Neues zur Senioren- und Wohnberatung in Altmühlfranken

Die Landkreisverwaltung hat unter Federführung der Freiwilligenagentur altmühlfranken die beiden Projekte ehrenamtliche Senioren- und Wohnberatung ins Leben gerufen. Das Angebot richtet sich an alle Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige aus Altmühlfranken. Ziel dabei ist es, älteren Menschen ein möglichst langes, eigenständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Ehrenamtliche Seniorenberater haben für sämtliche Fragen der älteren Generation ein offenes Ohr. Denn gerade der Alltag im Alter bringt ganz eigene Probleme, Fragen und Aufgaben mit sich: Wo bekomme ich bei Bedarf Hilfe im Haushalt und wer kann mich über meine Leistungsansprüche aufklären? Wer hilft mir beim Antrag für die Pflegekasse? Wie kann es gelingen, Gewohnheiten und Aktivitäten aufrechtzuerhalten und am gesellschaftlichen Leben in meiner Stadt oder meinem Ort teilzunehmen? Wo kann ich mich in vertrauter Umgebung mit Freunden treffen, Erinnerungen austauschen oder Neues planen? Wo finde ich Freizeitmöglichkeiten, die zu mir passen?

Die ehrenamtlichen Seniorenberater sprechen mit den Betroffenen über diese Fragen und Probleme. Gemeinsam wird nach passenden Lösungen gesucht und bei Bedarf an professionelle Dienste und Hilfsangebote vermittelt.

Ehrenamtliche Wohnberater tragen dazu bei, dass älteren Menschen und Menschen mit Handicap ein selbstbestimmtes Verbleiben in ihrem vertrauten Wohnumfeld ermöglicht wird. Sie informieren und beraten insbesondere über Barrierefreiheit von Wohnungen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten rund um die Themen Sicherheit in Küche und Bad, Beseitigung von Stolperfallen zur Sturzvermeidung, Überwindung von Treppen und Türschwellen, gute Beleuchtung in der Wohnung, geeignete Handläufe und Haltegriffe, Tür- und Fensterlösungen, Telefon, Klingel und Sprechanlagen, intelligente Haustechnik, Notrufsysteme und Alltagshilfen.

Neben der Wohnanpassung beraten die ehrenamtlichen Wohnberater auch zu Finanzierungsfragen und Fördermittel zu geplanten Maßnahmen. Themen, die in Zukunft in der Beratung mehr Bedeutung gewinnen werden, sind die altersgerechte Gartengestaltung, alternative Wohnformen und Unterstützungsangebote bei unvermeidlichen Umzügen in eine barrierefreie Wohnung bzw. in ein passendes Seniorenheim.

Bisher wurde die ehrenamtliche Senioren- und Wohnberatung jeden Montag von 10:00 bis 12:00 Uhr in Weißenburg zu festen Zeiten angeboten. Zu dieser Sprechzeit konnten sich Seniorinnen und Senioren sowie pflegende Angehörige informieren.
Ab sofort können die Beratungsgespräche für Weißenburg und alle anderen Kommunen des Landkreises, bei der Freiwilligenagentur als zentrale Koordinationsstelle unter der Telefonnummer 09141 902-235 oder per Mail an freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de vereinbart werden.

In Treuchtlingen sind die ehrenamtlichen Senioren- und Wohnberater neben individuellen Terminvereinbarungen zu den Sprechzeiten im Bürgerhausbüro anzutreffen. Diese sind jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr.

In Gunzenhausen, einem weiteren Zentrum der Senioren- und Wohnberater in Weißenburg-Gunzenhausen, gab es auch bisher keine festen Sprechzeiten, hier galt schon immer die vorherige telefonische Terminvereinbarung.

Zur Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch können bei der Freiwilligenagentur altmühlfranken als Koordinationsstelle Checklisten angefordert werden, die einen ersten Eindruck vermitteln, an welchen Stellen in der Wohnung oder im Wohnumfeld Barrieren bestehen, die beseitigt werden sollten. Die Beratungsstelle wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Die Beratung ist kostenfrei und unabhängig. Sie wird unter Beachtung der Schweigepflicht durchgeführt und findet entweder im Beratungsbüro bei KISS Weißenburg, im Bürgerhausbüro in Treuchtlingen oder in der häuslichen Umgebung statt.

