m² angewachsen und sollte eingehaus, also zur Halle umgebildet werden. Bei zwei Abstimmungen zu diesem Antrag wurde per Stadtratsbeschluss das gemeindliche Einvernehmen für die Einhausung der Überdachung erteilt.

Schon damals waren die verkehrsmäßige Erschließung durch ein Wohngebiet und über einen öffentlichen Feldweg, eine nicht genehmigte Auffüllung, die Unvereinbarkeit mit dem Flächennutzungsplan, und nicht zuletzt die Einwände der Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bieswang“ ein Thema bei den  vorherigen Beratungen im Stadtrat.

Im Juli 2018 setzte der Bauherr dann noch eins drauf und wollte in der ursprünglichen Überdachung, die dann zu Halle mutierte noch eine Abbundanlage genehmigt haben. Hier kam es dann am 04. Juli 2018 zur bereits erwähnten, denkwürdigen knappen Ablehnung durch den Stadtrat.

Nun hatte der Stadtrat diesen  Antrag auf die Errichtung einer Abbundanlage bei der jüngsten Sitzung wieder im Programm. Und jetzt hat die Stadtratsmehrheit aus Bürgerliste, CSU und Freien Wählern dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen gegen die Stimmen der SPD erteilt. Das wusste aber jeder, der sich auskennt im Pappenheimer Stadtrat, schon beim ersten Lesen der Tagesordnung.

Zwar haben die Stadträte Gerhard Gronauer und Christa Seuberth (SPD) wortreich versucht, eine Entscheidung für den Umzug der Abbundanlage in das Bieswanger Industriegebiet anzuschieben und Christa Seuberth appellierte für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Gronauer begrüßte zwar die gewerbliche Entwicklung, verwies aber darauf, dass mit der Abbundanlage aus dem Handwerksbetreib eine Industrieanlage werde, die in einem Wohngebiet nicht zu suchen habe. Diese Industrieanlage sei unverträglich mit dem heilpädagogischen Reitprogramm des benachbarten Rosenhofs und mit der künftigen Senioreneinrichtung im ehemaligen Bieswanger Schulhaus, an der der gesamte Verkehr von und zur Zimmerei Gegg vorbeirollt. Das seien immerhin 120 Fahrten pro Tag bei einer Arbeitszeit von 06:00 bis 22:00 Uhr in Spitzenzeiten. Außerdem sei dieses Gebiet im Rahmen der Dorfentwicklung als Ruhegebiet vorgesehen.

„Das ist alles Wunschdenken“ brachte Friedrich Hönig die Dinge aus seiner Sicht ins rechte Lot und vertrat die Meinung, dass es für die bisher nicht genehmigte Abbundanlage und die Halle einen Bestandsschutz gebe. Im Übrigen habe man der Firma, dort wo die Halle jetzt steht eine städtische Grundstücksfläche verkauft. „Hat denn jemand geglaubt dass der da Radieschen pflanzen will?“ fragte er in die Runde.

Nach Meinung des CSU Fraktionschef Florian Gallus sei nach Genehmigung der Abbundanlage der Fahrzeugverkehr zu der Firma auch nicht stärker als er jetzt schon ist und die auch im Raum stehende Löschwasserproblematik sei nicht Sache der Stadt. Auch die Erkenntnis, dass das Objekt größer geworden sei als gedacht, verkündete Gallus dem Stadtratskollegium.
Stadtrat Karl Satzinger Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste brachte dem Stadtrat und den rund 50 Zuhörern die Weisheit zur Sprache, dass der Bauwerber Handwerker sei und „der scheißt kein Geld, sondern der muss es verdienen“. Es sei utopisch die Abbundanlage in das Industriegebiet umsetzen zu wollen. Allerdings wisse der Bauwerber auch – so Satzinger – dass er nun nicht mehr erweitern kann. Die Automatische Abbundanlage sei leiser als die händische Abbindung und jetzt sei die Anlage sogar noch eingehaust, versuchte der Fraktionschef der Bürgerliste die Situation schönzureden.

Holger Wenzel von der Bürgerliste meldete sich als zuständiger Gewerbereferent zu Wort und machte klar, dass für das gemeindliche Einvernehmen stimmen werde. Keiner mache sich die Entscheidung leicht, behauptete Wenzel und auch nach seiner Meinung, sei ein Umzug ins Industriegebiet utopisch.

Entsetzte Bürger bleiben zurück

Zum Teil deprimiert und mit geballter Faust in der Tasche verließen die meisten der rund 40 Mitglieder der Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bieswang“  nach dem aus ihrer Sicht niederschmetternden Abstimmungs-ergebnis den Sitzungssaal. Einer machte dann seinem Unmut doch noch Luft und rief den Stadträten zu, dass es um die Sicherheit der Kinder gehe. Enttäuscht sind die Mitglieder der Bürgerinitiative besonders darüber, dass ihre Anliegen, Sorgen  und Argumente von keinem Angehörigen des Oppositionsblocks auch nur Andeutungsweise zur Sprache gekommen sind. In mehreren Informationsschreiben und viel persönlichen Gesprächen haben die Anlieger des Wohngebietes, durch welches die Firmenzufahrt führt, ihre Sorgen und Bedenken den Stadträten aller Fraktionen nahegebracht.