Zahlreiche weitere und umfangreiche Informationen für Seniorinnen und Senioren sowie für pflegende Angehörige sind im kostenlosen Seniorenwegweiser des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen zu finden. Dieser ist im Landratsamt und bei allen Kommunen im Landkreis erhältlich.




Einladung nach Lützen übergeben

Eine Einladung der Stadt Lützen hat Maik Reichel, Direktor der Landeszentale für politische Bildung beim Land Sachsen Anhalt kürzlich an Bürgermeister Sinn übergeben. Der Bürgermeister und der gesamte Stadtrat sind eingeladen auf den Spuren der Pappenheimer das 750jährige Stadtjubiläum zusammen mit den Lützenern zu feiern. Der Maibaumverein wird in Lützen einen  Maibaum aus den Pappenheimer Wäldern aufstellen und der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. wird zur Auftaktveranstaltung des Pappenheimer Geschichtsforums mit dem Titel „Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“ in Lützen einladen. Die Feuerwehrkapelle Langenaltheim wird das Stadtfest in Lützen musikalisch begleiten.

Die Stadt Lützen in Sachsen Anhalt wird im Juni dieses Jahres das 750 Jahr ihrer ersten urkundlichen Erwähnung begehen. Dieses Ereignis soll gebührend gefeiert werden und da gehören die Pappenheimer dazu. „Pappenheim verbindet seit vielen Jahren aufgrund der historischen Persönlichkeit des Grafen Gottfried Heinrich einen lange fruchtbringende Zusammenarbeit“, heißt es im Einladungsschreiben von Lützens Bürgermeister Uwe Weiß.
Schon im April 2018 bei der Buchvorstellung zur Erinnerung an Ursula Gräfin zu Pappenheim hatte Lützens Bürgermeister die Einladung zu diesem Fest an Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller aus der Gemeinde  Bellenberg, Schwaben, dem Bürgermeister Wolfgang Wehr aus Gräfenthal Thüringen und Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn persönlich ausgesprochen. Sie alle gehören zu dem Projekt “Die Spuren der Pappenheimer“, das vom Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein gepflegt wird. Bei allen großen Ereignissen mit historischem Bezug, bei den runden Geburtstagen Gräfin Ursulas und zu vielen anderen Anlässen waren Delegationen aus Bellenberg, Lützen und Gräfenthal hier, um mit den Pappenheimern zu feiern. Das war beim großen Historischen Stadtfest 2002 schon so und auch beim kleinen historischen Stadtfest 2007. Bei den Festen der Tulipomania waren sie in Pappenheim und auch bei vielen anderen Veranstaltungen des Pappenheimer Heimat- und Geschichtsvereins.

Nun wurde die schriftliche Einladung aus Lützen hochoffiziell an Bürgermeister Sinn übergeben. Maik Reichel Direktor der Landeszentale für politische Bildung beim Land Sachsen Anhalt hat sie im Auftrag von Lützens Bürgermeister nach Pappenheim gebracht. Begleitet wurde Maik Reichel bei der Übergabe von Katharina Köhler, eine der Vorsitzenden des „Pappenheimer  Maibaum e.V.“ und einer Delegation des Heimat- und Geschichtsvereins.

Im Bezug auf das persönliche Gespräch vom April 2018 schreibt Lützens Bürgermeister „Diese Einladung möchte ich nunmehr schriftlich wiederholen und Sie, Vertreter Ihres Stadtrates, aber vor allem auch ihre historischen Kultur- und Brauchtumsvereine hiermit herzlich nach Lützen einladen.“

Soweit bisher bekannt, werden der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. und  der Heimat- und Geschichtsverein mit Delegationen zum Stadtfest nach Lützen reisen. Das Festwochenende  findet in Lützen vom 13. bis 16. Juni 2019 statt. Dabei werden die kräftigen Jungs des Maibaumvereins auf dem Marktplatz in Lützen einen Maibaum nach Pappenheimer Tradition aufstellen. Beide Vereine werden sich auch am Festzug beteiligen, der am Sonntagnachmittag durch Lützen ziehen wird. Musikalisch unterstützt  werden alle Veranstaltungen durch die Feuerwehrkapelle Langenaltheim.

Pappenheimer Geschichtsforum
Im Rahmen des Stadtfestes wird es in Lützen auch die Auftaktveranstaltung zum vierteiligen Pappenheimer Geschichtsforum „Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“ geben. Die vierteilige Vortragsreiche war ursprünglich im Europäischen Haus Pappenheim geplant. Da sie dort nicht stattfinden konnte, hat der Heimat- und Geschichtsverein die Auftaktveranstaltung nach Lützen verlegt. Die Nachfolge Veranstaltungen finden im Oktober in Bellenberg und in Gräfenthal statt. Bei der jüngsten Stadtratssitzung wurde bekannt gegeben, dass nun die Schlussveranstaltung des Pappenheimer Geschichtsforums nun doch im EHP stattfinden kann.




Rettungswagen gestreift – Zeugensuche

Ein orangefarbenerRenault Master wird von der Polizei gesucht. Das Fahrzeug hat einen Rettungswagen im Einsatz gestreift und ist davongefahren.

Am Mittwoch, 13.02.2019, gegen 15.00 Uhr, befuhr ein Rettungswagen des BRK mit Sonderrechten in Bieswang die Weißenburger Straße ortseinwärts. Im Gegenverkehr geriet ein Pkw auf die linke Fahrbahnseite und streifte den Transit des Rettungsdienstes, an dem ein Schaden von ca. 500 EURO entstand. Das unfallverursachende Fahrzeug, ein orangefarbener Renault Master, fuhr weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Hinweise zu dem Unfallverursacher werden an die PI Treuchtlingen unter Telefon 09142/9644-0 erbeten.




Termine für Repair-Cafés

Die Repair Cafés im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben an den drei Standorten in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen jeweils einmal im Monat geöffnet. Die ehrenamtlichen Reparateure unterstützen die Besucherinnen und Besucher dabei, die mitgebrachten, defekten Gebrauchsgegenstände zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren.

Für die unterschiedlichen Reparaturen aus den Bereichen Elektronik, Holz- und Textilarbeiten sind Fachkundige vor Ort und die notwendigen Materialien und Werkzeuge stehen zur Verfügung.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, repariert wird in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen. Bis spätestens 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher vorbeikommen und defekte Gegenstände anmelden.

Fleißig repariert wird jeweils Freitagnachmittag von 14 bis 18 Uhr

  • in Weißenburg, am 15. Februar, in der KISS (Westliche Ringstraße 2, Postgebäude Seiteneingang),
  • in Gunzenhausen, am 22. Februar, im Alten Mesnerhaus (Kirchplatz 8) und
  • in Treuchtlingen, am 01. März, im Kulturladen (Bahnhofstraße 26).

Fragen zum Repair Café beantwortet die Freiwilligenagentur altmühlfranken telefonisch unter 09141 902-235 oder per Mail an freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de oder die Koordinatorin der Reparaturwerkstätten Margit Kleemann unter 0160 1101664.

Titelfoto: Landratsamt




Pelzmärtelmarkt im Gerede

Die Abrechnung des 2. Pappenheimer Pelzmärtelmarkt war bei der jüngsten Sitzung des Pappenheimer Stadtrats die Grundlage für eine heftige Auseinandersetzung. Bei den Erklärungen zur Tagesordnung hatte Bürgermeister Uwe Sinn (SPD) seinem 2. Bürgermeister Claus Dietz eine ablehnende Haltung gegen den Pelzmärtelmarkt unterstellt. Darüber hinaus habe Dietz nach des 1. Bürgermeisters Darstellung zu Unrecht gefordert, die Abrechnung der Mittel für den Pelzmärtelmarkt im öffentlichen Teil der Sitzung  zu behandeln. Claus Dietz verwahrte sich gegen die Vorwürfe und warf dem Bürgermeister Lüge vor. Alle Fraktionen gaben ein Bekenntnis zum Pelzmärtelmarkt ab, der auch 2019 wieder stattfinden soll.

Wie alles geschah
Der Pappenheimer Pelzmärtelmarkt hat sich schon bei seiner 2. Auflage zu einer Veranstaltung entwickelt, aus der etwas Großes wachsen kann. Allerdings braust seit etwa Mitte Dezember 2018 die Nachricht durch die Stadt, dass bei der Abrechnung Fragen aufgetaucht sind, die sich inzwischen offenbar zu einem Problem entwickelt haben.

In der öffentlichen Sitzung am 20. September 2018 fasste der Stadtrat den Beschluss für eine Neuauflage des Pelzmärtelmarktes. Im Beschlusstext wird dem Markt ein Gesamtbudget von 12.000 Euro zugeschrieben und im  Januar 2019 sollte dem Stadtrat ein Verwendungsnachweis für die Mittel vorgelegt werden.

Deshalb fragte sich auch der interessierte Pappenheimer, weshalb in der Januarsitzung das Thema weder im öffentlichen noch im nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung, stand.

In der Februar Sitzung war dann die Abrechnung für den Pelzmärtelmarkt offenbar in die Tagesordnungspunkte der nichtöffentlichen Sitzung eingereiht. So jedenfalls konnte man nach der Ausführung des 1. Bürgermeisters Uwe Sinn gleich zu Sitzungsbeginn vermuten. Unter Top 1 mit dem Titel „Erklärung des Bürgermeisters zur Tagesordnung“ führte  Sinn zunächst aus, dass der Pelzmärtelmarkt sehr wichtig für das Ansehen der Stadt sei und deshalb stehe er wie alle, die am Marktgeschehen beteiligt waren voll hinter dem Markt, der auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Der Markt spiegle –so Sinn – das Engagement vieler Vereine und ehrenamtlich Beteiligten wieder. Deshalb dulde er es nicht, wenn der Markt von den  Mitgliedern des Stadtrates zerredet und von machen gar hintertrieben würde.

Ist ein Wort erlaubt?

„Wir Pappenheimer Hand in Hand“ und „Komm teil mit mir“ diese beiden Slogans wären doch unbestreitbar hehre Ziele für ein gutes Miteinander in Pappenheimer. Allerdings stehen sie bisher nur als frommer Wunsch auf Plaketten und Flyern in Herzform. Doch wenn diese Worte irgendwann tatsächlich Wirkung entfalten sollen, müsste man vorher Eitelkeit, Egoismus, Rechthaberei, Voreingenommenheit und Schmutzbuckeleien in die Verbannung schicken und bei aller Meinungsverschiedenheit sich einem sachlichen Umgang miteinander widmen. Wie wäre es da mit den Römern als Vorbild zu beginnen? Sie pflegten damals schon in ihrem Rechts- und Gesellschaftssystem den Leitsatz „audiatur et altera pars“ (man höre auch die andere Seite).

Peter Prusakow

Die Vorstellung der Abrechnung des Marktes gehöre in die nichtöffentliche Sitzung betonte  der 1. Bürgermeister und nicht, wie von 2. Bürgermeister Dietz (Freie Wähler)  gefordert, in den öffentlichen Sitzungsteil. Es gehe bei der Abrechnung auch um persönlich geleistete Stunden ehrenamtlicher Vereinsmitglieder erklärte Sinn. So etwas dürfe nach den Vorschriften der Gemeindeordnung nicht öffentlich diskutiert werden, erläuterte Sinn. Zu dem gleichen Ergebnis kommt nach Sinns Ausführungen auch das Rechtsgutachten einer der renommierten Anwaltskanzleien, das der Bürgermeister hierzu in Auftrag gegeben hatte.

Vorwurf der Lüge
Mit dem Vorwurf der Lüge antwortete 2. Bürgermeiste Dietz auf die Ausführungen des 1. Bürgermeisters. Er verwahre sich gegen die Behauptung, dass er den Mark schlechtrede. „Das ist eine Unterstellung, ich stelle den Pelzmärtelmarkt nicht infrage“, erklärte Dietz dem Stadtrat. Außerdem habe er nicht gefordert die Abrechnung im öffentlichen Teil der Sitzung zu behandeln. Am Tag nach der Sitzung übermittelte Claus Dietz eine schriftliche Presserklärung in der er erneut betonte, dass von seiner Seite der Markt nie schlecht geredet worden sei und dass er auch nicht gefordert habe, die Abrechnung im Stadtrat öffentlich zu besprechen.

Allerdings konnte Gerhard Gronauer, Fraktionsvorsitzender der SPD aus einer E-Mail des Geschäftsleiters Stefan Eberle zitieren, in der er neben anderen Adressaten auch dem 1. Bürgermeister mitteilt, dass der 2. Bürgermeister Claus Dietz die Abrechnung des Marktes in der öffentlichen Stadtratssitzung behandelt haben möchte. Möglicherweise liegt dieser Nachricht ein Missverständnis zugrunde, meinte der Geschäftsleiter.

Öffentliche Abrechnung
Walter Otters Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler erinnerte, dass es einen klaren Beschluss gebe, wonach die Fakten im Januar offenzulegen sind. Er verstehe die Aufregung nicht, denn die Mittel seinen öffentlich beschlossen. „Das hat nichts mit dem Pelzmärtelmarkt zu tun und auch nicht mit den Unstimmigkeiten in der Abrechnung“, meinte Otters.

Sicherlich werde man die Gesamtabrechnung in öffentlicher Sitzung behandeln, meinte SPD Fraktionschef Gronauer, aber „es geht heute um die Abrechnung von ehrwürdigen Leuten“, schränkte er ein.

„Ich verwahre mich gegen die Behauptung, dass wir den Markt abschaffen oder angreifen wollen“, betonte auch Fraktionschef Karl Satzinger von der Bürgerliste und fügte hinzu: „Es geht nicht, dass wir den Markt zerlegen, wo das das Letzte ist, was wir in Pappenheim noch haben“.

Persönlich beteiligt
„Meine einzige Funktion in dieser Angelegenheit ist die Regulierung eines zu klärenden Verwaltungsakts in dem der Erste Bürgermeister persönlich betroffen ist, und somit ich als Stellvertreter tätig werden muss“, teilte 2. Bürgermeister Dietz in seiner Presserklärung mit.
Das lässt vermuten, dass er den Vorsitz bei den Beratungen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung übernommen hat. Denn als maßgeblich beteiligter Organisator hat der Touristikverein eine Rechnung für geleistete Stunden vorgelegt, die soweit bekannt bisher von der Stadtkasse noch nicht bezahlt worden ist. Da nun der 1. Bürgermeister auch 1. Vorsitzender des Tourismusvereins Pappenheim ist, gilt er als persönlich beteiligt und musste deshalb nach den Vorschriften der Gemeindeordnung den Vorsitz an den 2. Bürgermeister abgeben und bei den  nichtöffentlichen Beratungen den Sitzungssaal sogar verlassen.

Nach unseren Informationen ging es bei der Abrechnung im Kern um insgesamt  rund 400 geleistete Stunden für die Organisation des Marktes, die einem Marktbetrieb von 15 Stunden gegenübergestellt wurden. Auch verschiedene Formalien sollen Beratungsgegenstand gewesen sein. Über den Ausgang der Beratungen und ob ein Beschluss und  mit welchen Inhalt gefasst worden ist, gibt es bislang nur Gerüchte.

 




Versteckte Handgranate gefunden

In einem Treuchtlinger Ortsteil wurde am Freitag bei Umbauarbeiten im angebauten Schuppen eines landwirtschaftlichen Anwesens in einer Mauernische eine funktionstüchtige Stielhandgranate aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Die Mauernische war durch ein vorgesetztes Brett verdeckt worden. Die Gesamtumstände lassen augenscheinlich den Schluss zu, dass die Handgranate während des 2. Weltkrieges versteckt wurde. Die Handgranate wurde durch das Kampfmittelbeseitigungsteam aus Feucht abgeholt und beseitigt. Strafrechtliche Konsequenzen muss der Hauseigentümer nicht fürchten, da eventuelle Straftaten bereits verjährt sind.

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang
beim Auffinden eventueller Kriegswaffen
sofort die Polizei zu verständigen und
nicht selbst eine Beseitigung durchzuführen.




Kunstcafé in Pappenheim

Menschen mit Behinderung haben kürzlich ihreAngehörige, Freunde und Förderer zum ersten Kunstcafé in das Pappenheimer Haus Altmühltal eingeladen. Präsentiert wurden selbst gestaltete Karten, die bei einem Gemeinschaftsprojekt der Rummelsberger Diakonie und Regens Wagner Absberg entstanden sind. Nadine Gempel von der Sparkasse Mittelfranken Süd überbrachte einen Spendenscheck.

(MH) In vergangen Herbst sollte Kunst zum Verschicken entstehen. 15,5 Zentimeter mal 11 Zentimeter Platz hatten die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Park-Kunst-Projekts, um ihre Postkarten individuell zu gestalten.
Mit diesen Karten luden sie Freunde, Angehörige und Förderer zum ersten „Kunstcafé“ im Haus Altmühltal in Pappenheim ein. Zum Treffen Ende Januar in der Einrichtung der Rummelsberger Diakonie in Pappenheim kamen 20 Frauen und Männer, darunter auch der ehemalige Hausleiter Otto Friedrich und Ingrid Schön, Leiterin der Offenen Angebote der Rummelsberger Behindertenhilfe.

Park-Kunst ist ein Gemeinschaftsprojekt von Rummelsberger Diakonie und Regens Wagner Absberg. Seit sieben Jahren treffen sich Menschen mit Behinderung, um beim Workshop ohne Druck kreativ zu sein. „Wir hätten nicht gedacht, dass so viele unserer Einladung folgen“, freute sich Lisa Strixner von der Offenen Behindertenarbeit der Rummelsberger Diakonie in Weißenburg bei der Veranstaltung. Lisa Strixner und Kunsttherapeut Peter Webert von Regens Wagner sind die Initiatoren des Workshops. Das erste Treffen fand im Park rund um das Haus Altmühltal statt, haher auch der Name „Pakr-Kunst“.

Seitdem findet jährlich ein viertägige Workshop statt. Kunsttherapeut Webert achtet bei den Treffen darauf, dass die Künstler ihr kreatives Potential ausschöpfen. „Mir ist es wichtig, die Teilnehmer zu ermutigen weiter zu machen, ihre Kunstwerke weiter zu bearbeiten, zu schichten, umzustrukturieren. Dadurch entsteht in den Werken eine Tiefe, mit der die Künstler oft selbst nicht gerechnet haben.“ Und was sagen die Künstler selbst? „Also mir macht Kunst Spaß“, sagt Gerhard Treder, der in Gunzenhausen lebt und nun schon oft an den Projekttagen teilgenommen hat.

Seit drei Jahren bieten Rummelsberger Diakonie und Regens Wagner mit dem Wald-Kunst Projekt im Wald-Erlebnis-Zentrum in Schernfeld auch ein inklusives Kunst-Projekt an. Gearbeitet wird vor allem mit Naturmaterialien. Manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieben es, Objekte zu sortieren, zu ordnen oder Dinge zu verpacken, angelehnt an die Werke von Christo. Lisa Strixner betont: „Uns ist es wichtig, dass jeder selbst entscheidet, was er aus der Grundidee macht.“

Damit die Künstler noch viele Jahre weiter kreativ sein können, braucht es Förderer. Eine davon ist Nadine Gempel, Leiterin der Sparkasse Pappenheim, die zum PARK- Café einen Spendenscheck über 500 Euro mitgebracht hat. Von dem Geld sollen Farben und Material gekauft werden, damit im Herbst wieder zur Park-Kunst und zur Wald-Kunst eingeladen werden kann.

 Weitere Informationen zum nächsten inklusiven Wald-Kunst-Projekt finden Sie im Internet: www.rummelsberger-diakonie.de/reise

Titelfoto: Zum Kunst-Café im Haus Altmühltal der Rummelsberger
Diakonie hat Nadine Gempel (Zweite von rechts) von der
Sparkasse Pappenheim einen Spendencheck über 500 Euro
mitgebracht.
Zu sehen sind weiterhin (von rechts): Die Künstlerinnen und
Künstler Werner Wolf, Thomas Sturm, Maria Reimchen,
Lisa Strixner, Mitarbeiterin der Rummelsberger Diakonie,
und Künstler Gerhard Treder.

Foto: Eva-Maria Mirlach




Neuer Regionalleiter bei der Rummelsberger Diakonie

Dominic Bader ist am Sonntag als Regionalleiter der Rummelsberger Diakonie in der Region Pappenheim  und Treuchtlingen eingeführt worden. An einem Gottesdienst in der Pappenheimer Stadtkirche nahmen Gäste aus Politik, Kirche, der Rummelsberger Diakonie sowie Familienangehörige und Freunde teil.

(MH) Dekan Wolfgang Popp leitete den Gottesdienst und begrüßte beim anschließenden Empfang im Pappenheimer Gemeindezentrum. Der stellvertretende Landrat Peter Krauß skizzierte die Anfänge der Rummelsberger in Pappenheim. Als aktives Mitglied im Förderverein für das Georg-Nestler-Haus, betonte er, wie wichtig es sei, das traditionsreiche Pflegeheim baulich weiter zu entwickeln. Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn begann seine Grußworte ebenfalls in der Vergangenheit und beschwor die seit jeher enge Verbindung der Rummelsberger Diakonie mit dem Standort Pappenheim. Er wagte aber auch einen Blick in die Zukunft und die geplanten Investitionen, die eine Weiterentwicklung der Pappenheimer Einrichtungen ermöglichen. Sein Treuchtlinger Kollege, Bürgermeister Werner Baum, skizzierte die nahe Zukunft, die seiner Stadt und dem diakonischen Träger bevorsteht, denn seit der Eröffnung der Altmühltal Werkstätten im September 2016 konkretisieren sich die Planungen für ein neues Wohngebäude in Treuchtlingen für 24 Menschen mit Behinderung.

Die bevorstehenden Aufgaben des neuen Regionalleiters beschrieb Karl Schulz, Mitglied des Vorstands der Rummelsberger Diakonie. Als Verantwortlicher für die Bereiche Behindertenhilfe und Altenhilfe wird Bader beide Bereiche stärker vernetzen und gemeinsam in die Zukunft führen. Ziel sei es,  neue, auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnittene, Angebote in der Region zu schaffen.

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV), Günter Popp, sah seine Rolle hingegen auch als Mahner und betonte, dass die Weiterentwicklung der Angebote auch dringend angezeigt sei. Er lobte aber auch die gute Zusammenarbeit zwischen MAV und Leitung, die er sich auch in Zukunft wünsche. Die Vorsitzende der Bewohnervertretung, Marianne Furtner, wünschte, unterstützt von ihrem Kollegen Hans Gebauer, schließlich kurz und knapp alles Gute für die künftige Zusammenarbeit.

Dominic Bader selbst zog ein erstes Resümee seiner bisherigen Arbeit. Bereits seit Juli ist er ja Standortleiter der Rummelsberger Diakonie in Pappenheim. Er sei angekommen und blicke positiv in die Zukunft und die bevorstehenden Aufgaben, sagte der 37-Jährige. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Trägern, Vereinen, Kirchen und den politischen Vertretern in der Region.

Titelfoto v.l. Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn, der neue Regionalleiter Dominic Bader und Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Foto: Eva-Maria Mirlach




Beim Gegenverkehr gestreift

Am Donnerstag, 31.01.2019, gegen 11.15 Uhr, streiften sich auf der Staatsstraße 2230 zwischen Zimmern und Pappenheim zwei Pkws im Begegnungsverkehr. Glücklicherweise kam es nur zu geringen Sachschäden in Höhe von ca. 500 EURO, verletzt wurde niemand. Welche der beiden beteiligten Pkw-Fahrerinnen zu weit links gefahren war, konnte vor Ort von der Polizei nicht geklärt werden.




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 07.02.2019, um 19:00 Uhr findet im Sitzungssaal des Rathauses eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:


Top


Thema

1

Erklärung des Ersten Bürgermeisters zur Tagesordnung.

2

Bauanträge
2.1 BA 04/2019 – Neubau Kälberstall, Göhren2.2 BA 02/2019 – BImSchG-Verfahren – Wesentliche Änderung best. Steinbruch-Erweiterung DK 0 Deponie2.3 BA 3/2018 – Errichtung Einfamilienhaus Neudorf – Befreiuungen.
3 Antrag der BGL/ StR Mitglied Satzinger auf Errichtung Spielplatz “An der Stöß/Buchauer Platz”, Pappenheim.
4 Bauleitplanung: Antrag von Frau Ute Rottler auf Änderung des Flächennutzungsplanes in Zimmern von Grünfläche zu künftig gemischter Baufläche.
5 Alleeunterhalt Beckstraße Pappenheim – Zustimmung des Stadtrates zur Auftragsvergabe.